Am 9. Juli geht PokerStars.sh online
PokerStars legalisiert sein Angebot für schleswig-holsteinische Spieler. Der Umzug soll reibungslos funktionieren, es bleibt beim gemeinsamen Spielerpool. Ob es Änderungen an der Rakestruktur geben wird, ist noch unbekannt.

PokerStars macht ab morgen erstmals Gebrauch von seiner schleswig-holsteinischen Glücksspiellizenz, die es seit Dezember 2012 besitzt. Ab 9. Juli 2015 müssen sich dann alle Spieler mit Wohnsitz im nördlichsten Bundesland über die neue PokerStars SH-Software registrieren.
Wie der Anbieter in einer Mail an alle betroffenen Kunden mitteilte, soll die Umstellung des Kontos reibungslos funktionieren und weniger als eine Minute dauern. Die Software wird aktualisiert, man muss dem neuen Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) und den Datenschutzrichtlinien zustimmen - "und schon kann's losgehen!"
Gemeinsamer Spielerpool
Auf das bestehende Konto soll sich das nicht auswirken. "Alle Kontodaten, Guthaben, VPP und VIP-Status bleiben unverändert." Und auch der Spielerpool bleibt derselbe, man spielt immer noch gegen alle Spieler, der schleswig-holsteinische Markt wird also nicht abgeschottet.
Einschränkungen gibt es noch bei der PokerStars Mobile App, PokerStars arbeitet aber wohl schon an einer Lösung des Problems. Außerdem ist noch unklar, ob alle Auszahlungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Neteller uneingeschränkt nutzbar sind.
Glücksspielanbieter in Schleswig-Holstein müssen 20% Steuern auf ihren Rohertrag zahlen. Ob und inwieweit PokerStars das auf seine Spieler umwälzen will, ist noch nicht bekannt.
Bereits vor einem Monat hat Full Tilt sein Angebot für Spieler aus Schleswig-Holstein beendet und auf den kommenden PokerStars.sh Client verwiesen.
Hintergrund:
Während die Bundesländer 2012 einen Glücksspielstaatsvertrag ratifizierten, der Online-Poker verbietet, ging Schleswig-Holstein zeitweilig einen Sonderweg und setzte ein eigenes Glücksspielgesetz in Kraft.
Bevor es ein Jahr später ebenfalls dem Glücksspielstaatsvertrag der 15 anderen Bundesländer beitrat, verteilte es jedoch noch Lizenzen an zahlreiche Pokeranbieter, die bis Dezember 2018 gelten.
Während der Glückspielstatsvertrag gerade von der Europäischen Kommission unter Beschuss genommen wird, war das Gesetz aus Schleswig-Holstein von der EU abgesegnet.
In unserem Forum gibt es auch einen Thread, in dem ihr euch mit anderen Usern über die Änderungen austauschen könnt.
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