Meiner Meinung nach hat der Schwierigkeitsgrad extrem nachgelassen. Früher war es schwerer ein Spiel durchzuspielen als heute.
Original von BlackyJacky
Meiner Meinung nach hat der Schwierigkeitsgrad extrem nachgelassen. Früher war es schwerer ein Spiel durchzuspielen als heute.
Schon wieder eine absolut subjektive Aussage ohne objektiven Inhalt.
Frueher hattest du nicht die Erfahrung von heute. Frueher gab es selten sowas wie Schwierigkeitsgerade und es war im vornerein leicht hoeher angesiedelt. Frueher war die KI nicht so ausgereift um jeden Spielertypen durch einen Grad anzusprechen...
Obv. bin ich hier im Altenheim, und nicht auf ps.de ♦
Jaja, frueher, da hab ich mehr als eine Stunde fuer Quake gebraucht, frueher, da war das alles noch so neu und interessant. Ich krieg langsam die Kriese mit eurem "frueher"...
Original von Crovax
Ich glaube was auch einen großen Unterschied macht ist die Zugänglichkeit an die Spiele... damals war es so, dass ich ein neues Spiel nur zu bestimmten Anlässen bekommen habe
Das ist für mich einer der Hauptgründe. Natürlich mögen wir aus einem Alter der Unbekümmertheit rausgewachsen sein, wo wir kaum Verpflichtungen hatten und uns in der Freizeit mal ein paar Stunden vollkommen auf ein Spiel einlassen konnten. Die Möglichkeit an Spiele zu kommen ist so einfach geworden, dass man in dieser Konsumgesellschaft regelrecht einen Zwang auferlegt bekommt um noch das eine oder andere Spiel zu kaufen. Dann sitzt man zuhause da und überlegt was man denn nun spielt und die spiele oft auch nicht mehr richtig genießt, sondern quasi abarbeitet.
Ein Freund war deswegen sogar schon beim Arzt, da sich das auf sein Leben ausgewirkt hat. So nach dem Motto "Ich hab zwar alle Möglichkeiten aber klemme mich bei nix richtig dahinter". Ihm wurde als Therapie empfohlen sich mit Hilfe seiner Frau ein Budget zu setzen, nur noch Spiele im Laden zu kaufen um im Regal zu sehen was er hat, sich von Börsen und SKs fernzuhalten und die Spiele wenn möglich mehr als einmal durchzuspielen um seinen Fokus zu stärken. Seit dem er das macht, läufts bei ihm wieder. Fängt nächstes Jahr sogar ein Studium Soziologe an.
Um ehrlich zu sein hat mich das beeindruckt, dass ich mich einem Selbsttest unterzogen habe. Es ist wirklich erstaunlich wie sich der eigene Fokus ändert. Man spielt viel bewusster und hat dadurch auch viel mehr Spaß. Das überträgt sich auch auf den Alltag. Spiele seit ein paar Tagen wieder Heroes of Might and Magic V auf "schwer" und macht selbst bei gescheiterten Mission eine Menge Spaß.
Ich hab jetzt vor wenigen Wochen nochmal ein paar alte Spiele durchgespielt. Secret of Mana, Shining Force, Final Fantasy 5.
Der Charme dieser Spiele ist ungenommen. Gerade für die damaligen Zeiten waren das Topspiele und wenn ich mich zurückerinnere, als ich SoM vor etlichen Jahren unterm Weihnachtsbaum liegen hatte und auf Wochen so eine unglaubliche Freude damit hatte, dann war diese Freude echt nicht umsonst.
Beim erneuten feststellen muss ich aber auch zugeben, dass, ungeachtet des Charms der Spiele und ungeachtet der technischen Möglichkeiten, in erster Linie der Grafik, viele Spiele extrem unhandlich und umständlich waren und sehr viel Potenzial verschenkt haben. Dinge, die man schon damals hätte problemlos einbauen können.
Shining Force ist klasse, ist aber in meinen Augen spielerisch recht weit weg von Vandal Hearts 1+2 oder der Fire-Emblem-Reihe. (Auf der anderen Seite stimmt es mich aber auch traurig, wenn ich sehe, dass so ein neumodischer Rotz wie Disgaea gute Bewertungen bekommt).
Ähnlich ist das bei der FF-Reihe. FF5 ist toll, FF6 sowieso. Aber an die Teile 7-9 kommt das für mich auch grafikunabhängig nicht ran.
man merkt, dass Videospiele zu SNES-Zeiten noch nicht so sehr im Zentrum der Gesellschaft standen.
Original von kamik
Du kannst nicht alle Genre in Simulation oder Adventure einteilen.
Das stimmt, aber das war auch nicht meine Absicht. Ich wollte über des Medium Spiel unabhängig von dessen Genre reden. Mmn besitzt jedes Spiel die Aspekte Story und Simulation. Bei Mario wird z.b. das Laufen und Springen, menschliche Fähigkeiten, simuliert. Die Story ist die entführte Prinzessin. Auch bei den simpelsten Arcadeshootern wird die Raumschiffsteuerung und das Waffenfeuern, wenn auch grob, simuliert. Und selbst ohne eine explizite Hintergrundstory kann das Platzieren von ankommenden Gegnerhorden und gelegentlicher Endgegner als Story ausgelegt werden.
Früher waren die Grafik und Soundmöglichkeiten für Spiele noch sehr beschränkt. daher hat man sich mehr auf die Geschichte konzentriert und diesen Aspekt perfektioniert,
Das Argument ist fuer mich absolut nicht nachvollziehbar. Oder ist storytechnisch das 0815 Text-Adventure "grafischen" Spielen wie Monkey Island und Co ueberlegen? Ich glaube kaum.
Wir reden ja hier von allgemeinen Trends. Natürlich gab und gibt es immer wieder Extrembeispiele, die den Trends widersprechen. Die ersten Monkey Island Teile waren sowohl storytechnisch als auch grafik-/soundtechnisch(was ich zu den Simulationsfaktoren zähle) auf hohem Niveau, aber ihr Erfolg war eher ihrer Story und Dialogen verschuldet.
Meine Grundaussage war, dass sich der Hauptfokus vom Storyaspekt zum Simulationsaspekt geändert hat. Wenn gleichzeitig die Story auch noch gut ist schadet es ja nicht, aber sie ist nicht mehr das Wichtigste. Als Beispiel hierfür würd ich noch die Firma CryTek nennen, die soweit ich weiß nicht vom Verkauf ihrer Spiele lebt, sondern vom Verkauf von Lizenzen ihrer Engine. Ihre Spiele und deren Story sind eher ein Nebenprodukt.
Original von kamik
Original von BlackyJacky
Meiner Meinung nach hat der Schwierigkeitsgrad extrem nachgelassen. Früher war es schwerer ein Spiel durchzuspielen als heute.Schon wieder eine absolut subjektive Aussage ohne objektiven Inhalt.
Frueher hattest du nicht die Erfahrung von heute. Frueher gab es selten sowas wie Schwierigkeitsgerade und es war im vornerein leicht hoeher angesiedelt. Frueher war die KI nicht so ausgereift um jeden Spielertypen durch einen Grad anzusprechen...
Obv. bin ich hier im Altenheim, und nicht auf ps.de ♦
Jaja, frueher, da hab ich mehr als eine Stunde fuer Quake gebraucht, frueher, da war das alles noch so neu und interessant. Ich krieg langsam die Kriese mit eurem "frueher"...
Ich finde BlackyJacky hat hier schon Recht. Der Grund dafür ist, dass sich die Zielgruppe geändert hat. Daaamals haben eben hauptsächlich Nerds und Hardcoregamer Videospiele gezockt und sich in diese auch reingesteigert. Gleichzeitig kam noch der Effekt hinzu, dass es weniger Auswahl gab und man sich daher mit einzelnen Spielen länger beschäftigt hat und entsprechend auch besser wurde.
Heutzutage hingegen werden viel mehr Spielergruppen angesprochen. Wenn es damals wohl noch hauptsächlich Schüler und Studenten waren die sich Games gekauft haben versucht man jetzt alle Altersgruppen und soziale Schichten zu erreichen. Und das funktioniert nunmal nicht mit "schweren" Spielen. Ist ja auch klar, wenn jemand wenig sowieso schon wenig spielt und dabei dann auch noch frustriert wird anstatt Spaß zu haben wird er vermutlich in Zukunft noch weniger spielen.
Es ist halt schwierig die Interessen aller Spielertypen unter einen Hut zu kriegen, bzw es ist schwieriger als "damals", als sich diese noch stärker überschnitten haben.
Was mich persönlich an aktuellen Spielen stört ist der Trend zum Online Multiplayer. Klar, Starcraft 2 macht nur so Sinn und bei vielen anderen Spielen ist das genauso. Aber das liegt nunmal daran, dass Spiele eben genau in diese Richtung entwickelt werden.
Was hatte ich damals (und hab es immer noch, auch aus Mangel an aktuellen Alternativen) Spaß mit Kumpels auf der Couch zu sitzen und zusammen Secret of Mana zu zocken, oder Donkey Kong, oder Mario Kart. Das sind Spielerfahrungen die sich nicht mit denen vergleichen lassen wenn alle alleine zu Hause sitzen und zusammen über's Internet spielen. Und das finde ich sehr schade.
Original von UlekMmn besitzt jedes Spiel die Aspekte Story und Simulation. Bei Mario wird z.b. das Laufen und Springen, menschliche Fähigkeiten, simuliert.
Das ist jetzt arg weit hergeholt. Und Pong simulierte Tennis? Bitte Ulek, das endet in sinnfreien Aepfel und Birnen Vergleichen. Das alles irgendwie eine Form von Simulation ist duerfte bei einem Spiel(!) grundsaetzlich der Fall sein. Nur reden wir hier von Genre.
aber ihr Erfolg war eher ihrer Story und Dialogen verschuldet.
Das liegt grundsaetzlich am Genre. Nehmen wir als Beispiel Filme: ein Drama wird kaum mit Computeranimierten 3d-Effekten fuer dutzende oder gar hunderte Millionen ausgestattet - es ist weder noetig noch foerderlich, waehrend der 0815 Hollywood-Blockbuster der zur puren Unterhaltung dient auf grafische Pracht wert legt.
Als Beispiel hierfür würd ich noch die Firma CryTek nennen, die soweit ich weiß nicht vom Verkauf ihrer Spiele lebt
Ein mehr oder weniger gutes Beispiel. CryTek entwickelt nun mal genau diese 3d-Umgebungen fuer moderne Ego-Shooter. Das liegt bloed gesagt an der modernen Komplexität eines Spiels. Sieh CryTek eher wie einen Zulieferer fuer grosse Softwareunternehmen, aehnlich wie Bosch heutzutage Autoteile herstellt, was vor 100 Jahren auch noch nicht noetig war. Eine Firma wie Blizzard wird auch nicht urploetzlich anfangen Spiele wie GranTurismo zu entwickeln, sondern sich weiterhin auf (MMO)RPGs und RTS konzentrieren. Oder glaubst du im ernst Audi baut morgen Waschmaschinen, weil der Massenmarkt im Ausland zu mehr Verkaeufen in diesem Sektor wechselt?
Original von ZarvonBar Ich finde BlackyJacky hat hier schon Recht. Der Grund dafür ist, dass sich die Zielgruppe geändert hat.
Der Massenmarkt fuer Spiele war schon immer vorhanden und wurde auch in exakt diese Richtung ausgeweitet. Die ersten Ataris wurden auch nicht fuer den Ultra-Nerd ausgelegt, sondern fuer den einfachen Heimanwender.
Dieses Gebiet war allerdings neu, unausgereift und fehlerhaft.
Gleichzeitig kam noch der Effekt hinzu, dass es weniger Auswahl gab
Die Auswahl war ab Ende der 80er, Anfang der 90er absolut kein Problem mehr.
Und das funktioniert nunmal nicht mit "schweren" Spielen.
Tat es frueher auch nicht. Von daher wurden derartige Spiele auch mit einfachen Konzepten belegt. Super Mario z.B. war eines davon, waehrend Civilization wohl grundsaetzlich nicht dazu gehoert.
Ist ja auch klar, wenn jemand wenig sowieso schon wenig spielt und dabei dann auch noch frustriert wird anstatt Spaß zu haben wird er vermutlich in Zukunft noch weniger spielen. Es ist halt schwierig die Interessen aller Spielertypen unter einen Hut zu kriegen...
Es kommt darauf an mit welchem Motiv du ein Spiel spielst. Nicht jeder empfindet OTTD und tagelange Streckennetzoptimierung fuer spassig - andere schon
Nicht jeder (leider^^) findet Movement basierte Shooter wie Quake oder Warsow gut - das geht immer so weiter. Allgemein wird immer eine gewisse Zielgruppe mit einem Spiel angesprochen, fast nie der gesamte Markt - das waere auch herrlich sinnfrei - egal in welcher Branche.
Was mich persönlich an aktuellen Spielen stört ist der Trend zum Online Multiplayer.
Viele neue Titel besitzen gar keinen Mutliplayer-Modus, trotz super Grafik und guter Storyline. Der allgemeine Trend ging schon immer zu menschlichen Gegnern statt KI. Co-Op Modi gibt es seit mehr als zwei Jahrzehnten in nahezu jedem Genre, die Moeglichkeiten des Internet erweitern das Ganze nur auf einfache Weise.
Spaß mit Kumpels auf der Couch zu sitzen und zusammen Secret of Mana zu zocken, oder Donkey Kong, oder Mario Kart.
Es werden immer weiter neue Mehrspieler-Konsolentitel veroeffentlicht, also das Genre stirbt lange nicht aus. Grundsaetzlich gebe ich dir aber Recht. Wenn ich mich an alte hirnlose Titel wie "North vs. South" oder "Alien Breed" erinnere, die man stundenlang zusammen zocken konnte... Konsolenspiele wie Mario Kart, Wipeout, Tekken / Mortal Kombat und CO mal aussen vor, die waren ohnehin unschlagbar im Unterhaltungsfaktor.
Willkommen in der Welt der neuen Moeglichkeiten. Kann sich einer von euch noch erinnern wie Mailboxen im BTX-System aussahen? Wie man sich per Akkustikkoppler einwaehlte? Wie oft Spiel xyz Stellen hatte die einfach nahezu (ungewollt) unschaffbar waren? Da ziehe ich die moderne Welt eindeutig vor.
Also was ich hier versuche euch zu erklaeren:
Die Entwicklung der letzten fuenf Jahre war kaum eine andere als die vor 20 Jahren. Es gibt neue Moeglichkeiten, diese werden genutzt und in Spiele implementiert. Alle Genre sind noch vorhanden, ihr muesst nur mal die Augen oeffnen - ihr habt nun mal jetzt keine Schulklasse mehr in der euch Freund xyz Spiel abc empfiehlt. Und Spielezeitschriften lesen wird wohl auch kaum noch einer regelmaessig.
Spiele waren vor 20 Jahren auch nicht grundsaetzlich schwerer - das sagte ich auch schon desoefteren. Sie hatten nur selten Schwierigkeitsgrade, ihr wart noch neu in dem Genre / Spiel, oder wie bei vielen Titeln: sie waren einfach schlecht bzw. nicht Nutzerfreundlich programmiert.
Zu eurem gedachten Massenmarkt:
Guckt euch mal die Verkaufscharts der letzten Jahre an. FPS wie Call of Duty sind dort eindeutig in der Minderheit. Andere Titel und Genre tauchen dort reihenweise auf, und auch einige eurer geliebten Adventures. Tiefgruendigere Spiele wie Civ oder Anno sind sogar absolute Verkaufsschlager.
Ihr bedauert nicht die Weiterentwicklung der Spiele, ihr bedauert das ihr aelter werdet und diese alte schoene Zeit nicht mehr habt, in der noch alles so neu und unerforscht war. Und diesem Punkt, und nahezu nur diesem, stimme ich eindeutig zu.
just my 2 cents.
Alle Genre sind noch vorhanden, ihr muesst nur mal die Augen oeffnen
Echt? Zeig mir mal ein gutes Weltraum Spiel in Richtung der Wing Commander Serie, das nicht schon mindestens 4 Jahre alt ist.
Mir kommt es trotzdem so vor, als ob der Branche die Ideen fehlen und es eintöniger wird. Ich fand halt, das der Markt in den 90ern mehr abwechselung bot. Mag subjektiv sein, aber mir kommt es halt so vor.
nen wichtiger faktor ist sicherlich gewohntheit aktueller titel. leute, die heute mindestens in den 20ern sind und schon früh gezockt haben, können sich heute einfach nicht mehr so begeistern, weil es alles irgendwie irgendwo schonmal gab. bei den ersten spielen, die man besaß war das natürlich was ganz anderes. aber wenn ich mir die spiele, die ich früher oberaffengeil fand, heute nochmal anschaue, so ist an denen eigentlich auch nix besonderes zu finden. es geht vielmehr um das erlebnis, was man damals beim spielen hatten, was diese einzigartig macht und das kann einem keiner mehr nehmen.
Original von SpeedyBK
Echt? Zeig mir mal ein gutes Weltraum Spiel in Richtung der Wing Commander Serie, das nicht schon mindestens 4 Jahre alt ist..
Auch in den 90er Jahren kam ein neuer Titel wie Wing Commander nicht jaehrlich raus, einfach weil es an Zielgruppen mangelte.
Was hat sich also geaendert?
Es gibt nunmal immer wieder neue Trends aufgrund der gegebenen Moeglichkeiten aka technischer Fortschritt und realer Gegenwart.
Und Speedy: im letzten Jahrzehnt kamen einfach tierisch viele Neuentwicklungen. Ego-Shooter, RTS, MMORPGs, alles neue Genre die vorher kaum oder garnicht entwickelt waren. Dafuer gibt es jetzt neue Genre hinsichtlich der Steuerung und Moeglichkeiten Ingame.
MourganRA: es geht vielmehr um das erlebnis, was man damals beim spielen hatten, was diese einzigartig macht und das kann einem keiner mehr nehmen.
So sieht es aus.
Also ich musste bei mir feststellen, dass es sowas wie ne interessenverschiebung gegeben hat und ich einfach nicht mehr so gerne wie früher zocke und auch nicht mehr so die geduld habe mich in nen spiel wie zb civilization reinzufuchsen. Da geht dann natürlich auch viel spieltiefe verloren.
Zudem spielt man heutzutage ja auch häufiger multiplayer und nicht mehr ggn ne KI, sodass die spiele eher als sportart betrieben werden und nicht mehr nur zum "spaß".
Original von kamik
Und Speedy: im letzten Jahrzehnt kamen einfach tierisch viele Neuentwicklungen. Ego-Shooter, RTS, MMORPGs, alles neue Genre die vorher kaum oder garnicht entwickelt waren. Dafuer gibt es jetzt neue Genre hinsichtlich der Steuerung und Moeglichkeiten Ingame.
du willst jetzt aber nicht ernsthaft behaupten Egoshooter, Echtzeitstrategie und Online Rollenspiele sind eine Erfindung des neuen Jahrtausends?
fakt ist doch einfach
die Entwicklung eines Spiels ist heute viel teuer als damals
daher sind die Firmen auch weit risikoaverser
das hat zur Folge
es wird lieber der x-te Abklatsch oder Fortsetzung von etwas produziert als etwas neues zu probieren
der Schwierigkeitsgrad generell und die Komplexität sinkt um eine möglichst breite Käuferschicht anzusprechen
Also wenn ich zurückdenke,an Diablo2 und den 1.Akt das erste Mal spielen...
ich wage wirklich zu bezweifeln,dass ich jemals wieder dieses Gefühl haben werde.
Das war einfach großartig.Ich konnte sprichwörtlich den ganzen Tag spielen und mein Aufmerksamkeitslvl und Begeisterung waren durchgehend auf maximum.
Oder Gothic.
Nun,nachdem man das nun ein "paar" Mal gespielt hat,gewöhnt man sich dran und das nexte Gothic hat dann eher Gedanken ala "Hammergrafik" hervorgerufen , aber dieses Gefühl war nicht mehr da.Das Unbekannte.
Es könnte ja theoretisch jederzeit alles passieren.
Aber umso mehr games man spielt,desto mehr Erwartungen hat man,desto mehr Vergleichsmöglichkeiten hat man und umso mehr kennt man bereits.
Man wird abgeklärter und auch mit dem älter werden kann man sich für viele Sachen einfach nicht mehr so extrem begeistern.
Wie ich mich angeschissen habe bei Medal of Honor und wie normal das alles in Call of Duty nun wirkt.COD ist definitiv das bessere Spiel.Aber wenn ich daran denke,welch starke Emotionen damals MoH:AA hervorgebracht hat,würde ich sagen,dass mein Spielerlebnis bei Mohaa besser war.
Schön, dass die Diskussion jetzt in Gang gekommen ist mit Argumenten von beiden Seiten.
Hab leider gerade nicht viel Zeit, auf alles Gesagte einzugehen, aber einem Argument möchte ich doch widersprechen: die KI hat sich, wie ich schon in meinem Ausgangspost geschrieben habe, meiner Meinung nach eben -nicht- im gleichen Maße weiter entwickelt wie die anderen Aspekte.
Ich kann natürlich nur für Spiele sprechen, die ich auch selber gespielt habe, aber hier fällt das Urteil eindeutig aus:
Bsp. Total War, ich habe die ersten Teile von Shogun bis Rome selbst gespielt und die Nachfolger in den Bewertungen verfolgt. Schon von Shogun bis Rome bin ich mir ziemlich sicher, dass die KI subjektiv immer mehr nachgelassen hat, was ja auf jeden Fall damit zusammenhängen mag, dass die Komplexität auch immer mehr zugenommen hat (mehr unterschiedliche Eigenschaften der Einheiten, das Terrain ist komplexer, insbesondere Städte, usw.). Aber diese Zunahme der Komplexität wurde eben nicht durch eine gleichzeitig verbesserte KI abgefangen.
Und was die neuesten Teile angeht, so bin ich durch diese Aussagen aus Testberichten schon ziemlich ernüchtert:
Empire: "An array of artificial intelligence issues" (da gabs immerhin noch zig Patches, die das verbessert haben sollen - weiß aber nicht, wie sehr)
Napoleon: "The AI must have flunked out of the military academy"
Ich fühle mich halt verarscht, wenn die Spiele immer mehr Features haben und schöner aussehen, aber gleichzeitig immer weniger Herausforderung bieten. Schon in Medieval konnte man eine einzelne Provinz mit ein paar Einheiten Bogenschützen und Pikenieren gegen eine unendliche Übermacht einfallender Mongolen verteidigen, wenn in der Provinz ein Fluss war und man einfach seine Seite der (einen) Brücke (die andere wurde komplett ignoriert) entsprechend abgesichert hat. Die KI hat brav Runde für Runde mit einer neuen Teilarmee angegriffen, die sie dann in lauter Teilangriffen aufgerieben hat.
Bei Europa Universalis 1+2 hat die KI dafür einfach gecheatet wie blöd, z.B. muss sie für Truppen keinen Unterhalt bezahlen oder verliert keine Truppen aufgrund von schlechter Versorgung. In Hearts of Iron gelten für die KI z.B. nicht die gleichen Reichweitenbeschränkungen für Bombereinsätze. Zum gerade erst erschienenen Elemental schreibt Gamespot "The AI fails to put on the pressure" usw. usw.
In (komplexen) Strategiespielen werden deshalb in den meisten Fällen meiner Meinung nach nur die beiden Ansätze genutzt, die KI entweder cheaten zu lassen oder mit einem signifikanten Ressourcenbonus auszustatten (z.B. man kämpft gegen eine Übermacht). Oder die KI ist halt einfach nur insgesamt so schlecht, dass überhaupt keine Herausforderung entsteht.
Dass in Farcry oder Crysis (hab ich nur Demos von gespielt) die Gegner intelligentere Taktiken anwenden als in Doom, mag ja sein, ist aber eben auch vergleichsweise viel einfacher zu realisieren.
EDIT: Hab mich gerade auch noch an einen Artikel von 2007 erinnert: http://www.guardian.co.uk/technology/2007/apr/19/games.guardianweeklytechnologysection3
Das mit der KI ist zum großen Teil den Spielern geschuldet. Die meisten wollen doch keinen anspruchvollen SP Modus mehr haben. Merkt man doch bei SC2 besonders. Wenn man so dinge liest wie "wayne singleplayer" ist doch schon alles gesagt. Je stärker das Internet in unseren Alltag integriert wurde, desto schwächer wurde die KI mit der Zeit.
Früher war die KI noch recht wichtig. Ob sie nun gecheatet hat oder nicht war erstmal egal, solange es anspruchsvoll war. Heutzutage ist die Balance der Einheiten um ein vielfaches wichtiger, da die möchtegern esportler sonst die Foren voll heulen und das schlechte Publicity ist.
An der stelle würde ich hier eigentlich ganz gern mal etwas Werbung für den Spieleveteranen Podcast machen.
Das ist ein Projekt von Jörg Langer, Heinrich Lehnhard, Böris Schneider-Johne, Anatol Locker und Winnie Forster. Alles Urgesteine im Spiele Journalismus und schon seit den 80ern dabei, Bekannt aus Zeitschriften wie Powerplay, PC-Player und Gamestar.
Mit dabei sind auch immer wieder Gäste, wie Chris Huelsbeck, Tony Schwaiger und andere aus der Spieleszene bekannte Leute.
Ich find es immer wieder ganz nett dort reinzuhören. Die Podcasts erscheinen Etwa monatlich.
http://www.spieleveteranen.de/
Bis auf Jörg Langer (war der auch?) erinnere ich mich an die alle als ehemalige Power Play-Redakteure.
Danke für den Tipp, höre ich bei Gelegenheit mal rein.
Original von grml1234
Bis auf Jörg Langer (war der auch?) erinnere ich mich an die alle als ehemalige Power Play-Redakteure.Danke für den Tipp, höre ich bei Gelegenheit mal rein.
Naja, der kam erst 1994 bei der PC-Player dazu. Ist ja auch noch etwas jünger als die anderen
.
Original von kamik
Original von BlackyJacky
Meiner Meinung nach hat der Schwierigkeitsgrad extrem nachgelassen. Früher war es schwerer ein Spiel durchzuspielen als heute.Schon wieder eine absolut subjektive Aussage ohne objektiven Inhalt.
also bei Rollenspielen ist das definitiv so. Z.B. spielen Wizardry 7 oder Ultima xx was den Schwierigkeitsgrad angeht, in ner ganz anderen Welt, als heutige Spiele. (von den guten hab ich da eigentlich auch die meisten gezockt). Und das hat auch nix damit zu tun, dass man den Schwierigkeitsgrad einstellen kann. Das Internet hat natürlich auch aus offensichtlichen Gründen dazu beigetragen, dass die Spiele "einfacher" werden
Trotzdem ist es natürlich nicht so, dass früher alles besser war