Hi,
hätte mal eine Frage im Zusammenhang mit der Zeitdilatation die mir im Verlaufe des wiederholten Anschauens von Interstellar aufkam.
Angenommen es herrscht die folgende Situation wie im Film dargestellt: Ein Raumschiff befindet sich in der Nähe eines Planeten, bei dem aufgrund von enormer gravitationaler Einwirkung 1 Stunde Aufenthalt auf der Oberfläche 7 Jahre in der Zeit auf dem Raumschiff bedeuten würde. Ein Astronaut fliegt jetzt auf die Oberfläche, während der andere im Raumschiff bleibt. Sobald der Astronaut auf dem Planeten gelandet ist, verbinden sich beide Astronauten per Livestream und beobachten den jeweils anderen. Was würden die Astronauten jetzt sehen? Sieht einer den anderen im Zeitraffer bzw. in Zeitlupe? ♠_biggrin: oder würden die Signale erst garnicht übertragen werden können?
Der "Livestream" ist im Grunde nur ne Aufnahme, die in regelmäßigen kurzen Abständen gesendet wird und damit "live" wirkt. Deswegen würde sie ganz normal ankommen, nur in unterschiedlichen Mengen und dadurch wäre eine Liveschaltung nicht möglich. Zu den technischen Problemen bei der Datenübertragung kann ich aber nichts genaueres sagen.
Das ist völlig unrealistisch, wenn das Raumschiff in der Nahe des Planeten "parkt" beträgt das Verhältniss niemals 1std zu 7 Jahre.
Entweder die Gravitation oder die Geschwindigkeit sind ursächlich für die Raumkrümmung. Wenn du in der Näher des Planeten bis, dann sind ja Raumschiff und Planet in ähnlch gekrümmten Raum, je nach entfernung. In dieser planetaren oder auch solaren Größenordnung kannst du zeitdilatation vergessen bzw da gehts um minimale beträge.
Was die übertragung angeht, so wirst du sie in deiner eigenen gescvhwindigkeit sehen, nur wird es genausolange dauern, bis der stream startet, um den Betrag der zeitdilatation. Schätze ich zumindest eher, als daß da eine zeitlupe abspielt.
Das auf der Erde ankommende Funksignal wäre rotverschoben. Wenn also das Raumschiff auf einer hohen Frequenz sendet, sagen wir 100 THz, dann würde bei dem genannten Faktor auf der Erde ein Mittelwellensignal ankommen. Das könnte man aber schon auslesen und zu Bildern zusammensetzen. Wenn Die Kamera auf dem Raumschiff 25 Bilder/s überträgt, dann käme auf der Erde etwa alle 40 Minuten ein Bild an.
@Mergelina: Schon richtig, aber bei Interstellar fliegt das Raumschiff durch ein Wurmloch zu einem Planeten, der ein schwarzes Loch umkreist. Natürlich ist das unrealistisch, aber es geht ja nur um das Gedankenexperiment.
Danke für die Antworten schonmal
Dann tritt der selbe Effekt der Rotverschiebung ja auch ein wenn man die Person im Raumschiff mit einem Fernrohr beobachten würde. Nur wenn man mit dem Fernrohr das Raumschiff beobachtet, bekommt man ja nach meinem Verständnis ein durchgängiges Bild, es werden also nicht mehrere Signale abgegeben die quasi in einer geringeren Rate auf dem Planeten ankommen würden. Oder sehe ich das falsch und man kann die Antwort Eins zu Eins auf die Lichtwellen übertragen die das Auge empfängt?
Siehst das falsch, es spielt hier keine Rolle, ob man die Übertragung als Welle oder als Teilchenstrom betrachtet. Rotverschiebung und den gleichen Effekt hast du immer. Es steckt einfach weniger Information drin pro Zeiteinheit, egal ob man das sich jetzt als Einzelbilder oder als kontinuierlichen Vorgang vorstellt.
Interessanter Punkt. Tatsächlich ist das Auflösungsvermögen eines Teleskopes (egal ob Licht- oder Radioteleskop) proportional zur Wellenlänge. Man würde also nicht nur in "Zeitlupe" sehen, sondern mit zunehmender Dilatation auch unschärfer.