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warum werden anfänger zur bss verleitet?

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don2412
Beigetreten: 11.12.2010
PokerStrategist

vorteile:
- man kann gewinne maximieren
- man lernt das postflop, turn, river spiel (muss es lernen)

nachteile:
- als anfänger hat man einige leaks und maximiert nur verluste
- man sieht wenige spieler mit mehr als max-bi am tisch und das sind meisst regs.
- man macht zu viele gedanken um das postflop spiel anstatt die grundlagen (SHC, otts und outs) als basis für erfolg zu verinnerlichen.

weiters:
- wenn man mit der mss ein oder zwei hände gewinnt ist man eh in der bss
- gerade am anfang verliert man einige stacks am tisch. wenn man sich mit 40bb an den tisch setzt und den ganzen stack verliert hat man 60% weniger verlust.
- wenn man das gefühl hat (oder den beweis), dass man nicht mehr so oft seinen stack verliert kann man auf die bss umsteigen

es macht doch keinen sinn, wenn man selbst nur wenige skills hat sich gegen bessere von anfang an mit max-bi angreifbar zu machen.

als anfänger sollte man lernen seine fehler zu erkennen und die verluste am tisch zu minimieren

beispiel:

der anfänger denkt sich er ist gut weil er mit schlechten händen oft luckt und ein paar hände gewinnt.

und dann ärgert er sich weil er wieder mal nen grossen pot mit AA,KK verliert oder mit AJ, AK, A7, K2 uä. bis zum river bezahlt und dann ein kickerproblem hat oder ace-high nicht hält.


Antwort
Zitat
14 Antworten
AceOnRiver
Beigetreten: 03.08.2006
Oldschool Grinder

ja diese "otts und outs" sind schon ein problem :rolleyes:


Antwort
Zitat

hast es selbst gesagt

-man lernt, postflop, turn river spiel, da fängt pokern an.

Klar, Verluste wenn man nen 100bb Stack reinballert sind größer (selbst dieses WE schmerzvoll erfahren, -5,5 Stacks).

Und trotzdem macht es sinn, was bringt es dir mit MSS/SSS nur die absolut stärksten Hände zu spielen und die spätestens am Flop bei Hit immer reinzushoven oder direkt pre ? Klar, weniger Verlust oder Gewinn, aber mit BSS tust du das nicht so häufig und musst dir mehr gedanken über deine Betsizes machen z.b.

bei MSS oder SSS heisst doch eine 3-Bet preflop eh immer 3-Bet/Broke (bzw. meistens, was bringt es mit einer 3-Bet 8-12bb reinzustellen und dann zu folden bei einem 40bb Stack).

Außerdem gibt es zur BSS ebend den Anfängerkurs, der einen guten roten Faden zum lernen bietet und mit den Hausaufgaben genügend Möglichkeiten direkt mit den Coaches zu kommunizieren.

wenn du persönlich anders entscheiden möchtest, steht dir das natürlich frei


Antwort
Zitat
Locutus86
Beigetreten: 25.04.2008
PokerStrategist

außerdem dürftest du auf NL 2-10 schon mit den absoluten Basics, die die Anfängerartikel vermitteln, nicht schlechter sein, als der Durchschnitt.


Antwort
Zitat

Original von don2412
vorteile:
- man kann gewinne maximieren
- man lernt das postflop, turn, river spiel (muss es lernen)

nachteile:
- als anfänger hat man einige leaks und maximiert nur verluste
- man sieht wenige spieler mit mehr als max-bi am tisch und das sind meisst regs.
- man macht zu viele gedanken um das postflop spiel anstatt die grundlagen (SHC, otts und outs) als basis für erfolg zu verinnerlichen.

weiters:
- wenn man mit der mss ein oder zwei hände gewinnt ist man eh in der bss
- gerade am anfang verliert man einige stacks am tisch. wenn man sich mit 40bb an den tisch setzt und den ganzen stack verliert hat man 60% weniger verlust.
- wenn man das gefühl hat (oder den beweis), dass man nicht mehr so oft seinen stack verliert kann man auf die bss umsteigen

es macht doch keinen sinn, wenn man selbst nur wenige skills hat sich gegen bessere von anfang an mit max-bi angreifbar zu machen.

als anfänger sollte man lernen seine fehler zu erkennen und die verluste am tisch zu minimieren

beispiel:

der anfänger denkt sich er ist gut weil er mit schlechten händen oft luckt und ein paar hände gewinnt.

und dann ärgert er sich weil er wieder mal nen grossen pot mit AA,KK verliert oder mit AJ, AK, A7, K2 uä. bis zum river bezahlt und dann ein kickerproblem hat oder ace-high nicht hält.

Also ich finde die BSS sehr viel besser wie die MSS weil du damit viel mehr gegen deine Gegner spielen kannst bzw auf höheren Limits einfach besser fährst und du in dem Sinn richtig Pokern lernst. Und zu deinem letzten Satz das gehört eben zum Lernprozess, zu erkennen gegen welche Gegner du mit dem Ace 3 mal bezahlen kannst und damit oft genug vorne liegst am River z.b. Das konnte ich aber auch bis Nl10 nicht wirklich und Nl2-Nl5 und je nach Seite NL10 ist echt nur ABC Poker und Valuebetten, da brauchste noch nicht bluffen oder restealen etc und auch nicht großartig zu isolieren.


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Zitat
Thunder1214
Beigetreten: 29.07.2010
PokerStrategist

Ich sehe als eines der größten Probleme für den Anfänger das Einschätzen der Handstärke.
Pre mag das auf Grund des SHC relativ einfach sein. Da braucht sich Anfänger auch gar nicht so eine große Waffel drum zu machen: er spielt nach SHC und ist glücklich.

PostFlop aber verändert sich je nach Gegner und Spielsituation die Handstärke dramatisch.
Anfänger neigen dann dazu zu wenig zu folden, was bei der BSS natürlich teurer ist.

Um aber zu lernen, was tightes PostFlop-Spiel überhaupt heißt, muss ich PostFlop auch spielen.
Das geht mit der SSS gar nicht und mit der MSS nur sehr begrenzt.

meiner Meinung nach wird in den Anfänger-Artikel das Thema "PotControl" bzw. "Pot klein halten" nicht deutlich genug behandelt.
Dafür aber das Thema "ValueBets" ein wenig optimistisch dargestellt.


Antwort
Zitat
OrcaAoc
Beigetreten: 06.08.2006
Elite Grinder

Das Problem ist nicht BSS, sondern das Leute nicht niedrig genug spielen !


Antwort
Zitat

Original von don2412
vorteile:
- man kann gewinne maximieren
- man lernt das postflop, turn, river spiel (muss es lernen)

nachteile:
- als anfänger hat man einige leaks und maximiert nur verluste
- man sieht wenige spieler mit mehr als max-bi am tisch und das sind meisst regs.
- man macht zu viele gedanken um das postflop spiel anstatt die grundlagen (SHC, otts und outs) als basis für erfolg zu verinnerlichen.

weiters:
- wenn man mit der mss ein oder zwei hände gewinnt ist man eh in der bss
- gerade am anfang verliert man einige stacks am tisch. wenn man sich mit 40bb an den tisch setzt und den ganzen stack verliert hat man 60% weniger verlust.
- wenn man das gefühl hat (oder den beweis), dass man nicht mehr so oft seinen stack verliert kann man auf die bss umsteigen

es macht doch keinen sinn, wenn man selbst nur wenige skills hat sich gegen bessere von anfang an mit max-bi angreifbar zu machen.

als anfänger sollte man lernen seine fehler zu erkennen und die verluste am tisch zu minimieren

beispiel:

der anfänger denkt sich er ist gut weil er mit schlechten händen oft luckt und ein paar hände gewinnt.

und dann ärgert er sich weil er wieder mal nen grossen pot mit AA,KK verliert oder mit AJ, AK, A7, K2 uä. bis zum river bezahlt und dann ein kickerproblem hat oder ace-high nicht hält.

dieser eine punkt überwiegt alles andere um so viel das man echt nur jedem anfänger nahelegen kann sich mit der bss zu beschäftigen. sss und mss sind ein ausgrinden von marginalen edges bei hoher varianz.


Antwort
Zitat

als anfänger sollte man lernen seine fehler zu erkennen und die verluste am tisch zu minimieren

Wie soll man denn Fehler erkennen lernen, wenn man Strategien spielt die darauf ausgerichtet sind möglichst schnell und noch preflop All-In zu kommen?!


Antwort
Zitat
don2412 Themenstarter
don2412
Beigetreten: 11.12.2010
PokerStrategist

mit 40bb kann man auch gscheid spielen und wennst verdoppeln kannst bis eh bss

aber ich gebe euch schon recht. 100+bb strahlen mehr kraft aus als 40 und man kann zur not noch am river nen move starten.

nur mein gedanke ist: ihr macht 60bb rebuy auf 100bb wenns sein muss und ich hol mir 40 neue


Antwort
Zitat
72o
72o
Beigetreten: 14.03.2008
PokerStrategist

Original von don2412... und man kann zur not noch am river nen move starten.
...

Wenn der "Move" nicht zum bisherigen Handverlauf plausibel ist, wird man sehr häufig auf die Schnauze fallen und die Verluste werden deutlich größer!


Antwort
Zitat
Plastichamer
Beigetreten: 04.11.2009
PokerStrategist

ich gehe mal davon aus du bist anfänger und hast nen downswing ?

wo sagt ps das man mit bss anfangen soll? ich meine in den aritkeln eher gelesen zu haben das ps davon ausgeht das man schon paar hände mss oder sss gespielt hat bevor man zur bss wechselt.

als kompletter anfänger hast du eh ein shc ob du da jetzt das von der bss nimmst oder der mss ist total egal weil du für beides nichts können musst.
Abgesehen davon is es doch langeweile pur wenn ich nach shc mss spiele da ich ja weniger eigene entscheidungen treffe sondern eher das die vorgaben abspule.

Ps: Es sind odds und nicht otts


Antwort
Zitat
sportsgeist
Beigetreten: 22.01.2008
PokerStrategist

Hallo don2412,

deine Frage ist gar nicht mal so schlecht und vor allem berechtigt.

Früher haben wir unseren Anfängern die SSS empfohlen und erst, wenn sie sich ein gutes Polster erspielt hatten, wurden sie auf die BSS losgelassen. So zumindest die Empfehlung. Natürlich gab es auch Leute, die direkt mit der BSS angefangen haben und das teils auch gar nicht so unerfolgreich.

Leider ist die SSS seit einiger Zeit nicht mehr gut bzw. gar nicht mehr spielbar, weil der Mindest-Buy-In heraufgesetzt wurde. Ab da an mussten unsere Anfänger in den sauren Apfel beißen und direkt mit der BSS anfangen.

Dass das nicht der optimalste bzw ein sehr kritischer Weg für einige sein kann, war uns wohl bewusst, weshalb wir daraufhin die MSS entwickelt haben. Jedoch war die anfangs noch sehr komplex und keinem Anfänger zu empfehlen. Mittlerweile jedoch ist das Grundkonzept soweit ausgereift, dass die MSS genauso gut spielbar ist wie die BSS.

Wem das ganze immer noch zu suspekt ist, der kann ja auch auf SNG oder FL wechseln.
Außerdem bieten wir ja jede Menge Möglichkeiten an, wie man sein Spiel immer und immer weiter verbessern kann, sodass es eigentlich kaum möglich ist, mit dem Startguthaben von $50 und der Theorie im Rücken broke zu gehen.
Den Fehler, den die meisten machen, ist, sich nciht zu 100% an die Theorie zu halten, sondern nur "meistens". Außerdem rufen Verluste oft eine Trotzreaktion aus a la "Siehste, hab ich doch gesagt, jetzt hab ich AA endlich mal bekommen und sofort verloren. DIe Theorie kann ja nciht funktionieren..."
Zu welcher Sorte Mensch du gehörst, wirst du selbst wohl am besten wissen ;)


Antwort
Zitat

also ich habe mit der MSS angefangen und damit ne ganze Weile recht planlos gespielt. Preflop ging ja noch ganz gut aber postflop war mies und ich war insgesamt losing player (auf 20k Hände -20$ oder so, nich dramatisch, aber halt negativ).
Bin dann umgestiegen auf die BSS und - auch wenn ich immer noch Anfänger bin - seitdem ist mein pokern deutlich besser geworden. Ich war einfach gezwungen, mir mehr Gedanken zu machen, gegen wen ich eigentlich warum bette etc.
Ergebnis: Seitdem auf 45k Hände bei 8BB/100...
Also ich find's ganz klar besser, dass man gezwungen ist, sich mit seinem Postflopspiel zu beschäftigen. Mag allerdings wirklich auch Typsache sein


Antwort
Zitat
MagnumLemon
Beigetreten: 11.09.2008
Oldschool Grinder

An weiterer Punkt, der dir verschwiegen wird, ist, dass du trotz BSS lernen musst, gegen MSSler zu spielen. Ich habe selbst an die 150k Hände MSS runtergespielt und profitiere momentan dadurch sehr, weil immer wieder MSSler am Tisch sitzen.

Andererseits ist die Varianz mit BSS eine spürbare Ecke sanfter als MSS und das ist bei deiner kleinen BR am Start und deiner instabilen Anfangsmotivation ein Punkt, den man nicht unterschätzen darf.


Antwort
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