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Viele Grüße
Khrano
************* (Originaltext) *************
Hallo!
Ich möchte als Erstes sagen, dass ich mich eigentlich ohnehin schon ein bisschen damit abgefunden habe, die Beziehung beenden zu müssen.
Alter ich: 27
Sie: 26
Wir sind seit 6 Jahren zusammen, die ganzen 6 Jahre waren super harmonisch, haben im Prinzip nie gestritten, hatten vl 1x im halben Jahr Stress. Am Anfang wars eine Fernbeziehung über 200km, dann ist sie in meine Stadt gezogen. Jo lief auch alles so weiter, haben beide studiert und uns 2-3x pro Woche gesehen. Alles top für mich.
Leider war das Jahr 2014 für mich kein leichtes Jahr, hat alles angefangen, dass bei meinem Vater anfang Jänner Krebs diagnostiziert wurde, mit Metastasen. Wir haben keine Prognose von den Ärzten bekommen, aber Lebenserwartung wird wohl irgendwas zwischen ein paar Monaten und vielleicht 2 Jahren sein (wenn überhaupt). Als Reaktion darauf hab ich meinen Studienort verlassen und bin zurück zu meinen Eltern gezogen, um noch die letzte Zeit bei ihm zu sein. Nebenher schreibe ich meine Masterarbeit (mehr schlecht als recht L ). Eine Woche nach der Krebsdiagnose hatte meine Oma noch einen Schlaganfall, seitdem geht es mit ihr auch bergab. Wir sind die einzigen Verwandten im Umkreis von 150km, müssen uns also um sie auch noch irgendwie kümmern und sie ist nicht gerade kooperativ.
Weiters belastet mich, dass mein Bruder irgendwie nichts auf die Reihe bekommt, ist bisschen älter als ich, aber sehr sehr unreif und auch in dieser Zeit keine große Hilfe. Schläft den ganzen Tag (arbeitet in einer Bar) und man kann sich nicht auf ihn verlassen, wenn es zum Bsp darum geht Medikamente zu holen usw. Dann hat er auch kein Handy mehr und er holt sich einfach kein neues, sprich er ist nie erreichbar, was das ganze nicht einfacher macht.
Noch dazu löst sich meine WG im Studienort mit Ende Oktober auf und ich weiß noch nicht wo ich dann hinziehen werde. Alleine wohnen will ich nicht, das gefällt mir überhaupt nicht, aber alle meine Freunde sind bereits in WGs, mit jemand Fremdem möchte ich auch nicht unbedingt zusammenwohnen.
So das ist mal meine Situation, also wie ihr seht ist es nicht unbedingt einfach für mich. Jetzt zur Situation mit meiner Freundin. Mit ihr ist immer alles super gewesen, habe sie eigentlich immer für etwas recht besonderes gehalten, sie hatte einfach keinen (entschuldigt diese Worte) „Frauenvogel“. Ich hoffe ihr wisst was ich meine ;). War immer für mich da, ich für sie, war wirklich immer alles gut. Nun seit Jänner sehen wir uns nur mehr maximal 1x pro Woche, weil ich noch immer für 10h pro woche in meinem Studienort arbeite, auch um den Kontakt zu meinem Studienort nicht zu verlieren und um meine Freundin zu sehen. Finanziell zahlt es sich nur mäßig aus.
Ich war anfangs natürlich sehr traurig wegen meinem Vater und meiner Oma usw, sie hat mich getröstet und ich denke, dass es da anfing, dass sich bei ihr etwas veränderte. Es war noch alles normal bis April und von da an war sie immer komisch. Jedes Mal wenn ich sie besuchte, merkte ich, dass sie sich nicht mehr wirklich freute usw. Ich habe mir gedacht, dass das an ihren Prüfungen lag, da sie ziemlichen Unistress hatte. Ganz schlimm war ein Tag, an dem ich gerade aus dem Krankenhaus kam (war im Mai), weil ich meine Oma besucht hatte, die einen Schwächeanfall hatte. Bin am Abend danach zu meiner Freundin gefahren und sie war einfach nur extrem grantig und ungut. Bin dann aufgestanden und hab gesagt, dass ich das nicht aushalte und bin sozusagen wortlos gegangen und hab bei einem Freund geschlafen. Am nächsten Tag hat sie mich gebeten, ob ich nicht noch mal nach der Arbeit zu ihr kommen will, sie will sich entschuldigen. Dann hat sie mir unter Tränen gestanden, dass sie nicht weiß warum sie so grantig ist. Ich war ziemlich enttäuscht von ihr, weil man so nicht mit jemandem umgeht, den man liebt. Es ging so weiter die nächsten paar Wochen, wir hatten zwar jedes Mal Sex, aber sie war nicht so liebenswert wie sonst, und halt grantig und gestresst und genervt. Ich hätte wohl an dieser Stelle schon mal einen Besuch pro Woche ausfallen lassen sollen. Aber ich hab das so gar nicht wirklich mitbekommen, da für mich diese Zeit bei ihr immer ein Ausgleich für meine Zeit zu Hause war. Tja, Letzte woche war ich von Mittwoch bis Samstag bei ihr, weil wir Freitag noch 2 befreundete Paare zum Essen eingeladen haben. Da lief alles halbwegs normal ab. Am Samstag, also der Tag an dem ich wieder nach Hause fahren wollte, sind wir aufgewacht und ich hab sie in den Arm genommen und hab – charmant wie ich bin
– zu ihr gesagt:“Was hältst du davon, dass wir Zähne putzen gehen, dann duschen und dann noch geilen Sex haben werden?“ … sie erwiderte:“Ja und dann darfst du fahren.“ Ich hab sie nur entgeistert angesehen und gesagt, dass sie heute wieder sehr charmant ist. Hab mich dann weggedreht und auf meinem Handy gesurft (keine Lust mir so was sagen zu lassen). Dann war sie für 2-3 Minuten ruhig und hat auf einmal gesagt:“Der Grund ist, dass ich mich schon seit ein paar Wochen nicht mehr sexuell von dir angezogen fühle.“ Ich hab dann sofort zu ihr gesagt, dass wir die Beziehung dann lieber beenden sollten, woraufhin sie gesagt hat, dass Sex nicht immer alles ist. Ich hab nur zu lachen begonnen und sie gefragt was denn der Hauptunterschied zwischen einer Beziehung und einer Freundschaft ist. Sie hat dann noch weiter gemeint, dass es von einem Tag auf den anderen gekommen ist und sie es selbst nicht versteht. Aber sie liebt mich noch (So ive got that going for me which is nice [Ironie]). Auf jeden Fall hat sie dann gesagt, dass wir vl andere Vorstellungen von der Beziehung haben, da sie heiraten möchte, Kinder kriegen will usw. Ich möchte nicht heiraten, ich war da auch immer offen zu ihr, Kinder will ich, das sollte sie eigentlich wissen, nachdem ich ihr schon öfters meine Namensvorstellungen gesagt habe. Um mal zu einem Ende zu kommen, ich bin erst am 24. wieder in meinem Studienort, da haben wir uns ausgemacht, dass wir usn noch mal treffen, um zu reden. So wars irgendwie abgemacht, seitdem hatten wir keinen Kontakt mehr. Achja ihr Vorschlag war, dass wir wieder bei 0 anfangen in kleinen Schritten (was auch immer das heißen soll). Ich halte das für schwachsinnig und fürchte, dass diese Beziehung keine Chance mehr hat.
Bin eigentlich auch richtig angefressen, dass sie mich so behandelt hat die letzten Wochen. Und da erzählt sie mir was von Hochzeit, „In guten wie in schlechten Zeiten“, wenn sies in schlechten Zeiten nichtmal 4 Monate aushält. Ja wie gesagt, ich bin grantig und enttäuscht, weil ich das NIEMALS von ihr erwartet hätte. Und weiß nicht genau was ich am 24. zu ihr sagen möchte, bzw was sie mir sagen wird. Noch dazu ist bei mir wenig Aussicht auf Besserung, da sich weder mein Vater noch meine Oma erholen wird.
Ich mein wie stellt sie sich das vor? Es ist nicht so, dass sie wegen irgendwas sauer ist, sondern es ist ein fundamentales Problem, wenn ich keine Attraction mehr auf sie ausübe. Soll ich dann jedes Mal wo wir uns sehen hoffen, dass sie mich wieder geil findet?! Eine Freundin die nicht auf mich steht brauche ich nicht und schon gar nicht in dieser Phase meines Lebens. Trotzdem trifft es mich schwer.
Entschuldigung für die Wall of Text und die vl schlechte Strukturierung, aber ich bin leider etwas durcheinander und muss jetzt auch noch meine Masterarbeit irgendwie fertigbekommen
Danke an alle, die sich die Mühe machen das durchzulesen und mir irgendwelche Ratschläge zu geben.
Cliffs:
-Habe ein Scheiß Jahr, in dem mir alles aus den Händen gleitet
-Freundin gegenüber Schwäche gezeigt und vermutlich die Kontrolle über die Beziehung verloren
-Freundin fühlt sich nicht mehr sexuell von mir angezogen
-Ich werde wohl Schluss machen