kann mich mit dem begriff donkcheck nicht anfreunden. eine donk ist für mich eine bet ohne initiative.
checken am flop mit initiative? inicheck. fertig..
kann mich mit dem begriff donkcheck nicht anfreunden. eine donk ist für mich eine bet ohne initiative.
checken am flop mit initiative? inicheck. fertig..
Der eine Bedeutungsaspekt der Donk, "entgegen der Initiative" wird in dem Wort eben an den 'Check' gekoppelt-
Die Initiative hätte eine Bet erfordert, aber man checkt.
Bei der Donk hätte die Initiative einen Check erfordert, aber man bettet.
Inicheck hat sich interessanterweise nicht durchgesetzt. Donkcheck ist markanter als Terminus, es ist sofort ersichtlich, dass damit ein eigenständiger (relevant gewordener) Sachverhalt ausgedrückt werden soll.
Inicheck ist zudem semantisch mmn diffuser- Ist es ein Check ohne Initiative (der ja standard wäre) oder mit?
Es schwingt hier nicht der Sachverhalt mit, dass etwas entgegen der Initiative geschieht, was bei ersterem Ausdruck der Fall ist. (Das ist mmn der Grund, wieso es sich nicht durchgesetzt hat, obwohl es einfacher wäre als die ewige Beschreibung "Check mit Initiative", aber darüber kann man nur spekulieren).
Der tatsächliche Gebrauch wird die Sache entscheiden, man kann bei sowas kaum erfolgreich normativ einwirken (Man denke an den peinlichen Versuch von Ps.de alle Termini einzudeutschen). Ich mag Donkcheck ebenso wie Chonk (weil ich sie für ökonomischer halte) und lieber als Inicheck.
naja eine donk(bet) ist für mich eben eine "bet oop in den spieler mit initiative ip".
Inicheck ist zudem semantisch mmn diffuser- Ist es ein Check ohne Initiative (der ja standard wäre) oder mit?
kann ich ehrlichgesagt nicht nachvollziehen.
inicheck - check mit ini.
ich werde also nichts dafür tun, dass sich der begriff donkcheck einbürgert, aber genauso wenig werde ich auch was dagegen tun.
Ich mochte donkcheck von anfang an. chonk gefällt mir nicht, weil mein nicht weiß as es ist. Bei donk check weiß jeder, es ist ein check. Und warum donk ist auh klar: Früher galt 100% cbet. einen donkcheck haben nur Deppen gemacht, die auch eine donkbet gemacht haben.
Der vermeintlichen Logik zu folgen, Donk bedeutete "entgegen der Initiative", daher sei das Wort "Donkcheck" sinnvoll, halte ich für keine gute Idee, da es dem allgemeinen Sprachverständnis eines Pokerspielers widerspricht. Denn "Donk" hat sich eben etabliert als die Abkürzung des Wortes "Donkbet" und ist so auch in allen Köpfen drin.
"Chonk" ist immerhin ein neues Wort, klingt aber albern/kindisch und sehr forciert m.M.n.
Inicheck ist sehr intuitiv, verwende ich glaube ich auch seit paar Jahren.
whatever, was cornholio da labert von sprachen und so tut, als habe er ahnung von der materie, ist amüsant und traurig zugleich. "chonk". wir sind hier nicht auffer gosse.
finde auch inicheck am besten, chonk tut einfach nur weh beim aussprechen und zuhören.
@schiep: spielst du eigentlich noch aktiv? sehe dich nicht mehr an den tischen
Jonas du brabbelst aber auch mal wieder rum.^
Das eine Donk als eigener Terminus für jedermann die Kurzform für Donkbet ist, was eine Bet entgegen der Initiative ist, ist ja völlig klar und bestreitet keiner. An keiner Stelle wird behauptet "Donk" enthält als Bedeutung nur "entgegen der Initiative".
Es wird bei dem neuen Terminus "Donkcheck"nur einer der beiden Bedeutungsaspekte der Donkbet ("entgegen der Initiative", der andere ist "Bet") an den "Check" gekoppelt, um auszudrücken, dass der Check ebenfalls entgegen der Initiative ist. Dass der zweite Bedeutungsaspekt der Donkbet ("Bet") nicht aktiviert wird, ist ja durch die Koppelung an die gegenteilige Aktion ("Check") offensichtlich.
Im Kompositum Donkcheck ist "Check" das Grundwort, welches durch das Bestimmungswort "Donk" näher bestimmt wird, enstprechen wird intuitiv ersichtlich, was ein Donkcheck 'sein muss', ihr Donks. : D
Chonk ist natürlich forciert und hört sich kindisch (oder lustig, je nach Standpunkt) an. Muss man aber nicht schlecht finden (kann man aber^).
Inicheck: gangbar, klar. elegant und semantisch eindeutig finde ich es nicht. Benutzte es aber natürlich gerne, wenn es sich durchsetzt (Wie auch jedes anderer Wort, dass sich durchgesetzt hat, solange es nicht völlig unökonomisch ist)
Werft mal eure sprachkonservative Haltung über Bord und akzeptiert ein kreatives neues Fachwort ♦
Es bleibt in jedem Fall eine individuelle Geschmacksfrage.
Aber ist doch schön, dass hier auch mal auf einer Fachsprachen-Metaebene diskutiert wird. Und interessant wie unterschiedlich die Meinungen (und Argumente) sind.
wie fändet ihr denn das wort "Corni"? Würde jedem Wissenden ein Lächeln ins Gesicht zaubern und diesen Thread verewigen ♦
Donkcheck ist ja bereits etabliert.
Widerspricht meines Erachtens auch keineswegs dem allgemeinen Sprachverständnis eines Pokerspielers, sondern ist intuitiv ganz leicht verständlich - ebenso aus der Reihe wie die Donkbet.
Und wie Willi schon gesagt hat, früher nur im Repertoire von Donkeys.
Wer's mag, kann natürlich versuchen, "Inicheck" als Synonym zu etablieren.
Oder "Inibet" statt Contibet sagen.
Für donkcheck spricht, dass man es in den Notes leicht und eindeutig abkürzen kann. db = donkbet, dc = donkcheck. Mit chonk ist das schon nicht mehr so einfach, denn man will es ja unterscheiden von check. ch = ???, ck = ??? geht nicht, da gibt es keine klare und schnell erkennbare Unterscheidung zu check. Und co geht sowieso nicht.
Donkcheck als Begriff hat die höhere Nützlichkeit.
Das sind echt noch zwei gute argumente, dass eine semantisch, das andere ganz praktisch.
Die Einschätzung von Marvl dass es, schon etabliert sei, wundert mich, ich habs erst ein paar mal gehört und wie man hier auch sieht, wollen es einige nicht (gerne) verwenden. Oder meinst du aus anderen Varianten?
Danke Lausbus, aber das hört sich ja grauenhaft als Fachwort an :>
Donkbet oder auch Donk - von dem Wort "Donkey" kommend - ist ein wunderbares Wort. Man kann z.B. sagen, "wie er reindonkt
, "lol, donk", etc. Es schwingt subtile Dummheit mit. Ja, wir beide könnten uns wahrscheinlich trotz einer möglichen Existenz des Wortes "Donkcheck" trotzdem wohl fühlen mit dem Gebrauch der einfachen "Donk". Pokeranfänger allerdings haben noch nicht dieses Sprachgefühl. Sie müssen all diese Begriff erst neu erlernen und verinnerlichen, mit einer potenziellen Einführung des Wortes könnte es unnötige Verwechslungsgefahr geben, da in den Foren immer nur von "Donk" die Rede ist. Und ob sie, wenn sie mal keine Anfänger mehr sind, überhaupt dieses lustige Mitschwingen bei der "Donkbet" verstünden, wenn es parallel dazu den "Donkcheck" gibt, ist auch mehr als fraglich.
Denn, und dies ist wahrscheinlich mein Hauptgrund gegen den Begriff: In speziell Fixed-Limit-Holdem ist es insbesondere heutzutage so, dass von einem fortgeschrittenen Spieler ein Check mit Initiative viel häufiger geschieht als eine Donkbet. Das muss ja nichtmal wie im vorliegenden Fall am Flop sein; ganz gewöhnliches Beispiel: BB defendet gegen UTG und check/raist ein 47T Board. Turn ist ein A. BB checkt.
Dieser Check ist völlig Standard und wird von soliden Spielern wohl in 100 % der Fälle so gespielt.
Eine "Donkbet" ist bei guten Spielern wesentlich seltener, wirkt fast wie eine Ausnahme. Das liegt zum großen Teil wohl daran, dass die Donk verhältnismäßig häufig von schlechten Spielern gespielt wird. Benutzte man nun für Hände wie die im obigen Beispiel das Wort "Donkcheck", kommt das Konzept der subtilen Dummheit bei dem Wortfragment "Donk" m.E.n. nicht ganz zum Tragen, wird durch die Anwesenheit von diesem verwässert, vielleicht gar bis ins Unkenntliche verunstaltet.
"Inicheck" hingegen interferiert mit keinem anderen Wort und klingt zudem sehr neutral, was für, in diversen Spots, Quasi-Standardlines doch viel passender ist.
Schiep (2013) ist unbedingt zuzustimmen, wenn er sagt, dass Donkeys donken. Trotzdem mag ich deine Einwände nur zum Teil nachzuvollziehen.
Du hebst in deiner Argumentation sehr auf die negativen Konnotation der Donkbet ab, nämlich die, dass sie vor allem von schlechten Spielern gespielt wird. Dies sei beim Check mit Initiative nicht der Fall und insofern irreführend.
Dazu gibt es anzumerken, dass der Fischhaftigkeit der Donkbet ihr kaum noch länger anhaftet, seit die Donkbet auch im Spiel der Tags deutlich wichtiger geworden ist (z.B. um den "Donkcheck" zu countern).
Auch wenn eine Donk wahrscheinlich noch eher einem schlechten Spieler zugeordnet werden kann als ein Check mit Ini, scheint mir gerade die Brücke zu der Eingängigkeit und Eindeutigkeit für Anfänger des Spiels doch ungerechtfertigt, bedenkt man die Neutralisierung des Donk-Begriffs. Aufgesetzt ist die Argumentation natürlich in deinem Falle sowieso.
Die ethymologische Argumentationslinie (Donkbet kommt von Donkeys, deshalb sollte es für Fisch-Lines verwendet werden) kann ich nicht gelten lassen. Es hat hier ein Bedeutungswandel (Zumindest ein Wandel der Konnotationen) stattgefunden und nur die aktuelle, praktizierte (relativ neutrale) Bedeutung kann hier maßgeblich sein.
Was du weiterhin als "Interferenz" betrachtest, ist ja tatsächlich die bewusste, weil bedeutungsdifferenzierende, Nutzung des Donk-Wortes zur näheren Bestimmung des Checks. It´s not a bug, it´s a feature.
"etabliert" meinte ich in dem Sinne, dass ich den Begriff bereits seit einigen Jahren kenne und ihn auch einige Male gehört bzw. gelesen habe.
Wie oft er verwendet wird im Verhältnis dazu, dass er umschrieben wird, was ja irgendein Mindestmaß überschreiten muss, um der eigentlichen Definition von etabliert zu genügen, vermag ich natürlich nicht zu sagen.
Jetzt auch noch "Inicheck" einzuführen, um das Konzept der subtilen Dummheit der Donkbet zu schonen, halte ich für übertrieben.
Zumal beide Moves in dieser Hinsicht nahezu identisch sind.
Den Check mit Initiative gab es früher nur von Donkeys mit Monsterhänden.
Und ebenso wie der donkcheck heutzutage ist die donkbet auch nicht immer dumm.
Man donkbettet in Multiwaypötten, damit nicht durchgecheckt wird, man donkt manchmal sinnvoll den Turn oder den River.
Solche Moves waren niemals übel beleumundet, obwohl es donkbets sind.
Daher ist es doch eher das Prinzip des nicht der Initiative entsprechens als das Prinzip der Eselhaftigkeit, dass im allgemeinen Verständnis das "donk" ausmacht.
Und in dieser Hinsicht sind donkbet und donkcheck ja identisch.
Unterscheidung von donk (bet) und (donk) check:
Man dinked in einen rein und man dinked zu einem hin. Aber in jedemfall donked man. Man macht etwas ungewöhnliches.
Wir unterscheiden uns anscheinend sehr bezüglich dieser zwei Gesichtspunkte:
a) Die Vorliebe zum Wort "Donk". Ich finde das Wort eben wegen der (liebevoll) dumm wirkenden Konnotation genial. Vielleicht bin ich da auch zu emotional angehaucht. Aber von dieser Warte gibt es sicherlich außer mir noch einige andere, daher sehe ich nicht ein, warum hier nur der Standpunkt der "wissenschaftlicheren und neutraleren" Sprache gelten soll - insbesondere, wenn es mit "Inicheck" eine sinnvolle Alternative gibt und die beiden Parteien "oldschool" und "newschool" nicht unnötig verwirrt werden.
b) Der ausschlaggebende Punkt: Wie oft tatsächlich gedonkt wird. Ich vermute, du überschätzt es, kann es aber leider nicht sicher sagen, da ich seit geraumer Zeit kein Poker gespielt habe. Rein spieltheoretisch ist es dennoch so, dass Donks eher selten angewendet werden sollten, das liegt an dem OOP-Informationsnachteil. Du schreibst: Man müsse z.B. donkbetten, um Checks mit Initiative "zu countern". So einfach ist das nicht, denn wenn man nun anfinge, sehr viel herumzudonken, dann kann villain wieder mehr anfangen, IP mehr Contibets zu setzen, weil natürlich durch das Gedonke im Schnitt die Checkingrange geschwächt wird - wäre alles andere als optimal. Donks sind also auch hierbei eher zum einstreuen gut und sinnvoll.
Übrigens habe ich in dem Zusammenhang noch eine Frage: Sollte denn deiner Meinung nach "Donkbet" nur für OOP-Checks gelten oder generell für alle Checks? Falls letzteres: Eine "Donkbet" ist immer out of position. Es fällt mir somit recht schwer, mit "Donkcheck" einen "Check in position mit Initiative" zu assoziieren, das ist ein weiteres Argument dagegen. Checkbehinds am River, Freecardraises... da wären plötzlich "Donkchecks" involviert.
Wenn ersteres, dann könnte ich mich tatsächlich eher damit anfreunden. Aber: Dann brauchte man für einen "Check mit Initiative in position" ein zusätzliches Wort. Wäre also unnötig kompliziert; das ist nicht Sinn der Sache. "Inicheck" klingt viel positionsunabhängiger und man hätte beides abgedeckt.
Letzteres ist ein starkes Argument pro Inicheck.
Vielleicht haben wir damit auch das Problem identifiziert und eingegrenzt.
Ich würde aufgrund des Gesagten vorschlagen "donkcheck" nur für den Check OOP am Flop zu verwenden und Inicheck mit dem weiterem Bedeutungsspektrum (nämlich jeder "Check mit Initiative"- das erstreckt sich also nicht nur auf die Position, sondern auch auf die spätere Streets) koexistieren zu lassen.
In der Bedeutung des Inichecks wäre der Donkcheck also, also eine Unterform, enthalten.
Das Problem was du zurecht für Checks IP geltend machst, gilt auch in ähnlicher Form für spätere Streets als den Flop insofern, als ein Check mit Initiative am Turn und River (Spielstrukturbedingt- cbet Flop > cbet Turn > cbet River) nicht mehr so überraschend weil häufiger ist.
Der Aspekt etwas entgegen der Initative und damit auch entgegen der Erwartung zu machen, kommt hier also nur noch abgeschwächt zum tragen.
Daher auch oben genannter Vorschlag zur Bedeutungsverengung von Donkcheck und Koexistenz mit Inicheck.
In den Microlimits kommt der Check mit Initiative häufig vor und er ist fast immer eines von zwei Dingen: Schwäche (= Flop verfehlt) oder ein Monster, das der Spieler checkraisen will (top Pair top Kicker auf Axy Board, Set). Eine mittelstarke Hand ist es gefühlt nie. Das erlaubt so gute Reads auf die gegnerische Range, dass man in der Tat von einer donkey Aktion sprechen kann. Der Zusammenhang mit donk = dumm existiert im Falle des Checks durchaus und er ist verbreitet. In den Microlimits werden viel mehr Hände gespielt als in den höheren Limits. Man kann davon ausgehen, dass die dumme Anwendung des Donkchecks häufiger vorkommt als die schlaue.
Das setzt sich auch auf anderen Streets fort, vor allem auf dem River. Auf dem River fällt eine Angstkarte, die das Board sehr flush oder straightlastig macht (4-flush Board oder 4-Straight Board), prompt kommt der Check und fast immer ist es cc mit einem Pair, also die Einladung zu einem negativen Freeroll.
Ich finde es überhaupt nicht abwegig, bei einem Check mit Initiative von Donkcheck zu sprechen, auch wenn es in der Ausnahme der höheren Limits keine dumme Aktion sein muss.
Ich sehe keinen Sinn darin, ein Wort zu erfinden, dass speziell für "Check OOP am Flop mit Ini" und nur dafür gedacht ist, nur weil es "gegen die Erwartung" ist, wenn es ein anderes Wort gibt, das allgemeiner ist und alle Checks mit Ini abdeckt. "Gegen die Erwartung" ist btw. keineswegs zeitlos, wie du selber z.B. zur angeblich zum Standard gewordenen Donkbet eingewendet hast.
Die Donkbet ist ja auch nicht nur auf den Flop bezogen, wirkt nun sehr erzwungen das Ganze, nur um dem "Donkcheck" einen Sinn zu verleihen. So könnte man für alle möglichen Lines, wie z.B. das Szenario "C/C Turn nach C/R Flop" etcpp. mit speziellen Wörtern versehen - wo ist da bitte die logische Grenze? Außerdem führte das wegen der Similarität zu Donkbet nur zu noch mehr Verwirrung, Leute benutzten es auch für Checks am Turn etcpp.
Warum nicht einfach "Inicheck am Flop", so wie man auch "Donkbet am Flop" sagen würde? Inicheck hat übrigens auch den Vorteil, dass es sich leicht auf die Wörter "Ini-CR" und "Ini-CC" ausweiten ließe.