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[Geschlossen] Aussage 'beste Pokerschule der Welt'

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Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Das gilt auch für Real-Money-Player.

Ist doch auch logisch, weil sehr viele Spieler ja nur sehr unregelmäßig spielen.

Sagen wir mal dass 70% der Real-Money-Action - gemessen in Händen - in den Micro- und Low-Stakes passiert.

Sagen wir weiterhin, dass auf den Micros und Low-Limits am Tisch an mind. 50% (ich würde eher sagen mehr, aber dann fangen wir wieder über die Definition an zu streiten) der Seats Freizeitspieler sitzen, die sich keinen Illusionen hinsichtlich ihrer langfristigen Pokerkarriere hingeben (d.h. wissen, dass sie nicht zum geilen Berufsspieler werden).

Sagen wir weiterhin, dass ein Regular im Vgl. zum Freizeitspieler wie folgt spielt:
4 Tische statt 1
3h statt 1h
an 5 Tagen / Woche statt 2

=> dadurch hätte ich schon 4 x 3 x 2,5 = 30x mehr Hände beim Reg.

Also brauche ich hier schon für jeden Reg 30 Freizeitspieler, um das 50-50-Verhältnis zu erreichen. Das würde ca. 3% - 97% entsprechen.

Und ja: Es ist natürlich eine Milchmädchenrechnung. Aber sie basiert auf Common Sense und einer Menge größtenteils auch von jedem Reg nachvollziehbaren / erlebbaren Fakten.


Original von Xantos
Etwas schräger Vergleich:

Wenn ich mir eine Eintrittskarte fürs Fußballspiel kaufe, dann hoffe ich auch, dass mein Verein haushoch gewinnt - erliege aber nicht der Illusion, dass mein Besuch den EV verbessert.

Genauso spielen eben Freizeitspieler Poker - natürlich hoffen sie zu gewinnen - und viele werden sich auch überschätzen. Die Erwartungshaltung, als Long-Term-Winner daraus hervorzugehen, haben allerdings die allerwenigsten.

Der Vergleich ist halt mMn deutlich weniger passend wie meiner mit dem Heroinmarkt.
Warum behaupte ich das?
Mmn ist der Hauptgrund warum wir hier so erfolgreich lontgerm spielen können, dass es sehr viele Spielsüchtige gibt die regelmäßig Geld einzahlen und es über kurz oder lang wieder verlieren. Und das tuen sie auf eine Art und Weise das es an Geld verbrennen grenzt, denn diese Spieler interessieren sich nicht fürs Spiel und dessen theoretischen Hintergrund, sondern lediglich für schnelle Endorphinausstöße.
Die Spieler die mal aus Spaß nen paar Euro eincashen, um dann das ein oder andere Tunier zu spielen obwohl sie keine edge auf den playerpool haben, machen Poker nicht profitabel... Die sind zwar schlecht, aber 1. zuwenige und 2. auch nicht schlecht genug. Diese Spieler bezahlen vlt. auf lange Sicht meinen rake, aber große winnings kommen von anderen Typen.
Sucht also ist der Grund warum Poker so profitabel ist.
Wenn man will ist Poker somit immernoch ein Entertainingsmarkt, aber halt nur im weiteren Sinne. Im engeren Sinne ist weder der Heroin- noch der Pokermarkt ein Entertainingsmarkt, sondern durchaus ein an der Grenze zur Illegalität und zur moralischen Verwerflichkeit liegender Markt, der eben deshalb nicht mit einem Entertainingsmarkt wie Fussball, oder Kino verglichen werden sollte...
Der Vergleich mit einer Sportart welche komerziell vermarktet wird hinkt daher im Kernpunkt, nämlich in der Art der Beziehung die Kunden zum Produkt (Poker vs. Heroin vs Fussball) haben.

Ich erwarte natürlich nicht dass du mir zustimmst. Ich bin zwar naiv, aber so naiv dann auch wieder nicht. ;)


Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

@Atomfred: Deine These sei dir ja gegönnt, aber...

1. Hast du keine Infos über die Verteilung von Losses (deine These ist ja, dass die Gesamtlosses mehrheitlich von einer eher kleinen Gruppe von Spielsüchtigen kommt), so dass du trotzdem zumindest die Möglichkeit berücksichtigen solltest, dass du dich irrst.

2. Habe ich Infos über die Verteilung von Losses - und da spricht alles dafür, dass die überwältigende Mehrheit des Umsatzes auf Deposits von Freizeitspielern beruht, d.h. Spieler, die kein besonders ungesundes Deposit- oder Spielverhalten zeigen.

Wir können gerne beide Thesen im Raum stehen lassen. Überzeugen kann ich dich nicht. Würde dich nur bitten, beide Thesen als aus deiner Sicht (d.h. kaum Infos/Daten) als zumindest gleichberechtigt zu sehen.


HAVVK
Beigetreten: 29.12.2005
Oldschool Grinder

glaub mir, es gibt noch ein paar mehr die dir nicht zustimmen ;) die Zahlen um dich zu widerlegen sind freilich schwierig beizubringen

und unterschätzen darf man das Thema Spielsucht natürlich auch nicht

€: ging natürlich an Atomfred, deckt sich aber im wesentlichen eh mit Xantos' Post


@xantos: deine milchmädchenrechnung klingt ja sogar gar nicht mal so unlogisch^^

aber das heißt auch dass pokerschulen je reg den sie ausbilden mindestens 30 freizeitspieler bringen müssen, wenn nicht sogar mehr, weil der reg schwerer ins gewicht fällt, um poker nicht zu zerstören :)


Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Kannst dir ja überlegen, wie das Verhältnis ist, wenn wir siebenstellig oft das Startkapital vergeben haben.


Hat eig. jemand der hier halbseiden und halbwissend diskutierenden schon jemals sowas in der Richtung gelesen:

http://elr.dennisnet.co.uk/subs/IPB/feb10/05-12184/email_nodisc.html

Bei Pokerstrategy gehe ich davon mal aus, aber diese ständige Diskussion um Ecologie, Affiliates etc. fußend auf halbwissen nervt langsam, in jedem Thread wird's auf ähnliche Weise zerredet.


Th0m4sBC Themenstarter
Th0m4sBC
Beigetreten: 01.06.2006
Oldschool Grinder

Original von Xantos
Kannst dir ja überlegen, wie das Verhältnis ist, wenn wir siebenstellig oft das Startkapital vergeben haben.

Muss viel sein. Früher gab es schliesslich ab 500$ erspieltem Rake noch eine Pokerace- und Pokertrackerlizenz geschenkt....


Original von Xantos
Kannst dir ja überlegen, wie das Verhältnis ist, wenn wir siebenstellig oft das Startkapital vergeben haben.

Wenn die Daten noch stimmen, daß ein durchschnittlicher Spieler für Partypoker pro Tag $200 Gewinn bringt und ihr davon euren Schnitt bekommt mache ich mir keine Sorgen um die Firma...


Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Der durchschnittliche Spieler bringt halt genau nicht ansatzweise $200 Gewinn, sondern grad mal $10 Umsatz (d.h. vor Kosten).

Quelle:
http://www.partygaming.com/prty/uploads/blocks/latestreport/Halfyearreportforthesixmonthsended30June2010-060810.pdf


CMB
CMB
Beigetreten: 17.02.2007
Oldschool Grinder

Ganz bloede Frage:

Heisst das PartyPoker hat 9.6 Millionen registrierte Spieler und von denen spielen 53k im Schnitt am Tag? Und da sind in 6 Monaten ca. 250k neue Spieler dazu gekommen?

Wieviele Spiele spielen denn "regelmaessig"? Die Anzahl der regist. Spieler bei Party finde ich erstaunlich hoch.

Gruss,
CMB


Xantos
Beigetreten: 07.09.2005
Legacy Member

Wenn du 10 Tage im Januar, 5 im Februar und 7 im März spielst, dann hast du im ersten Quartal 22 Active Player Days "generiert".

Angemeldet sind bei PartyPoker geschätzt 20-25 Mio Playmoney-Spieler (viele Amis, die bei PP ja nicht um Echtgeld spielen dürfen) und 2-3 Mio Echtgeld-Spieler.

Neue Echtgeldspieler dazugekommen sind im ersten Halbjahr 263.500 - die dann zusammen mit den "älteren" Spielern die 9.6m Active Player Days generierten.

Weiterhin zeigt die Tabelle, dass im Schnitt am Tag 53.200 Echtgeldspieler aktiv sind - d.h. der durchschnittliche Echtgeldspieler spielt so grob 2h am Tag - WENN er spielt.

Denn von den 2-3 Mio. Echtgeldspielern total sind ja nur 53.200 am Tag aktiv - also spielt auf die gesamte Datenbank bezogen alle 50 Tage.

Sagen wir simplifiziert, 2/3 der Echtgeld-Spieler seien sehr inaktiv - dann würde der durchschnittliche aktivere Spieler alle 14 Tage mal 2 Stunden spielen => passt für mich auch ziemlich gut zum Vergleich des Unterhaltungs-Konsum-Verhaltens mit Kino, Fussball, Konzert etc.

Noch eine Faustregel: auf $1 Rake kommen ca. $2 echte Winnings (d.h. nachhaltige Winnings, die ausgecasht werden etc.).
Beim o.g. Beispiel (50-50-Verhältnis Freizeitspieler-Reg am Tisch) würde das bedeuten, dass der Freizeitspieler pro $1 Rake $4 nachhaltig an bessere Spieler verliert (den anderen 1$ Rake auf die $4 machen ja die Regs).

Da nun der Freizeitspieler im Schnitt alle 14 Tage 2h spielt und dabei $10 Rake macht, verliert er weitere $40 an die Long-Term-Winner.

Der Freizeitspieler investiert nach dieser Milchmädchenrechnung also alle 14 Tage $50 für einen Pokerabend von 2 Stunden.


Azathoth
Beigetreten: 09.02.2007
Elite Grinder

Das sind interessante Überlegungen, gerade bei der letzten sollte man aber noch etwas differenzieren.
Pi x Daumen gibst du an, dass der durchschnittliche Freizeitspieler alle 14 Tage 50$ für Poker ausgibt. Sehr wichtig zu wissen ist aber meines Erachtens, wie sich die Ausgaben über alle Freizeitspieler verteilen (sprich die Standardabweichung). Geben 90% nur 10$ alle 14 Tage aus und eine Minderheit viel, viel mehr? Oder streuen die Ausgaben für Poker bei 98% der Spieler mit etwas mäßiger Kompetenz zwischen 10 und 80$?


Original von Atomfred
[...] teddythekiller konnte ja obv auch nur voruebergehend gehalten werden[...]

Ich bin aber noch da...und die Inaktivität liegt an private issues nicht an pokerstrategy...

Außerdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass pokerstrategy für Fullring SnG Spieler, nach wie vor, das beste Angebot von allen hat.
HU Sngler werden zwar ein bisschen vernachlässigt, aber es gibt ein HB Forum und es gibt hin und wieder neue Videos und einige alte Videos von trader, die ich sehr empfehlen kann.
Außerdem ist HU doch eh so ein dynamisches Spiel, dass du dafür nach viel spezifischerem Content suchen musst, die eine normale Pokerschule einfach nicht bieten kann, was aber nichts über dessen Qualität aussagt.


CMB
CMB
Beigetreten: 17.02.2007
Oldschool Grinder

@Xantos,

vielen Dank fuer Deine Ausfuehrungen. Habe zwar jetzt spontan nicht alles mitgerechnet schaue mir das aber mal an. Schon erstaunlich wie viele Fische Partypoker neu akquiriert, trotz maessigem Angebot auf dem Micros.

Gruss,
CMB


xkinghighx
Beigetreten: 25.10.2007
Elite Grinder

Original von Xantos
Der durchschnittliche Spieler bringt halt genau nicht ansatzweise $200 Gewinn, sondern grad mal $10 Umsatz (d.h. vor Kosten).

Quelle:
http://www.partygaming.com/prty/uploads/blocks/latestreport/Halfyearreportforthesixmonthsended30June2010-060810.pdf

Ich kann dir meine Quelle leider nicht nennen, da ich den Text mittlerweile gelöscht habe - der Wert stammt allerdings aus den Anfangszeiten des Onlinepoker, evtl. war da auch ein Übersetzungsfehler inklusive der Umsatz und Gewinn nicht klar definiert...


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