Poker-Grundlagen: Der LAG
Für unsere Neulinge und alle, die Grundlagen auffrischen wollen, eine Erinnerung, welcher Gegner auf den unteren Limits kein Problem darstellt, auf den höheren aber zu den stärksten zählt.
Der erste Schritt beim Lesen von Händen besteht darin, den Gegner anhand seiner Spielweise einer bestimmten Kategorie von Spielertypen zuzuordnen. Auf diese Weise kann man seine Range deutlich besser einschätzen.
In ein paar kurzen und knackigen Artikeln schauen wir uns die fünf häufigsten Spielertypen und ihre wesentlichen Eigenschaften an. Mit diesen Informationen kann man dann seine Spielweise an die Gegnerschaft bereits allgemein anpassen.
Der LAG
Dieser Spielertyp spielt looser als der TAG und nicht ganz so loose wie der Maniac. Seine Hände spielt er dennoch meist aggressiv.
Woran erkennt man einen LAG?
LAG steht für loose-aggressive. Der LAG ist preflop looser als der TAG und spielt seine Hände ebenso aggressiv. Auf den ersten Blick ist ein LAG nicht genau einzuordnen. Zu Beginn einer Session ähneln einige einem Maniac, andere spielen eher wie loose TAGs.
Welche Range spielt ein LAG?
LAGs spielen deutlich looser als TAGs. Sie openraisen aus allen Positionen weitere Ranges und 3-betten besonders in Position mehr. Sie geben ihre Blinds seltener auf und callen im Big Blind mehr Hände.
Wie spielt man gegen einen LAG?
Auf den kleineren Limits sind LAGs nur selten gute Spieler. Die meisten sind etwas tightere Maniacs, die zwar nicht mit Geld um sich werfen, aber durch ihre loose Handauswahl im Mittel einfach schlechtere Hände haben als man selbst.
Man muss aber vorsichtig sein, denn nicht alle LAGs verschenken ihr Geld. Viele sind durchaus mit den Grundkonzepten von Poker vertraut und fähig, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Gegen LAGs gilt:
- Preflop etwas tighter agieren als gegen TAGs
- Seltener stealen, wenn ein LAG hinter einem sitzt
- Postflop nicht zu leicht aufgeben, besonders am Flop. Bei knappen Entscheidungen sollte man eher callen als folden, da die Range des LAGs oft schwächer ausfallen wird als die eigene.
Sinnlose Duelle mit einem LAG sollte man schlichtweg vermeiden. Im Schnitt hat man die stärkeren Hände und der Profit kommt durch solides Spiel gegen diesen Gegnertyp auf den unteren Limits praktisch von allein. Auf den höheren Limits zählen LAGs jedoch zu den schwierigsten Gegnern, auf die man treffen kann.
Wer mehr über die verbreitetsten Spielertypen erfahren will, die einem beim Poker begegnen können, kann diesen Artikel lesen oder das nachfolgende Video schauen:
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