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AK gibt mir ab und zu Rätsel auf!

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Hallo liebe Leute,
Ich bin mal wieder mit einer Hand unzufrieden. Ich raise pre und werde gedonkt am Flop. 5 Spieler drin am Flop -> Odds für den Turn auf jeden Fall drin wenn ich dem bb eine sehr weite def/value range gebe, deswegen mein Call am Flop.
Am turn siehts schon anders aus -> nur mehr 3 Spieler keine Verbesserung für mich noch dazu das paired board + Flushdraw -> der Flopagressor setzt wieder ...

Jetzt meine Frage : Guter Fold ? obwohl ich rein formal 7,5: 1 die odds für meine 2 Overkarten hab? Ich mein ich kann gefühlsmässig nicht mehr davon ausgehen, dass jedes A, jeder K (die zwei :club: zb ;) ) am River gut ist oder?

PokerStars - $0.05/$0.10 - Holdem - 8 players
Hand converted by PokerTracker 4

UTG+1: 69 BB (VPIP: 50.00, PFR: 0.00, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 44)
MP: 22.9 BB (VPIP: 18.24, PFR: 5.08, 3Bet Preflop: 1.49, Hands: 299)
MP+1: 36.2 BB (VPIP: 16.67, PFR: 5.88, 3Bet Preflop: 3.23, Hands: 105)
Hero (CO): 38.4 BB
BTN: 24.9 BB (VPIP: 20.00, PFR: 6.67, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 30)
SB: 9.8 BB (VPIP: 23.33, PFR: 3.33, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 30)
BB: 18.5 BB (VPIP: 25.00, PFR: 0.00, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 8)
UTG: 17 BB (VPIP: 30.00, PFR: 3.33, 3Bet Preflop: 16.67, Hands: 30)

SB posts SB 0.2 BB, BB posts BB 0.5 BB

Pre Flop: (pot: 0.7 BB) Hero has A♥ K♣

UTG calls 0.5 BB, fold, fold, MP+1 calls 0.5 BB, Hero raises to 1 BB, fold, SB calls 0.8 BB, BB calls 0.5 BB, UTG calls 0.5 BB, MP+1 calls 0.5 BB

Flop: (5 BB, 5 players) 4♥ 8♠ T♣
SB checks, BB bets 0.5 BB, UTG calls 0.5 BB, fold, Hero calls 0.5 BB, fold

Turn: (6.5 BB, 3 players) 8♣
BB bets 1 BB, fold, fold


Antwort
Zitat
4 Antworten
Django3
Beigetreten: 16.10.2009
PokerStrategist

Ich finde, dass man auch relativ gut den Flop raisen kann. Du bist in position und kannst auf diese Weise zumindest SB oft aus der Hand drängen. Der kann hier Hände mit vielen outs und vielleicht sogar das ein oder andere kleine pocket folden. Möglicherweise sogar eine Hand wie A4, die dich ziemlich crushed hat. Zudem hast du dann häufig die Optionen den Turn behind zu checken, oder den Turn for free showdown zu betten, wenn z.B. nur noch ein Gegner den Flopraise callt. Deine Equity sollte mit 2 selten dominierten overcards (höchstens reverse dominated von AT, KT, o.Ä.) und dem Backdoorstraightdraw auch nicht so schlecht sein, sodass der raise am Flop dich de facto nur wenig kostet.

As played calle ich den Turn nochmal und gehe auf blanks dann auch zum showdown. Du hast nur noch einen Gegner, die straightdraws haben sich noch nicht verbessert, die 8 wird unwahrscheinlicher beim Gegner und gegen die T hast du noch einige ganz passable outs.


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

Der Call am Flop ist das einfache und anspruchslose Standardspiel. Du behandelst deine Hand als Draw und spielst nach Odds und Outs. Das Risiko eines Checkraises ist gering. Zwar könnte SB einen guten Draw haben und den dann für Value raisen (was deinen Draw verteuert), meistens aber wird SB einen Draw einfach selbst betten, weil er damit maximal viele Spieler zwischen sich und dem Preflopraiser einklemmt und so am meisten Value für den Draw bekommt.

Am Turn geht es dann weiter nach Odds und Outs. Du bekommst 7,5:1 Pot Odds. Dafür reichen dir 5,5 Outs. Du hast aber vielleicht noch implied Odds, falls du triffst. Ich würde mit 0,5 BB IO rechnen. Du landest also bei 8:1 effektiven Odds. Wie gut sind deine Outs? Wenn BB AT oder KT hat, dann hast du 3 Outs. Wenn er die T mit einem anderen Kicker hat, dann hast du 6 Outs. Eine 8 halte ich nicht für sehr wahrscheinlich, da das am Flop eine mutige Bet wäre aus so schlechter Position. Die 5 Outs kannst du dir wohl geben.

Am River würde ich dann unverbessert folden. Die Bet am Turn ausser Position gegen mehrere Gegner ist viel häufiger eine made Hand als ein Draw.

Der Raise am Flop wie von Django3 vorgeschlagen ist anspruchsvoller. Die Hauptidee dabei ist, mit Position und Initiative am Turn wählen zu können, ob du eine free Card auf deine Outs nimmst, oder ob du versuchst, deine Hand noch einmal zu schützen und preisgünstig in den Showdown zu kommen. Bleiben viele Spieler, nimmt man sich besser die free Card, weil dann unwahrscheinlich ist, dass man noch vorne liegt und es bei den Pot Odds auch unwahrscheinlich ist, dass man ein Paar mit Outs auf 2-Pair/Trips zum folden bekommt. Bleibt dir nur 1 oder 2 Gegner, dann ist es wahrscheinlicher, dass du gegen Draws vorne bist und auch, dass die Gegner eine bessere Hand noch folden, weil sie schlechtere Odds bekommen. Den Effekt, SB am Flop zum folden zu bekommen, halte ich für neutral. Wenn SB foldet, dann schützt das etwas deine Outs (SB hat viel öfter eine Hand, die dir nicht schadet als er dich Outs kostet), andererseits nimmst du auch implied Odds aus dem Pot.

Das Risiko eines Raises ist eine 3-bet von BB. Das kann passieren und würde die Hand für dich ziemlich verteuern. Der Raise ist eine zweischneidige Sache. Kann man spielen, muss man nicht.


Antwort
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_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von cjheigl
Der Raise am Flop wie von Django3 vorgeschlagen ist anspruchsvoller. Die Hauptidee dabei ist, mit Position und Initiative am Turn wählen zu können, ob du eine free Card auf deine Outs nimmst, oder ob du versuchst, deine Hand noch einmal zu schützen und preisgünstig in den Showdown zu kommen. Bleibt dir nur 1 oder 2 Gegner, dann ist es wahrscheinlicher, dass du gegen Draws vorne bist und auch, dass die Gegner eine bessere Hand noch folden, weil sie schlechtere Odds bekommen.

Das Risiko eines Raises ist eine 3-bet von BB. Das kann passieren und würde die Hand für dich ziemlich verteuern. Der Raise ist eine zweischneidige Sache. Kann man spielen, muss man nicht.

das würd ja nur sinn machen wenn der bb auf mein raise empfindlich reagiert, was aber mit dem turn wohl eher net der fall ist oder? der 8er ist ja nicht wirklich eine scare-card für die range vom bb.
Außerdem hab ich in nem strategie-artikel für einsteiger gelesen, dass auf den micro levels- bei vielen spielern im pot eine frühe bet eher schon eine sehr starke hand wiederspiegelt und seltener agressives draw spielen. wie gesagt, da waren 5 leute am flop drin und das da einer auf so ein board schon gut trifft war für mich sehr plausibel (besonders wenn bb sb drin sind mit deren range)

war ziemlich schwierig für mich zu beurteilen ob da semi-bluffs, draws oder monsterhand unterwegs waren, deswegen eher mein konservativer spielstil in dieser hand.


Antwort
Zitat
Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

Du würdest den Raise ja schon auf dem Flop spielen, da weiss noch keiner, was für eine Turnkarte fällt. Daher kann man die Analyse nicht darauf aufbauen, welche Karte dann gefallen ist. Die 3-bet am Flop müsste BB ohne Kenntnis der Turnkarte spielen. Das Risiko einer 3-bet hängt von der Turnkarte nicht ab.

Wenn du auf dem Flop die Initiative gewonnen hast, wirst du sie auf dem Turn in sehr vielen Fällen behalten, egal welche Turnkarte fällt. Das beruht auf der Tendenz der Spieler, in der nächsten Street zum Aggressor zu checken. Es gibt natürlich Spieler, die einem einen Strich durch die Rechnung machen, weil ihr Standard die Linie donk/call Flop, donk Turn ist. Das sind aber nur wenige Spieler und sie fallen mit ihrer ungewöhnlichen Linie schnell auf. Auf sie kann man sich einstellen. Gegen so einen Spieler taugt die Linie nichts.

Generell ist es richtig, dass in den kleinen Limits vor allem starke Hände gebettet werden. Deshalb ging ich von top Paar oder oesd aus, was ja starke Hände sind. In den Einsteigerartikeln wird empfohlen, Hände dieser Stärke zu betten (auch die Draws!). Man braucht sich im Gegenspiel nicht festzulegen, ob der Gegner eine made Hand hat oder nur einen Draw. Er kann einfach beides in seiner Range haben und man muss sich überlegen, wie oft er mit einem Call und wie oft mit einer 3-bet reagiert (oder wie oft mit donkbet Turn). Das hängt stark vom Spielertyp des Gegners ab (passiv/aggressiv). Wenn er oft nur callt und am Turn nach seinem Flopcall oft checken würde, dann kommt der Raise am Flop in Frage. Sonst ist ein Call am Flop besser.


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Zitat
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