@firsttsunami: Ich glaub halt dass er KK & QQ preflop gecappt hätte, 99 kann er nicht haben (wir halten eine 9 und am board liegen schon 2), 67
& T8
würd ich mal mit ? versehen (stehen nicht im ORC) AJ
hätte er evt preflop gecappt. Möglich wär aber noch, dass er A9, Q9s, J9s, T9s & 98s hat (was natürlich für die Equityanalyse egal ist, hier wollt ich nur klugscheißen ♦).
Welche line ist jetzt aber die beste? Wenn der Gegner den King hat, wär cc am besten, ich setz ihn hier aber deutlich öfter auf JT oder flush, drum find ich cc hier viel zu ängstlich. Wenn er den King hat verlieren wir mit bet-call dasselbe wie mit cr und dann fold auf 3-bet, mit dem einzigen Unterschied, dass wir nicht eine starke Hand für 15:1 potodds folden müssen, was schon extrem ärgerlich bzw psychologisch schwer zu spielen ist.
Der Vorteil von bet-call ist halt, dass der Gegner unsere donkbet mit jeder schlechteren Hand seiner range immer callen MUSS, das heißt wir bekommen von der Straight & allen flushes garantiert genau eine bet.
Wenn wir zu ihm checken gibt es 2 Probleme: 1. könnte der Gegner eine schlechtere Hand behindchecken, da aus seiner Sicht der river suckt, er uns nicht zwangsläufig auf die Queen setzen muss und er vermuten könnte, dass wir, selbst wenn wir die Queen haben ihn nicht immer ausbezahlen werden. 2. könnte der Gegner zwar flush und straight valuebetten, auf unseren checkraise aber dann folden.
Checkraise river ist also bet-call river hier nur überlegen, wenn der Gegner schlechtere Hände selber valuebettet und dann unser cr auch noch ausbezahlt. Sobald eine der beiden Bedingungen nicht erfüllt ist, ist bet-call besser bzw gleichwertig.
Persönlich find ich hier halt bet-call leichter spielbar, in dem Riesenpot zuerst zu checkraisen und dann auf eine 3-bet folden zu müssen würde mich (und vermutlich viele andere Spieler) doch ziemlich antilten.