Hi,
also denke so sehr pauschalisieren kann man das nicht. Ich würde dir vorschlagen das zu spielen was dir persönlich mehr Spaß macht, nicht das was du für einfacher hälst. So bist du auch bereit etwas dafür zu tun, und es bringt einem ja auch nichts wenn man sich 2 Monate "zwingt" etwas für die eine Variante zu erarbeiten um dann zu beschließen das man an dem anderen vermutlich doch mehr Spaß hat und daher wechselt.
50 BIs für 9 Mann SnG's mit normalen Blind Leveln sind für die niedrigen Limits in Ordnung, ja. Hab mir letzte Tage aber erst sagen lassen, das man bei Turbo und Super Turbo SnG's definitiv eine deutlich größere BR benötigt.
Allerdings ist deine BR Info zum CashGame falsch, bzw es gab da vermutlich ein Mißverständnis. Weiss es nicht genau, da ich nie SSS gespielt habe, aber ich meine die 700 bis 1000bb liegen eher im Bereich des shortstack BRM's. Für BSS solltest du schon 20+ Stacks haben, also 2000bb. Ist allerdings auch davon abhängig wie wohl man sich damit fühlt, und welches Limit man spielt. Je höher das Limit wird, desto tiefer sollte das BRM sein.
Zu den Unterschieden der beiden Varianten kann ich wohl nur persönliche Empfindungen bzw Meinungen äußern. Persönlich spiele ich CG, wobei es bei mir weniger den Grund hat das man aufhören kann wann man möchte. Genauso wenig das ich davon ausgehe Fische zu stacken, die mich ausgesuckt haben
Aber beides sind selbstverständlich nachvollziehbare Gründe, da beides für ein schlechtes Mindset sorgen könnte. Entweder Motivationstechnisch oder in Form von Tilt.
Ich empfinde die Form des pokerns einfach als eine vollkommen andere, da ich den Handverlauf beim CashGame schwieriger bzw anspruchsvoller finde. Beim Turnierpoker muss man quasi ständig seinen Stack bzw den weiteren Turnierverlauf im Hinterkopf haben, weswegen ein bb einen vollkommen anderen Gegenwert hat. Was dazu führt, das viele Situationen sich vor diesem Hintergrund vereinfacht darstellen. Als Beispiel: Ich habe nur noch 10bb, entweder ich pushe oder die Hand + Position sind gut genug das ich pushe. Gerade Postflop Play ist hierdurch ein enormer Unterschied, worin für mich der wahre Reiz beim Pokern liegt. Die Entscheidungen und Gedankengänge sind einfach deutlich komplexer, wodurch man vermutlich schon sagen kann das es die schwerere Variante ist.
Aber wie bereits erwähnt, davon sollte man nicht abhängig machen was man letzten Endes spielt. Sondern davon was einem mehr Spaß macht und vermutlich auch was einem mehr liegt.