Original von Nadiine
************* (Originaltext) *************
thx erstmal für die antworten
Hast du viele enge Bekannte?
ne, einen und viele lose bekannte,leute die man anrufen kann um was zu unternehmen zwei.bei den anderen würde es etwas komisch anmuten.
Was hindert dich subjektiv dran, vorhandene Bekanntschaften zu intensivieren bzw neue interessante zu schließen?
Wie kommst du selber mit dir alleine klar?
meinst du wenn ich alleine bin? oder allgemein? falls letzteres, liegen welten zwischen mir und meinem gewolltem-ich
Ja, wie gehst du mit dir selbst um, wenn du für dich bist? Was gönnst du dir? Bestrafst du dich möglicherweise absichtlich (Verwahrlosung etc)?
Nutzt du deine Zeit produktiv?
ne überhaupt nicht,verplemper die meiste zeit random im internet.vllt. 10% des tages nutze ich sinnvoll.
Dir fehlt also eine gewisse Struktur im Tag, ein Job, Hobbies und die Motivation dich aufzuraffen? Was wolltest du denn schon immer mal tun? Was hast du dir vorgenommen, was du einfach nicht anpackst und welche Dinge müssten dringend erledigt werden, da es sonst deine Lebensgrundlage gefährdet?
Bist du generell gerne unter Menschen oder eher ein Eigenbrödler?
bin krasser eigenbrödler(hab durschnittlich ~4x im monat soziale kontakte, manchmal auch gar nicht), war ich schon immer, hab/hatte nur in urlauben immer viel sozialen kontakt
Der Mensch ist nunmal ein soziales Wesen. Man muss nicht alle Menschen mögen, aber ohne menschliche Interaktion kann man nur unglücklich werden. Glaubst du, das du der Welt nichts bieten kannst? Ihr nicht genügst? Unvollständig seist oder gar unwürdig für menschlichen Kontakt?
Was denkst du, ist das wertvollste, was ein anderer Mensch dir geben könnte ?
liebe? keine ahnung,schwer zu sagen.gute gespräche? was denkst du in der hinsicht?
Ich denke Anerkennung ist mit das wichtigste, da es in vielen Formen daherkommt (Liebe, Zuneigung, "guten Vibe", Motivation, Interesse etc.). Aber all dem muss man selbst offen gegenüberstehen, sonst blockt man genau das, was man sich wünscht.
was denkst du ist das wertvollste, das du einem anderen Menschen geben kannst?
früher auf jeden fall gut zuhören und gute ratschläge geben
Beinhaltet gutes Zuhören wirklich Zuhören, oder nur deren Worte registrieren? Basieren deine Ratschläge auf Dingen, die du selbst so handhaben würdest? Welchen Ratschlag würdest du dir selbst geben?
Was sind deine Hobbies?
zählt mich in clubs zu betrinken?
ich hab keine,sofern computerspiele nicht zählen.bin aber auch depressiv,denke daher kommt auch der interessenverlust.
Hobbies im Sinne von kreativ, bereichernd und produktiv, mit Menschen oder ohne, aber idealerweise mit. Hobbies sollten da sein, um Energie zu regenerieren, nicht sie weiter zu erschöpfen.
Wie schauts mit Frauen aus?
ziemlich mau, in clubs sprech ich in den allerseltensten fälle nur welche an.bin seit 3 jahren single,die frauen die ich in der zeit hatte, hab ich nach kürzester zeit abgeschossen,entweder hat mich irgendwas am charakter genervt, oder es war halt einfach nicht stimmig.hab das dann immer auslaufen lassen.zur zeit bin ich aber auch wohl nicht die beste partie.
Da wirst du immer wieder Enttäuschungen erleben, wenn du dich selbst nicht akzeptieren kannst. Wie soll es dann eine Frau? Du wirst maximal ebenso kaputte Frauen anziehen, mit denen du sicher nicht glücklich wirst.
Hast du Probleme, offen auf Frauen zuzugehen
definitiv ja, also die meiste zeit schon, manchmal bin ich aber auch in einer tagesform in der alle anspreche.ist aber sehr rar, meistens wenn ich im club bin und durch zufall oder weil ich muss vorher schon schon mit mit 3-4 fremden gesprochen habe.
Okay, das ist also deine geringste Sorge fürs Erste^^
oder mit ihnen zu kommunizieren?
würde ich nicht sagen nein.
Ich meine nicht nur reden, sondern wirklich kommunizieren. Tiefgründig, auf emotionaler Ebene.
Machst du Sport?
sporadisch,1-2 im monat
Wäre ratsam, es öfters anzugehen. Siehe Hobbys.
Beruflich alles okay?
ne überhaupt nicht, aber da möchte ich hier nicht drüber reden.
Kein unwesentlicher Grund für deine Verstimmung.
Das kenne ich sehr gut. Bin dadurch vollkommen aus der Spur geraten und habe angefangen alle Dinge zu beurteilen und ständig bei Aktionen oder Aussagen von anderen zu denken "lol was fürn fail gedankengang".
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beschäftigst du dich mit spritualität? also mooji, neo-advaita die ecke?
Ich? Ich beschäftige mich nur mit Vernunft.
Also was ich heraus lese ist, dass es vielleicht etwas viel für den Kummerkasten ist und dir professionelle Hilfe wirklich dienlicher wäre. Da ist schon 'ne Menge zusammengekommen und dein Charakter ist nur ein Symptom, aber kein Grund dafür. Es läuft 'ne Menge nicht richtig bei dir und du merkst das natürlich.
Jetzt ist die Frage: willst du das ändern?
Es ist fundamental wichtig, dass du auch erkennst, dass es an DIR liegt, das alles zu ändern! Keine äußeren Umstände sind Schuld, glaub mir. Es ist alles so, weil du es so zugelassen hast. Was nicht heißt, dass du an allem Schuld bist.
Aber das bedeutet auch, dass du die Macht darüber hast, es zu ändern. Du hast es in der Hand, dein Leben wieder in richtige Bahnen zu lenken.
Wenn du es nicht schon hast, vertraue dich einem Arzt an, der dir die weiteren Schritte erklären kann.
Ansonsten kann ich dir hier auch nur Empfehlungen geben, was mir persönlich sehr geholfen hat.
Zunächst mal, um Dinge überhaupt anzupacken:
Mini Habits.
Das kostet nur 5€ und ist direkt im Browser lesbar, auf amazon (Kindle-App).
Hier geht's darum die Grundbedingung für eine neue Gewohnheit so minimal zu halten, dass es keinerlei Mühe erfordert sie jeden Tag zu tun. Der Trick ist, einfach mit etwas zu beginnen. Dein Kopf erledigt dann den Rest. Falls natürlich aus medizinischen Gründen da eine Blockade ist, musst du dich wie gesagt erst dahingehend kümmern, über Psychotherapie oder Medikamente, die Docs wissen Bescheid.
Jedenfalls tricksen wir so den Mechanismus im Kopf aus, der Motivation oder Willenskraft benötigt, um eine noch nicht angewöhnte Sache in Angriff zu nehmen.
Beispiel 1: Zähneputzen machst du (hoffentlich) fast täglich ganz automatisch -> du benötigst dafür keinerlei Energie oder Gedanken.
Beispiel 2: Täglich Liegestütze machen kostet Energie und Willenskraft, wenn die Motivation nicht vorhanden ist, was extra Energie kostet, wenn man sich überwindet. Aber falls dein Ziel nur ein Liegestütz am Tag ist, brauchst du nicht soviel Überwindung wie wenn es immer mind. 10 oder mehr wären. Der Fitnessaspekt ist erstmal nur sekundär, viel wichtiger ist, dass du es täglich machst. 1x Liegestütz am Tag schafft man auch, wenn man keine Lust hat oder sogar krank ist. Man sollte es auch mit Ankerpunkten verknüpfen, zB direkt nach dem Aufstehen, nach dem Zähneputzen, vor dem Duschen, vor dem Schlafengehen etc. Der eine Liegestütz ist lediglich dein Startpunkt. Du darfst zu jeder Zeit mehr als einen machen. Aber es ist nicht schlimm, wenn du an manchen Tagen weniger schaffst als vorher, oder gar nur den einen. Trotzdem war es im Bezug auf die Gewohnheitsentwicklung ein Erfolg.
Das kannst du auf so gut wie alle positiven Gewohnheiten anwenden, die dein Leben bereichern oder vereinfachen. zB wenn's um gesunde Ernährung geht. Nimm dir zB auch vor, nach dem Aufstehen direkt ein Glas Wasser zu trinken und staune über die positiven Effekte, die das binnen kürzester Zeit hat. Ich bin seither fast komplett auf Wasser umgestiegen.
Weiterhin: iss vernünftig! Schlaf ausreichen (8h), trinke viel. Dein Geisteszustand (und der Gemütszustand) ist sehr beeinflussbar von deiner körperlichen Verfassung. Wenn ich hungrig oder müde, oder schlichtweg ungeduscht bin, schleichen sich auch bei mir viel schneller negative Gedanken ein. Triff keine wichtigen Entscheidungen wenn du hungrig, durstig, gestresst oder schlecht drauf bist. Decke diese Bedürfnisse vor allem anderen.
Räum dein näheres Umfeld auf, sprich da, wo du wohnst. Schaffe Ordnung! Denn dann räumst du in dir auch gleichzeitig etwas auf.
Kümmer dich um deine Existenz! Sprich, Beruf. Wenn du keinen hast, such dir einen. Bewirb dich oder tu alles, was dir angeboten wird um dich auf einen möglichen Beruf vorzubereiten, auch wenn das Hilfe des Amts benötigt.
Bist du unzufrieden mit deinem aktuellen Beruf, finde heraus woran es liegt und änder es. Wenn es wirklich nicht geht, such dir einen neuen Beruf.
Grundsätzlich ist die Devise: umgib dich mit Menschen, Hobbies und Situationen, die dir etwas bringen und werde Menschen, Gewohnheiten oder Dinge los, die dir schaden. Achte auf deine Zeitressource, denn sie ist das wertvollste, dass du hast und je haben wirst, denn sie ist unwiderbringlich. Wenn du etwas ändern willst, dann ist JETZT immer der beste Augenblick.
Eine weitere Buchempfehlung, die ich dir geben kann ist: Willst du normal sein oder glücklich?
Da bleibt mir nur viel Erfolg zu wünschen, und zöger nicht zu fragen.
PS: mir erging es damals ähnlich wie dir. Ich weiß daher, dass du alles schaffen kannst, was du dir vornimmst.