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[Geschlossen] Lohnt sich Stud für Anfäönger mit Playmoney?

9 Beiträge
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Bin doch nen ziemlicher gambler und mich reizt Stud schon. Ist aus Sicht der Holdemfraktion Stud auch langfristig profitabel spielbar oder eher "Glücksspiel".
Dazu muss der antezwangsbeitrag ja auch mit einkalkuliert werden.

Bitte mal um ein wenig Studaufklärung.
PJ


8 Antworten
bahmrockk
Beigetreten: 10.09.2005
Elite Grinder

Stud ist in erster Linie ein anderes Spiel.
Wie jede Pokervariante kannst Du auch Stud mit +EV spielen, allerdings sind die Swings bei Stud deutlich hoeher, da mehr unbekannte bei einem Gegner mit einfliessen (der Gegner hat mehr Karten, die Du nicht siehst).
Bei Stud kannst Du allerdings Deine Outs besser berechnen, da Du mehr Karten insgesamt siehst ...
Erstmal: Bevor Du nicht 1/2 mit HoldEm Limit erledigt hast solltest Du dich darauf konzentrieren.
Falls Du dich dann mit Stud beschaeftigen willst empfehle ich Dir, erstmal Theory of Poker zu bearbeiten. Dann solltest Du spezielle Stud-Literatur raussuchen, die Du hier nicht finden wirst ...
Behalte immer im Kopf, dass es ein anderes Spiel ist. Schon Omaha spielt sich SEHR anders als HoldEm, und da sind die Aehnlichkeiten viel staerker.

tschuessi,
georg


Das kuriose ist, das man selbst ohne grosse Ahnung beim Stud-Real-Money recht erfolgreich sein kann (aber nur auf dem untersten Limit).

Ich habe mir damit einen grö�?eren Teil meiner Bankroll aufgebaut. Folgendes Wissen reicht aus, um +EV in Stud zu spielen:

O.K., die Regeln sollte man kennen, ferner:

Voraussetzungen: voller Tisch (7-8 Leute), hohe Beteiligung an der Action (wenn nicht mindestens 3-4 Leute sich die 4. und 5. Strasse ansehen, braucht man wirklich Ahnung; an solchen Tischen sofort wieder verschwinden),
Uhrzeit passend, damit die Gegner schon besoffen sind (Stud spielen eh nur Amis, ich habe 1-2 Monate dies gerne vor dem Schlafen gehen gespielt, also so zwischen 2-6 Uhr, da passt's)

Starthände-Kriterien: -
grö�?eres Pocketpaar (Grenze bei TT oder 99), abhängig vim Kicker,
kleineres Pocketpaar, guter Kicker (z.B. 66-88 mit A-Q als sichtbare Karte, keine höhere Karte sichtbar),
kleineres Pocketpaar, Kicker ist suited connector zu einem der Pocket-Karten,
grundsätzlich sollten bei Pocket-Paaren weder gleichartige Kartenwerte zum Pocket noch zum Kicker herumliegen (bei ersterem ist die Chance auf ein Set zu gering, bei 2.tem zu 2Paar bzw. Semi-Blöff),
vergesst kleine Pocketpaare mit As-Kicker (die Gegner haben auf den kleinen Limits nicht das Format den Semi-Blöff anzunehmen),
Paare bei denen eine der gepaarten Karten offen herum liegt ab 88-TT, abhängig vom verdeckt liegenden Kicker und den anderen herumliegenden Karten
3-suited, es liegen höchstens 2 weitere Karten der gleichen Farbe offen herum (wenn es genau zwei sind, sollte die eigene offen liegende Karte etwas furchteinflössend sein),
3-connected ab QT9, falls 2 davon suited sind ab 987 oder T98 (je nach den offen liegenden anderen Karten)

Spiel auf den weiteren Strassen: (ist prinzipiell viel mathematischer als in Hold'em, man muss halt viele Outs zählen),
einfachste Grundregel zum Gewinnen braucht man meist >= 2Paare, AA-Paar ist marginal; Abzählen ist etwas schwieriger als in Hold'em, da man die schon gezeigten Karten beurteilen musss --> schätzt grob ab, wie viel von den eigenen interessanten Karten weg sind (auf +/- 1 Out kommt es in den niedrigen Limits nicht an)
Solange Chance auf >= 2Paar da ist und die Karten der anderen nicht zu gefährlich sind, einfach drin bleiben; bei sehr guten eigenen Karten raisen (nimmt eh kaum einer ernst)

Natürlich ist diese Strategie extrem trivial und würde gegen die ersten ernsthaften Gegner extrem -EV sein. Aber deswegen sucht man sich die richtigen Gegner (Zeit, wo die Amis müde oder besoffen sind). Vor allem hat man als PS.de-Hai schon die nötige Geduld gelernt, auch mal 10-20 Hände in Folge einzupassen (leider oftmals nötig und man wird auch nicht mehr nervös, dass dies bis zu $10 erstmal kosten kann). Der Hintergrund des ganzen ist einfach, dass man aus schlechten Händen mit nur der Ante und eventuell dem Bring-In und vielleicht der ersten Strasse herauskommt (<= $1,50, maximal $2,00 bei .50/1). Die Pötte sind unter obigen genannten Bedingungen üblicherweise zweistellig ($15-$20), da man nur gute Starthände wählt ist die Gewinn-Quote ab der 4. Strasse relative hoch, auf jeden Fall höher als 1/6-1/5 was für +EV ausreicht.

Vorausgesetzt man hat eine ausreichende Bankroll (>= $600), so stellt dies eine gute Möglichkeit dar, diese vier-stellig zu machen. Vorausgesetzt, man erkennnt, sobald man den ersten halbwegs vernunftbegabten Gegner findet: Dann ist nur noch die Flucht +EV.


Denz
Beigetreten: 16.01.2005
Elite Grinder

Studstrategy.com

Finde Stud im Vergleich zu Hold`em aber ziemlich langweilig...


Im Poker geht es nur um eines: GELD VERDIENEN.


MacLeod
Beigetreten: 08.04.2006
Oldschool Grinder

stud mag ich nicht...da gibts zu viele glücksritter, die auf alles setzen und dann am ende glück haben und abräumen


stud lol da hab ich auch ne geschichte ..

hab mal auf ps nen freeroll gespielt und erst im spiel gemerkt das was falsch war... bin dann 10min immer auf raise any gegangen um schnell rauszufliegen... (einfach rausgehen is ja nich ^^)

naja ich war mit dem 35fachen stack(vom startstack) chipleader und bin auf timeout gegangen ...


stud mag ich nicht...da gibts zu viele glücksritter, die auf alles setzen und dann am ende glück haben und abräumen

Genau deswegen ist ja oben genannte Rock-Strategie erfolgreich (sogar erfolgreicher als ein Rock im Small-Stakes-Hold'em zu sein).

Die Bad Beats-Glücksritter bezahlen einen ja in jeder Poker-Variante.


passt zwar nicht zum Thema aber Limit Omaha gibt's auch reichlich Bad Beat-Glücksritter.
wollt ich nur mal so gesagt haben, da ich das heute mal wieder erlebt hab :)


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