Heads-Up: Die Flop Donkbet
Einleitung
In diesem Artikel
- Wann du eine Flopdonkbet ansetzen kannst
- Wie du am Turn weiterspielst
- Nach welchen Gegnertypen du unterscheiden solltest
Eine Flopdonkbet ist der Name für eine Bet am Flop, obwohl der Gegner Pre-Flop die Initiative ergriffen hat.
Fixed Betting Sequence
Stellen wir uns ein Standardszenario vor:
Button raist, BB callt und das Board ist K

Button bettet, BB foldet.
Button hat mit seinem Raise Pre-Flop eine starke Hand symbolisiert. Er spielt seine Hand synchron mit einem hohen Pocketpair wie AA. Dennoch könnte er hier genauso gut J

Die innere Logik seiner Continuationbet besteht darin, dass die schwachen Hände von seiner breiten Range ( sagen wir die besten 38%) profitieren, da der Gegner immer damit rechnen muss, dass Button hier AA/KK oder eine andere starke Hand hält. Folge ist, dass BB mit einer Hand wie A

Gleichzeitig profitieren seine besonders starken Hände von seiner breiten Range. Angenommen BB ist auf einer Hand wie A

Wüssten wir, dass BU nur AA raist, so könnten wir mit 27o callen und nur dann spielen, wenn wir AA schlagen werden. Wir gewinnen, wenn wir vorne liegen einen sehr großen Pot (im Schnitt 18-20 SB Post-Flop) verlieren aber nur eine einzige SB, wenn wir hinten liegen. Somit kann Button kein Kapital aus seiner Range oder seiner Initiative schlagen.
Da wir diesen Informationsvorteil nicht haben, brauchen wir weitaus mehr als 22% (Wir bekommen 1:3,5 auf unseren Call) Equity, um im BB zu defenden. Nur so können wir den Nachteil, dass wir keine Initiative haben, einen Informationsnachteil (und andere Faktoren wie Reverse Implied Odds) ausgleichen.
Wenn Du jetzt einwendest, dass unsere Range doch in Wirklichkeit viel größer ist als die unseres Gegners, dann vergleiche einmal die Hände, die in unserer Range und in der des Gegners liegen. In der reinen Anzahl an möglichen Händen, sind es vielleicht in der Range vom BB mehr, aber in ihr befinden sich lediglich Hände, welche Doyle Brunson in Super System 2 als „Trashhände“ bezeichnet. In der Range von BU hingegen liegen die hohen Pockets sowie AK. Dies macht einen gewaltigen Unterschied, sodass sich BB nie sicher sein kann, wo er steht. Die Folge daraus ist, dass er wie im obigen Beispiel A3o, die beste Hand, foldet.
Der Button setzt diesen Informationsvorteil und seine Initiative in so fern um, indem er am Flop eine Continuationbet macht. Hat Button mehrere Gegner, so schmälert sich sein Informationsvorteil und seine Initiative ist auch nicht mehr viel wert, da einer der Gegner meistens eine starke Hand zum Showdown bringt und demzufolge nur noch die Stärke der Hände zählt. Als kleines Gegengewicht hat BB die Möglichkeit mit starken Händen zu check-raisen und somit BU mindestens eine SB abzunehmen.
Heads-Up können wir davon ausgehen, dass Button immer eine Continuationbet macht. Der BB hat jetzt allerdings eine Entscheidung zu treffen und kann Folden, Callen oder Raisen. Nach der Continuationbet von Button endet somit eine „feste Betsequenz“ (Fixed Betting Sequenze = FBS).
Was hat das ganze jedoch jetzt mit Donkbets zu tun? Donkbets sind ein Verstoß gegen die FBS.
Eine Flopdonkbet erscheint zunächst unlogisch: Warum sollte man mit einer starken Hand Donken, wenn man gleichzeitig die FBS des Gegners ausnutzen und check-raisen könnte?
Gründe für eine Flopdonkbet
Wenn wir tatsächlich nur mit starken Händen donken würden, könnten wir keinen Vorteil aus dieser Strategie nehmen, da es sinnvoller ist, die FBS auszunutzen und zu check-raisen oder die Situation als way ahead/way behind einzustufen.
Der Clou ist allerdings, dass wir die Donkbet von starken Händen mit Donkbets von schwachen Händen vermischen und so eine Balance schaffen, die unser Gegner nicht ausnutzen kann. Wichtig ist hierbei natürlich zu erkennen, ob unser Gegner Donkbets immer raist. Ist dies der Fall, können wir unsere Madehände profitabler als sonst spielen.
Halten wir eine non-paired Trashhand auf einem A72 rainbow Board, können wir auf einmal diese Hand +EV spielen (normalerweise müssten wir sie folden, was einen EV von 0 ab Flop bedeutet).Da wir auf solchen Boards meistens Trashhände halten, wird schnell ersichtlich, dass es hier einiges an Value zu holen gibt. Der Gegner steht nun vor einer schwierigen Situation: Wir geben ihm die Option Fehler zu machen.
Da wir nur eine SB in unseren Bluff investieren, ist es nicht möglich, dass der Gegner unpaired Cards hier immer foldet (da die Donkbet ansonsten zu deutlich +EV wäre).
Es reicht, wenn der Gegner zu 18,2% foldet, um unseren Bluff profitabel zu machen.
Somit ist er gezwungen auch mit unpaired Cards wie KQ mindestens einmal zu callen. Jeder weiß, wie unangenehm es ist, mit Karten zu callen, die schon längst nahezu drawing dead sein könnten.
Wenn wir nun am Turn checken mit der Intention auf eine Bet zu folden, muss der Gegner „zurückbluffen“ oder uns eine weitere Freecard (also meistens volle 6 Outs) gewähren. Wieder hat unser Gegner eine schwierige Entscheidung zu treffen.
Mit einer starken Hand wie A3o könnten wir jedoch nun check-raisen oder am River einen Crying Call bekommen. Im Idealfall gewinnen wir gegen eine Trashhand wie KQo vom Gegner nun 2 SB mehr als üblich (der Gegner foldet meistens auf unseren Check-Raise am Flop). Verzichten wir jedoch komplett auf Flopdonkbets, geben wir dem Gegner eher die Möglichkeit, seine Hand perfekt zu spielen. Hat er eine Trashhand, kann er sich am Turn eine Freecard nehmen und den River unimproved folden. Hat er eine starke Hand, muss er einfach nur durchbetten. Hat er eine marginale Madehand in einer aus unseren Sicht way ahead/way behind Situation, muss er lediglich am River abwägen, ob er erneut Valuebetten sollte.
Stellen wir uns vor, wir halten A3o auf einem A72 rainbow Board und wir check-raisen, nachdem wir unseren Big Blind defendet haben. Der Gegner callt und raist uns am Turn.
Nun stehen wir vor einer schwierigen Entscheidung und unser Calldown wird, wenn überhaupt, nur leicht +EV sein. Um diese Möglichkeit (der Gegner bekommt besonders viel Value von seinen starken Händen) zu vermeiden, donken wir lieber.
Spielen wir die selbe Hand stattdessen im Calldown Modus wird es uns kaum möglich sein, von marginalen schwächeren Händen, mehr als 3SB Post-Flop zu extrahieren, da unser Gegner einen Free-Showdown nimmt oder wir uns zu einer gefährlichen River-Donkbet hinreißen müssen. Wieder zeigt die Donkbet ihre Vorteile.
Was ist, wenn der Gegner perfekt spielt?
Angenommen unser Gegner verwertet die Informationen, die ihm geboten werden, perfekt, kennt genau das prozentuale Verhältnis zwischen Bluffs und „Value-Donkbets“ und macht zudem in 100% der Fälle eine Continuation-Bet im Normalfall, so ist die Flopdonkbet aus theoretischer Sicht widerlegbar.
In der Praxis ist das jedoch sehr schwer bis gar nicht umzusetzen, da eine Berechnung viel zu komplex ist, um sie während den 20 Sekunden Bedenkzeit auszuführen. Weiterhin hat unser Gegner es sehr schwer, unser Verhältnis zwischen Bluffs und „Valuedonkbets“ (also Donkbets mit Made hands) abzuschätzen.
Diese Strategie ist also selbst auf den höchsten Limits anwendbar und läuft in der Praxis nicht Gefahr widerlegt zu werden.
Wann wenden wir die Flopdonkbet an?
Das Board muss folgende Eigenschaften erfüllen:
- Drawless
- Der Gegner sollte selten etwas getroffen haben
- Wir sollten die Möglichkeit haben Ace high zum Folden zu bekommen
- Das Board sollte dennoch scary sein, damit unsere Bluff-Donkbets möglichst oft unseren Gegner zum folden bringen
Wenn diese 4 Bedingungen erfüllt sind, denken wir über eine Flopdonkbet nach. Bei dieser Boardstruktur hat unser Gegner in der Regel entweder eine sehr starke oder eine sehr schwache Hand ( die kaum Outs hat).
Unsere Hand muss die folgenden Eigenschaften erfüallen:
- Sie darf nicht stark genug für eine Flop 3-Bet sein. In so einem Fall check-raisen wir lieber, da wir mit dieser Line mehr Value bekommen
- Sie muss schwach genug sein, um sie nach einer 3-Bet am Turn zu folden
- Unserer Hand dürfen Freecards nichts ausmachen, da wir den Turn check-raisen wollen und unser Gegner häufig die Freecard nimmt
Donken auf sehr scary Boards wie 7


Gegner raised den Flop, unser Flop Play?
Trashhände mit ungenügenden Outs folden wir direkt. Unsere Madehands sind nicht stark genug für eine 3-Bet, da wir nur mit Madehands donken, die man entweder knapp c/c Flop, c/c Turn oder gerade noch c/r Flop, bet Turn spielen kann.
Unsere wünschenswerte Line liegt also in etwa dazwischen. Raist der Gegner nun den Flop, gibt uns dies den Ausschlag dafür, die passive Line zu wählen – wir callen den Raise.
Auf eine 3-Bet kann sich unser Gegner sehr leicht von seinen schwachen Händen lösen und seine starken am Turn for Value raisen. Somit entsteht eine way ahead/ way behind Situation.
- Wir spielen bet/call Flop.
Oftmals wird unser Gegner den Flop raisen und am Turn eine Freecard nehmen. Das ist allerdings nicht schlimm, da er, wenn er hinten liegt, eh kaum Outs hat und wir von einer schlechten Madehand so oftmals noch eine Big Bet am River kassieren.
Das Turn Play
Am Turn verabschieden wir uns von unseren Trashhands in fast allen Fällen und spielen check/fold. Eine weitere Bet (wir bekommen im Normalfall ~1:3) bietet meistens nicht genügend Foldequity.
Unsere guten Hände check-raisen wir, da Villain hier häufig (nach einem „Bluffcall“) mit Trashhänden betten wird und Schwäche wittert. So können wir unser häufiges check/fold ideal balancen und unsere Trashhands bekommen häufig eine Freecard geschenkt.
3-bettet der Gegner deutet dies auf eine sehr starke Hand hin. Unser Check-Raise am Turn out of position gilt auch als „Action Killer“. Somit sollten unsere Hände nicht zu stark sein.
Daher suchen wir uns genau die Hände aus, die wir guten Gewissens auf eine Turn-3-Bet folden können, aber mit denen wir gleichzeitig auch nicht mehr Action wollen.
Ein Set wäre hier ein Gegenbeispiel, da wir uns damit wünschen, 6 oder gar 8 Bets am Turn in den Pot zu bekommen und der Check-Raise so viel Stärke zeigt, dass dies meistens verhindert wird.
Gleichzeitig sollten wir den River valuebetten können und nicht check/fold spielen müssen. Ein Check/Fold ist am River nicht in Erwägung zu ziehen, da wir häufig sehr loose Calldowns bekommen, da unsere Gegner die Flop-Donkbet oftmals viel zu wenig Stärke beimessen.
Unsere Midpairs mit mittlerem Kicker sind eher anfällig für Freecards und wir wollen mit ihnen meist den Gegner schon direkt am Flop zum folden bekommen.
Es bleibt also nur die Handgruppe von Midpairs mit Ace Kicker (mit denen wir den Gegner häufig dominieren) bis Top-Pair mit schwachem Kicker übrig.
Manchmal ist unsere Hand nicht stark genug, um den River for Value zu betten bzw. wir nehmen mehr Geld ein, wenn wir Bluffs inducen.
Zum Beispiel könnte am Turn das As zu einem K72r Board hinzukommen. Nun ist unsere Hand nicht mehr stark genug, zu checkraisen und den River for Value zu betten.
Folge ist, dass wir die Situation als way ahead/way behind Situation betrachten und check/call Turn spielen. Aber auch, wenn das Board gleich bleibt, stehen wir häufig mit Midpairs vor der gleichen Entscheidung: Das Board ist K722r und wir halten A7o.
Durch einen Checkraise bringen wir nur schlechtere Hände zum Folden. Häufig müssen wir den River check/fold spielen. Daher ist es sinnvoller c/c Turn zu spielen und einen weiteren Bluff am River zu inducen.
Auf unserem Beispielboard K722r geben wir dem Gegner mit einer Hand wie QJ 6 volle Outs, mit einer Hand wie A3 immerhin noch 3 Outs. Leider lässt sich dies nicht vermeiden, da wir uns nicht darauf verlassen können, nach einem gecallten Check-Raise am Turn wirklich die schlechtere Hand zu halten. Wir wollen in diesem Beispiel a) den Showdown sehen und nicht check-fold am River spielen müssen und b) Bluffs inducen. c/c Turn ist dafür die günstigste Variante.
Anpassung an unsere Gegner
Wir unterschieden unsere Gegner bei dieser Strategie in zwei Gruppen:
- Gegner, die unserer Flop-Donkbet zu wenig Gewicht beimessen und sie eher als Schwäche deuten.
- Gegner, die unserer Flop-Donkbet zu viel Gewicht beimessen und in der Folge zu häufig Folden.
Je nachdem, ob unser Gegner eher zu Gruppe a) oder zu Gruppe b) gehört, müssen wir das Verhältnis zwischen reinen Bluffs und „Valuedonkbets“ verschieben.
Callt unser Gegner immer, bluffen wir nie. Foldet unser Gegner immer, bluffen wir immer. Im Extremfall sollten wir sogar vollständig auf Bluffs verzichten.
Gegner der Gruppe a) kommen auf den Midstakes häufiger vor. Wir exploiten Sie, indem wir mit unseren starken Händen mehr gewinnen als üblich.
Generell ist es von Vorteil, wenn der Gegner tighter spielt, da unsere Bluffs (die häufiger vorkommen werden als unsere Madehands) nun mehr Erfolgsaussichten haben. Am Besten ist es jedoch, wenn unser Gegner entweder immer gegen unsere Flopdonkbet foldet oder nie. Hier können wir seine Strategie sehr leicht exploiten. Der am schwierigsten zu spielende Gegner ist der, der mit starken Händen sowie ein paar Trashhänden unsere Flopdonkbet raist, mit marginalen ( aber trotzdem besseren Händen) callt, mit einigen seiner Trashhände direkt foldet und das alles im richtigen Verhältnis.
Ist die Pre-Flop-Raisingrange des Gegners tighter, ist es wahrscheinlicher, dass er das Board getroffen hat. Somit sollten wir mit weniger Trashhands bluffen, als wenn seine Range looser ist.
In so einem Fall, können wir uns entscheiden, die Flopdonkbet gegen Gegner XY nur als Bluff anzuwenden oder nur als „Valuedonkbet“. Von Gegner zu Gegner können wir das je nach Belieben wieder umdrehen. Nach einem erfolgreichen Bluff sollten wir evtl. wieder switchen, da unser Gegner sich das meistens kein zweites Mal gefallen lassen will.
Nach einem Vorzeigen einer starken Hand jedoch, haben wir optimale Foldequity und sollten möglichst schnell wieder zu einem Bluff greifen.
Flopdonkbets aus psychologischer Sicht
Wie bereits erwähnt, verleiten wir den Gegner dazu Fehler zu machen, indem wir ihm einfach die Option dazu geben.
Stellen wir uns vor, wir halten A3o auf einem K72r Board.
Häufig wird der Gegner unsere Flopdonkbet mit QJo callen, jedoch unimproved weder Turn noch River betten. Wir gewinnen den Pot mit Ace high. Also ist unser Gegner gezwungen mit einer Hand wie QJo zu betten und bluffen ist nicht Jedermanns Sache. Eine Callingstation wird uns somit häufig Freecards oder sogar einen kostenlosen Showdown geben, während der LAG jede Trashhand Betten und zum Showdown bringen will, weil er einen Bluff hinter unserer „unlogischen“ und „mysteriösen“ Line vermutet. Oder er wacht nach unserem Check-Raise auf und merkt, dass er uns vollkommen falsch gereaded hat. So etwas erzeugt nicht nur Frustration, die oft weake Calldowns zur Folge hat, sondern auch Tilt.
Ein anderer Aspekt ist, dass die Gegner oft zwanghaft versuchen zu adapten.
So foldet Villain beim ersten Mal noch anstandslos auf unsere Flopdonkbet, beim zweiten Mal, wird er uns jedoch kaltblütig, sei es mit Hand oder ohne, raisen. Wir müssen also nach einem erfolgreichen Bluff unser Verhältnis zwischen Bluff und „Valuedonkbet“ neu festlegen, um dem Gegner immer einen Schritt voraus zu sein.
Beispiele
Cutoff raist, wir callen im BB:
Board: A

Das Paradebeispiel für unsere Flopdonkbet. Gegner sei ein TAG mit 30/20/2,2/35 Stats, der keine Reads außer unseren Stats hat.
Wir donken hier mit einem Ass mit schlechtem Kicker (A

Sinnvoll ist es natürlich, wenn wir zusätzliche Outs haben, falls wir gecallt werden. Somit bietet sich eine Hand wie 5



Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass zum Beispiel ein König unter unseren Holecards nochmals wegen Domination discounted werden müsste. Folge ist, dass eine Hand wie 89 eher für eine Donkbet geeignet ist, als K9. Eine Möglichkeit wäre es die besten 30% unserer Trashhände zu donken. Die andere Möglichkeit ist, mit jeder Trashhand zu donken und darauf zu spekulieren, dass unser Gegner das Verhältnis zwischen Bluffs und „Valuedonkbets“ falsch einstuft.
In unserem Beispiel betten wir mit A


Wie versuchen wie geplant zu check-raisen, jedoch 3-bettet unser Gegner uns diesmal. Wenn wir jetzt seine Range durchgehen, stellen wir fest, dass es keine Hand gibt, die unser Gegner straightforward spielen könnte, die wir schlagen – daher folden wir.
Wir haben bei diesem (leichten) Fold mit einem Problem zu kämpfen :
Es gibt keine Hände, die wir am Flop donken und mit denen wir eine Turn-3-Bet ausbezahlen, es sei denn wir improven. Wir verlassen uns dementsprechend darauf, dass unser Gegner unsere Line nicht kennt und straightfoward genug spielt. Ein Maniac wäre also kein gutes Opfer für unsere Donkbetstrategie.
A


Hier können wir bedingt donken, allerdings sollten wir seltener Bluffen, da ein Bluff hier weniger Erfolgsaussichten hat.
J

Auf diesem Board wollen wir mit Toppair Freecards verhindern und sind somit gezwungen, nicht am Turn zu checken. Zudem steigt unsere Equity mit Toppair, da unser Gegner seltener ein Toppair mit besserem Kicker hält als auf einem A73 Board. Daher ist dieses Board nicht geeignet und wir sollten mit Toppair stattdessen check-raisen.
Liegt statt dem Jack eine Queen befinden wir uns in einer grenzwertigen Situation und können wieder je nach Gegner uns für oder (im Regelfall) gegen eine Donkbet entscheiden.
K


Gegner ist ein LAG mit 40/25/2,2/37 Stats.
Bei diesem Gegner müssen wir damit rechnen, dass er uns mit any two Cards raisen könnte, daher sollten wir selten bluffen.
Wir betten K6s, Villain callt und wir befinden uns am Turn.
Ist die Turncard ein Ass steigen wir auf c/c um, da wir uns in einer way ahead/way behind Situation befinden.
Ist die Turnkarte eine Blank können wir check-raisen.
Ist die Turnkarte ein König oder eine Sechs, bleiben wir trotzdem unserer c/r-Line treu.
Wir könnten natürlich Bet/3-Bet probieren, allerdings zeigt unsere 3-Bet extreme Stärke und unser Gegner wird sich von vielen schwächeren Händen lösen können. Zudem passiert es recht selten, dass unser Gegner uns raist. Er wird mit mittelstarken Händen, mit denen er „showdowncommited“ ist, viel eher versuchen, weitere Bluffs von uns zu inducen. Daher schneidet der Check-Raise leicht besser ab.
In unserem Beispiel war die Turnkarte eine weitere zwei und unser Gegner nimmt sich eine Freecard. Die Riverkarte ist ein As, dennoch müssen wir hier nun bet/fold spielen, da der Gegner schlechtere Madehands in der Regel nicht betten wird (nicht zuletzt durch die Verwirrung, die eine Donkbet stiftet). Gleichzeitig wird unser Gegner hier häufig jedes Paar callen, da er die Chancen eines reinen Bluffs sehr hoch einschätzt.