Ich denke, und diesen Eindruck habe ich schon seit geraumer Zeit, dass Spieler, die schon einige Jahre spielen, es schwer haben, sich in die Denke der Anfänger hineinzufühlen. Sie können auf alle Fälle helfen, denken aber schon oft ein Level höher als es der Anfänger erst einmal benötigt. Eine optimale Kombination (z.B. für ein Buch für Micros oder eine Einstiegsschule) scheint mir hier ein Zweier-Team aus einem erfahrenen Spieler auf den Midstacks und einem, der die Micros erst vor kurzem geschlagen hat und ihm die Herausforderungen dort noch frisch bekannt sind.
Beispiel
Es ist eine Sache, zu wissen, dass SH 24/18 und FR 22/16 ziemlich optimale Werte sind. Etwas anderes ist es zu hören, dass es ein grober Leak ist so wie meine drei Stats aussehen. Das macht einen erst sensibel auf deise Werte. Dabei sind zwei davon sogar recht ordentlich mit (gerundet) 22/16 und 22/15 und nur einer fällt aus dem Rahmen.
Ich habe mir die letzten 2 Wochen angesehen und muss zugeben, dass Du aus den wenigen Angaben die Tendenz richtig abgeleitet hast: 21,8/13,8. Da fehlen nicht nur ganze 2% PFR sondern - wenn man bedenkt, dass ich einen guten Teil der Hände SH gespielt habe, ist das tatsächlich (das ahnte ich aber auch schon) etwas zu tight. Das mag daher kommen, dass ich sowohl kleine Asse (ab A7o-) und kleine Paare (FR ab 66-) gar nicht bzw. nur für Steals spiele.
Hier fehlt mir einfach die Erfahrung um einzuschätzen, ob das bereits ein grober Fehler ist. Natürlich ist das eine Abweichung von ORC, andererseits bist Du meist mit diesen Händen dominiert. Das gilt natürlich für tighte Spiele (man wird auch dabei nicht ausbezahlt wenn man das Set trifft) aber auch für Loose mit Calling Stations, wo Dich einer bis zum River meist überholt. Es ist gut möglich, dass mir dadurch jedoch mehr Gewinne entgehen als Verluste eingespart werden.

