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[Geschlossen] Abgefahrenes Randomisieren

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wuerstchenwilli
Beigetreten: 07.04.2008
BlackMember

ich habe gerade das gelesen:

Hat man mehrere spielbare Linien zur Verfügung, dann ist es gegen gute Gegner ein gutes Mittel, seine Spielweise zu "randomisieren". Man spielt dann z. B. je nach Farbe oder Parität (gerade/ungerade) der niedrigsten Boardkarte die eine oder die andere Linie, was es dem Gegner erschwert, Reads zu erlangen.

1. Frage: schauen sich die Pros solche Spots an und suchen sie nach solchen "Schlüsseln"?
2. Frage: Ist es dann nicht besser etwas zu nehmen, das der gegner nicht beobachten kann? Wie z.B. die Parität der Minuten meiner falsch gehenden Uhr?

Fallen euch Spots ein, bei denen es für uns schon interessant sein könnte?


12 Antworten
MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007
BlackMember
Ronny1993
Beigetreten: 14.02.2010
Oldschool Grinder

Bin zwar NL-Spieler aber ich hab verstanden was du meinst.

Also um Gegner zu finden, die auf solche Tells (die ja fast unmöglich rauszufinden sind) adapten, musst du schon ein verdammt hohes Limit spielen, von daher lohnt sich das wohl nicht :f_confused:

K


maechtigerHarry
Beigetreten: 02.07.2007
Elite Grinder

1) Ich bezweifel das es mehr als eine Handvoll Spieler weltweit gibt (wenn es überhautp jemanden gibt) ihre Datenbanken nach sowas untersuchen und wenn werden sie höchstwahrscheinlich nichts rausfinden.

2) Total egal.


Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

Ich verstehe, was du damit meinst, kommt ja schliesslich von mir ;)

1. Der Schlüssel ist so gewählt, dass er schwierig zu entdecken ist. Um das zu entdecken, musst du mehrere 100 oder 1000 Hände untersuchen und erst mal auf die Idee kommen. Auf dieser Strecke wird das von anderen Effekten überlagert.

2. Das war ein Beispiel für ein Instrument, das man immer dabei hat (die Karten auf dem Monitor bzw. Spieltisch). Ich persönlich bevorzuge einen 20-seitigen Würfel, weil ich davon als Rollenspieler ein knappes Dutzend rumliegen habe. ;)

Viele würden einfach al gusto variieren, was man natürlich auch machen kann. Ein Würfel ist einfach ein schönes neutrales Element, der einfach zu handhaben ist und kein Muster aufkommen lässt.


Ab welchem Limit wird das denn wichtig?


HamburgmeinePerle
Beigetreten: 31.01.2009
Oldschool Grinder

wollte gerade sagen, dass irgendjemand hier mal was von nem 20-seitigen Würfel geschrieben hat, jo war natürlich cjheigl ;)

das ist echt ne gute Sache, aber ich glaub ein 6-seitiger Würfel reicht auch schon fast!?

Oder wie machst du das?
Legst du vorher fest, du willst jetzt in 11 von 20 Fällen semibluffen und wenn 1-11 kommt bluffst du, wenn nicht dann nicht? ;)

ich mein, sowas so genau zu quantifizieren (auch noch während des SPielens) ist doch nicht möglich, daher reicht doch auch ein normaler Würfel, da kann man auch recht viel machen!?

Oder was bringt dann so ein vielseitiger Würfel? Okay man kann 25% und 75% "einstellen", was beim 6-seitigen nicht geht, aber machst du das noch genauer?


Man kann in 5% Schritten "justieren".

Beim 6 seitigen nur in 16,66%.


taschendamenfalter
Beigetreten: 31.07.2009
Oldschool Grinder

wenn ich mich recht erinnere empfiehlt das doch auch harrington in irgendeinem seiner bücher - er nimmt ne uhr
edit: er nimmt den sekundenzeiger und teilt die uhr in entsprechende sektoren ein. z.b. bei 3 möglichen entscheidungen: 1-20 line a, 21-40 line b, 41-60 line c.
bzw. wenn du eine line häufiger spielen willst: 1-30 line a, 31-45 line b, 46-60 line c.


uwemoehrle69
Beigetreten: 11.09.2009
PokerStrategist

Original von cjheigl
Ich verstehe, was du damit meinst, kommt ja schliesslich von mir ;)

1. Der Schlüssel ist so gewählt, dass er schwierig zu entdecken ist. Um das zu entdecken, musst du mehrere 100 oder 1000 Hände untersuchen und erst mal auf die Idee kommen. Auf dieser Strecke wird das von anderen Effekten überlagert.

2. Das war ein Beispiel für ein Instrument, das man immer dabei hat (die Karten auf dem Monitor bzw. Spieltisch). Ich persönlich bevorzuge einen 20-seitigen Würfel, weil ich davon als Rollenspieler ein knappes Dutzend rumliegen habe. ;)

Viele würden einfach al gusto variieren, was man natürlich auch machen kann. Ein Würfel ist einfach ein schönes neutrales Element, der einfach zu handhaben ist und kein Muster aufkommen lässt.

geht es nur darum zu randomisieren, wenn die lines vom EV her nahezu gleich sind, oder vollkommen random nur um villain zu verwirren?


Guscode
Beigetreten: 12.01.2010
PokerStrategist

@ taschendamenfalter
Harrington empfiehlt das in allen seinen büchern! Ich hab zumindest nich keines gelesen, in dem er es nicht erwähnte. und ich nutze diesen "Zufallsgenerator" oft. Hab mir extra deshalb ne analoge Uhr gekauft :f_cool:
Ich nutze ihn oft, es gibt viele Gelegenheiten. z.B. um mit einem pure Bluff zu balancen.


Hm, also unter 30/60 find ichs nicht nötig, da reicht normales Balancing. Darüber is es sicher gegen manche Gegner sinnvoll, aber habs noch nie verwendet und komm trotzdem gut zurecht.


Moderator
cjheigl
Beigetreten: 10.04.2006
Elite Grinder

Es geht darum, dann zu randomisieren, wenn man verschiedene Lines spielen könnte. Die Lines müssen vom EV her nicht gleich sein, aber sie sollten nicht stark voneinander abweichen. Auf jeden Fall sollten beide Linien jeweils für sich einen positiven EV haben. Man muss ja nicht 50:50 würfeln, sondern kann gewichten. Ich mache es tatsächlich recht selten, weil ich mich vom Spielfluss leiten lasse. Wenn, dann würfle ich so vor mich hin, schaue aber gar nicht auf den Würfel sondern erst dann, wenn ich tatsächlich denke, jetzt wird es Zeit, mehr verschiedene Linien zu bringen. Meistens geht es dabei um raise Flop oder raise Turn, checkraise Flop oder c/c Flop c/r Turn, Bluff oder nicht.

Was man verwendet, ist Geschmackssache. Ein W20 ist recht rund, rollt gut und man kann gut in 10% Stufen justieren. Insbesondere kann man mit ihm gut Odds annähern, wenn es um Bluffes geht.


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