Ab 20 Uhr: Neues zur deutschen Pokerregulierung
Vor über einem Jahr ist der neue Glücksspiel-Staatsvertrag in Kraft getreten und hat Poker, nach Jahrzehnten in der Grauzone, bundesweit reguliert. Zeit für eine Bestandsaufnahme.
Paxis hat sich daher zum aktuellen Stammtisch mit FaLLout86 vorgenommen auf das vergangene Jahr zurückzuschauen und ein erstes kleines Fazit zu wagen.
Auf welchen Pokerseiten ist es legal in Deutschland zu spielen und wie sehen die Einschränkungen auf den einzelnen Plattformen aus? Wo muss ich wie viel Rake zahlen und was bekomme ich noch an Rakeback? Und welche Pokerseite ist aktuell eigentlich die beste Lösung für deutsche Spieler?
Neben diesen Fragen werden unsere beiden Experten auch besprechen, was sich seit der Einführung rechtlich geändert hat und wie das Lizenzgebungsverfahren bisher läuft. Und natürlich beantworten unsere Coaches auch wieder eure Fragen live im Stream. Wer also aktuell aktiv spielt oder wieder einsteigen will, sollte sich den kommenden Stammtisch nicht entgehen lassen.
Quo vadis deutsche Pokerregulierung?

Zentral bleibt der Umgang der Seiten mit der höchst umstrittenen Besteuerung von Pokereinsätzen an den virtuellen Tischen von 5,3%. Die Anbieter mussten in der Folge reagieren und ihr Angebot für deutsche Spieler anpassen, was größtenteils eine deutlichen Erhöhung des Rakes, den Wegfall von Prämiensystemen oder gar die Einstellung ganzer Formate zur Folge hatte. Unibet war einer der ersten Räume, die bereits deutlich vor dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages auf die Besteuerung reagierten, indem man Cashgames und SNGs für deutsche Spieler schlichtweg aus dem Angebot nahm, weil dort die Steuerlast aufgrund der Strukturierung der Steuer, die nicht im Ansatz an die Gegebenheiten bei Online-Partien angepasst ist, deutlich zu hoch war.
Wir haben auch im Forum fortlaufend versucht die aktuellen Regelungen der einzelnen Anbieter zusammenzufassen. Hier könnt ihr auch eure Fragen für den Stammtisch loswerden und die Regulierung gemeinsam diskutieren.
Übersicht zu den aktuellen Regelungen der Anbieter
Der Bund hat klar die Chance verfehlt, für eine faire und am Ende auch sachdienliche Besteuerung von Online-Poker zu sorgen, ohne dass eigentlich gut frequentierte Spielvarianten komplett aus dem Angebot genommen oder mit derart hohem Rake belastet werden, dass sie nicht mehr ansatzweise profitabel gespielt werden können.
Wie breit die Fächerung der Anpassungen aber bei den einzelnen Anbietern ausfallen, wurde beispielsweise auch in der Reaktion von GGPoker deutlich, die ein stark abweichendes Modell zu den Anpassungen bei PokerStars vorgestellt hatten, während die bei vielen Anbietern mittlerweile angewandten Einschränkungen für deutsche Spieler wie Tischlimit und Einzahlungslimit bei BetOnline nicht vorhanden sind.
Jetzt im Forum die Regulierung in Deutschland diskutieren