Aktualisiert am 12 März 26 von

Advanced Handreading

Einleitung

In diesem Artikel

  • Vorgehensweise beim Handreading
  • Rangereduktion in Verbindung mit Reads
  • Wie bestimmte Karten Villains Range verändern (Rangeverlagerung)
  • Wie du dir die Rangekenntnis auf bestimmten Boardtexturen zunutze machst

Was ist Handreading?

Handreading bezeichnet die Fähigkeit, seine Gegenspieler auf Hände zu setzen. Es ist eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Fähigkeit im Poker. Wenn du in der Lage bist, deine Gegner zu lesen, ihre Tendenzen und Aktionen richtig zu interpretieren, wirst du seltener in Spots geraten, in denen du nicht weißt, welche Aktion nun korrekt ist.

Wie dir Stats helfen können

Mit Hilfe von Programmen wie dem Elephant, Pokertracker oder Holdem Manager lassen sich bequem statistische Werte von Spielern anzeigen. Die wichtigsten Stats für die Kategorisierung von Spielern stellen VPIP, PFR und AF dar. Durch sie kann man die Spieler zunächst in die vier bereits im Silberartikel "Handreading" vorgestellten Grundtypen von Spielern einteilen.

  • Tight-aggressive (24/18/2.4)
  • Tight-passive (20/8/0.9)
  • Loose-passive (45/5/0.5)
  • Loose-aggressive (35/27/2.9)

Diese Werte sind lediglich Beispiele und viele Spieler werden sich irgendwo dazwischen befinden. So gilt ein Spieler mit 21/17/2.9 ebenso als tight-aggressive wie ein Spieler mit 26/20/2.5. Grundsätzlich gilt, dass ohne Kenntnis des Spielertyps weiterführendes Handreading nicht möglich ist.

Das Denken in Ranges

Du hast sicher schon Hände gesehen, in denen Spieler Calls auf ungünstigsten Boards mit der Aussage "Ich habe ihn auf AK gesetzt" rechtfertigen. So eine Aussage ist jedoch nur in absoluten Ausnahmefällen möglich. Die Range eines Spielers ist im Glossar als "die Menge aller möglichen Karten, mit denen ein Spieler in einer gegebenen Situation so agieren würde, wie er agiert" beschrieben. Meistens kann man bis zum River die Handrange eines Spielers durch sein Setzverhalten auf wenige Handkombinationen einschränken, die Range auf eine einzige Hand wie AK zu reduzieren ist in der Praxis wie bereits erwähnt fast unmöglich.

Handkombinationen

Es gibt im Poker genau 1326 Handkombinationen (52 * 51 / 2). Für die erste Karte gibt es 52 verschiedene Möglichkeiten, für die zweite dann noch 51. Dass man durch zwei teilt liegt daran, dass z.B.  AdAh und AhAd zwei verschiedene Handkombinationen darstellen, es sich im Endeffekt jedoch um dieselbe Hand handelt.

Aus diesen Handkombinationen lassen sich die die 169 Starthände ableiten. Sie umfassen alle Hände von 32o bis AA.

Wahrscheinlichkeiten für Starthände
  • Pocketpairs haben 6 Kombinationen
  • Suited Hände haben 4 Kombinationen
  • Offsuited Hände haben 12 Kombinationen
BEISPIELE

Für AA (Pocketpair) gibt es folgende Möglichkeiten:

AdAh, AdAc, AdAs, AsAc, AsAh, AcAh

Für AKs (Suited Hand) gibt es folgende Möglichkeiten:

AsKs, AhKh, AcKc, AdKd

Für AKo (Offsuited Hand) gibt es folgende Möglichkeiten:

AsKh, AsKc, AsKd, AcKs, AcKh, AcKd,

AhKs, AhKc, AhKd, AdKs, AdKh, AdKc

Daraus lässt sich ableiten, dass die Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Pocketpair zu halten (z. B. AA) 0,45% (6/1326*100) beträgt. Für eine konkrete suited Hand (z. B. AKs) ist die Wahrscheinlichkeit 0,30% (4/1326*100) und für eine konkrete offsuited Hand (AKo) 0,90% (12/1326*100).

Die Geburt einer Range - Die Prefloprange

Sobald ein Spieler Interesse am Pot zeigt, egal ob in Form eines Calls oder eines Raises, solltest du anfangen, dir Gedanken über seine möglichen Hände zu machen. Folgende Faktoren sind dafür ausschlaggebend:

  • Spielertyp: In welche der vier Kategorien kann man Villain stecken?
  • Position: Ein Raise aus UTG ist in der Regel tighter als ein Raise vom Button.
  • Action: Raist oder limpt der Spieler?
BEISPIEL 1:

Preflop: Hero is BB with XX
MP2 folds, MP3 raises, 3 folds, Hero ???

Villain ist ein TAG (25/19/2.5) und raist aus MP3. Dies entspricht ungefähr den Werten eines TAGs der nach ORC spielt. Dadurch lässt sich in etwa folgende Range konstruieren:

66+, A6s+, K9s+, Q9s+, J9s+, T9s, A9o+, KJo+, QJo (16,74%)

Die ganze Range lässt sich nun noch in Pocketpairs, suited Hände und offsuited Hände splitten:

  • Pocketpairs: 66+ => 9 Hände * 6 = 54 Kombinationen
  • Suited Hände: A6s+, K9s+, Q9s+, J9s+, T9s => 18 Hände * 4 = 72 Kombinationen
  • Offsuited Hände: A9o+, KJo+, QJo => 8 Hände * 12 = 96 Kombinationen

Wie du also siehst, machen suited Hände, obwohl sie in ihrer Anzahl deutlich höher sind, im Anteil an der Openraisingrange einen geringeren Anteil als die offsuited Hände aus. Das ganze nochmal grafisch zur Verdeutlichung:

Anteil der Starthände an der Gesamtrange:

Anteil der Handkombinationen an der Gesamtrange:

BEISPIEL 2:

Preflop: Hero is BB with XX
MP2 folds, MP3 raises, 3 folds, Hero ???

Das Raise kommt wieder aus MP3, Villain spielt jedoch mit deutlich looseren Stats (42/33/3.4). Wenn deine Samplesize von diesem Spieler ausreicht, zeigen die Tracking-Programme sehr zuverlässig die Openraising-Standards für jede Position. Im Artikel "Preflop: Starting Hands und Equity incl. Big Blind Defense" gibt es eine Eselsbrücke für die Ermittlung von typischen Ranges:

  • Handrange für ein Raise aus MP2 = ~ 0,75 * PFR
  • Handrange für ein Raise aus MP3 = ~ 1 * PFR
  • Handrange für ein Raise aus CO = ~ 1.5 * PFR
  • Handrange für ein Raise aus BU = ~ 2 * PFR

Eine typische Range aus MP3 würde dann in etwa dem PFR entsprechen und in etwa so aussehen:

22+, A2s+, K6s+, Q7s+, J8s+, T8s+, 97s+, 86s+, 75s+, 65s, A4o+, KTo+, QTo+, JTo, T9o, 98o (33,03%)

  • Pocketpairs: 22+ => 13 Hände * 6 = 78 Kombinationen
  • Suited Hände: A2s+, K6s+, Q7s+, J8s+, T8s+, 97s+, 86s+, 75s+, 65s => 36 Hände * 4 = 144 Kombinationen
  • Offsuited Hände: A4o+, KTo+, QTo+, JTo, T9o => 17 Hände * 12 = 204 Kombinationen
BEISPIEL 3:

Preflop: Hero is BB with XX
MP2 folds, MP3 calls, 3 folds, Hero ???

Diesmal ist MP3 ein Fisch und limpt seine Hand. Er spielt bisher mit 60/5/0.4 Stats. Hier ist die Herangehensweise für die Rangeermittlung eine andere. Da der Spieler limpt und 5 PFR hat, kannst du die besten 5% Hände aus seiner Range streichen. Das wären TT+, AJs+, KQs, AQo+.

Natürlich könnte er theoretisch auch AA und KK limpen und 42o raisen. Für eine Rangeermittlung die besten 5% seiner Starthände zu streichen erscheint jedoch in der Regel am sinnvollsten. Dies gilt selbstverständlich nur solange man noch keine besseren Reads hat. Loose passive Spieler tendieren nicht immer dazu, ihre besten Hände zu raisen, sondern ihre Lieblingshände. Monster werden gerne auch mal langsam gespielt.

Demnach ergibt sich jetzt folgende Range:

99-22, ATs-A2s, KJs-K2s, Q2s+, J2s+, T4s+, 95s+, 85s+, 76s, 65s, 54s, AJo-A2o, K2o+, Q5o+, J6o+, T7o+, 97o+, 87o, 76o, 65o

  • Pocketpairs: 22-99 => 8 Hände * 6 = 48 Kombinationen
  • Suited Hände: ATs-A2s, KJs-K2s, Q2s+, J2s+, T4s+, 95s+, 85s+, 76s, 65s, 54s => 54 Hände * 4 = 216 Kombinationen
  • Offsuited Hände: AJo-A2o, K2o+, Q5o+, J6o+, T7o+, 97o+, 87o, 76o, 65o => 41 Hände * 12 = 492 Kombinationen

Einführung in das Prinzip der Rangereduktion

Rangereduktion preflop

Rangereduktion bedeutet, die Range der Gegenspieler aufgrund ihrer Entscheidung einzugrenzen. Preflop kannst du durch die Aktionen der Spieler bereits anfangen, Hände bei ihnen auszuschließen. Die Range bereits preflop einzugrenzen ist essentiell für Analysen auf weiteren Streets.

BEISPIEL 4:

Preflop: Hero is BB with 7c7d
MP2 raises, 4 folds, Hero calls.

Villain ist ein TAG und raist aus MP2. Eine typische Range für ihn ist:

66+, A8s+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KJo+

Andere Hände wie JTo oder 98s lassen sich weitgehend ausschließen.

BEISPIEL 5:

Preflop: Hero is BB with 7c7d
2 folds, CO calls, BU folds, SB raises, Hero 3-Bets, CO folds, SB caps, Hero calls.

Der erste Schritt ist die Ermittlung von der Range, mit der SB den CO isoliert. Eine realistische Range ist:

55+, A6s+, K9s+, Q9s+, J9s+, T9s, A8o+, KJo+, QJo

Mit 7c7d kannst du gegen diese Range 3-betten. Nun cappt SB in dieser Situation jedoch. Nach dieser Aktion kannst du seine ursprüngliche SB-Range weiter eingrenzen. Realistisch für einen TAG im Blindbattle sind 99+, AQs+, AQ+. Hände wie A9o kannst du jetzt meistens ausschließen.

BEISPIEL 6:

Preflop: Hero is BB with 7c7d
2 folds, CO calls, BU folds, SB raises, Hero 3-Bets, CO folds, SB calls.

In diesem Beispiel callt SB die 3-Bet nur. Da du davon ausgehst, dass Villain 99+, AQs+, AQ+ cappt, kannst du diese Hände von seiner SB-Range subtrahieren. Somit lässt sich SBs Range auf folgende Hände reduzieren:

88-55, AJs-A6s, K9s+, Q9s+, J9s+, T9s, AJo-A8o, KJo+, QJo

BEISPIEL 7:

Preflop: Hero is MP3 with AsKh
MP2 folds, Hero raises, 3 folds, BB calls.

In Beispiel 6 ist die Konstruktion einer Range deutlich schwieriger, weil Callingranges sehr viel gegnerspezifischer als Openingranges sind.

Realistisch ist:

88-22, ATs-A2s, K2s+, Q8s+, J8s+, T7s+, 97s+, 86s+, 75s+, 65s, 54s, ATo-A2o, KTo, QTo, JTo

Diese Range enthält Hände, die für eine 3-Bet zu schwach, für einen Fold jedoch zu stark sind. (gegen eine Standard MP3-Raisingrange). Manche Spieler callen jedoch auch Hände wie 84s und folden dafür A2o. Grundlage für eine bessere Rangeermittlung der Gegenspieler sollte die eigene Beobachtungsgabe sein. Auch in Händen in denen man nicht selbst involviert ist, ist es sinnvoll darauf zu achten, mit welchen Händen Spieler aus den Blinds callen und welche sie 3-betten. Dies gilt besonders wenn die Ranges sehr weit sind.

Card-Removal

Wenn du versuchst deinen Gegner auf eine Range zu setzen, ist es notwendig, das Prinzip der Häufigkeiten mit dem Konzept des Card-Removal zu erweitern.

Gründe für Card-Removal:

  • Deine eigene Hand
  • Boardkarten

Die Karten, die du siehst, kann der Gegner nicht auf der Hand haben und reduzieren seine Möglichkeiten für die Zahl der Kartenkombinationen mit einer entsprechenden Hand.

Beispiel: Du hast AcKh auf der Hand. Die Wahrscheinlichkeit für Villain AKo, AKs oder AA zu halten, wird dadurch drastisch reduziert, weil du mehrere Kombinationen blockst. Für AKo, AKs und AA gibt es insgesamt 22 Kombinationen (12 für AKo, 4 für AKs und 6 für AA). Folgende Kombinationen blockst du:

 AdAc, AhAc, AsAc, AhKh, AcKc, AcKs, AcKd, AcKh, AdKh, AsKh

Du blockst 3 Kombinationen für AA, 2 für AKs und 5 für AKo. Die möglichen Handkombinationen haben sich somit von 22 auf 12 reduziert.

Flop: Ad2hJc

Kommt jetzt noch ein A auf dem Flop, wird die Wahrscheinlichkeit, dass Villain selbst ein A hält, noch geringer. Folgende Kombinationen fallen jetzt aus Villains Range:

AdAh, AdAs, AdKd, AdKc, AdKs

Villain kann hier nur noch 7 Handkombinationen haben.

Flop: AdAhJc

Kommen am Flop zwei Asse, bleiben Villain sogar noch weniger Handkombinationen. Folgende fallen mit Ah aus seiner Range:

AsAh, AhKc, AhKs

Villain kann folglich nur noch AsKcAsKd, AsKs halten (3 Handkombinationen).

Flop: AdAhAs

Wenn du das Ass selbst hältst und am Flop drei Asse liegen, kann Villain logischerweise selbst keins mehr halten.

Die folgenden Beispiele beziehen sich auf eine konkrete Highcard pro Kicker, z.B. A6 oder K9. Meistens ist es jedoch nicht wichtig, ob eine made Hand suited ist oder nicht, sondern dass sie eine made Hand ist und wie viele Kartenkombinationen es insgesamt dafür gibt. Als Ausnahme sei jedoch angemerkt, dass suited Hände auch Flushdraws und one Pair bilden können.

Handkombinationen für one Pair:

  • Suited Hände: 3
  • Offsuited Hände: 9

Handkombinationen für Twopair:

  • Suited Hände: 2 auf Rainbow Board, 3 wenn die zwei Boardkarten die gleiche Farbe haben.
  • Offsuited Hände: 7 auf Rainbow Board, 6 wenn die zwei Boardkarten die gleiche Farbe haben.

Handkombinationen für Trips:

  • Suited Hände: 2
  • Offsuited Hände: 6

Handkombinationen für Sets:

  • Pocketpairs: 3

Handkombinationen für Quads:

  • Pocketpairs: 1
Handreading am Flop

Der nächste Schritt beim Lesen der gegnerischen Hand ist die vorher eingeschätzte Range mit der Boardtextur zu vergleichen und sich zu überlegen, gegen wie viele Hände man vorne liegt und gegen welche man bereits hinten liegt.

BEISPIEL 8:

Preflop: Hero is BB with 7c7d
MP2 raises, 4 folds, Hero calls.

Flop: (5 SB) 5dThJh (2 players)

Die Range für Villain besteht wie vorher aus:

66+, A8s+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KJo+

  • Rot = Hände die dich schlagen
  • Grün = Hände die du schlägst
  • Gelb = Splitpot

Gegen die MP2-Openingrange stehst du mit 77 ziemlich schlecht da. Von 24 Händen bist nur noch gegen sieben vorne, gegen 77 (die äußerst unwahrscheinlich ist) splittest du. Das Ganze in Handkombinationen:

  • Pocketpairs: 66-AA => 9 Hände * 6 = 54 Kombinationen - (5 Kombos 77 + 6 Kombos: TT, JJ) = 43 Kombinationen
  • Suited Hände: A8s+, KTs+, QTs+, JTs => 12 Hände * 4 = 48 Kombinationen - (7 Kombos: AJs, ATs, KJs, KTs, QJs, QTs, JTs) = 41 Kombinationen
  • Offsuited Hände: ATo+, KJo+ => 5 Hände * 12 = 72 Kombinationen - (9 Kombos: KJo, ATo, AJo) =
    63 Kombinationen

Insgesamt besteht Villains Range also aus 147 Handkombinationen, gegen lediglich 60 bist du am Flop noch vorne (AKs, AQs, KQs, AKo, AQo, KQo, 66). Gegen eine Handkombination (77) splittest du. Jedoch hat außer 66 jede Hand noch mindestens 12 Outs gegen dich.

Gegen diese Range hast du am Flop insgesamt nur noch 29,87% Equity, daher solltest du auf weitere Action aufgeben.

BEISPIEL 9:

Preflop: Hero is BB with 7c7d
3 folds, BU raises, SB folds, Hero calls

Flop: (5 SB) 5dThJh (2 players)

Du entscheidest dich 77 auf das Openraise vom Button passiv zu defenden und schätzt nun wieder deine relative Handstärke ein. Villains Openingrange ist vom Button sehr viel weiter als von MP2 und sieht etwa so aus:

22+, A2s+, K2s+, Q6s+, J7s+, T8s+, 98s, 87s, 76s, A2o+, K7o+, Q8o+, J9o+

Gegen die weite Button-Range stehst du nun deutlich besser da. Villain raist insgesamt 71 Hände, von diesen schlagen dich nur 27, gegen 43 bist du vorne und gegen eine splittest du wieder. Das ganze nochmal in Handkombinationen:

  • Pocketpairs: 22-AA => 13 Hände * 6 = 78 Kombinationen - (5 Kombos 77 + 6 Kombos: TT,JJ ) = 67 Kombinationen
  • Suited Hände: A2s+, K2s+, Q6s+, J7s+, T8s+, 98s, 87s, 76s => 37 Hände * 4 = 152 Kombinationen
    Für A7s, K7s, Q7s, 87s, 76s jeweils 2 Kombos weniger = -10 Kombos = 142 Kombos - J7s (3 Kombos) = 139 Kombos
    - (12 Kombos: AJs, ATs, KJs, KTs, QJs, QTs, JTs, J9s, J8s, J7s, T9s, T8s) = 127 Kombinationen
  • Offsuited Hände: A2o+, K7o+, Q8o+, J9o+ => 24 Hände * 12 = 288 Kombinationen - (24 Kombos: AJo, ATo, KJo, KTo, QJo, QTo, JTo, J9o) = 264 Kombinationen. Für A7o und K7o insgesamt 12 Kombos weniger = 252 Kombos

Villains Handrange besteht aus 458 Handkombinationen, davon schlägst du 304 [(5*6) + (26*4-10) + (16*12-12). Viele haben 12 Outs und mehr gegen dich, insgesamt stehst du gegen diese Range allerdings noch gut da. Deine Equity beträgt hier 49,05% und du kannst in jedem Fall die Hand weiterspielen.

Analyse von Callingranges

Das Ganze lässt sich selbstverständlich auch analysieren, wenn du selbst der Preflopaggressor bist und du aus den Blinds gecallt wirst.

Preflop: Hero is MP3 with As7s
MP2 folds, Hero raises, 3 folds, BB calls

Flop: (5 SB) 5d4hTd (2 players)

Als realistische Callingrange galt vorher:

88-22, ATs-A2s, K2s+, Q8s+, J8s+, T7s+, 97s+, 86s+, 75s+, 65s, 54s, ATo-A2o, KTo, QTo, JTo

Auch hier musst du nun abschätzen inwieweit die Callingrange von Villain das Board trifft.

Zunächst wird die gesamte Range in die verschiedenen Handkombinationen unterteilt:

  • Pocketpairs: 22-88 => 7 Hände * 6 = 42 Kombinationen - (9 Kombos 33,55,77) = 31 Kombinationen
  • Suited Hände: ATs-A2s, K2s+, Q8s+, J8s+, T7s+, 97s+, 86s+, 75s+, 65s, 54s => 37 Hände * 4 = 152 Kombinationen - (21 Kombos: ATs, A9s, A8s, A7s, A6s, A5s, A4s, A3s, A2s, KTs, K5s, K4s, QTs, JTs, T9s, T8s, T7s, 54s) = 131 Kombinationen
  • Offsuited Hände: A2o-ATo, K7o+, Q8o+, J9o+ => 15 Hände * 12 = 180 Kombinationen - (48 Kombos: ATo, A9o, A8o, A7o, A6o, A5o, A4o, A3o, A2o, KTo, QTo, JTo) = 132 Kombinationen

Insgesamt besteht Villains Callingrange nun aus 294 Handkombinationen. Gegen 148 davon liegst du am Flop vorne (51,92%), gegen 9 splittest du (A7s,A7o).

Auch Callingranges unterliegen einer Dynamik. BB wird gegen dein Button-Openraise mit einer sehr viel weiteren Range callen als ein MP3 Openraise. Die 5d ist eine 3d geworden.

Preflop: Hero is BU with As7s
3 folds, Hero raises, SB folds, BB calls.

Flop: (5 SB) 3d4hTd (2 players)

Im ORC vs BB Chart wird folgende Range für einen Defend vorgeschlagen:

33-22, A5s-A2s, KJs-K2s, Q2s+, J3s+, T4s+, 95s+, 84s+, 74s+, 63s+, 53s+, 43s, A7o-A2o, KTo-K4o, Q8o+, J8o+, T8o+, 97o+, 87o, 76o

  • Pocketpairs: 22-33 => 2 Hände *6 = 12 Kombinationen - (3 Kombos: 33) = 9 Kombinationen
  • Suited Hände: => 55 Hände * 4 = 220 Kombinationen - (31 Kombos: A4s, A3s, KTs, K4s, K3s, QTs, Q4s, Q3s, JTs, J4s, J3s, T9s, T8s, T7s, T6s, T5s, T4s, 84s, 74s, 64s, 63s, 54s, 53s, 43s) = 189 Kombinationen
  • Offsuited Hände: A7o-A2o, KTo-K4o, QTo-Q8o, J8o+, T8o+, 97o+, 87o, 76o => 26 Hände * 12 = 312 Kombinationen - (54 Kombos: A7o-A2o, KTo, K7o, K4o, QTo, Q7o, JTo, T9o, T8o, 97o, 87o, 76o) = 258 Kombinationen

Von insgesamt 456 Kombinationen liegst du noch gegen 297 vorne (65,13%). Gegen 6 Kombinationen splittest du.

Rangereduktion am Flop

Der nächste Schritt in der Rangereduktion besteht daraus, die Prefloprange aufgrund der weiteren Aktionen einzugrenzen. Die Rangereduktion ist jedoch von Spieler zu Spieler unterschiedlich weit möglich. Hierbei helfen dir Reads und die Einordnung in ein der vier Spielerkategorien.

BEISPIEL 10:

Villain ist aggressiv und kennt sich mit Equity aus. Auf einem Board wie diesem raist er jedes Pair und jeden Draw incl. Gutshotdraws. A high ohne Flushdraw würde er passiv weiterspielen.

Preflop: Hero is MP3 with As7s
MP2 folds, Hero raises, 3 folds, BB calls

Flop: (5 SB) 5d4hTd (2 players)
BB checks, Hero bets, BB raises

Von der preflop konstruierten Range kannst du nun auf eine Range schließen, die Villain auf diese Art weiterspielt.

Prinzip der Rangeteilung

Rangeteilung heißt, die Range mit denen Villain raisen kann in made Hands und Draws zu unterteilen, da du gegen Draws noch vorne liegst.

Villain defendet hier die vorhin vorgeschlagene Range mit folgenden Händen:

88-22, ATs-A2s, K2s+, Q8s+, J8s+, T7s+, 97s+, 86s+, 75s+, 65s, 54s, ATo-A2o, KTo, QTo, JTo

Made Hands:

  • Pocketpairs: 22-88 = 33 Kombinationen
  • Suited Hände: A4s, A5s, ATs, KTs, K4s, K5s, QTs, JTs, T7s-T9s, 65s, 54s = 39 Kombinationen
  • Offsuited Hände: ATo, A5o, A4o, KTo, QTo, JTo = 48 Kombinationen

Draws:

  • Pairs: -
  • Suited Hände: A6s-A9s, A3s, A2s, K6s-K9s, K3s, K2s, Q8s, Q9s, J9s, J8s, 98s, 97s, 87s, 86s, 76s, 65s = 22 Kombinationen für den Flushdraw + 5 Kombinationen für den Straightdraw (drei für 65s und nur zwei für 76s weil 7s6s nicht möglich ist, da Hero selbst die 7s hält) = 24 Kombinationen
  • Offsuited Hände: -

Villains Range lässt sich in diesem Fall von ursprünglich 294 Kombinationen auf insgesamt 142 Kombinationen reduzieren. Von diesen 140 sind jedoch lediglich 24 Draws, 2 (A8s, A9s) davon schlagen dich bereits. Genau aus diesem Grund ist es wichtig, die Callingranges seiner Gegner abschätzen zu können. So hast du selbst auf diesem drawheavy Board mit A7s spätestens am Turn einen Fold, weil die Hände die du schlägst zu wenige sind. Wenn Villain eine weitere Callingrange mit mehr suited Connectors und offsuited Connectors hat, kannst du dein A high hier nicht folden.

BEISPIEL 11:

Villain ist diesmal passiv, defended jedoch die gleiche Range wie Villain in Beispiel 10. Er raist nur Toppair und besser und spielt alle Draws passiv.

Preflop: Hero is MP3 with As7s
MP2 folds, Hero raises, 3 folds, BB calls

Flop: (5 SB) 5d4hTd (2 players)
BB checks, Hero bets, BB raises

Made Hands:

  • Pocketpairs: 44, 55 = 6 Kombinationen
  • Suited Hände: ATs, KTs, QTs, JTs, T7s-T9s = 19 Kombinationen
  • Offsuited Hände: ATo, KTo, QTo, JT = 33 Kombinationen

Draws:

  • Keine

In Villains Range liegen von 294 Handkombinationen nach dem Flopraise nur noch 48. Von dieser Range schlägst du keine einzige Hand und bist gegen einige sogar beinahe drawing dead. Wie du siehst, ist es deutlich einfacher einen Spieler auf eine Handrange zu setzen, der nur die besten Hände seiner Range stark spielt.

Preflop: Hero is BU with As7s
3 folds, Hero raises, SB folds, BB calls.

Flop: (5 SB) 3d4hTd (2 players)
BB checks, Hero bets, BB raises

Villain ist der gleiche aggressive Spieler wie in Beispiel 1. Da du diesmal der BU bist, defendet er jedoch eine weitere Range. Aufgrund seiner veränderten Callingrange und der 3 statt der 5 hat er nun auch eine andere Checkraisingrange. Villain defendet mit folgender Range:

33-22, A5s-A2s, KJs-K2s, Q2s+, J3s+, T4s+, 95s+, 84s+, 74s+, 63s+, 53s+, 43s, A7o-A2o, KTo-K4o, Q8o+, J8o+, T8o+, 97o+, 87o, 76

Made Hands:

  • Pocketpairs: 22-33 = 9 Kombinationen
  • Suited Hände:, A4s-A3s, KTs, K4s-K3s, QTs, Q4s-Q3s, JTs, J4s-J3s, T4s+, 84s, 74s, 64s-63s, 53s+, 43s = 74 Kombinationen
  • Offsuited Hände: A4o, A3o, KTo, K4o, QTo, JTo, T9o, T8o = 66 Kombinationen

Draws:

  • Pairs: -
  • Suited Hände: A5s, A2s, KJs, K9s-K5s, K2s, QJs, Q9s-Q5s, Q2s, J9s-J5s, 95s+, 85s+, 75s+, 65s = 31 Kombinationen für den Flushdraw, 6 Kombinationen für den Straightdraw = 37 Kombinationen
  • Offsuited Hände: 9 Kombinationen

Du liegst also gegen 149 Kombinationen zurück, gegen 46 bist du hingegen vorne. Im Vergleich zu vorhergehenden Beispiel besteht Villains Checkraisingrange verhältnismäßig aus mehr Draws.

Fazit:

Du solltest nicht blind auf drawheavy Boards weiterspielen. Gleiche so oft wie möglich die Callingrange mit der Checkraisingrange ab. Sonst läufst du Gefahr, Villain auf Draws zu setzen, die er aufgrund seiner Preflopcallingrange gar nicht halten kann.

Das Problem der fixed Bettingsequenz

Das Problem der fixed Bettingsequenz tritt bei Händen auf, in denen du eine Hand passiv auf Villains letzte Aktion weitergespielt hast.

Preflop: Hero is BB with 7c7d
3 folds, BU raises, SB folds, Hero calls

Flop: (5 SB) 5dThJh (2 players)
Hero checks, BU bets, Hero..?

Die Bet von Villain ist eine fixed Bettingsequenz. Sie bedeutet, dass Villain nach seinem Raise preflop und deinem Check zu ihm 100% seiner Range betten wird. Villains ursprünglich weite Range lässt sich nach seiner Bet nun nicht weiter einschränken. Eine Rangereduktion lässt sich erst vornehmen, wenn du hier raist. Hände wie Qc6c müssten hier direkt folden. Allerdings reicht auf diesem Board deine Equity für ein Raise nicht aus und daher entscheidest du dich für einen Call. Am Turn spielst du nun immer noch gegen Villains gesamte Button-Openingrange.

Rangeanalyse und -reduktion an Turn und River

Die Rangeanalyse am Turn bezieht sich darauf, wie sehr die Turnkarte Villains Range vom Flop stärkt oder schwächt. Je mehr Action es preflop und am Flop gab, desto einfacher ist eine Eingrenzung von Villains Range.

Preflop: Hero is BB with 7c7d
3 folds, BU raises, SB folds, Hero calls

Flop: (5 SB) 5dThJh (2 players)
Hero checks, BU bets, Hero calls

Turn: (3,5 BB) X (2 players)
Hero checks, BU bets, Hero ???

Hierbei kommt wieder das Problem der fixed Bettingsequenz zum Tragen. Viele Spieler betten sehr viele der Turns und man selbst ist dadurch kaum in der Lage, eine Rangereduktion durchzuführen. Hilfreich hierbei ist der Cbet Turn%. Bei TAGs liegt dieser Wert meist im Bereich zwischen 75 und 80%. Liegt der Wert deutlich darunter, musst du der Turnbet deutlich mehr Respekt zollen, liegt er über 90%, verändert sich Villains Range im Vergleich zum Flop nur minimal.

Preflop: Hero is BU with As7s
3 folds, Hero raises, SB folds, BB calls

Flop: (5 SB) 3d4hTd (2 players)
BB checks, Hero bets, BB raises, Hero calls

Turn: (3,5 BB) X (2 players)
BB bets, Hero ???

Einfacher ist die Sache, wenn man bereits eine Rangeteilung durchgeführt hat. Ob man weiterspielen kann, sollte man von drei Faktoren abhängig machen:

  • Wird Villains Made-Hand-Range reduziert? Jede 3, 4 und T verringert durch den Card-Removal-Effekt die Anzahl an made Hands, die Villain halten kann.
  • Verbessert sich die eigene Range? Jede 7 und jedes A verbessert die eigene Range so stark, dass man gegen aggressive Gegner definitiv zum Showdown gehen sollte.
  • Kommen Draws an? Die Todeskarten in diesem Beispiel sind jede 2, 5 und 6 sowie jedes , außer 7d und Ad, weil man damit ebenfalls mögliche made Hands von Villain überholt hat.

Am River geht man in diesem Beispiel genauso vor wie am Turn. Daraus resultiert, dass du mit vielen A high zum Showdown gehen wirst, wenn keine Draws ankommen.

Anders ist die Vorgehensweise, wenn man bis zum River nur passiv gespielt hat. Hier spielen für die Entscheidung Reads eine größere Rolle.

Preflop: Hero is BB with 7c7d
3 folds, BU raises, SB folds, Hero calls

Flop: (5 SB) 5dThJh (2 players)
Hero checks, BU bets, Hero calls

Turn: (3,5 BB) X (2 players)
Hero checks, BU bets, Hero calls

River: (5,5 BB) X (2 players)
Hero checks, BU bets, Hero ???

Der River ist die Street, auf der die meisten Spieler ihre FBS verlassen und ihre Hand reevaluieren. Hierbei muss man sich nun fragen: Wie oft bettet Villain hier eine schlechtere Hand?

Reicht die Equity überhaupt noch für einen Call? Turn und River können die eigene Equity bereits so weit verschlechtert haben, dass man sich von seiner Hand auf jeden Fall trennen kann. Der worst Case wäre hier eine  Qh am Turn und ein Kh am River.

Reading TAGs

Du wirst auf jeder Pokerseite gegen Spieler antreten müssen, die wie du ihr Spiel auf PokerStrategy.com erlernt haben. Diese werden ähnliche Stats wie du aufweisen und es dir durch aggressives Spiel schwer machen. Als Stütze sollen dir hierbei die folgenden beiden Charts "Handreading vs ORC" und "Handreading vs "3-betting vs ORC"" beim Handreading helfen.

Handreading vs ORC
MP2 (13,12%) MP3 (18,40%) CO (24,59%) BU (37,71%) SB (62,29%)
Kombos % Kombos % Kombos % Kombos % Kombos %
Gesamtrange 174 100% 244 100% 326 100% 512 100% 826 100%
Pocketpairs 54 31,03% 60 24,59% 66 20,24% 72 14,06% 78 9,44%
A high 72 41,37% 96 39,34% 132 40,49% 192 37,50% 192 23,24%
K high 52 29,88% 56 22,95% 72 22,08% 132 25,78% 180 21,79%
Q high 40 22,98% 56 22,95% 72 22,08% 92 17,96% 168 20.33%
J high 40 22,98% 56 22,95% 72 22,08% 88 17,18% 156 18.88%
T high 28 16,09% 32 13,11% 68 20,85% 72 14,06% 140 16,94%
9 high 4 2,29% 28 11,47% 36 11,04% 72 14,06% 124 15,01%
8 high 4 2,29% 4 1,63% 28 8,58% 52 10,15% 120 14,52%
7 high 4 1,63% 16 4,90% 40 7,81% 116 14,04%
6 high 4 1,63% 4 1,22% 28 5,46% 92 11,13%
5 high 4 1,63% 4 1,22% 24 4,68% 76 9,20%
4 high 4 1,22% 20 3,90% 60 7,26%
3 high 4 1,22% 20 3,90% 44 5,32%
2 high 4 1,22% 20 3,90% 28 3,38%
Handreadingchart vs "3-betting vs ORC"
MP2 (7,84%) MP3 (10,41%) CO (15,23%) BU (24,59%)
Kombos % Kombos % Kombos % Kombos %
Gesamtrange 104 100% 138 100% 202 100% 326 100%
Pocketpairs 48 46,15% 54 39,13% 66 32,67% 78 23,92%
A high 52 50% 68 49,27% 108 53,46% 180 55,21%
K high 20 19,23% 32 23,18% 52 25,74% 68 20,85%
Q high 20 19,23% 32 23,18% 36 17,82% 40 12,26%
J high 16 15,38% 16 11,59% 36 17,82% 36 11,04%
T high 4 3,84% 16 11,59% 20 9,90% 36 11,04%
9 high 4 2,89% 16 7,92% 20 6,13%
8 high 16 7,92% 16 4,90%
7 high 4 1,98% 16 4,90%
6 high 4 1,98% 16 4,90%
5 high 4 1,98% 16 4,90%
4 high 16 4,90%
3 high 16 4,90%
2 high 4 1,22%

Erklärung:

Als Grundlage wurden hierbei die Ranges aus dem "Approx Chart" genommen. Eine MP2 Range besteht demnach aus folgenden Händen:

66+, A8s+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KJo+

Diese Handrange besteht aus 174 Handkombinationen. (174/1326*100 = 13,12%). Aus dieser Range enthalten nun 72 Handkombinationen ein non paired Ace: A8s+, ATo+.

52 Handkombinationen erhalten einen non paired King: AKs, KTs+, AKo, KJo+. Durch diese Grafik lässt sich nun sehr leicht erkennen, welche Highcard wie oft vorkommt und sich dementsprechend auf dem Flop öfter oder seltener zu einem Paar verbessert. Die Ranges berücksichtigen nicht den bereits vorgestellten Card-Removal-Effekt eigener Karten und des Boards.

Spielst du selbst nach dem TAG-Stil, werden dich gute Spieler nach dem "3-betting vs ORC" Chart 3-betten. Sollte dich ein anderer TAG 3-betten, kannst du nun das zweite Chart zur Hilfe nehmen. Raist du aus MP3 und Villain 3-bettet, kannst du ihm folgende Range geben:

66+, A9s+, KQs, AJo+, KQo (138 Handkombinationen)

Diese besteht zu 50% aus Händen, die ein non paired Ace (A9s+, ATo+ = 62 Kombinationen) enthalten, zu 46,15% aus Pocketpairs (66+ = 54 Handkombinationen) usw.

Selbstverständlich 3-bettet nicht jeder TAG die gleichen Ranges. Mit diesem Chart lassen sich jedoch eine Menge Eselsbrücken bauen, die einem das Handreading erleichtern.

  • A high macht in jeder Openingrange den größten Anteil aus.
  • Pocketpairs nehmen prozentual gesehen in der Range ab.
  • Loose Ranges treffen Lowcard-Boards besser als tighte Ranges.
  • 3-Betting-Ranges enthalten sehr viel öfter A high als normale Openingranges.
  • In 3-Betting-Ranges nimmt K high prozentual gegen spätere Positionen zu.

Wie du siehst, kann man sich mit diesen Charts das Handreading gegen TAGs stark vereinfachen

Zusammenfassung

Handreading ist ein sehr komplexes Thema und in jeder einzelnen Hand ändern sich Ranges aufgrund von Boards, Gegenspielern, ihrer Position und der Action auf den einzelnen Streets. Der Artikel soll dir die Techniken vermitteln, die nötig sind, um falsche Entscheidungen zu minimieren.