Original von krush22
Darf ich hier mal ein wenig Moralaposteln?
Es schadet einfach nur den versicherungsnehmern und damit langfristig allen, wen alle wegen jeden Scheiß meinen sich einen Anwalt nehmen zu müssen. Es treibt die Kosten einfach unverhältnismäßig gegenüber dem Nutzen für einen selber hoch. Für vllt 200 E mehr für dich muss die gegen partei evtl 500 Euro oder so an den blöden Anwalt noch überweisen.... Du würdest auch wollen, das der andere wirtschaftlich sich deiner Versicherung gegenüber verhält, wen du der Verursacher wärst.
Einfach wie Knuddelviech vorgeschlagen hat machen. Habe letztes mal sogar die Werkstatt genommen die mir die Versicherung der Gegenpartei vorgeschlagen hat. Kam deutlich mehr raus als ich mit gerechnet habe. Alle waren glücklich und es war viel billiger als hätte man einen Gutachter oder/und Anwalt genommen.
Klar, wenn der Schaden erheblich ist, ist das ganze natürlich anders zu betrachten.
Diese Einstellung hatte ich auch mal.
Und dann im März ist mir jemand in meinem Oldtimer gefahren. Schuldfrage war klar es gab auch keine Versuche vom Unfallgegner da irgendwas zu machen.
Wagen in die Werkstatt und von der Dekra einen Gutachter für Oldtimer kommen lassen.
Gutachten und Schadensmeldung eingereicht.
Es kam nichts von der gegnerischen Versicherung. Den Kollegen wochenlang genervt er hatte auch alles eingereicht.
Dann habe ich mal bei der Versicherung angerufen, den Sachbearbeiter auch erwischt und dann wurde es lustig.
Sachbearbeiter befragt ob ich nun reparieren lassen kann.
Ja war seine Antwort gibt ja keinen Zweifel an der Schuld und Dekra sind ja alle vereidigt. Er blättert noch so ein wenig durch das Gutachten, sieht die Schadenssumme und mit einmal, also das aber hoch für einen 32 Jahre alten Wagen. Da muss ich noch mal mit unserem Versicherungsnehmer drüber reden.
Ach..ist der auch Gutachter war so mein Gedanke....
Ja sie Melden sich innerhalb von 7 Tagen bei mir.
Das taten Sie dann auch und zwar nicht die Versicherung sondern die Gutachten Zentrale. Fahrzeug Besichtigung wurde angesagt (Mussten beide erscheinen) das war dann der Moment wo ich einen Anwalt beauftragt habe. War ja klar was die wollten.
Es wurde ein Gegengutachten erstellt ( Kosten ca. 400.-Euro), das erste hatte schon soviel gekostet.
Das war zum einen nicht richtig ermittelt worden und zum anderen natürlich viel zu billig, dafür hätte man gerade 50% der Teile für bekommen.
Nachdem mein Anwalt dann um Erklärung des Gegengutachtens gebeten hatte, ruderte die Versicherung im Oktober zurück und hat das erste (Mein) Gutachten anerkannt.
Nun sollte man meinen das ja alles erledigt ist.
Denkste, inzwischen ist ein Teil was wir brauchen nicht mehr lieferbar, der Wagen steht nun im Winterlager und es wird erst im März weiter gehen. Die Kosten werden steigen, weil das nicht lieferbare Teil ( Chromteil von der Stoßstange ) nun als Blechausführung gefunden wurde und nun natürlich verchromt werden muss. Das dauert ca. 8-9 Wochen und wird natürlich einiges mehr kosten.
Da wird sich die Versicherung auch gegen wehren und es ist nun schon klar das es bei meinem Anwalt weitergehen wird. Zumal die Versicherung mit mir nach dem Telefonat wo ich angerufen habe nicht mehr kommuniziert, als Beispiel sei hier mal genannt das mein Anwalt die Teilekosten Erstattung anfordern musste damit ich das Geld schon mal habe. Man hätte als Versicherung ja den Scheck direkt nach Zusage der Regulierung mir schicken können..aber da denke ich wohl zu weit.
Ich glaube wenn der ganze Vorgang abgeschlossen ist wird der ganze Spaß locker 2-3K mehr gekostet haben als wenn Sie gleich gezahlt hätten.
Ich für meinen Teil werde ab sofort immer alles in Anwalts Hände geben, so etwas tue ich mir einfach nicht mehr an.
Gruß
Kick