a) Ich denke, das ist positionsabhängig. Ausser Position sind deine Probleme grösser als in Position, deshalb lohnt es sich vor allem oop, sein Spiel zu verändern. Es schadet sicher nicht, oop und ip getrennt zu untersuchen und festzustellen, wie sich das auf deine Gewinnrate auswirkt. Ich würde vermuten, dass man oop tighter sein sollte als ip.
b) Da er gut ist, wird dir cappen vielleicht nicht so viel bringen. Loose Caps unterscheiden sich von loosen open Raises nur insofern, dass der Pot grösser ist. Was bedeutet, dass die Fehler teurer werden. Zwar kann man gegen einen Cap nicht 5-betten, aber der Pot ist preflop nicht zu Ende. Dem Gegner bleiben genug Möglichkeiten zum Gegenspiel.
Ich bin nicht sicher, ob es besser ist, oop zu cappen als ip. Position ist ein Vorteil, der unabhängig vom sonstigen Geschehen existiert und den man durch einen Cap nicht verändern kann. Je grösser der Pot ist, desto mehr sollte der Positionsvorteil wert sein.
Wenn du auf Cap umstellst, dann hast du anfangs zumindest einen Informationsvorteil, da dein Gegner deine Cappingrange erst mal nicht kennt.
c) Das hängt stark von der übrigen Situation ab. Wenn du mit einem anderen Tisch eine bessere Alternative hast, dann ja, unbedingt. Manchmal hilft aber auch ein Positionswechsel. Du setzt dich hinter den Spieler, wenn ein Platz frei wird. Kann sein, dass ihm das Spiel ausser Position nicht schmeckt und er dann den Tisch verlässt.
d) Sich an den Gegner postflop anpassen hilft sicher. Jedoch hilft dir eine preflop Anpassung vielleicht mehr. Was genau das richtige Rezept ist, hängt vom Gegner ab.