Zum Forum springen
Brief vom Inkasso-U...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Brief vom Inkasso-Unternehmen

20 Beiträge
11 Benutzer
0 Reactions
1,396 Ansichten
Khrano
Beigetreten: 20.06.2009
PokerStrategist

Hallo zusammen,

es handelt sich bei diesem Beitrag um eine anonymisierte Nachricht im Rahmen unseres Angebots zur Erstellung von Anonymen Threads im Kummerkasten.
Dieser Beitrag, sowie eventuelle folgende Beiträge, stellen somit nicht meine persönliche Meinung oder die von PokerStrategy.com dar.

Viele Grüße
Khrano

************* (Originaltext) *************

Hi, im Gegensatz zu den anderen Threads hier, habe ich wohl ein relativ banales Problem:
Ich habe vor einiger Zeit bei Amazon eine Maus bestellt, Zahlung per Rechnung und habe diese Rechnung schlicht vergessen.
Einige Wochen später habe ich per Post eine Mahnung bekommen und nachdem ich mein Gehalt auf dem Konto hatte, habe ich diese Mahnung dann auch inkl. Mahngebühr beglichen.
Problem: Zwischen Ablauf der Frist (16.05.) und meiner Überweisung (21.05.) liegen vier Werktage.
Heute habe ich dann Post von einem Inkasso-Unternehmen bekommen und man fordert mich erneut auf den Rechnungsbetrag und diverse Gebühren bis zum 03.06. zu begleichen.
Ich habe Amazon bereits per Email kontaktiert und informiert, dass ich den Mahnbetrag bereits, wenn auch verspätet, überwiesen habe.
Zusätzlich würde ich mich gerne noch weiter informieren, wie ich mich nun verhalten soll. Auf diversen Internetseiten heißt es, dass man jeglichen Kontakt mit dem Inkasso-Unternehmen vermeiden und grundsätzlich nur Geld an den Vertragspartner, also Amazon, überweisen soll. Ist das wirklich so? Ich habe keine Ahnung wie seriös diese Seiten und ihre Tipps sind.
Mir ist natürlich völlig klar, dass ich einen Fehler gemacht habe und ich habe versucht diesen im Rahmen meiner Möglichkeiten umgehend zu korrigieren, indem ich den Rechnungsbetrag + Mahngebühren an Amazon überwiesen habe. Die Tatsache, dass ich die Mahnung erst vier Werktage nach Ablauf der Frist begleichen konnte, ließ sich leider nicht vermeiden. Dafür kann Amazon nichts und dementsprechend habe ich auch Verständnis dafür, dass die ihre Forderung zeitnah an das Inkasso-Unternehmen weitergeben. Aber ich sehe nicht ein zusätzliche Gebühren zu bezahlen, da ich einerseits bereits Geld überwiesen habe und andererseits die Gebühren angeblich rechtlich eh nicht durchzusetzen sind.
Also, was sollte ich nun weiterhin tun?
Das Inkasso-Schreiben ignorieren? Der Forderung widersprechen? Locker bleiben und davon ausgehen, dass Amazon mit der verspäteten Zahlung zufrieden ist? Bezahlen?
Ist der Brief vom Inkasso-Unternehmen bereits mit einem Schufa-Eintrag verbunden?
Es mag sein, dass jemand meine Einstellung bezüglich der Inkasso-Gebühren für moralisch denkwürdig hält, aber um Moral geht es weder dem Inkasso-Unternehmen, noch in diesem Thread. Daher wäre ich wirklich dankbar, wenn Kommentare in diese Richtung unterbleiben.

So oder so: Vielen Dank fürs Lesen und für jede Art von Hilfe/Ratschlägen.


Antwort
Zitat
19 Antworten
Booyaka92
Beigetreten: 01.09.2010
Poker Player

Nicht antworten, einfach ruhen lassen, ganz egal, was für Drohungen kommen. Kein Inkassobüro auf der Welt wird dich vor Gericht zerren, weil eine Klage aussichtslos ist.

Einen Schufa-Eintrag hast du ebenfalls nicht bekommen, werden sie auch niemals (außer sie hätten einen Titel) durchkriegen.


Antwort
Zitat
flashfy
Beigetreten: 25.03.2006
PokerStrategist

.


Antwort
Zitat
Siedepunkt
Beigetreten: 08.10.2008
Oldschool Grinder

Original von Booyaka92
Nicht antworten, einfach ruhen lassen, ganz egal, was für Drohungen kommen. Kein Inkassobüro auf der Welt wird dich vor Gericht zerren, weil eine Klage aussichtslos ist.

Einen Schufa-Eintrag hast du ebenfalls nicht bekommen, werden sie auch niemals (außer sie hätten einen Titel) durchkriegen.

Original von flashfy
Mach dir keine sorgen. Du hast bereits bezahlt und alles ist gut. Die schicken evtl noch mal einen Brief, den bitte weiterhin ignorieren. Inkasso Unternehmen sind verbrecher.

1. Nicht auf solche unqualifizierten Aussagen hören.
2. Du hast mit befreiender Wirkung an Amazon gezahlt.
3. Sollte allerdings vor Zahlungseingang das Unternehmen Amazon ein Inkassobüro beauftragt haben und dieses wurde tätig, sind Gebühren entstanden, die du selbst zu tragen hast (Verzugsschaden). Entscheidend ist, wann wurde das Inkassounternehmen beauftragt, wann wurde dieses tätig, wann wurde der überwiesene Betrag auf dem Konto von Amazon gutgeschrieben. Dies solltest du bei Amazon herausfinden.
4. Ob die Höhe der Gebühren des Inkassounternehmen korrekt ist, kann ich ohne Posten der Gebührenforderung nicht beurteilen.
5. Sollte ein Inkassounternehmen eine berechtigte Forderung haben, werden sie diese auch mittels einer Klage durchsetzen.
6. Inkassounternehmen haben einen schlechten Ruf; dies ändert aber nichts an der Rechtslage.
7. was passiert beim Ignorieren: Inkassounternehmen beantragt Mahnbescheid, du legst Widerspruch ein und das Unternehmen beantragt die Abgabe an das Gericht. Dann wird es von den Gerichtskosten, Anwaltskosten im Verhältnis zu den Ausgangskosten richtig teuer.


Antwort
Zitat
seejay
Beigetreten: 24.08.2006
PokerStrategist

#Siedepunkt

Kannst Amazon auch einfach einmal anrufen und fragen, ob Sie dein Geld schon erhalten haben und wie es jetzt weiter geht.
https://www.amazon.de/gp/help/contact-us/general-questions.html?ie=UTF8&nodeId=&skip=true


Antwort
Zitat

Also vor kurzem hatte ich dasselbe problem und hab sogar erst nach der inkasso rechnung reagiert. Habe die Inkassogebühren ignoriert und den tatsächlichen Betrag an den mobilfunkanbieter gesendet.

Waren ca 220€ + 90€ Inkasso

Bis heute kam nichts neues.

kA ob zufall oder nicht, aber hatte auch die Buchhaltungsmitarbeiterin am Telefon darauf angesprochen und sie widersprach mir nich, als ich sagte, dass das inkassounternehmen kein Recht hat mir diese Gebühren zu verrechnen. Meinte nur, dass ich anrufen soll und das mit denen klären soll, was ich aber nicht gemacht habe und dass es Ihnen im Prinzip nur wichtig ist, dass sie ihr geld bekommen.


Antwort
Zitat
Siedepunkt
Beigetreten: 08.10.2008
Oldschool Grinder

Original von 18001
Also vor kurzem hatte ich dasselbe problem und hab sogar erst nach der inkasso rechnung reagiert. Habe die Inkassogebühren ignoriert und den tatsächlichen Betrag an den mobilfunkanbieter gesendet.

Waren ca 220€ + 90€ Inkasso

Bis heute kam nichts neues.

kA ob zufall oder nicht, aber hatte auch die Buchhaltungsmitarbeiterin am Telefon darauf angesprochen und sie widersprach mir nich, als ich sagte, dass das inkassounternehmen kein Recht hat mir diese Gebühren zu verrechnen. Meinte nur, dass ich anrufen soll und das mit denen klären soll, was ich aber nicht gemacht habe und dass es Ihnen im Prinzip nur wichtig ist, dass sie ihr geld bekommen.

ich hoffe, deine Vorgehensweise soll kein Ratschlag an OP sein. Falls das Inkassounternehmen Klage einreicht bzw. MB beantragt, wird es teuer und unangenehm. Darauf vertrauen, dass jemand auf seine berechtigte Forderung verzichtet, ist .....


Antwort
Zitat

also es war kein rat an op, habe da nich viel ahnung von. Wenn da wieder was kommt zahl ich und gut ist, wollt eifach nur sehen ob das funzt, weil ich immer wieder lese dass man inkasso gebühren nicht zahlen muss. Die extra gebühren wären mir das wert War mir aber auch relativ sicher bis ich deinen post gelesen habe.

Aber soweit ich weiss, kann das inkassounternehmen dich nicht anklagen, weil zw mir und inkasso kein vertrag besteht. Sondern der verkäufer hat das inkassounternehmen beauftragt?

Noch dazu kann mir keiner erklären dass 90€ fuer eine rechnung rechtmäßig ist? hab da auch mal so ne liste gesehen, was man max an mahngebühren verlangen kann.

Achja und woher beziehst du dein wissen?

btw bin österreicher falls das ein unterschied macht


Antwort
Zitat
klys
Beigetreten: 20.05.2007
PokerStrategist

Kann sich hier mal jemand qualifiziert zu der Schufasache äußern? Ich habe vor zwei, drei Jahren mal eine (unberechtigte) Inkassoforderung bekommen, sofort beglichen und danach den Saftladen, der die Forderung unberechtigt an das Inkassounternehmen verkauft hat, via Anwalt darüber informiert, dass wir nicht im Clownland leben und man hier nicht machen kann, was man möchte. Habe natürlich alles auf Heller, Pfennig und mehr wiederbekommen.

Hat die Schufa davon an irgendeiner Stelle Notiz nehmen können? Kann man diese Frage überhaupt beantworten?

Wen es interessiert: Retoure an Klamottenshop, Einlieferungsbeleg natürlich vorhanden, Trackingnummer auch, Sendung ging verschwunden und das Unternehmen hat keinerlei Email/Telefonkontakt zugelassen, aber weiter automatisierte Rechnungen verschickt.


Antwort
Zitat
Bierwampe
Beigetreten: 08.04.2013
PokerStrategist

Einfach eine Selbstauskunft einholen. Dann prüfen. Sollte sich ein unrichtiger Eintrag darin befinden einfach widersprechen. Klappt eigentlich problemlos.

http://www.kostenlose-schufa-auskunft.de/


Antwort
Zitat
doubleJay
Beigetreten: 09.10.2006
BlackMember

zahl die 20 € und erspar dir weiteren ärger.


Antwort
Zitat
flashfy
Beigetreten: 25.03.2006
PokerStrategist

.


Antwort
Zitat
Siedepunkt
Beigetreten: 08.10.2008
Oldschool Grinder

Original von flashfy
Siedepunkt, sei mal nich so ne kleinkarierte pussi...

er hat bezahlt und gut ist. Da wird nichts kommen.

woher willst du das wissen?

wie viele Inkassounternehmen hast du bislang anwaltlich betreut?
wie viele Verfahren beim AG bzw. LG hast du bereits durchgeführt?
Übernimmst du die Kosten von OP, falls dein Rat fehlerhaft ist und es tatsächlich zum MB kommt?


Antwort
Zitat

dann sag uns du mal wieviele inkassounternehmen du bislang betreut hast? würd echt gern wissen woher du dein wissen beziehst, weil du klingst recht überzeugt von dir.


Antwort
Zitat
Siedepunkt
Beigetreten: 08.10.2008
Oldschool Grinder

wir haben in unsere Kanzlei mehrere Inkassounternehmen betreut einschl. große Versandhäuser (ich persönlich nicht).


Antwort
Zitat

gut dann erklär mir folgendes

warum sind inkassogebühren immer an der forderung gekoppelt sind?

Hatte bislang 2 inkasso briefe, die ich beide ignoriert habe und mit ursprünglichen Verkäufer geklärt habe.

Bei dem ersten wars 4500 + 1100 (wtf??)

und bei dem 2ten 220 + 90

Von freunden weiß ich auch, dass sie 500 + 200. Oder 60 + 40 usw gezahlt haben..

Ist das nicht schon Beweis genug, dass die machen was sie wollen und nur von der Unwissenheit profitieren?

Ich mein in jedem fall ist der Aufwand gleich groß, wie können da die Gebühren so stark abweichen.

Wäre nett wenn du uns mal aufklärst anstatt immer sagst, dass wir dumm sind und OP nicht auf "uns" hören soll.

Wie kann es zB sein, dass sie 90€ für einen Brief verlangen können? Sowie 1100€? Es ist bislang für sie kein Aufwand entstanden.

Wie gesagt, ich habe keine Ahnung von der Materie, ich habs einfach auf gut glück probiert und es scheint geklappt zu haben.


Antwort
Zitat

Hab zwar nur peripher (und von der Firmenseite aus) damit zu tun - aber was Siedepunkt sagt, ist richtig ---

Die Firma Amazon hat eine berechtigte Forderung (deren Berechtigung konntest du fristgemäß einklagen), die sie mit mehreren Mahnfristen einfordert (die in der Regel mehre Wochen betragen; aber du konntest einen Zahlungsaufschub beantragen).

Wenn du die Mahnfristen unbeantwortet verstreichen läßt, verkaufen sie die Forderung an ein Inkassounternehmen -- und von da an ist denen der Case scheißegal!
Wenn sich deine Zahlung mit dem Datum der Inkassoabgabe zu deinen Ungunsten überschnitten hat, kannst du das monieren.

Ansonsten darfst du dich nur noch mit dem IKunternehmen befassen --- und denen ist es genauso scheißegal, was davor passiert ist: denn die haben für deinen Case bezahlt und wollen Knete (und zumindest kein minus machen!)

Es gibt bei solchen Sachen immer Kulanzregelungen, je nachdem, wie sicher die Gesetzeslage ist, (die man rausfinden sollte) --- und wie Siedepunkt ja schon sagte: in wieweit die IK-Gebühren rechtmäßig sind, steht auf einem anderen Blatt


Antwort
Zitat
Khrano Themenstarter
Khrano
Beigetreten: 20.06.2009
PokerStrategist

Hallo zusammen,

es handelt sich bei diesem Beitrag um eine anonymisierte Nachricht im Rahmen unseres Angebots zur Erstellung von Anonymen Threads im Kummerkasten.
Dieser Beitrag, sowie eventuelle folgende Beiträge, stellen somit nicht meine persönliche Meinung oder die von PokerStrategy.com dar.

Viele Grüße
Khrano

************* (Originaltext) *************

Hi, vielen Dank für die Antworten.

Die Ratschläge hier sind also genauso unterschiedlich, wie die Tipps, die ich im Netz gefunden habe ;)
Amazon hat mir inzwischen auf meine Mail geantwortet und schreibt, dass die Übergabe an das Inkasso-Unternehmen automatisch nach nicht eingehaltener Zahlungsfrist erfolgt. Alles Weitere soll ich bitte direkt mit dem Inkasso-Unternehmen besprechen.

Nun ja, ich denke das kann ich mir sparen. Das Inkasso-Unternehmen wird mit Sicherheit auf seine Forderung bestehen, unabhängig davon ob diese berechtig ist oder nicht. Also entweder investiere ich jetzt Zeit und Energie und laufe trotzdem Gefahr mir für 15€ (das ist die Höhe der zusätzlichen Gebühren, wobei ich die genaue Zusammensetzung jetzt nicht im Kopf habe) weiteren Ärger einzuhandeln, oder ich beiße in den sauren Apfel und akzeptiere, dass ichs verkackt habe. Ich werde wohl den zweiten Weg gehen ;)

Trotzdem nochmal vielen Dank an euch!


Antwort
Zitat
doubleJay
Beigetreten: 09.10.2006
BlackMember

zahl die 15€ und mach den gleichen fehler nicht 2x.


Antwort
Zitat
sarc
Beigetreten: 06.06.2008
PokerStrategist

####

Und, ohne dich jetzt persönlich angreifen zu wollen: Wenn du bei einer Maus schon zu solchen finanziellen Problemen kommst, würde ich dir eher empfehlen, nicht mehr per Rechnung zu bestellen, sondern nur noch Dinge zu kaufen, für die aktuell das Geld da ist. Bankeinzug ist zudem auch viel bequemer.


Antwort
Zitat
Teilen: