hi an alle hab mal ne frage und zwar hat koby295 ja die letzte million gewonnen das ein guter freund da er noch nie gewonnen hat beziehungsweise noch keiner von uns so ein turnier gewonnen hat wissen wir nicht wie das abläuft bei so einer hohen summe.
meine frage muss man steuern zahlen oder sonst irgentwas melden oder zahlen ... und was es noch so gibt,oder kann man einfach alles auf einmal auszahlen ohne probleme.
Danke im voraus
zählt als einmaliger glücksspielgewinn und muss in deutschland nicht versteuert werden.
erst ab regelmäßigen einkünften wird es u.U. steuerpflichtig.
Spoiler
1. Fall – Legales Pokern als Freizeitbeschäftigung
Einnahmen aus legalen Glücksspielen betreffen die private Vermögensebene und sind damit steuerfrei.
Auch Poker ist in den Augen der deutschen Justiz ein Glücksspiel, genauso wie Lotto und sämtliche Casinospiele (Roulette, Blackjack etc.). Steuerlich ist dies ein Vorteil, da damit alle Gewinne aus Casinos und Pokerspielen im ersten Schritt erst mal steuerfrei sind. Das gilt auch für einen Millionengewinn in Las Vegas!
Die aus den Gewinnen resultierenden Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden usw.) unterliegen dagegen schon der Besteuerung. Werden Gewinne also angelegt, müssen die Erträge in der Steuererklärung angegeben werden.
Gelegentliche Homegames, auch wenn um Geld gespielt wird, sind übrigens legal, wenn diese in geschlossener Gesellschaft und nicht gewohnheitsmäßig stattfinden (§§ 284, 285 StGB).
Da also Gewinne aus legalem Gelegenheitsspiel nicht versteuert werden müssen, können im Gegenzug auch keine Verluste, Reisekosten, Übernachtungen und sonstige im Rahmen des Spieles entstandenen Kosten von der Steuer abgesetzt werden.
2. Fall – Legales Pokern als Profi
Ein Profispieler erzielt gewerbliche Einkünfte nach § 15 EstG (Einkommenssteuergesetz) und muss diese versteuern. Dies hat das Bundesfinanzgericht in zwei Entscheidungen geklärt (BFH XI R 48/91; BFH/NV 94,622). Entschieden wurde ein Fall, dass ein Kartenspieler täglich sechs Stunden spielte und dabei einen Reingewinn in Höhe von €1.500 erzielt hat. Dieser war nach Auffassung des Gerichts zu versteuern.
Die Abgrenzung zwischen Freizeitspieler und Profi wird in der Praxis dadurch vorgenommen, ob der Großteil der Arbeitszeit mit Pokern verbracht wird, ob noch andere Einkünfte erzielt werden und ob eine ernsthafte Gewinnabsicht verfolgt wird. Die Höhe der Steuer wird an den tatsächlichen Einnahmen festgemacht, also abzüglich aller in diesem Rahmen erfolgten Aufwendungen (Turnier-Buy-ins, Verluste etc.). Ein Profispieler sollte daher alle Ausgaben sehr detailliert aufzeichnen und sich diese eventuell auch von Mitspielern bestätigen lassen.
3. Fall – Illegales Pokern
Die bisherige Rechtsmeinung ist, dass Einnahmen aus illegalem Glückspiel ebenfalls nur dann steuerpflichtig sind, wenn das Pokern regelmäßig als gewerbliche Tätigkeit einzustufen ist. Wird also der Großteil des Lebensunterhaltes durch z. B. Onlinepoker finanziert, so ist der Gewinn steuerpflichtig. Auch hier können dann aber Verluste steuerlich geltend gemacht werden, sofern diese nachweisbar sind. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass allein die Teilnahme am Onlinepoker noch nicht zu einer Steuerpflicht führt, wenn nur unregelmäßig und nicht im gewerblichen Sinne gespielt wird. Das hat aber keinen Einfluss auf die Strafbarkeit von Onlinepoker!
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass ein Gewinn aus der Teilnahme an Liveturnieren, Live-Cashgames und Onlinepoker nur dann versteuert werden muss, wenn der Spieler hauptberuflich Poker spielt, unabhängig davon, ob dieser Gewinn legal oder illegal erzielt wurde.
Quelle über PM, weis nicht wie das hier mit quellenangaben ist
Einfach beim Finanzamt anrufen und nachfragen. Die wissen am besten was zu tun ist. Die ganzen Low Roller hier haben sowieso keine Ahnung.
Persönlich würde ich das vorher mit der Bank absprechen.
Steuerrechtlich gab es da zwar ein klares Urteil, das Finanzamt wird aber dennoch evtl Nachprüfen ob es sich um gewerbliche Einnahmen handelt.
Da er aber Poker nicht hauptberuflich betreibt, passiert da gar nichts.
Wie oben schon gespoilert: Aufpassen bei der Steuererklärung, und Spaß haben beim ausgeben
Warum auszahlen? Staken und spielen ist jetzt angesagt.
Bei der Summe wäre ich bei den Banken sehr vorsichtig. Die Hypervereinsbank(?) hat das Geld mal einem Spieler eingefroren. Und die Sparkasse muckt auch regelmäßig auf.
zählt als einmaliger glücksspielgewinn und muss in deutschland nicht versteuert werden.
Da er aber Poker nicht hauptberuflich betreibt, passiert da gar nichts.
Woher weißt Du das? Damit Poker ein Gewerbe ist, muss es nicht hauptberuflich gespielt werden. Da reichen schon 300€ Gewinne jeden Monat aus, damit es gewerblich wird.
Das Gerichtsurteile hat mal wieder keiner verstanden.
@Jjunoooo
Ich zitiere mal aus dem Interview
Grundsätzlich wäre jedem, der hin und wieder an einigen Turnieren im Jahr teilnimmt und eine Gewinnerzielungsabsicht hat (wer hat das nicht beim Poker?!), anzuraten, seine Verluste in seiner Einkommensteuererklärung anzugeben.
Aha. Warum wohl?
Wenn er bislang kein Unternehmer und kein Gewerbetreibender war, wird er es in der Regel auch nicht durch einen einmaligen (großen) Gewinn (zur ganz schwierigen Grenzziehung zwischen privater Vermögensverwaltung und Gewerbebetrieb in solchen Fällen siehe auch schon die vorherigen Fragen und Antworten).
Und er wird es in der Regel deswegen nicht, weil es bei "normalen" Winnings nie zu einer Beurteilung durch das FA kam. Die Einstufung als Gewerbebetrieb findet im Übrigen rückwirkend statt (wie bei Eddy geschehen).
Ich kann nur davor warnen, pauschale Ratschläge ala "Bist doch sowieso FRZ, also niemals steuerpflichtig" zu geben.
Mal eine Notiz am Rande: Dem Buschfunk nach will das FA sowohl von Pius Heinz als auch Martin Finger Steuern haben.
In Zukunft wird das Finanzamt vermehrt auf Pokerspieler zukommen, deren Namen im Zusammenhang mit hohen Pokergewinnen veröffentlicht werden und wurden.
Der Bundesfinanzhof hat nämlich in einem Grundsatzurteil entschieden, dass professionelles Poker als Gewerbe im Sinne des Einkommenssteuerrecht zählt.
Dann kann man sich unter Umständen mit dem Finanzamt rumschlagen, um nachzuweisen, dass das Pokern nicht gewerblich betrieben wurde; das kann unter Umständen in die Hose gehen, wenn regelmäßig Cashes veröffentlicht sind (Online und Live), die auf eine in Deutschland ansässige Person zurückzuführen sind.
Problematisch ist vor allem, dass die Festsetzungsfrist in der Regel sieben Jahre zurückreicht und pro Jahr 6% Zinsen und Zinseszinsen anfallen.
Die Buyins könnte man zwar als Ausgaben steuermindernd absetzen - dafür müsste man sie aber nachweisen können.
Ich weiß auf jeden Fall, dass die Finanzämter zum Teil schon kleine "Sondereinheiten" bilden, um Steuerbescheide an Leute zu versenden, die nachweislich viel oder groß gecashed haben und deren Namen bekannt sind. Kann man hier ganz gut nachlesen:
https://www.ahs-kanzlei.de/2016/07/pokergewinn-versteuern-bfh-x-r-4312/
Ich würde mal darauf tippen, dass der eimalige Gewinn nicht versteuert werden muss (siehe erste Antwort) . Aber es spricht nichts gegen Skrill.
Ich schneid hier einfach mal in den Faden rein und hoff es stört sich keiner dran.
rein hypotetische frage natürlich;
Angenommen ein Hartz IV bezüger is verpflichtet jegliches Vermögen anzugeben und bei einer Veränderung, (Erbung zb.) das ganze zu deklarieren.
Macht er sich wenn er auf Pokerseiten ein Turnier gewinnt, oder auf Cashtables leuten das Geld aus der Hose lutscht "strafbar"? Auch wenn er die Kohle nicht auszahlt sondern als Bankroll drauf lässt?
Ich bin kein Hartz 4 Empfänger, aber mich würde es interessieren was Behörden sagen würden, wenn ein armer tropf mal eben einen 6 stelligen Betrag auf irgendwelchen Pokerseiten hat.
Hast dir die Frage eigentlich selbst schon beantwortet. Jenseits gültiger Freigrenzen und Freibeträgen ist jedes Vermögen anzugeben und wird angerechnet.