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Chaotischer Beziehungsbeginn - was soll ich machen??

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BReWs7aR
Beigetreten: 26.03.2007
Elite Grinder

Original von josch2001

Original von cybergnom

Original von josch2001
Also kurze Zusammenfassung: Du sitzt erst wochenlang händchenhaltend wie zwei Schulkinder am Weiher und jetzt machst einen auf Pseudoalpha und beleidigte Leberwurst, weil sie mal ne Woche weg war, weil dir in nem Pokerforum dazu geraten wird und antwortest mit "Alles tippitoppi hier".

Kommentar abgegeben obwohl nix kapiert, Chapeau! =)

Ich wollte dir nur mal den Spiegel vorhalten, hat wohl nicht ganz geklappt.
Was ich sagen wollte: Sei einfach du selbst und verbieg dich nicht, vor allem nicht weil ein paar Leute im Netz dir zu irgendwas raten.
Sie hat dich so kennen gelernt und scheint dich auch so zu mögen, wenns nicht mehr ist, dann bringt dir dein Alphagehabe eh nix und schon gar nicht, wenns nur aufgesetzt ist. Jemand der dich kennt wird das eh durchschauen. Ich glaub ja eh nicht an diesen Alphamist, gut, wenn mans von Natur aus ist zieht das bestimmt die ein oder andere Frau an, aber wenn nicht, wird man auch nicht plötzlich zum Alpha, weil man eine Kontaktaufnahme ignoriert. Entweder man ist es oder eben nicht. Ein paar Dinge kann man vielleicht dazu lernen mehr aber auch nicht.

Ganz klar, Jain!Das stimmt, was du sagst: "Alpha" wird man nicht von heute auf morgen. Alpha ist für mich ein Typ, der Charisma hat, der weiß wo es lang geht, der selbst sagt worauf er Bock hat und was er nicht mag, der Typ, der selbst alles in die Hand nimmt. Das ist dieser Typ, der Freitagabend sagt, "hey wir machen heute das, oder das, oder das, was schlagt ihr vor?" etc. Der Alphatyp muss niemandem etwas beweisen. Der muss im Club nicht den harten raushängen lassen. Er folgt nicht irgendwelchen bescheuerten Pickup-Regeln. Er hat seine Prinzipien und moralischen Vorstellungen und daran hält er fest. Er hat zu allem eine bestimmte Meinung und entzieht sich auch nicht, wenn er sie äußern muss. Er ist alles andere als arrogant oder "der Führer" einer Gruppe. Er sieht sich im Idealfall selbst nicht als Leader. Er denkt nicht einmal darüber nach. Er ist einfach er selbst und das macht ihn so sozial und mental kompetent. Hier kann ich dir dann nicht mehr zustimmen. Imo einfache Missdeutung eines Begriffs.

Wenn OP vorher keinen Plan von solchen Sachen hatte und obv überfordert war, dann kann das schon ein guter Anfang sein, um sich weiter zu entwickeln. Dieser Alphabegriff ist allerdings auch so kontraproduktiv für alle, die sich mit Pickup und Persönlichkeitsentwicklung auseinandersetzen. Genau deshalb gibt es so viele sozial-inkompetente Menschen auf diesem Planeten. Die einen machen nichts, um irgendwie an Kompetenz zu gelangen und die anderen marschieren direkt weiter in die endlose Inkompetenz aller sozialer Fähigkeiten, weil sie das eigene visualisierte Idealbild falsch interpretieren. Danke Alpha.

@ op´s tippitoppi-sms

Was hättest denn Du, op, normalerweise auf diese Mail geantwortet? Also mit normalerweise meine ich, was Du geschrieben hättest, ohne den "Pua-Regeln" ?


Antwort
Zitat

BReWs7aR hats gut auf den Punkt gebracht.
Viele sehen PuA und Alpha und all diese Begrifflichkeiten sehr negativ. Vieles wirkt tatsächlich unecht, gezwungen und vor allem kommerzialisiert. Davon kann man gerne halten was man möchte, aber es ändert nichts an den grundlegenden Gedanken die dahinter stecken. Es braucht kein Alpha und Alphagehabe. Man muss nicht komplett jemand sein, der man einfach nicht ist oder nicht sein will. Aber man kann daraus einfach herausziehen, was in der Vergangenheit schiefgelaufen ist. Und das kennt fast jeder, der sich mit PuA auseinandersetzt, schließlich hat es ja sein Interesse erregt. Kein Mann mit normalem Verhältnis zu Frauen muss sich das reinziehen, noch nichtmal wissen, dass es das gibt.
Aber das sind wir nun mal nicht alle. Uns fehlen zT die männlichen Rollen(vor)bilder, die Väter (ob von Mutter getrennt oder einfach väterliche "Pflichten" vernachlässigt) und männlichen Erzieher. Diesen Platz nimmt nun PuA ein, und neben der Geldmacherei (braucht man so "Kurs" und "Coachings"? Mir hats gereicht aus den Basics eigene Rückschlüsse zu meiner Vergangenheit mit Frauen zu ziehen) sind da doch sehr nützliche Dinge begraben.
Auch das sollte man nicht alles unreflektiert aufnehmen. Daher ist es beinahe schon nützlich einmal im Leben zuvor mit Frauen auf die Fresse zu fliegen, um das Wissen richtig zu filtern.
Ganz nebenbei denke ich, dass es Frauen indirekt ähnlich machen. Mit irgendwelchem Bullshit in diversen Magazinen, die ihr nahelegen wie sie ihn zappeln lassen oder schlichtweg, wie sie ihr Äußeres manipulativ einsetzen können. "PuA für Frauen" gibt's im Grunde schon seit Dekaden und keinen störts.

Aber zum eigentlichen Punkt: ich würde mich niemals als Alpha bezeichnen, tatsächlich bin ich ein Nerd wie jeder andere auch, dauernd am zocken und nicht wirklich sozial. Aber ich versperre mich auch nicht den Dingen, ich bin's nur so gewohnt. Hab aber absolut nix gegen Unternehmungen mit Kollegen und den paar Freunden, die ich hab. Ich find das sogar sehr geil und spaßig, ich genieße es. Aber darum muss ich nicht aus Zwang jetzt zum Megasocializer werden, weil ich das nunmal nicht bin. Aber ich weiß, was ich will. Beruflich und privat. Ich zieh mein Ding durch. Und ich bin seit 2,5 Jahren glücklich an ein Mädl vergeben, das ähnlich tickt wie ich. Sie zockt, sie nerdet, sie zieht aber auch ihr Ding durch. Aber ich wäre ihr wohl nie begegnet, wenn ich mich nicht mit PuA beschäftigt hätte. Ich war Single und ich wollte weibliche Beziehungen in meinem Leben. Also bin ich rausgegangen und hab Dinge unternommen, Dinge die mir Spaß gemacht haben und wo immer neue Leute da waren. Da hab ich sie kennengelernt. Und ich hab ein bisschen den Arsch raushängen lassen, ohne respektlos zu sein. Ich hab ihr nicht gleich mein Leben dargelegt sondern bewusst auch Dinge im Dunklen gelassen. Ich war frech, ich war dreist, aber ich war höflich und anständig gleichermaßen, wenn es angebracht war. Und so war ich schon immer, bis es mir in der Pubertät irgendwann abhanden gekommen war aufgrund von Mobbing etc. Ich musste mich nicht verstellen, ich musste nur etwas dosieren und abwägen, wann was angebracht ist.
Und ich hab drauf geachtet nicht mein Ego mich leiten zu lassen, sondern einige strenge Prinzipien: zuhören, höflich sein, Spaß haben, aber auch Nein sagen und Zeit für sich beanspruchen. Und ich hab nie einen Hehl draus gemacht ihr die Dinge auch so zu sagen.

In der Beziehung gilt das Gleiche. Man muss es sich immer wieder bewusst machen! Sie ist nicht selbstverständlich und sie wird mir davonlaufen, wenn ich nicht den Arsch hochbekomme und weiter an mir arbeite, an der Beziehung arbeite. Ich muss immer wieder gegen mein Ego kämpfen, bisweilen auch gegen Ihres, und trotzdem auch standhaft bleiben wenn es um meine Interessen geht. Aber eben auch offen sein für neues, für Veränderungen. Man muss sich selber neu kennenlernen und sich ständig erweitern um mitzuhalten. Stagnation bedeutet das Ende. Man muss sein Leben nicht umkrempeln, man muss nur ab und zu einen Kompromiss finden, etwas tun worauf man nicht immer Lust hat, aber was einem nicht schadet und doch auch wieder die schönen Dinge erleben, die man schon kennt.

Und ich bin immer noch kein Alpha, aber für sie bin ich es. Das reicht mir.
Ohne PuA hätte ich die Dinge aber nie so reflektieren können, wie es letztlich geschah. Einzig aus Lebenserfahrung hätte das nicht geklappt, da bin ich mir sicher. Oder erst mit 40 oder so, wer weiß. Es hat mir nicht gezeigt wie ich zu sein habe, sondern wie ich ursprünglich gewesen bin.

Vergesst Alpha-Begriffe und was ihr damit verbindet; es geht einzig und allein darum sein Potenzial auszuschöpfen und jemand zu sein, mit dem Frauen (und generell Menschen) gerne zusammen sind und im Falle des Interesses auch wissen, wie sie sich selbst attraktiv für jemand bestimmten machen. Denn das ist Balzverhalten, das ist menschlich, das ist natürlich. Jeder tut es, jeder will es, aber nicht jeder weiß, wie es funktioniert. Und wer es falsch macht, der schadet nicht nur sich selbst, sondern im blödesten Fall auch den Anderen. So, wie man höchstwahrscheinlich auch Mist baut wenn man mit einem Werkzeug arbeitet, dessen Funktion man nicht kennt. Es kann klappen (und man weiß nicht, wieso), aber es kann auch schmerzhaft enden (und man weiß auch nicht, wieso).
Es braucht keine Sprüche, keine Posen und keine gezwungene Ablehnung/Respektlosigkeit, es reicht ein Gespräch, gesunde und offene Körperhaltung und der gewisse Reiz, eben das Flirten, gepaart mit Anstand und Etikette. Um dabei authentisch zu sein muss man eigentlich nur eins tun: mit sich selber im Reinen sein und einfach klarkommen im Leben. Keine Frau wird irgendwelche Probleme plötzlich magisch verschwinden lassen, es wird sie nur noch mehr herauskehren und vermehren.

-edit-
Kleine Ergänzung noch (ich könnt ewig viel dazu schreiben, aber eig wiederhol ich mich ständig...):
Probleme werden immer auftreten! In jeder noch so glücklichen Beziehung. Große wie kleine. Als Mann hat man die Pflicht imho mit Problemen fertig zu werden. Eine Frau will nicht, dass man ihr den Arsch abwischt und jede Gefälligkeit erweist, sie will aber (und hat das Recht darauf) dass ihr Männchen es hinbekommt Probleme zu lösen, die beide betreffen. Natürlich sollte sie helfen wo es nur geht, aber uns Männern wird ja Improvisationstalent und logisches Denken unterstellt, Frauen gehen nunmal emotional an viele Dinge ran. Bei Problemen ist meist logisches und nüchternes Verständnis von Nöten. Daher macht es für eine Frau keinen Sinn eine Beziehung mit jemanden einzugehen, der schon mit seinen eignen Problemen im Leben nicht klarkommt. Man trägt sowas idR nach außen, auch wenn man es nicht merkt. Die Frau, sie spürt es. Es ist also im besten Interesse eines Jeden sich der Probleme anzunehmen und sie aus der Welt zu schaffen. So, reicht jetzt aber :)


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josch2001
Beigetreten: 25.03.2006
BlackMember

Das hört sich ja ganz vernünftig an. Aber wenn man in den einschlägigen Foren mal liest und sieht was und wie da geschrieben wird, muss ich sagen, dass zumindest dies Hardcore PUAler meiner Meinung nach nicht ganz knusper sind. Da wird über Dates und Bettgeschichten geschrieben wie hier im Handbewertungsforum über eine Pokerhand. Das sie nicht Graphen von ihren "Erfolgen" (Wenn man das überhaupt so nennen kann) posten ist ja fast schon ein Wunder. Imo leiden die Typen da an Minderwertigkeiskomplexen, da sie sich anscheinend nur noch drüber definieren wieviele Frauen sie flachgelegt habn, ist aber nur meine Meinung und hier auch offtopic.
Gibt allerdings durchaus ein paar Sachen die bestimmt auch richtig sind, das will ich gar nicht abstreiten.


Antwort
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pryce99
Beigetreten: 31.03.2006
Oldschool Grinder

Original von Romeryo
Als Mann hat man die Pflicht imho mit Problemen fertig zu werden. Eine Frau will nicht, dass man ihr den Arsch abwischt und jede Gefälligkeit erweist, sie will aber (und hat das Recht darauf) dass ihr Männchen es hinbekommt Probleme zu lösen, die beide betreffen.

Genau solche Verallgemeinerungen sind es, die mich hier nur mit dem Kopf schütteln lassen. Du setzt hier einen Standard fest, der so aber nicht existent ist. Dein Bild mag auf viele Frauen zutreffen, aber eben nicht auf jede und genau darum ist das ganze Geblubber hier größtenteils unsinnig, da man am Ende mit so einer "Masche" dann genau die eine Frau trifft, die eben genau anders tickt und dann steht man genauso dumm da.


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Zitat

Wollte nicht pauschalisieren. Natürlich gibt es immer die Ausnahmen, selbst wenn sie sehr zahlreich sind. Es gibt viele Frauen, die die Männerrolle übernehmen (müssen) und wieder welche, die einfach nur Banane sind und irgendwie nicht ganz in der Gesellschaft angekommen. Oder in der Falschen.
Jedenfalls ist es generell Quark bei jeder einzelnen Frau landen zu wollen, aus welchen Gründen auch immer. Man muss nicht von allen geliebt, nicht mal gemocht werden. Man wird immer irgendwo anstoßen. Aber letztlich kann ich auch nur vom Regelfall ausgehen, und da muss ich einfach annehmen, dass der Durchschnittsmann gerne eine Partnerin hätte, die zu ihm passt, keine Psychobraut ist und auch dass der Mann sich doch wohler fühlt, wenn er mit seinem Leben klarkommt und kein Wrack ist. Und daraus ergibt sich, dass die Durchschnittsfrau eben auf Männer steht, die mit Problemen umgehen können und im Idealfall ein starker Partner für sie sein kann, wenn sie Probleme hat. Nicht, dass er sie für sie löst, sondern dass er Kapazitäten übrig hat sie dabei zu unterstützen, weil er eben keine eigenen gravierenden Sorgen hat.

Wo aber die meisten, mich eingeschlossen, ins Straucheln geraten (sind),ist, Verantwortung zu übernehmen, für sich und für andere, in der Gesellschaft klarzukommen und irgendwie im Ansatz vermuten lassen, dass man mit unsereins eine gesunde Familie gründen kann. Stattdessen weigern sich die meisten erwachsen zu werden (ergo Verantwortung übernehmen) oder machen das Mädls aufreißen zum Wettbewerb, der letztlich auch nur dient um das eigene Ego zu pushen. Auch kein Zeichen von Reife.

Da ich aber sehr viele Erfahrungen gemacht hab, die den gepeinigten OPs hier grundsätzlich ähneln, kann ich mir auch anmaßen dass ungefähr möglicherweise auch die gleiche Herangehensweise eine Hilfe sein kann, natürlich ohne Garantie. Aber hey, wenn man sonst keinen Rat weiß und die Lager sich spalten zwischen PuA-yeah! und PuA-Pfui!, dann ordne ich mich in der Mitte ein und versuche nur jeden zu ermutigen, sich nicht grundsätzlich vor Dingen zu versperren, die einem helfen können. Aber eben auch nicht uneingeschränkt und unreflektiert zu verinnerlichen.


Antwort
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BReWs7aR
Beigetreten: 26.03.2007
Elite Grinder

Ich finde diese Grundsatzdiskussion, ob Pickup gut oder schlecht ist doch sehr beschränkt. Beschränkt auf ein beiderseitiges Schwarz/weiß-Denken. Die einen, die meinen Pickup sei doch quatsch und man wolle sich nicht an Regeln halten oder einen Algorithmus verwenden, nur damit man eine Frau flach legt, sind meiner Meinung nach genauso in ihrem Horizont eingeschränkt, wie diejenigen, die denken, dass Pickup der goldene Pfad wäre und alle anderen unrecht haben.

Ich sehe Pickup als eine Art Denkanstoß für den, der sich über sein Leben Gedanken macht und herausfinden möchte welche Sichtweisen ihn eventuell noch weiterbringen könnten. Es gibt eben wie überall viele Approaches, zu denen man sich Gedanken machen kann und die man annehmen kann. Nicht jeder, der sich mit Pickup auseinandersetzt hat den gleichen Approach. Viele wollen einfach nur ein "Mann" werden, als den sie sich selbst schon immer hoffnungslos gesehen haben - mit Eigenschaften ausgestattet, bei denen er charismatisch, humorvoll, bodenständig, mental stark wird. Eben mit genügend sozialer Kompetenz, die einen nicht wie ein Macho, aber auch nicht wie ein netter Junge erscheinen lassen. Nicht jeder denkt, dass er sich messen möchte, indem er so viele Frauen wie möglich flachlegt. Viele, mich eingeschlossen, wollen einfach persönliche Weiterentwicklung erfahren. Dazu gehört auch das lösen mentaler und sozialer Probleme im Umgang mit anderen Menschen. Und genau dazu ist Pickup ein sehr guter Einstieg und allemal besser als nichts zu tun. Wenn man die wichtigen von den unwichtigen Informationen auch in einem Pickupforum filtern kann, dann wird man schnell feststellen, dass einem das mehr Nutzen einbringt, als wenn man alles auf die Goldwaage legt, was dort publiziert wird.

Natürlich wird das in der grenzenlosen Anonymität des Internets sehr gut publiziert und kommuniziert, dass es nur um das Frauen aufreißen geht. Dann wird dogmatisch natürlich sehr viel davon berichtet, dass die und die Line die beste ist und man sich das am besten noch auf die Stirn schreiben sollte. Endlich kann jeder Frauen aufreißen - zumindest auf dem Papier. Jeder macht sich ein Stück größer als er ist. Das ist übrigens schon in jedem Social Network der Fall. Ich meine, es ist für viele schon ein Fortschritt, einfach die Theorie zu kennen und sie lehren zu können - auch wenn sie in der Praxis keine Ahnung davon haben. Das mag zwar einer Diskussion würdig sein, aber darum geht es in meinen Augen in einem Internetforum nicht. Wenn mir in einem Internetforum jemand die Welt erklärt, wie sie sich dreht, wie die Sonne im Zusammenhang dazu steht und wieso es Luft, Feuer und Dummheit gibt, dann ist mir das völlig egal, ob er die Welt schon einmal gesehen hat. Im Pokerforum das gleiche. Jeder tauscht sich über Strategien aus, jeder bringt sein Wissen zum besten, jeder gibt Tipps, die der andere nicht berücksichtigt hat. Jeder reflektiert selbst und das Spiel anderer. Wir wissen im Endeffekt aber nicht, ob derjenige das in der Praxis auch so anwenden kann. Und ob die ganzen Graphen nicht etwa gefaked sind, die hier reingestellt werden. Das geht per Mausklick im Holdemmanager. Es ist also egal, ob jemand den und den Approach hat und wie er sich gibt. Wir können daraus nur das beste für uns ziehen, fernab von persönlichen Fehden, die wir doch im Endeffekt mit uns selbst führen, wenn uns mal wieder ein Beitrag in einem Pickupforum gegen den Strich geht, weil dort beispielsweise Fließbandsex kommuniziert wird.

Viele begreifen eben nicht, dass es nicht um den noch so geilen Ego-push geht, sondern um die Vielfalt seines eigenen Glücklichseins. Erst wenn der Gedanke an das eigene Ego verschwindet und man nicht mehr abhängig ist von den Meinungen anderer, dann befindet man sich meiner Meinung nach auf einem sehr guten Weg ein glücklicheres Leben zu führen. Je mehr Dinge uns das Leben erleichtern, desto glücklicher werden wir. Je mehr Neugier in uns steckt, desto mehr Erfahrungen sammeln wir. Deshalb kann ich auch hier niemanden verstehen, der sich Pickup voll und ganz verschließt und der sich vor allem vor den Denkweisen anderer "erfahrener" Personen verschließt.

Eine Sache noch:
Diese ganzen Regeln und Abfolgen, die man einhalten muss, um diverse Pickup-Methoden durchzuführen finde ich auch nicht so produktiv. Man verkrampft, ist nicht man selbst und am Ende verkackt man alles, weil man die Theorie noch nicht beherrscht. Allerdings gibt es Sachen, die man einfach so lange üben muss, bis sie zu unbewusster Kompetenz werden. Das heißt, man muss nicht mehr darüber nachdenken und macht schon bestimmte Dinge besser. (Ich schreibe bewusst "besser" und nicht "richtig", da jeder seinen Weg finden muss und nach Perfektion zu streben macht langfristig mehr Sinn, als Perfektion tatsächlich erreichen zu wollen) Dumm ist natürlich eine Herangehensweise á la: Jetzt muss ich mich zur Seite drehen, dann darf ich sie erst angucken, dann muss ich die Hände zeigen, dann bloß nicht zwinkern und oder schnelle Bewegungen machen. etc. Sinnvoll wäre es, einfach mit kleinen Sachen zu beginnen. Sich eben nicht an einen Algorithmus zu halten, sondern sich zum Beispiel zu sagen, wenn man Probleme hat andere(fremde) Menschen anzuschauen und mit ihnen zu reden, dann nimmt man sich keine Abfolge an Tätigkeiten vor, sondern übt das Blick-erwidern bei jedem kommunikativen Kontakt. Man übt das solange bis man es intuitiv meistert und nicht mehr darüber nachdenken muss. (Da ist Pickup eben eine enorme Informationsquelle, man muss nur die "richtigen" Dinge in sein Leben integrieren.) Danach geht man zur nächsten Baustelle und behebt Mängel, die nicht in das Gesamtbild gehören (sollen). Ganz oben sollte ohnehin stehen, dass man gerne Mensch wäre und immer im Kopf behält, dass alle anderen um einen herum auch nur Menschen sind, die ständig Fehler machen und man sich mit seinen eigenen Fehlern stets für viel wichtiger hält als man eigentlich ist. Im Endeffekt kümmert sich ja die meiste Zeit doch jeder nur um sich selbst.


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seros
Beigetreten: 29.05.2005
Elite Grinder

Beitrag ist recht gut. Schön, dass du dir so viel Zeit nimmst :)


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Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006
Oldschool Grinder

Da hast Du recht, einfacher wäre es allerdings gewesen Romyeros vorletzten post zu quoten :pokerface:


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cybergnom Themenstarter
cybergnom
Beigetreten: 11.04.2007
Oldschool Grinder

Soooo, nach einiger Zeit meldet sich der OP mal wieder.

Seit der Geschichte mit der holden Maid hat sich bei mir ziemlich viel getan. Ich habe in den letzten Monaten viel über mich selber und meine "Beziehung" zu Frauen nachgedacht, habe einige Bücher gelesen und an meinem Mindset gearbeitet. Natürlich könnte ich jetzt hier ne dreiseitige Abhandlung darüber schreiben, was ich wie für mich umgesetzt habe und wie es sich ausgewirkt hat - falls jemand Interesse hat nehm ich mir dafür evtl. mal Zeit.
Auf jeden Fall: Es läuft. Es läuft sogar hervorragend. Seit dem ich mich und mein Leben in meinen Mittelpunkt stelle und die Frauen quasi als "i-Tüpfelchen" sehe, funktioniert es mit dem weiblichen Geschlecht wie von alleine. Es ist wirklich faszinierend zu sehen, wie sich das bei mir entwickelt hat. Mit jedem Schritt "weg" von den Frauen, kamen diese auf mich zu. Je weniger ich eine neue Bekanntschaft "beachtet" habe, desto mehr sprang sie auf mich an. Und das Interessanteste: je hübscher und begehrter ein Mädel ist, desto besser funktioniert das.

Unterm Strich muss ich sagen, dass mir nichts besseres passieren konnte, als dass ich das Mädel aus dem Startpost kennengelernt habe. Auch wenn es nix geworden ist und ich damals wirklich down war - wenn sie nicht einfach davon wäre, hätte ich diese Entwicklung wahrscheinlich nie mitgemacht.

:f_drink:


Antwort
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:f_thumbsup:


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tobbeyy
Beigetreten: 07.04.2009
PokerStrategist

Top! Würde mich trotzdem interessieren, was du wie konkret umgesetzt hast. Ist ja immer sehr individuell sowas :)


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AKI307
Beigetreten: 15.07.2006
BlackMember

Original von tobbeyy
Top! Würde mich trotzdem interessieren, was du wie konkret umgesetzt hast. Ist ja immer sehr individuell sowas :)

#, welche Bücher hast du gelesen? Und wie genau hast du es geschafft, von Frauen sind der Mittelpunkt zu "ich bin der Mittelpunkt u. Frauen können ein Teil von meinem Leben sein". Musst ja ganz schön an dir gearbeitet haben, sonst kann ich mir nicht vorstellen, dass so ein Prozess/Sinneswandel in wenigen Wochen/Monaten möglich ist.


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cybergnom Themenstarter
cybergnom
Beigetreten: 11.04.2007
Oldschool Grinder

Ok, dann versuche ich mal in möglichst kompakter Form meine Entwicklung zu skizzieren.

Dazu muss ich aber ein wenig ausholen.
Ich hatte Ende 2013 eine ziemlich dreckige Trennung von meiner Verlobten. Die Art und Weise und auch die ganzen Umstände waren nicht gerade die feine englische Art. Daraufhin bin ich in einen Sog geraten, und ich habe mich immer mehr darauf versteift, unbedingt wieder eine Freundin haben zu müssen. Zum einen weil ich nicht allein sein wollte/konnte, vor allem aber (so sehe ich das heute) um Bestätigung zu bekommen. Durch die Trennung damals lief auch beruflich einiges schief und da ich zu "Ihr" gezogen bin, waren auch die sozialen Kontakte eher dürftig. Im Laufe der Zeit war ich dann bei vielen Dating-Portalen angemeldet, habe mich unter der Woche nur auf's Nachrichten-Schreiben konzentriert und am Wochenende - wenn ich denn mal weg gegangen bin - war oberste Priorität "eine aufzureißen".
Dass das natürlich überhaupt nicht funktioniert hat brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Anfang/Mitte 2014 bin ich dann umgezogen und habe nen neuen Job angefangen. Frauentechnisch war ich aber immernoch fixiert, und wollte unbedingt wieder jemanden an meine Seite zu bringen.
Und dann kam "Sie" (die, um die es mal in diesem Thread ging). Ich war Feuer und Flamme, wollte alles tun, hatte immer Zeit und und und. Es war ein wahnsinniges Gefühl der Bestätigung, nach dem ich so lange gesucht hatte. Und dann plötzlich, ohne einen (für mich!!!) erkennbaren Grund, war sie wieder weg. In den ersten Tagen war ich wie gelähmt, habe immer wieder unsere Chats durchgelesen und nach nem Fehler gesucht. Was habe ich nur wieder falsch gemacht? Wieso ist da auf einmal nichts mehr, wo vor Kurzem noch so viel war? Ich habe wirklich viele Tage einen Grund und die Schuld bei mir gesucht.

Und irgendwann kam der Punkt an dem ich gesagt habe: So geht's nicht weiter. Ich kann mich nicht ständig nur wegen einem Menschen, der mich hat sitzen lassen, fertig machen. Und ab dann begann der Prozess der Erleuchtung. Ich habe viel in Foren zum Thema Männer und Frauen gelesen, ich habe mir Bücher gekauft und mehrere Male zu Gemüte geführt und für mich folgende Punkte herausgezogen:
- Frauen sind genauso Menschen wie ich, sie sitzen auf keinem Thron und müssen nicht vergöttert werden
- Frauen sind genauso sexgeil wie Männer, zeigen es aber niemals so offen
- Um einer Frau zu gefallen, muss ich mir erstmal selbst gefallen
- Ein ehrliches und aufrichtiges Handeln ist das A&O um bei Frauen zu landen - nix posen, nix vorspielen, einfach so sein wie man ist
- Mein eigenes Leben muss mir gefallen, ich muss alleine Spaß haben können. Eine Frau zu haben ist nur ein Teil davon aber BEI WEITEM nicht alles

Und dementsprechend habe ich dann mein Leben umgekrempelt. Ich habe wieder angefangen Fußball zu spielen, bin wieder zur Feuerwehr, fahre wieder mit auf Ausflüge von Vereinen und und und.
Inzwischen bin ich fast ein wenig im "Freizeitstress", weil fast jeder Tag schon verplant ist. Und es macht mir riesig Spaß, da ich von Grund auf ein kommunikativer und fröhlicher Typ bin.

Und je mehr ich mich darauf fokussiert habe, selbst Spaß im Leben zu haben, desto öfter kam ich mit neuen Frauen in Kontakt. Einerseits ist es natürlich der einfachste Weg in einer Gruppe Mädels kennen zu lernen (die Freundin von ner Freundin, die Zuschauerin der anderen Mannschaft, etc.) aber andererseits scheine ich jetzt eine ganz andere Ausstrahlung zu haben. Klar: mit 1.97m fällt man überall erstmal auf, aber die gesamte Kommunikation mit den Frauen ist inzwischen eine ganz andere.

Ein weiterer elementarer Punkt ist aber sicherlich auch, dass ich heute ein Mädel mit einem ganz anderen Mindset anspreche. Früher war der Hintergedanke immer "was denkt die von mir? was muss ich tun um ihr zu gefallen? Hoffentlich mag sie mich und ich kann ein wenig knutschen" und das merken die Damen von Welt natürlich sofort. Heute sieht das ganz anders aus. Heute bin ich getrieben von Neugierde über die Frau, was wohl hinter den tollen braunen Augen steckt oder warum sie mit nem Micky-Mouse T-Shirt in der Disko steht. Der Rest, Körperkontakt, Küsse, Sex kommt von ganz alleine.

Und, und das ist wahrscheinlich das allerwichtigste zu diesem Thema: Ich habe langsam raus, die Körpersprache der Frauen richtig zu deuten. Das ist, so denke ich, das aller aller aller wichtigste beim Thema "Frauen kennen lernen". Sehr viele Männer verpassen großartigste Möglichkeiten, weil sie es einfach nicht checken. Da kann eine Frau halbnackt mit sabbernden Lefzen vor einem stehen und der Mann denkt sich "das kann doch nicht wegen mir sein!?". In letzter Zeit habe ich wildfremde Frauen angesprochen, weil mir etwas aufgefallen ist: Selbst ein ganz kurzer Moment des Blickkontakts reicht aus um zu wissen was zu tun ist.
Außerdem macht es mir nichts mehr aus, wenn ich mal von einem Mädel abgelehnt werde. Lieber gleich ein "Nein" und Zeit sich um eine andere umzuschauen als stundenlanges, belangloses Gequatsche. Dafür ist mir inzwischen meine Zeit zu schade.

Wie gesagt, es läuft. Und es wird immer besser. Sowohl Quantität als auch Qualität der Frauen steigt ständig. Inzwischen ist es so, dass ich nahezu jedes Wochenende ein neues Mädel kennen lerne, mit der was gehen würde.

Ich bin zufrieden :f_drink: :f_cool:

Edit:

Original von AKI307

Original von tobbeyy
Top! Würde mich trotzdem interessieren, was du wie konkret umgesetzt hast. Ist ja immer sehr individuell sowas :)

#, welche Bücher hast du gelesen? Und wie genau hast du es geschafft, von Frauen sind der Mittelpunkt zu "ich bin der Mittelpunkt u. Frauen können ein Teil von meinem Leben sein". Musst ja ganz schön an dir gearbeitet haben, sonst kann ich mir nicht vorstellen, dass so ein Prozess/Sinneswandel in wenigen Wochen/Monaten möglich ist.

Ich habe folgende Bücher gelesen:
- Das Gesetz der Eroberung (Maximilian Pütz)
- Vom Finden und Gewinnen begehrenswerter Frauen (Bela Calise)
- Erfolg bei Frauen (Kolja Bonke)
- Models (Mark Mason)

Meiner Meinung nach am besten ist die Reihenfolge: "Models" und dann "Das Gesetz der Eroberung"
In "Models" wird sehr stark auf das Thema "Persönlichkeitsbildung" Wert gelegt und "Das Gesetz der Eroberung" liefert dann noch gute Tips, wie man am besten mit Frauen umgeht.
Die anderen Bücher fand ich persönlich jetzt nicht so spannend.

Und ja, ich habe stark an mir gearbeitet. Ich denke mal, dass es mir aber leichter fiel, da ich von Grund auf sehr gesellig bin und nen großen Freundeskreis habe. Und so auch mein Leben schneller wieder in den Griff bekommen konnte als es vielleicht bei anderen mit weniger sozialen Kontakten der Fall sein wird.


Antwort
Zitat

Starke Antwort. Hat auch mir etwas die Augen geöffnet. Ich hab zwar an und für sich keinen Stress mit den Damen und mache mir auch keinen, merke aber wie ich zuviel Zeit dafür aufwende Frauen in mein Leben zu bringen, durch Flirtportale etc. Das ist aber überwiegend eher frustrierend, weil man nichtmal die Möglichkeit bekommt eine kennenzulernen, da 99% sofort abblocken.
Ich sollte wirklich kürzer treten und sie einfach kommen lassen, mich mehr in soziale Gruppen integrieren (mach ich bereits, ginge aber auch öfter) und mich entspannter machen. Eigentlich ist es mir fast schon egal mit wem ich kommuniziere und wie, hauptsache ich kann mich austauschen und Potenziale erschließen (andere Freundeskreise zB). Komme mir vermutlich generell etwas einsam vor wenn ich grad nicht arbeite oder was unternehme, da meine Trennung ja auch noch keine 2 Monate zurück liegt. Also danke für deinen Post und die Buchempfehlungen :f_drink:


Antwort
Zitat
tobbeyy
Beigetreten: 07.04.2009
PokerStrategist

Not bad, sir. :f_thumbsup:


Antwort
Zitat
Borey
Beigetreten: 14.09.2006
PokerStrategist

"Das Gesetz der Eroberung (Maximilian Pütz)" ist heute angekommen. Gebe mal einen Report sobald ich es durch hab.


Antwort
Zitat
cybergnom Themenstarter
cybergnom
Beigetreten: 11.04.2007
Oldschool Grinder

Dann viel Spaß beim Lesen!
Vielleicht noch ein kleiner Tip: Versuche schon beim Lesen so gut wie möglich zu reflektieren und beziehe die Aussagen auf Dich und Deine Erlebnisse. So bringt es meiner Meinung nach am Meisten.
Nur "Lesen" macht IMO wenig Sinn...


Antwort
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