Auch meine private Meinung:
Ist ein User unter 18 Jahre und wird erwischt, wird der Account auch auf global gestellt. Erstens zum Schutze des Minderjährigen und zweitens auch aus Gründen des Jugendschutzes, die so etwas wohl diktieren.
Kommt es allerdings nachträglich raus, macht es im Grunde genommen keinen Sinn mehr, den User jetzt noch zu bestrafen. Erstens hat er den Schaden (Abgreifen des Startkapitals) i.d.R. wieder annulliert und zweitens ist er mittlerweile ja volljährig und der Grund zum Bannen ist somit weggefallen.
Um mal Äpfel mit Birnen zu vergleichen:
Ein 16 Jähriger bestellt sich in einer Kneipe einen Vodka, bekommt ihn auch und später kommt raus, dass er nicht volljährig war. Hier müsste man dann dem Kunden lebenslanges Hausverbot erteilen, weil man selbst einen Fehler gemacht, und nicht gemerkt hat, dass er noch nicht volljährig ist (die Absichten des Minderjährigen mal außen vor). Fändest du das fair? Würde der Wirt sich nicht denken, klar, einmal hab ich einen Fehler gemacht, aber jetzt ist er volljährig und warum sollte ich jetzt auf einen zahlenden Kunden verzichten?
Ich denke mal, dass man auch bei einem Unternehmen ähnlich argumentieren kann. Der User mag zwar getäuscht haben, aber wenn es nicht aufgefallen ist, trifft das Unternehmen ja eine gewisse Teilschuld. Nachdem der User dann volljährig geworden ist, besteht aber i.d.R. kein Bedarf mehr, hier nachträglich noch zu bestrafen. Zudem sind AGB zwar zwischen den Parteien geltendes Recht, können aber abgeändert werden.
Es besteht somit vielleicht objektiv ein Dissens, aber wenn man es trotzdem duldet, sehe ich da keine Probleme. Klar kann dies unter Umständen viele Minderjährige dazu verleiten, sich zu registrieren, allerdings muss jeder damit rechnen, in eine Persokontrolle zu geraten.
Übrigens macht auch jede Pokerplattform auf Wunsch einen wegen Minderjährigkeit geschlossenen Account wieder auf, wenn der User die Volljährigkeit erreicht hat.