PokerStrategy – Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Eine Broadway Straight ist die höchstmögliche Straße im Poker.
- Broadway Karten sind die Karten, aus denen die Broadway Straight gebildet wird: Ass, König, Dame, Bube und Zehn.
- Einige Broadway Starthände, etwa wie Ass-König suited, gehören zu den stärksten Starthänden im Spiel.
- Schwächere, offsuit Broadway Hände sollten nicht überspielt werden.
Was ist eine Broadway Hand im Poker?
Eine Broadway Hand im Poker bezeichnet die höchstmögliche Straight, bestehend aus A-K-Q-J-10. Der Begriff kann auch für jede einzelne Karte verwendet werden, die Teil dieser Straße ist. Wenn jemand beispielsweise K-Q hält, hat er zwei Broadway Karten.
Eine Broadway Straight ist eine sehr starke, hoch eingestufte Hand, die schwer zu schlagen ist. Broadway Karten bilden zudem häufig einige der stärksten Starthand Kombinationen im Poker. Diese Seite beleuchtet beide Bedeutungen des Begriffs „Broadway“.
Broadway Straight: Handranking in Texas Hold’em

Eine Straße rangiert im Pokerhand Ranking auf Platz sechs, über Drilling, Two Pair, One Pair und High Card, in Texas Hold’em und anderen Varianten. Sie liegt unter Royal Flush, Straight Flush, Vierling, Full House und Flush.
Auch wenn Straights formal im Mittelfeld rangieren, sind sie dennoch starke Hände, die häufig für Value gespielt werden sollten.
Broadway gegenüber anderen Straights
Die Broadway Straight ist die stärkste aller Straßen. Sie wird mit den fünf höchsten Karten des Decks gebildet, A-K-Q-J-10, und gewinnt daher immer gegen niedrigere Kombinationen.
Zum Beispiel:
Spieler A: A♣ K♥
Spieler B: 9♥ 8♣
Flop: Q♥ J♣ 10♦
In diesem Fall hält Spieler A die Broadway Straight, die die niedrigere Straight von Spieler B schlägt.
Strategie mit einer Broadway Straight
Wenn du eine Broadway Straße triffst, besitzt du in der Regel eine sehr starke Hand. Besonders wertvoll ist sie, wenn du zwei Hole Cards zur Bildung der Straight nutzt, denn dann ist deine Hand besser getarnt und du kannst leichter Value generieren.
Gefährlich sind vor allem Flushes, wenn bereits drei oder mehr Karten derselben Farbe auf dem Board liegen. Abhängig von der Boardtextur sind theoretisch auch Hände wie ein Vierling oder ein Straight Flush möglich, diese sind jedoch so selten, dass sie praktisch selten eine Rolle spielen.
Ist das Board sehr gefährlich, kannst du über Pot Kontrolle, also einem Check oder einem Flat Call auf einer oder zwei Setzrunden, den Showdown ansteuern. Meist sollstest du jedoch setzen und raisen, um Value von Paaren, Two Pair und Drillingen zu realisieren.
Wie spielt man Broadway Straight Draws?
Bei einem Broadway-Straight-Draw musst du deine Pot Odds sorgfältig abwägen, bevor du die nächste Karte sehen willst.
Ein gefloppter, offener Broadway Draw trifft auf dem Turn in etwa 17% der Fälle und bis zum River in rund 31% der Fälle. Ein gefloppter Backdoor Broadway Draw vervollständigt sich auf dem Turn nur in etwa 8,5% und bis zum River in etwa 16,5% der Situationen.
In der Regel benötigst du daher gute Pot Odds von 2:1, um selbst mit einem offenen Straight Draw profitabel callen zu können. Ein Vorteil von Broadway Draws ist jedoch, dass du oft Overcards hast, die deine Hand zusätzlich verbessern können.
Hältst du zum Beispiel K-Q auf einem J-10-2-Board, kannst du die Straight mit einer Neun oder einem Ass vervollständigen und deine Hand zusätzlich mit einem getroffenen König oder einer getroffenen Dame verbessern. Flushdraws, sogar Backdoor-Flushdraws, erhöhen die Equity weiter und können Calls rechtfertigen.
Alternativ kannst du Broadway Draws aggressiv als Semibluff anspielen oder raisen. So hast du mehrere Wege, den Pot zu gewinnen: Entweder folden die Gegner, oder du verbesserst dich auf der nächsten Setzrunde.
Broadway Starthände und ihre Einordnung
Die Karten, aus denen die Broadway Straight gebildet wird, heißen Broadway Karten: Ass, König, Dame, Bube und Zehn (beliebiger Farbe).
Einige Broadway Hände zählen zu den stärksten Starthänden im Poker. Sie bieten viel Potenzial für hohe Top Paare, Two Pair, Straights und mehr. Auf Online Pokerseiten sind sie besonders wertvoll, weil sie gegen loose Gegner und bei hohem Spieltempo gut performen.
Nach Stärke geordnet, sind dies typische Broadway-Starthand-Kombinationen:
Premium-Broadways: AK, AQ
Starke Broadways: AJ, AT, KQ, KJ
Spielbare Broadways: QJ, KT, QT, JT
Suited Broadways sind stärker als offsuit Varianten, weil sie zusätzlich Flushes, Straight Flushes oder sogar einen Royal Flush bilden können und dir mit starken Draws mehr Spielbarkeit geben.
So spielst du Broadway Starthände
Mit Premium- und starken Broadway Händen kannst du aus nahezu jeder Position openraisen , insbesondere mit Ass-König. Wurde vor dir erhöht, kommt häufig auch ein 3Bet in Betracht.
Schwächere Broadways sind spekulativer. Sie geraten als Top Pair leicht in Probleme mit dem Kicker, gehören suited jedoch zu den stärksten „Connectors“, wenn du gezielt auf Straight- und Flush-Potenzial spielst.
Grundsätzlich müssen Broadway Hände postflop etwas treffen, um ihre Equity zu behalten. Glücklicherweise triffst du ungefähr in einem Drittel der Fälle ein Paar und liegst dann oft vorn. Kombiniert mit Straight- und Flushdraw-Potenzial findest du häufig spielbare Boards.
Wenn du komplett verfehlst und die Action deutlich anzieht, bleibt jedoch nur der Fold.
Das bedeutet nicht, dass du immer folden musst, wenn du verfehlst. Bist du in Position und hast die Initiative, musst du abwägen, ob eine Continuation Bet mit Overcards sinnvoll ist oder ob du besser checkst, um eine freie Karte zu sehen.
Häufige Fehler mit Broadway-Händen
- Keinen Value generieren: Wenn du eine starke Broadway Hand getroffen hast, etwa die Broadway-Straight –, solltest du maximalen Value gegen Gegner anstreben, die Top Pair oder Two Pair nur ungern folden.
- Schwächere Broadways überspielen: Hände wie K-10 und Q-J sind weniger robust als sie wirken, weil von einem höhere Kicker häufig dominiert werden. Aus später Position kann man sie raisen, aus früher Position werden sie häufig gefoldet.
- Offsuit Hände überbewerten: Suited Broadways sind deutlich stärker als offsuit Varianten, nicht nur wegen der zusätzlichen Equity eines möglichen Flushs, sondern auch wegen der besseren Spielbarkeit mit starken Draws.
- Nicht folden können, wenn man verfehlt: Eine starke Broadway Starthand preflop oder ein Broadway Draw auf dem Flop fühlt sich gut an, wenn du jedoch nicht triffst, musst du wissen, wann du folden solltest. Wie bei jeder Drawing Hand gilt: Ohne passende Pot Odds und passende Rahmenbedingungen sind Calls nicht angezeigt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Broadway Draw im Poker?
Ein Broadway Draw ist eine Hand, die auf die höchste Straight (A-K-Q-J-10) zieht und bereits drei oder vier der fünf benötigten Karten enthält.
Was ist ein Broadway Flop im Poker?
Ein Broadway Flop enthält mehrere Broadway Karten, die zur Broadway-Straight führen können, zum Beispiel Q-J-10.
Ist die Zehn eine Broadway Karte?
Ja. Die Zehn gehört zu den Broadway-Karten, da sie Teil der Broadway Straight ist.
Warum heißt es „Broadway“-Straight?
Der Begriff „Broadway“ könnte vom berühmten Theaterdistrikt in New York stammen, der als Bühne für die prominentesten Stars gilt.
Ist die Broadway Straight die beste Straight im Poker?
Ja. Die Broadway-Straight ist die stärkste Straight im Poker, gebildet aus den fünf höchsten Karten des Decks.
Was ist der Unterschied zwischen Broadway Karten und einer Broadway-Hand?
Broadway-Karten sind einzelne Karten, die Teil der Broadway-Straight sein können. Eine Broadway-Hand bezeichnet entweder eine Starthand aus zwei dieser Karten oder, im weiteren Sinne, die fertig gebildete Broadway-Straight.
Welche Hände schlagen eine Broadway Straight im Poker?
Obwohl die Broadway Straight die höchste Straight ist, wird sie von Flush, Full House, Vierling, Straight Flush und Royal Flush geschlagen.