Kannste auch hier lassen. Grundsätzlich würde ich nicht so strikt sein mit der Wahl der Raisesize; in einem Ausgangspunkt können so Regeln wie 4BB + 1BB pro Limper oder 4BB + 1BB pro Limper + 1BB für den Positionsnachteil sinnvoll sein, aber ich würde einen Schritt weiter gehen.
1. Je größer du raist, desto größer wird der Pot werden
=> wenn ich jetzt eine Hand wie KJs z.b. halte und jemand limpt vor mir und ich beschliesse im SB zu isoraisen, dann baue ich mit einem 6BB Raise einen riesigen Pot ohne Position auf. Ich würde persönlich in der Situation wahrscheinlich eher so auf 3,5 bis 4BB isoraisen, um da etwas mehr Spielraum Postflop zu lassen. Wenn du auf 6BB isoraist, dann machste noch ne große Cbet und dann bist du auch schon fast all in am Turn.
2. Dein Gegner. Es gibt Gegner gegen die kannst du nach oben hin nahezu unbegrenzt abweichen - z.b. weisst du das dein Gegner wirklich schlecht ist und wahrscheinlich auch mit A3s einen 10BB Raise called. Dein Gegner limpt mal wieder und du hast im BU Asse - anstatt jetzt auf 5BB zu raisen, kannst du auch auf 10BB raisen; er called ja sowieso. Selbst wenn er dann jedesmal am Flop folded, hast du durch den größeren Openraise mehr gewonnen als durch den kleinen Raise.
Im Endeffekt ist es vor allem wichtig, dass du dich relativ einheitlich verhälst und Abweichungen nur unter Spezialbedingungen (wie z.b. dem Beispiel 2) machst. Du willst nicht mit deinen Steals 3BB openraisen und mit deinen Assen 4BB - da schreibst du ja quasi in den Chat, ob du grade eine starke oder schwache Hand hälst.