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Suche Microspieler für 3-wöchiges Coachingprojekt

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Ich denke, und diesen Eindruck habe ich schon seit geraumer Zeit, dass Spieler, die schon einige Jahre spielen, es schwer haben, sich in die Denke der Anfänger hineinzufühlen. Sie können auf alle Fälle helfen, denken aber schon oft ein Level höher als es der Anfänger erst einmal benötigt. Eine optimale Kombination (z.B. für ein Buch für Micros oder eine Einstiegsschule) scheint mir hier ein Zweier-Team aus einem erfahrenen Spieler auf den Midstacks und einem, der die Micros erst vor kurzem geschlagen hat und ihm die Herausforderungen dort noch frisch bekannt sind.

Beispiel
Es ist eine Sache, zu wissen, dass SH 24/18 und FR 22/16 ziemlich optimale Werte sind. Etwas anderes ist es zu hören, dass es ein grober Leak ist so wie meine drei Stats aussehen. Das macht einen erst sensibel auf deise Werte. Dabei sind zwei davon sogar recht ordentlich mit (gerundet) 22/16 und 22/15 und nur einer fällt aus dem Rahmen.

Ich habe mir die letzten 2 Wochen angesehen und muss zugeben, dass Du aus den wenigen Angaben die Tendenz richtig abgeleitet hast: 21,8/13,8. Da fehlen nicht nur ganze 2% PFR sondern - wenn man bedenkt, dass ich einen guten Teil der Hände SH gespielt habe, ist das tatsächlich (das ahnte ich aber auch schon) etwas zu tight. Das mag daher kommen, dass ich sowohl kleine Asse (ab A7o-) und kleine Paare (FR ab 66-) gar nicht bzw. nur für Steals spiele.

Hier fehlt mir einfach die Erfahrung um einzuschätzen, ob das bereits ein grober Fehler ist. Natürlich ist das eine Abweichung von ORC, andererseits bist Du meist mit diesen Händen dominiert. Das gilt natürlich für tighte Spiele (man wird auch dabei nicht ausbezahlt wenn man das Set trifft) aber auch für Loose mit Calling Stations, wo Dich einer bis zum River meist überholt. Es ist gut möglich, dass mir dadurch jedoch mehr Gewinne entgehen als Verluste eingespart werden.


Antwort
Zitat

Hi irkognito,
Poste doch mal ein paar mehr Stats von dir. Nicht nur von einzelnen Sessions sondern Overall fürs ganze Limit. Cbets,Fold to..., Steal,Fold to Steal...etc.

Aber bitte in einem extra Thread. Da schauen dann sicher auch paar mehr Leute drauf und man kann dir genauer helfen.

Nach meinem Eindruck fehlt es dir noch an Grundlagen. Hände die im ORC stehen nicht zu openraisen, weil man Angst hat von Callingstations bis zum River zu überholt werden z.B. ist - milde ausgedrückt - wenig sinnig.


Antwort
Zitat

Hi Leute,
Wenn es sich anbietet werde immer mal wieder über das Coaching berichten.

Gestern haben wir erstmal einen kurzen Blick auf meine Stats + HUD geworfen. HUD auf seinen Vorschlag hin um 2 Werte erweitert.

45 min Liveplay: 209 Hände gespielt – 39 Flops gesehen. Preflop hatte Mylady17 bei mir einiges anzumerken und auch zu verbessern. Generell hatte ich den Eindruck, dass es gestern zum Großteil um Preflop-Spiel ging.

Postflop habe ich mir bisher noch keine großen Fehler geleistet. Bis auf paar Hände, als ich die Action o. ä. verpeilt hab. Während der Session zu viel unterhalten – zu wenig auf mein Spiel konzentriert.
Die Fehler hätte ich unter normalen Umständen nicht gemacht. Ist aber nicht unbedingt schlecht, dass sie passiert sind; weil das eigentlich No-Brainer sein sollten und es wahrscheinlich darauf hindeutet, dass ich in den Spots noch etwas unsicher bin. Ich hab das auf jeden Fall zum Anlass genommen ähnliche Spots in meiner Datenbank zu untersuchen und denke ich auch schon einen weak spot entdeckt.

Nach der Session noch genauer auf einige Hände eingegangen. Für den allgemeinen Gameplan habe ich noch eine Videoserie empfohlen bekommen und Mylady17 hat Schwächen der ps-Charts dargelegt. Meine Reading-Skills werden sich dadurch in nächster Zeit definitiv verbessern. Ich bin sowieso an einem Punkt, an dem ich langsam stärker vom Chart abweichen und mein eigenes Preflop-Spiel entwickeln muss. Da ist es gut einen Coach an seiner Seite zu haben und seinen Plan nicht komplett auf sich allein gestellt entwickeln muss.

Soweit erstmal… Im Handbertungsforum 1/2 $ sind 2 Hände von gestriger Session zu finden. Comments dazu sind wie immer gerne gesehen. Freue mich schon auf das nächste Coaching heute Abend!


Antwort
Zitat
Highead
Beigetreten: 30.11.2009
PokerStrategist

Original von 8Universe8
Für den allgemeinen Gameplan habe ich noch eine Videoserie empfohlen bekommen und Mylady17 hat Schwächen der ps-Charts dargelegt.

Wie heißt denn die Videoserie?


Antwort
Zitat

Hi,

was die erweiterten Stats angeht habe ich schlichtweg keine Ahnung, wie diese überhaupt aussehen sollten und da die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass sie automatisch im richtigen Bereich liegen ahne ich da Schlimmes.

Gestern habe ich immerhin bei PS Werte für Blind Battles entdeckt. Die ziehe ich mir als nächstes rein. Andere Werte wie CBet Flop und Turn haben sich bei mir erst in den letzten Wochen geändert, weil ich mich ja ständig versuche zu verbessern. Und dann gibt es Werte, von deren optimalen Bereich ich keine Ahnung habe: 3-Bet etc.

"Nach meinem Eindruck fehlt es dir noch an Grundlagen"

Dem Eindruck möchte ich nicht widersprechen. Bei PS gibt es noch ne Menge Artikel, die ich mir durchlesen sollte. Und die durchgelesenen noch einmal lesen schadet sicher auch nicht.

"Hände die im ORC stehen nicht zu openraisen - wenig sinnig."

Das ist nett von Dir, das so zu beschreiben. Du kannst gerne auch "fischig" sagen.

So schlimm wie es klingt ist es aber ggf. gar nicht. Schaue ich mir das ORC an, so zeigt es gegen "Caller vor Dir", dass man ab A8o überhaupt erst mitgehen sollte und ab ATo raisen. Dann wäre mein Spiel mit Assen intuitiv exakt ORC-korrekt, denn ganue das tue ich auch. Und auch die Paare erst ab 99 raisen (was ich auch tue und manchmal sogar 99 for balancing cappe, wenn der 3-better loose ist). Das wird nirgendwo empfohlen, außer vom Guru kobeyard, und hat mein Middlepaarspiel von 88, bis JJ deutlicher ins Positive verholfen.

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Der nächste klein geschriebene Abschnitt ist Quark, den ich nun nachträglich kommentiere. Habe soeben über das OCR die Artikel gelesen. Sie sind nach Equity aufgestellt und nicht nach Auswertungen gespielter Hände von Korn (wie ich aufgrund einer Aussage eines PS-Coaches) annahm. Somit sind sie (bis auf HU) allgemein gültig.

Ich begegne dem ORC sowohl mit Respekt als auch mit Skepsis. Es ist eine tolle Anfangs- und Orientierungshilfe. Ich habe mich aber sofort gefragt: Wann sind die Auswertungen gemacht worden? Das Spiel hat sich die Jahre deutlich geändert. Und auf welchen Limits? Die Unterschiede sind doch enorm.
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Dann gibt es noch meine eigenen Handstatistiken über zig Tausend Hände. Und wenn ich da sehe, dass ich unter A8 und unter 66 mit den letzten 40.000 Händen Verluste gemacht habe, dann muss ich das hinterfragen:

1. Waren die gespielten Positionen richtig?
2. Ist das Postflopspiel schlecht gewesen?
3. Will ich die Hände generell spielen? Mich nach ORC richten? Oder diese Hände besonders an die jeweiligen Tische anpassen?

Ok, ich öffne nachher bzgl. der gesamten Stats einen anderen Thread.

---

Uni - danke für den Report.

> Während der Session zu viel unterhalten – zu wenig auf mein Spiel konzentriert.

Mir ging das bei Alph0r genauso, die Konzentration geht ein wenig dahin und man macht schon mal eher Unsinn.

Später mehr, erst mal die Arbeit vom Tage. Bis nachher.


Antwort
Zitat
Dautzy
Beigetreten: 01.09.2008
Oldschool Grinder

Original von irkognito
...
Das mag daher kommen, dass ich sowohl kleine Asse (ab A7o-) und kleine Paare (FR ab 66-) gar nicht bzw. nur für Steals spiele.

...
Natürlich ist das eine Abweichung von ORC, andererseits bist Du meist mit diesen Händen dominiert. Das gilt natürlich für tighte Spiele (man wird auch dabei nicht ausbezahlt wenn man das Set trifft) ...

Das seh ich etwas anders!
Gerade weil du sonst ziemlich tight zu sein scheinst, wirst du sehr wahrscheinlich die volle Auszahlung bekommen, wenn du ein set triffst.

Du bist tight! Das sehen deine Gegner auch und erwarten hohe Karten bei dir.
-> mit TP wirst du selten ausbezahlt. Gegner callen nur mit draws bis zum river. Dann haben sie dich überholt oder sparen sich den river-call.
-> triffst du ein niedriges set ist die Stärke deiner Hand für die Gegner absolut nicht einschätzbar. Jeder Gegner wird glauben, daß er dich mit seinem TP oder Overpair am Haken hat - besonders bei boards mit insgesamt niedrigen Karten. Die Geger denken du hättest das board komplett verfehlt und halten dein check-raise ev. für einen bluff.

Daher nimm die kleinen Pockets unbedingt mit dazu!
Stell dir beispielsweise mal vor du bist im SB, der Button open raised und du als tighter Spieler reagierst mit einer 3bet mit kleinem Pocket.
Der BB wird oft folden und der BU hat ein Problem durch dein Image:
- er kann auf einem hohen Flop nicht sicher sein vorne zu sein
- du kannst ihn auf hohen Flops bluffen
In den meisten Fällen kommst du danach recht günstig zum SD, wo du ja immerhin auch Chancen hast.

Aber nun zum eigentlichen Thema:
Ist geplant, daß man die Analysen der Sessions irgendwo nachverfolgen kann?
Ich hätte mich ebenfalls beworben, aber ich könnte die geplanten Termine nicht regelmäßig einhalten.
Mich interessieren vor allen Dingen die Gedanken zum Riverplay auf den micros.


Antwort
Zitat

Original von Dautzy
Stell dir beispielsweise mal vor du bist im SB, der Button open raised und du als tighter Spieler reagierst mit einer 3bet mit kleinem Pocket.
Der BB wird oft folden und der BU hat ein Problem durch dein Image:
- er kann auf einem hohen Flop nicht sicher sein vorne zu sein
- du kannst ihn auf hohen Flops bluffen

Da kann ich Dir ja nur Recht geben. Genauso ist es. Daher kommt es auch vor, dass ich schon mal JTs 3-bette und je nach Tisch und Action gar cappe. Wird dann ein draw getroffen, hat der aufmerksame V das nicht auf der Rechnung, weil das nicht meiner engen Range (schon gar nicht der typischen cap-range) entspricht. Und auch ein Flop mit AQ7 ist nicht so schlecht: Bluff, Gutshot, BDFD. Es ist genauso wie Du es beschreibst.

Und in genau so einer Situation wie von Dir beschrieben spiele ich auch postflop aggressiv 22 aus einer Late Position. Womit ich schon oft unimproved (meist vor dem SD) gewonnen habe; aus genau den von Dir genannten Gründen.

Je mehr ich darüber nachdenke, um so klarer wird mir, dass ich 66- ohnehin dann wegwerfe, wenn das ORC es auch empfiehlt: Zu frühe Position. Oder ein Raiser vor mir und noch 4 Spieler nach mir. Wenn einer danach mitgeht hast Du die dümmste Position von allen: mehr als HU aber zu wenige fürs Auszahlen. Schlimmstenfalls ist der dritte BU und Du bist auch noch OOP.

Ich habe das wohl vor allem geschrieben, weil ich letzte Woche ständig gegen kleine Sets, die am River zustande kamen, verloren habe. Ich fing schon an nachzudenken, ob das überhaupt sein kann, dass ich gegen ungerechtfertigte Caller (mit deren 2-Outern) mit meinen TP, 2Pair dauern Geld verlor, während ich kleine Paare gegen mehrere Gegner am Flop UI regelmäßig wegwerfe, weil die OuO nichts anderes, nicht mal die Small Bet am Flop, erlauben. Wie geht das?

Na, mit kühlem Kopf ist das einfach zu erklären: die Sets kamen unverhältnismäßig oft, die typische Varianz. Long Term müsste die Edge wirken. Wenn Du aber die Pötte gut vorne liegend fütterst und am Ende zu oft mit Monstern ausgesuckt wirst, kannst Du so eine Session nicht positiv beenden.


Antwort
Zitat

Original von Highead

Original von 8Universe8
Für den allgemeinen Gameplan habe ich noch eine Videoserie empfohlen bekommen und Mylady17 hat Schwächen der ps-Charts dargelegt.

Wie heißt denn die Videoserie?

logic knot von Boomer2k10.
Bericht über das Coaching gestern folgt noch. Wahrscheinlich erst am Samstag, da ich die Woche über viel zu tun habe. :(


Antwort
Zitat

Hi,

Mit kleiner Verspätung auf Grund technischer Probleme – sry deswegen – ging es wieder live an die Tische. Viele interessante Hände dabei!

Mal paar wichtige Sachen, die ich mitnehmen konnte:

Donk River HU nach xc Turn bei Improvement: Hier werde ich künftig stärker darauf achten, wie meine perceived Range aussieht und wie das Villains Riverbetting Range IP beeinflusst. Bisher war ich wahrscheinlich zu optimistisch was die Betting-Frequenz auf Karten angeht, die für Villain scary sind.

Allgemein besser beurteilen, wie Turn / River die Ranges der involvierten Spieler verbessern/-schlechtern. Da erinnere ich mich an Spots, in denen z.B. meine Turn Cbet zwar ohne Alternative war – allerdings hat der Turn Villains Range auch häufig gehittet und das muss man immer mitbedenken.

Bei der Abwägung xc vs xf River passe ich mein Spiel an, dass ich gezielter nach Händen suche, die für Villain überhaupt Sinn ergeben zu bluffen. Die Entscheidung, ob xc/xf/bf/bc River trifft man zwar sehr häufig. Gründe für jede Line sind mir auch bekannt; es hat mir aber dennoch geholfen (wiederholend) erläutert zu bekommen, wie der Abwägungsprozess vonstattengeht. Ich habe zumindest den Eindruck, dass ich bisher gelegentlich etwas zu loose am SD gewesen sein könnte.

Nach der Session gabs diesmal eine detaillierte Winrate-fördernde Nachanalyse. :)

@Mylady17 Vlt können wir in der nächsten live-Session doch auch während dem Spiel paar Hände besprechen. Ich bin die letzten beiden Sessions nochmal durchgegangen. Da gibt’s paar Hände, die wir auf später verlegen wollten und unbesprochen blieben. V.a. wenn es Situationen sind die sich relativ schnell erklären lassen und nicht länger diskutiert werden müssen.

Ich hab mir von den vorherigen 2 Sessions einige Hände markiert. Fände auch mal ein Sessionreview cool. Eine Hand sehe ich bisher auch anders als du. :rolleyes:


Antwort
Zitat
MyLady17 Themenstarter
MyLady17
Beigetreten: 11.03.2007
BlackMember

So jetzt bin ich auch mal dran, was zu schreiben ;). 8Universe8 hat durchaus ein ordentliches Spielverständnis und scheint die Themen von ps.de gut aufgearbeitet zu haben. Er ist sehr kritisch und hält bei Argumentationen über Hände richtig gut dagegen.

Leaks:
- c/c OOP mit SD-Value (da fällt die Einschätzung schwer)
- Perceived Ranges
- Dynamiken von Ranges (incl. Spieltheorie)

Alles in allem allerdings genau der richtige Spieler, wenn jetzt noch diese Schludrigkeit abnimmt und die Leaks weniger werden, seh ich ihn mittelfristig auf 2/4 aufsteigen.


Antwort
Zitat

Da sieht man mit welcher Tiefe man sich mit dem Spiel schon auf Small Stacks auseinandersetzen muss, um erfolgreich zu spielen. Das ist der Hammer.

cc OOP mit SD-Value ok, aber alles andere hört sich schon recht heftig an. Nicht dass man auf den Micros als ambitionierter Spieler Ranges gänzlich außer Acht läßt, aber ich würde denken, dass man mit solidem Spiel und gutem Knowhow allein gegen die vielen Fische auf den Micros genug Edge haben müsste. Mein Spiel (natülich mit gewissen Leaks) zeigt aber, dass die Edge echt dünn ist und da es ja noch gut Varianz gibt brauchst Du ganz schön viel Geduld damit sich die Edge dann auch asuwirkt. Ich finds echt mühsam.

Da unterhalte ich mich letzten Samstag mit einem totalen Newbe, der seit 1 Woche Poker online spielt auf dem Limit 0.05. Der raist kein Blatt preflop, PFR = 0.2, erst recht nicht AA ("damit ich die Spieler nicht vertreibe und dann ausgezahlt werde) und der Mann macht - laut seiner Aussage - die gesamte Woche über kaum Verlust mit solch miesem Spiel.

Da fragst Du Dich wirklich: Wieviel ist mein ganzes Knowhow eigentlich wert? Ist die Edge denn so klein? Machts das recht hohe Rake auf dem Limit? Am Rake kanns nicht liegen, sonst würde der Newbe erst recht im Minus sein.

Ich dagegen fresse Bücher und Artikel seit 6 Monaten auf und kam die Woche über auf diesem Limit nicht wirklich vom Fleck. Mag varianztechnisch zu begründen sein, ist aber extrem "motivierend" wie Ihr Euch denken könnt. Da spiele ich 3 Stunden 0.25 und gehe mit 13$ Plus vom Tisch und 3 Tage 0.05 und ich glaube sogar 50 Cent Minus am Ende. Da kriegste doch ne Maise.

Ich bin derzeit daher mehr am lesen als am spielen. Gehe die Artikel von PS noch mal durch.

Frage an MyLady: Bringt Dir das Coaching denn das, was Du Dir erhofft hast?


Antwort
Zitat
mtheorie
Beigetreten: 30.05.2009
PokerStrategist

Original von irkognito
Ich dagegen fresse Bücher und Artikel seit 6 Monaten auf und kam die Woche über auf diesem Limit nicht wirklich vom Fleck. Mag varianztechnisch zu begründen sein, ist aber extrem "motivierend" wie Ihr Euch denken könnt. Da spiele ich 3 Stunden 0.25 und gehe mit 13$ Plus vom Tisch und 3 Tage 0.05 und ich glaube sogar 50 Cent Minus am Ende.

Was erwartest du eigentlich? 13$ auf .25/.50 sind 26 BB. Das sind knapp 10 BB/h. Selbst bei 500 hands/h liegst du noch bei 2 BB/100 - vor Rakeback. Auf den Microstakes wird man nicht in einer Woche reich! Du solltest wirklich mal deine Ziele und Erwartungen justieren.

No offence. Ein Microstakes-Spieler.


Antwort
Zitat

@ mtheorie: Du hast mich hier falsch verstanden. Die 13$ in 3 Stunden auf 0.25 sind nicht nur ok, sondern n super Ergebnis, welches auch nicht wiederholbar sein wird. Das war sicherlich auch eine Frage der Hände bzw der Gegenspieler.

Ich wollte nicht die 13$ Plus bemängeln sondern den krassen Gegensatz herausstellen zwischen dem positiven Ergebnis auf 0.25 und den 3 Tagen übles Grinden auf 0.05 mit dem Ergebnis -50 Cent.

Nach 85k Hände hat man solche überzogenen Vorstellungen, wie Du angenommen hast, sicherlich nicht.

Mir gehts ja nicht um $, sondern dass man erwarten dürfte, dass 5$ auf 0.05 (macht nur 50 BB in sagen wir 15 Stunden a 3 Tische = 45 Nettostunden = ca. 1 BB/h) normalerweise innerhalb drei Tage intensives Spielen drin sein müssten.

Mit Reich hat das echt nichts zu tun, gel.


Antwort
Zitat

Original von irkognito
@ mtheorie: Du hast mich hier falsch verstanden. Die 13$ in 3 Stunden auf 0.25 sind nicht nur ok, sondern n super Ergebnis, welches auch nicht wiederholbar sein wird. Das war sicherlich auch eine Frage der Hände bzw der Gegenspieler.

Ich wollte nicht die 13$ Plus bemängeln sondern den krassen Gegensatz herausstellen zwischen dem positiven Ergebnis auf 0.25 und den 3 Tagen übles Grinden auf 0.05 mit dem Ergebnis -50 Cent.

Nach 85k Hände hat man solche überzogenen Vorstellungen, wie Du angenommen hast, sicherlich nicht.

Mir gehts ja nicht um $, sondern dass man erwarten dürfte, dass 5$ auf 0.05 (macht nur 50 BB in sagen wir 15 Stunden a 3 Tische = 45 Nettostunden = ca. 1 BB/h) normalerweise innerhalb drei Tage intensives Spielen drin sein müssten.

Mit Reich hat das echt nichts zu tun, gel.

schon mal was von Varianz gehört?

Erwarten kannst du nichts an Winrate.


Antwort
Zitat

Jetzt nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, ok!

Varianz hin Varianz her, wenn Du nicht gerade nen üblen Downswing hast (und das merkst Du an besodenrs vielen Suckouts und wenigen Glücksmomenten am Turn oder River) müsste doch in 45 Stunden auf so nem Level mehr drin sein.

Ist es aber normal, dass so etwas einfach öfter mal vorkommt, dann findet das viel zu wenig Berücksichtigung in allen Artikeln und Büchern. Der normale Spieler wird sich immer wieder fragen: habe ich noch nicht genug gelernt? Ist es Pech? oder die normale Varianz? Oder wie kommt es, dass solche Vollpfosten genauso EV 0 spielen wie ich? ... und hängt ganz schön in der Luft

Interessant wäre es z.B. zu wissen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein 3$/6$-Spieler innerhalb 5 Stunden an einem 0.25- oder 0.10-Tisch nichts erspielt. Deshalb beobachte ich in Videos nicht nur die Spielstrategie sondern auch die Stacksbewegungen des Coaches. Kobeyard, der normalerweise Highstacks spielt, hat mehrere Videos für Gold gedreht und man sieht schon mal dabei, dass er nach einer Session mit einem Minus auf einem Micro oder Middlestack-Tisch die Session beendet. Das ist extrem krass, dass jemand, der so viel Edge hat, so viel bessere Reads macht, so viel Erfahrung auf einem solchen Donkeylimit nicht selbstverständlicherweise Plus macht.

Man kann gegen einen Downswing sicherlich gar nichts tun. Aber die Varianz kann man deutlich kleiner halten durch ein verbessertes Spiel auf einem geeigneten Limit.

Mittlerweile tracke ich einige andere, echt erfahrene Spieler, die schon deutlich länger dabei sind als ich. leute, vor denen ich noch im Dezember ganz schön Respekt hatte und ständig verlor. Ist heute nicht mehr so. Und sehe dabei an deren Graphen, wie schwer sie sich tun, diesen ins Positive zu bringen. Dumpeln und dumplen rum im negativen Bereich, mal bissel höher dann wieder tiefer. Und ich fasse es nicht, denn die leute verstehen einiges vom Spiel und es gibt so viele Superfische. Und trotzdem geht es auch bei ihnen nicht richtig voran.


Antwort
Zitat

ich glaube du unterschätzt das ich habe nochmal bei mir selbst geschaut wegen Standardabweichung etc. pp


Antwort
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Das kann sein, aber gerade deswegen istd er Austausch untereinander so wichtig, finde ich. Damit es letuern, die so zu kämpfen haben wier ich, klar wird, dass das ok und normal ist (falls es denn so ist). Damit würde man vielen Spielern enorm bei der Motivation helfen und sie länger am Pokertisch halten. ich denke viel geben irgendwann auf, weil sie resignieren, da sie so mühevoll bzw. gar nicht voran kommen.


Antwort
Zitat
mtheorie
Beigetreten: 30.05.2009
PokerStrategist

Original von irkognito
Varianz hin Varianz her, wenn Du nicht gerade nen üblen Downswing hast (und das merkst Du an besodenrs vielen Suckouts und wenigen Glücksmomenten am Turn oder River) müsste doch in 45 Stunden auf so nem Level mehr drin sein.

[...]

Interessant wäre es z.B. zu wissen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein 3$/6$-Spieler innerhalb 5 Stunden an einem 0.25- oder 0.10-Tisch nichts erspielt.

Ich befürchte, du unterschätzt die Varianz.

Annahmen:
- 5 h Spielzeit
- 8 Tische
-> ca. 3.000 Hände

- Edge auf den Durchschnittsgegner: 3 BB/100
-> angenommene Winrate: 4 BB/100

- STD: 20 BB/100

Ergebnis:

Bei solch kleinen Samplesizes endet selbst ein krasser Winning-Typ in eingen Fälle im absoluten Minus und in vielen Fällen unter dem EV.

Grundsätzlich:
Soweit ich falsche Annahmen aus deinem Post herausgedeutet habe: mea culpa.
Allerdings beobachte ich hier immer wieder, wie Microstakes-Spieler der festen Überzeugung sind, doch mind. mit x BB/100 laufen zu müssen, weil sie gut genug seien. Ich kann euer Spiel nicht einschätzen und darf mir daher kein Urteil erlauben.
Ich kann aber über mich sprechen: Ich dürfte für einen durchschnittlichen .25/.50-Spieler schon relativ viel Wissen angehäuft haben. Ich behaupte von mir, mit 80% der Regs auf dem Limit klar zu kommen, d.h. nicht gegen sie zu verlieren. Ich sehe nur extrem weniger Spieler, die eine klare Edge auf mich haben. Das wundert mich nicht, da alle anderen Spieler, sie deutlich besser sind, naturgemäß aufsteigen. Ich habe Ansprüche an mein eigenes Spiel und meine Winrate. Dazu arbeite ich - im Rahmen des Erforderlichen - hart an mir.
Dennoch würde ich nicht behaupten, dass ich "gut" bin. Scheinbar sehen einige hier das anders von sich. Nur das die Selbstwahrnehmung recht häufig zu positiv gefärbt ist. Wer die Micros z.B. mit 5BB/100 crusht, wird auch mit Downswings über 100k+ Hände solide Winner sein und nach und nach aufsteigen können. Verluste auf größere Samplesizes sprechen m.E. für Leaks oder gar grundsätzliche Spielfehler.

Nimm mal ein 30-minütiges Video auf und veröffentliche es. Daran wird man zwar noch nicht viel sehen, aber erkennen, ob du die Grundsätze drauf hast.
(Auch wenn ich jetzt dich direkt anspreche, gilt das auch für alle anderen Microstakes-Spieler, die vergleichbare Ansichten haben - meine Aussage soll ja grundsätzlicher Natur sein.)


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Hej vielen Dank. Ich kann mich erinnern vor einiger Zeit einen Artikel dazu gelesen zu haben, der die Schwingungen ähnlich darstellte.

Ich habe sehr aufmerksam gelesen, was Du, mtheorie, geschrieben hast. Ich stimme Dir vollständig zu, zu jeder von Dir gemachten Aussage.

Einen Eindruck, der möglicherweise entstanden sein könnte, möchte ich korrigieren: Gut ist relativ. Sich als "gut" zu bezeichnen somit ebenfalls. Eike Adler schrieb in seinem Buch, dass sich viele viel zu schnell fortgeschritten nennen. Um das zu sein sollte man mind. 6 Monate fast täglich um Cash gespielt haben, die Odds im Kopf abrufbar haben und mind. 3 Bücher zum Thema gelesen und diese Infos auch im Spiel umsetzen können. Na ja. Das kommt darauf an, welche Skills man als "Fortgeschritten" ansieht bzw. im Bezug auf wen. Und damit schließt sich der Kreis zu meinem relativen "gut".

Ich würde den Satz "ich bin gut" genau mit den selben Worten beschreiben, wie Du Dich und Deinen Stand beschrieben hast. Exakt so. Das Widerspricht doch aber nicht dem Satz "ich bin schlecht bzw sichtlich zu schlecht", um das Limit 1$/2$ zu spielen. Dazu brauche ich nicht einmal besonders selbstkritisch zu sein. Es reicht schon aus, dass ich die 3 unteren Micros long term schlage und bei den zwei oberen Minus einfahre (Limit 0.15 habe ich bislang zu wenig gespielt, kann ich daher nicht beurteilen).

Was die beiden oberen Micros angeht lasse ich mich auch nicht davon täuschen, dass ich 5k Hände (und das ist schon was) gut mithalten oder gar im Plus liegen kann; nach 20k Händen bin ich klar im Minus, weil die Abstürze dann richtig übel sind, was die guten Phasen nicht kompensieren können.

Es liegt nahe zu vermuten, dass bestimmte Leaks einfach noch zu krass sind, um very long term auf diesen Limits Plus zu machen. Daher fand ich es sowohl spielerisch als auch finanziell sinnvoll, erst einmal die unteren Micros allesamt ins Plus zu bringen und dabei möglichst zu improven.

Unten mein Graph von gestern. Er zeigt zum Einen die recht hohe Varianz: Innerhalb 900 Hände war ich sowohl 40BB Plus als auch 40BB Minus. Zum Anderen ist die rote Linie interessant, wie ich finde: Sie sinkt nicht so ab wie das bei den meisten Graphen die ich sah der Fall war sondern war nach 1200 Händen bei minimalen -0,41 Cent. Würde ich als recht vernünftiges Postflopspiel interpretieren, ggf. lässt es auf tighte Gegner schließen, die recht schnell folden.

Übrigens, würde ich "Fortgschritten" wie folgt, und damit natürlich subjektiv, definieren: Fortgeschritten ist für mich jeder, der die Micros bis 0.50$/1$ gecrasht hat. Ich gehe dabei davon aus, dass so jemand sowohl OuO als auch die Grundstrategien wie Standard Lines, Raise4FreeSD, FreeCardRaise, Betverhalten mit Draws, Bluffszenarien sowie HUD-Nutzung drauf hat und dabei ein ziemlich solides Spiel spielt.


Antwort
Zitat
mtheorie
Beigetreten: 30.05.2009
PokerStrategist

Auch wenn wir den ursprünglichen Thread inzwischen derailen, noch eine Antwort.

Ich bin - aus eigener Erfahrung - fest davon überzeugt, dass jeder Pokerstratege, der die hier angebotenen Inhalte aufnimmt und verinnerlicht, bis in die Lowstakes Gewinner sein kann. Der wichtigere Punkt dabei ist das Verinnerlichen. Ich kann zwar diverser Lines und Spielkonzepte kennen - wenn ich aber nicht erkenne, wann ich welche/s anwenden soll und das auch noch begründen kann, werde ich in den heutigen Games wahrscheinlich nur BE spielen/leichter Gewinner sein. Die Edges nehmen insgesamt ab, die Fishe machen viele Sachen intuitiv besser und das Rake erledigt den Rest. In einem Downswing verliert man dann ziemlich schnell relativ viele Bets.

Meine Strategie ist dafür ziemlich einfach: Sich Gedanken machen. Am Tisch, in der Nachbetrachtung, beim Video schauen.
Genau diesen Schritt tun allerdings viele andere Microspieler scheinbar nicht. Wohl "weil es Arbeit macht". Und wenn das ABC-Poker dann noch Fehler aufweist, ist man kein Winner mehr.

@ Nonshowdownwinnings:
Wenn du longterm kaum Verluste machst, vermute ich dahinter auch ein Leak. Ein Beispiel: Du hast die Nuts. Dein Gegner hat gelimpt und bis zum River nur gecallt. Du feuerst die dritte Barrel und dein Gegner foldet. Gratulation, du hast den Pot gewonnen und deine NonSD-Winnings erhöht. Allerdings hatte dein Gegner ggf. nicht die Möglichkeit, noch eine Bluffbet zu setzen, die du callend noch hättest einsammeln können. Unabhängig davon hast du durch seinen Fold keine SD-Winnnings produziert. Aber ist das besser?


Antwort
Zitat
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