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Dear Esther: Wie ist die Story? [SPOILER!]

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twenny
Beigetreten: 25.09.2007
PokerStrategist

Grad Dear Esther durchgespielt und mich am Ende doch gefragt, was denn da jetzt eigentlich los war?
Es ist klar, durch das lyrische Gebrabbel von jemandem, der etwas von Sinnen ist kann man es nicht exakt verstehen, aber ich schreibe mal meine Interpretation dazu.

Es handelt sich um einen Ableger der Half-Life 2 Source Engine, welcher 2012 offiziell als Remake veröffentlicht wurde. Es ist ein narratives Spiel, eher wie ein Film. Denn mann kann weder, wie bei einem Point-and-Click-Adventure irgendwelche Gegenstände bewegen oder Rätsel lösen, noch in Egoshooter-Marnier irgendwelche Monster erschießen. Alles was man weiß, man ist auf einer Insel und die Stimmung ist eher düster, einsam, melancholisch, wechselt aber auch in stille, wunderschön grafisch dargestellte Szenarien. Beim voranschreiten auf der Insel entdeckt man verschiedene Orte und bekommt von einer Erzählstimme lyrische Geschichtsfetzen zugeworfen, die bei jedem Durchspielen unterschiedlich sein sollen und erfährt so allmählich, worum es denn hier überhaupt geht. Jedoch ist am Ende das eigentliche Rätsel wohl die Story und deshalb möchte ich mit einigen, die das Spiel schon durchgespielt haben diskutieren, was sie denn glauben, dass passiert ist?

Für alle, die das Spiel noch spielen wollen beginnt hier der SPOILER!

Spoiler

Was klar sein sollte, Esther ist durch einen Autounfall, verursacht von Paul, ums Leben gekommen und der Mann, den man spielt ist wohl ihr Ehemann. So damit hören aber schon die Klarheiten auf.

Meine Interpretation ist, dass die Insel nicht real ist, sondern der Übergang zum Tod. Diesen Weg haben auch schon viele andere vor dem Protagonisten genommen. Die ganzen Seuchentoten, der Schäfer aus dem 18. Jahrhundert und der Kartograph. Für jeden ist es eine andere Reise und jeder hat eine andere Art gewählt die Insel wieder zu verlassen. Der Schäfer z.B. ist in das tiefe Loch gesprungen und anscheinend wieder ins Leben zurückgekehrt? (Weil dieses "come back" von Esther?, wenn man sich umbringen will, wohl zeigt, dass der Tod auf der Insel die Verbindung zum Leben darstellt?)

Auf jedenfall konnte der Ehemann mit dem Verlust nicht fertig werden und hat immer versucht zu verstehen, wie der Unfall durch den Alkohol (die chemischen Formeln) und den Bremsendefekt (die Schaltpläne) zu Stande kommen konnte und hat sich gefragt, ob er Paul das jemals verzeihen kann. Konnte er anscheinend nicht (obwohl er irgendwann was davon gesagt hat "es war nicht der Alkohol" oder war das auf den Bremsdefekt bezogen?). Nach dem ewigen Briefeschreiben an Esther, um sich seine Trauer von der Seele zu schreiben, erkennt er jedoch, dass er nur wieder bei Esther glücklich sein kann, wenn er sich selbst umbringt (der Monolog mit der Kante und dem Papierfalten). Wahrscheinlich durch Schmerzmittel? (Oder hab ich da die Geschichte mit dem verletzten Kartograph überschnitten?) Und am Ende befreit er sich durch den Sprung vom Sendemast von all seinen Sorgen und ist vielleicht bald wieder bei ihr?
Auf jedenfall ein sehr melancholisches, sehr schön gestaltetes Spiel. Hat mich begeistert. Was meint ihr zu dem Spiel und der Story?


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6 Antworten
Boerli
Beigetreten: 12.10.2010
PokerStrategist

Vielleicht kannst du mal 1-2 Sätze schreiben was das genau für ein Spiel ist. Im Thread Titel steht "Wie ist die Story?" Und du schreibst hier die Story komplett runter versteh ich nicht.

Jemand der das Spiel nicht kennt (und da wird es wohl einige geben), klickt den Thread an und denkt "hey ein Spiel das ich nicht kenne, vielleicht ist das ja was für mich". Aber es wird weder ersichtlich was für einem Genre das Spiel angehört, noch gibt es überhaupt die kleinste Info.

Naja Google hat geholfen.


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twenny Themenstarter
twenny
Beigetreten: 25.09.2007
PokerStrategist

hihi sry, hab mal noch eine Kurzinfo dazugeschrieben. Hab es gestern noch grad nach dem durchspielen geschrieben, nachdem ich nach einer Erklärung für die Story gegoogelt, aber nichts bedfriedigendes gefunden habe. Vielleicht kann mich ja jemand mit einem besseren lyrischen Sprachverständnis noch weiter erhellen.

Das Spiel finde ich ein Must-Zock ^^. Denn so eine Art von Spiel haben bestimmt nur sehr wenige gespielt. Es dauert auch nur etwa 2 Stunden.


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ttalbneurg
Beigetreten: 03.06.2009
Poker Player

Hab es vor einiger Zeit mal gespielt, als es mal auf Steam günstig zu haben war.
Bist du dir mit den 2 Stunden sicher? Ich hatte es wesentlich kürzer (so 45 Minuten) in Erinnerung.

Ich fand das Spiel sehr interessant und kann es auch nur weiterempfehlen, jedoch muss einem vorher klar sein, dass es eher eine Art semi-interaktiver Film ist und kein wirkliches Computerspiel.

Ich hab mir ehrlich gesagt nicht viele Gedanken über die Interpretation der Story gemacht, ich glaube die ist absichlich so vage gehalten, dass es eine "richtige" Interpretation gar nicht gibt.
Mir hat allerdings der Ansatz gefallen, dass man selbst die Gedankenwelt von Esther durchläuft, die nach dem Unfall in einem komatösen Zustand ist und unterbewusst wahrnimmt, wie ihr Ehemann am Krankenbett sitzt und sich mit ihr unterhält. Die zunehmens surreale Insel ist dann sozusagen eine Vermischung ihres physischen Zustands, ihrer Erinnerungen und dem Erzählten ihres Mannes. Aber ist wie gesagt schon ne weile her, dass ich es "gespielt" habe.

Übrigens, sind dir die Geister aufgefallen die an manchen Stellen auftreten? Ich hab die beim ersten mal nicht bemerkt und bin erst später darauf hingewiesen wurden.


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Roven
Beigetreten: 21.04.2007
PokerStrategist

Habs nach dem ersten Kapitel gelassen.
Ich bin wirklich für viel offen, aber nicht für das.


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@ttalbneurg

waren schon mehr als 45 min, es sei denn man rennt da durch , was aber auch net wirklich sinn des "spiels" ist

die idee fand ich ganz interessant aber von der umsetzung hatte es eher den charme einer techdemo als eines vollprodukts

als erfahrung ganz schön, aber die euphorie so mancher games-feuilletonisten konnte ich ehrlich gesagt nicht wirklich teilen


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twenny Themenstarter
twenny
Beigetreten: 25.09.2007
PokerStrategist

woot Geister ? ^^ ... nein sind mir nicht aufgefallen.
edit: hab mir mal youtube videos angeschaut... und jetzt erinner ich mich, dass ich auch eine Gestalt auf der Klippe gesehen habe, dachte aber es wär nen Grafikbug, weil er dann wieder verschwunden war ^^ (war bestimmt der Donelly, der gleich runterspringt... gruselig :f_frown: )

Spoiler

Dass man mit Esther spielen könnte und der Mann ihr quasi seine Briefe vorliest, die am Ende im Meer schwimmen ist mir noch nicht in den Sinn gekommen. Kann aber auch sein. Nur dann würde ich nicht verstehen, warum sie sich nicht gegen das Fortschreiten des Weges wehrt oder auf die Come Back Stimmen hört. Aber der Karthograph ist ja glaub ich auch die Klippe runtergesprungen und war danach noch am Leben, wollte sich den Pfad wieder hochkämpfen und ist dann doch gestorben ... sehr verwirrend auf jedenfall ^^

@ uebergold, die Lichteffekte in der Höhle mit dem Wasser waren außer bei Benchmarktests vielleicht das geilste was ich bisher in einem Spiel gesehen habe


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