tja, da geht es dir wie mir.
online nur auf micros bisher fixed limit.
mit kumpels 4-8 mann nl.
da ich den junx das pokern "beigebracht" habe, der einzigste bin, der sowas wie ps.de liest / bücher / online pokert, würde ich meinen "wissensstand" über dem der anderen ansetzen.
fakt ist und bleibt aber, dass das nicht so ausschlaggebend ist.
ich habe erlebt, dass viel zu viele starthände gespielt werden. dann wird alles gecallt. auf raises oder reraises wird wenig geachtet bzw. wenig respekt der gegner (die denken " ich habe ja noch 2 outs")
meine strategie mit der ich oft mind. 2 werde:
kleine blinds: am anfang bei kleinen blinds in späten positionen limpen. die 5-10 besten starthände werden geraised. preflop nicht zu viel action.
bei unsicheren boards oder vielen gegnern ceck/call check/fold. die gefahr von lucky treffern aufgrund looser calls will ich bei den kleinen pötten nicht riskieren.
ziel für mich hier: tightes image aufbauen ( ja das bekommen die mit)
mittlere blinds:
etwas aggressiver, startinghandchart, 3 facher bibblind ppreflop raise
flop getroffen raisen bzw. turn teuer machen, vor allem gegen small stacks.
trotzdem tight bleiben. wenn möglich keine freien karten auf trun und river
hohe blinds:
tightes image nutzen !!!
mit premiumhänden auch schon mal all-in gegen smallstacks riskieren.
erst hier fange ich mit bluffs meist abernur semibluffs an. d.h. wenn ich nur einen oder max 2 gegner mit postition habe oder manchmal auch je nach situation und flop aus erster position auch hier wieder all-in auf dem flop. die smallstacks sehen nun mein image, und wollen kein all-in gegen mich riskieren. da spielen die karten dann eher die kleinere rolle.
headsup /hohe blinds:
wenn die hand schlecht ist gebe ich den SB auf. ansonsten raise ich. dem SB nur auffüllen lohnt aus meiner sicht oft nicht.
wenn ich im BB bin und der SB auffüllt und die hand halbwegs passt reraise oder all-in.
hier hast du dann das problem, dass du trotzdem mal die bessere starthand am river verlierst. poker halt. ein wenig glück gehört dazu.
wenn du chipleader bist, dann kann man das auch aussitzen
generell: wenn ich chipleader bin, werde ich ab mittleren level auch aggressiver.
grundsätzlich ist es aber schwer, die wenig erfahrenen spieler einzuschätzen. wenn keiner auf deine raises respektiert, dann musst du echt vorsichtig werden.
klar zahlen die loosen spieler dich irgendwann aus. die frage ist wie schnell ihr die blinds erhöht und ob du die zeit hast, auf gute hände zu warten.
die nuts oder schwer zu schlagende hände bringen dir die chips. mit ständigen calls verlierst du deine chips gegen das gelucke in multiway pötten.
mir ist noch aufgefallen, dass die leute denken, beim pokern wird viel bzw. muss viel geblufft werden. so werde ich öfter auf einen bluff gesetzt, obwohl ich die nuts habe. das bringt dann die chips.
ich selber versuche wie gesagt so gut wie nicht zu bluffen, da zu oft gecallt wird und die gegner selbst ein mittleres pair bei overcard flops nicht aufgeben. never bluff a monkey
am ende ist es ja oft shorthandes nl, wo aus meiner sicht schon ein wenig aggressivität gefragt ist. aber vorsichtig bleiben.
der faktor glück bleibt tortzdem in diesen kurzen sessions.
hoffe das hilft ein wenig.