Hi,
ein kleiner Gedanke bezüglich Implied Odds. Grundfrage wäre: Was nützt einem die Berücksichtigung von Implied Odds bei 'nem Flush Draw, wenn der entstandene Flush letztendlich von allen gefoldet oder gerade 1, 2x gecallt wird? Was nützen einem Implied Odds, wenn doch das gegnerische Blatt der limitierende Faktor in bezug auf Value ist? Man kennt doch die Karten des Gegners nicht und die Value ist abhängig vom Bet-Verhalten des Gegners.
Natürlich kann es sich auszahlen, wenn der Gegner cappt und man hält ein Flush oder Full House, aber gehen wir davon aus, man spiele gegen Sharks - dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß das gegnerische Blatt auch nicht ohne ist. Sprich, bei schwierigen Gegnern besteht ebenso die Möglichkeit mit mittleren, wie mit starken Händen die Runde zu verlieren, gesetzt dem Fall, es wird viel geraist, wodurch ja eine Implied-Odds-Überlegung erst Sinn macht. Das Betten spielt sich doch in dem Fall lediglich in einer größeren Dimension ab.
Ich kann mir daher irgendwie schlecht vorstellen, daß es langfristig produktiv wäre, beispielsweise auf dem SB gemäß SHC 54s zu callen...
Was meint ihr? Wenn ich falsch liege, bitte ich im Aufklärung