Um den Screenshot-raten-Thread nicht weiter mit dieser Diskussion zu belasten, starte ich mal eben einen eigenen Thread hierfür.
Als Einstieg möchte ich noch einmal betonen, dass es mir nicht darum ging, so eine Grundsatzdiskussion vom Zaun zu brechen. Mir ist sehr wohl klar, dass der Blick auf manchen Oldie über die Jahre verklärt wurde und Spiele, die früher begeistert haben, heute möglicherweise niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Und das fiel natürlich dadurch leichter, dass es genügte, einfach ein neues, reizvolles Konzept umzusetzen. Ich wollte lediglich der Behauptung entgegen treten, dass man der These anhängen muss "früher war alles besser", nur weil man -auch- gute, alte Spiele mag und davon einen Screenshot postet.
Anders formuliert: es gab früher genauso gute und schlechte Spiele wie es diese heute gibt. Deshalb finde ich solche Grundsatzdiskussionen meistens sinnlos, da es letztlich doch auf den persönlichen Geschmack hinausläuft und vieles schlicht davon abhängt, womit man aufgewachsen ist ("Sozialisation").
Jetzt neu, was mit dem von mir Geschriebenen in dem anderen Thread nichts zu tun hat:
Trotzdem muss man auch aktuelle Entwicklungen kritisieren dürfen, ohne dass man deswegen gleich alle aktuellen Spiele hasst. Z.B. stinken mir:
- unendliche Fortsetzungen, die von den großen Studios doch v.a. deshalb gebracht werden, weil sie "funktionieren" und mit wenig Risiko verbunden sind - es ist ja nicht so, dass es keine neuen Ideen oder zumindest Variationen gäbe, aber die großen Publisher lassen das alles links liegen
- überbordendes DRM, bis hin zum Online-Zwang für Single Player
- die quasi völlige Stagnation der Weiterentwicklung der KI (die wird offenbar immer mehr als lästige Pflicht ganz am Ende der Entwicklung angesehen, Hauptsache es ist alles erst mal schön anzusehen); ich möchte einfach auch nicht jedes Spiel für eine Herausforderung im Mehrspielermodus spielen müssen, da das bei bestimmten Genres sehr lästig ist (etwa rundenbasierte Strategie)
Farmville & Co. könnte ich jetzt auch noch nennen als Beispiel für die Reduzierung der Spielkomplexität (um nicht zu sagen: Verdummung der Spieler) zur Anbiederung an den Massenmarkt, aber das juckt mich eher nicht, solange es genügend gute Spiele in "Nischen"märkten gibt. In Anführungszeichen deshalb, weil sich z.B. ein Spiel wie Europa Universalis aus dieser Ecke kommend mittlerweile auch ganz schön gemausert hat.
Was denkt ihr?