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Rechtsfrage Blitzer

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cheetah83
Beigetreten: 27.02.2007
PokerStrategist

Vor einiger Zeit bin ich aus einem parkenden Auto heraus geblitzt worden. dieses Fahrzeug war dabei so platziert, dass es die Hälfte der Fahrbahn blockierte und damit auch nur ein Fahrzeug gleichzeitig dran vorbeifahren konnte.
Meiner Meinung nach wird der Verkehr dadurch so beeinflusst, dass es nicht unbedingt die "Richtigen" trifft. Raser könnten durch denen Gegenverkehr ausgebremst werden, im Gegenzug versuchen Leute, die an der Stelle normalerweise korrekt fahren, noch schnell vorm Gegenverkehr am Fahrzeug vorbeizukommen und werden dadurch erst zu Rasern.
Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass ich zur zweiten Gruppe gehöre. Ich bin mir bewusst des öfteren zu schnell zu fahren und habe kein Problem ab und zu das Knöllchen zu zahlen, in dieser Situation interessiert mich einfach, ob die Positionierung des Blitzers in dieser Form rechtens ist.

Desweiteren finde ich es komisch, dass dem Anhörungsbogen, den ich heute bekommen habe, kein Beweisfoto beiliegt. Riskiere ich schon die Verordnung eines Fahrtenbuches, wenn ich das Foto anfordere, mit der Begründung nicht mehr zu wissen, wer zu diesem Zeitpunkt gefahren ist?


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10 Antworten

Foto kannste immer anfordern. Ich weiß nicht inwiefern man die Messung anfechten kann wenn du keine Beweise (Fotos) vom Standort des Blitzfahrzeuges hast.


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mcontact
Beigetreten: 12.12.2006
Elite Grinder

wenn du bemerkst das du aus so einem auto geblitzt wirst, würde ich erstmal immer sofort umdrehen und das auto mit dem handy fotografieren.
damit haste immer was in der hand, falls es später um solche sachen geht.


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HerrRausrag
Beigetreten: 23.05.2010
Poker Player

Idealerweise hast du ne Verkehrsrechtschutz, damit dann ab zum Fachanwalt für Verkehrsrecht. Nur der kann wirklich Prüfprotokolle etc. anfordern. Und man würde staunen wie oft sich was finden lässt was die Messung unsauber aussehen lässt.

Bei einem Fahrzeug, dass zur Hälfte die Straße blockiert (laut Schilderung) kann das fast gar nich sauber gewesen sein. Gleiches bei Schräglage zur Fahrbahn und ähnlichem...


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annobln
Beigetreten: 29.07.2007
Oldschool Grinder

Ist eigentlich ein Blitzer in einer Kurve zulässig? Wurde letztens in einer ziemlich steilen Kurve geblitzt und dachte immer, dann wären die Messungen zu ungenau. Aber kann auch Schwachsinn sein.


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Moderator
Speckftw
Beigetreten: 20.03.2008
Elite Grinder

Wer sind die Richtigen?
Jeder, der erwischt wird, ist der Richtige.

Geblitzt werden darf überall zu jeder Zeit.
Dabei ist es auch egal, ob die Geräte an einer Kurve aufgestellt werden oder nicht.
Wenn Messungen nicht korrekt durchgeführt wurden, werden sie in der Regel sofort verworfen.
Aber wenn man Lust hat, kann man sich natürlich einen Anwalt nehmen und die Instanzen durchklappern.
Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch recht gering, dass tatsächlich was falsch war.

Alles ist genaustens protokolliert. Wenn man was erreichen will, dann nur über Anwalt.


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KingDingeling2
Beigetreten: 07.08.2006
Oldschool Grinder

Original von annobln
Ist eigentlich ein Blitzer in einer Kurve zulässig? Wurde letztens in einer ziemlich steilen Kurve geblitzt und dachte immer, dann wären die Messungen zu ungenau. Aber kann auch Schwachsinn sein.

bei den älteren blitzern wars glaube ich so, dass für eine korrekte messung ein winkel von 22° (iirc) zur fahrbahn eingehalten werden musste. bei den neuen geräten ist das anscheinend nicht mehr so


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cheetah83 Themenstarter
cheetah83
Beigetreten: 27.02.2007
PokerStrategist

leider weder ein foto gemacht noch eine verkehrsrechtsschutz, so dass ich die 15€ einfach zahlen werde. ich weiss ja, dass ich dort zu schnell war.

Original von Speckftw
Wer sind die Richtigen?
Jeder, der erwischt wird, ist der Richtige.
....

deshalb habe ich ja oben die Anführungszeichen gesetzt. natürlich ist jeder für seine geschwindigkeit verantwortlich und muss bei zu hoher geschwindigkeit mit einer strafe rechnen, andererseits kennt wahrscheinlich jeder situationen in denen es im sinne des verkehrsflusses oder auch im sinne der sicherheit sinnvoll ist kurzzeitig die erlaubte höchstgeschwindigkeit zu überschreiten. so eine situation herzustellen und zum abkassieren zu nutzen halte ich zumindest für fragwürdig


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Moderator
Speckftw
Beigetreten: 20.03.2008
Elite Grinder

Wenn es nur um 15 Euro geht, dann ist das ohnehin völlig für die Katz, da irgendwelche Rechtsstreitereien anzufangen.
Am Ende wären die Kosten ein Vielfaches von dem jetzt geforderten Verwarngeld.
Und eine Rechtsschutzversicherung würde wegen solcher Einsprüche nicht lange mitmachen.

Im Sinne der Gefahrenabwehr / Sicherheit ist eine kurzfristige Überschreitung legal.


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Zitat
pg89
Beigetreten: 05.04.2008
Oldschool Grinder

Original von Speckftw
Aber wenn man Lust hat, kann man sich natürlich einen Anwalt nehmen und die Instanzen durchklappern.
Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch recht gering, dass tatsächlich was falsch war.

Alles ist genaustens protokolliert. Wenn man was erreichen will, dann nur über Anwalt.

Das stimmt definitiv nicht! Ich möchte mich nicht zu weit aus dem fenster lehnen, aber 15 - 20% der messungen sind es bestimmt, die man anfechten kann.


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Zitat
HerrRausrag
Beigetreten: 23.05.2010
Poker Player

Original von pg89

Original von Speckftw
Aber wenn man Lust hat, kann man sich natürlich einen Anwalt nehmen und die Instanzen durchklappern.
Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch recht gering, dass tatsächlich was falsch war.

Alles ist genaustens protokolliert. Wenn man was erreichen will, dann nur über Anwalt.

Das stimmt definitiv nicht! Ich möchte mich nicht zu weit aus dem fenster lehnen, aber 15 - 20% der messungen sind es bestimmt, die man anfechten kann.

Eben - da finden sich öfter als man denkt irgendwelche Formfehler...Als normaler Bürger hat man nur keine Chance irgendwie da ran zu kommen, läuft alles ausschließlich über den Anwalt. Und der kostet aber erstmal, macht also eigentlich wiederum nur Sinn mit einer Verkehrsrechtsschutz. Wenn du einigermaßen regelmäßig fährst und nicht nur jedes zweite Wochenende im Monat und vllt. sogar beruflich auf dein Fahrzeug und Führerschein angewiesen bist sollte das eigentlich eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt sein. Auch im Falle eines Unfalls, beauftragte Gutachten kosten gern mal vierstellige Beträge und wenn du die komplette Abwicklung von Anfang an nem Anwalt überträgst kannst du dir ne Menge Streß sparen...

Die kostet afaik ~60 Euro im Jahr, für die gesamte Familie 90. Die vom ADAC zumindest, die ist auch ohne Selbstbehalt - das wäre auch noch wichtig.


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