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Schorscheee
Joined: 09.06.2007

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26 replies
freigeizt
Joined: 15.08.2009

einige unis haben psychologische beratungsstellen (die meisten?)

würd mich dahingehend mal informieren da sie genau die situation gut kennen dürften..


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vaaya
Joined: 22.01.2010

Welcome:) Kann das ganze aus eigenen Erfahrungen sehr gut nachvollziehen, habe auch sehr sehr mit der BA gehadert. Hab mir selbst viel zu viel Druck gemacht, weil ich an sich im Studium auch gut, bis sehr gut durchgekommen bin, aber mich mit dieser Aufgabe die sich über so eine "lange" Zeitspanne zieht, einfach nicht anfreunden konnte.

Diese Unstrukturiertheit, die du erwähnst kommt mir sehr bekannt vor....war auch immer jemand der alles auf den letzten Drücker gemacht hat, was bei den Prüfungen noch nicht das große Problem war....bei der BA funktioniert es aber leider idR nicht mehr so. Schreibe grade meine MA und seh mich mit ähnlichem konfrontiert, aber hab zumindes die Hoffnungen dass die Erfahrungen von vorher mir n bissl helfen diesmal n bisschen anders an die Sache ranzugehen.

Zunächst mal, was schon gesagt wurde, schau, ob es an der Uni eine Beratung gibt und geh hin! Die wissen schon ziemlich genau was sie tun (du bist sicher nicht der erste!) und können dir helfen deine Gedanken und deinen Zeitplan zu strukturieren. Dann....schreib!! schreib einfach, wenn auch nur Stichworte oder Gedankengänge, egal wie es klingt (es liest ja keiner)....hauptsache ist, du hast erstmal was auf dem (digitalen) Papier. Das motiviert schonmal. Setz dir nicht zu hohe Ziele, was du am Tag erledigen willst und nimm dir Zeit deine Bedürfnisse zu beachten...klingt blöd, aber manche sind so sehr darauf versteift, ihr Soll zu erfüllen, dass ordentlich essen oder Soziales erstmal zurückgestellt werden, was die Situation meiner Erfahrung nach nicht verbessert.

Oft ist es auch so, dass das, was du als "grade so in Ordnung" betrachtest und lieber erstmal verbessern willst, vom Betreuer ganz anders gesehen wird. Lass dich vorallem nicht von Korrekturen seinerseits nicht runterziehen (weil du es eben nicht direkt perfekt gemacht hast), sondern sieh es als das was es ist: konstruktive Kritik! Du musst versuchen zu verinnerlichen, dass es der normale Werdegang einer solchen Arbeit ist, in Kommunikation mit dem Betreuer alles iterativ zu verbessern und nicht von Anfang an alles perfekt ist...dafür ist der Betreuer da! Da steht einem oft der eigene Perfektionismus im Weg.
Hast du vllt Leute die im Fach drin sind, die dir helfen können deine Gedanken zu strukturieren? Nutze das! Egal wie doof dir deine Fragen vllt vorkommen.

Und vielleicht zur Motivation, was mir damals in so ner Phase gesagt wurde:
Und ich teile gerne noch etwas mit Ihnen, was meine Gutachterin mir gesagt hat, als ich mich mit dem Schreiben geplagt habe: Nur die wirklich schlauen Leute kämpfen innerlich mit dem Schreiben, die weniger theoriebegabten schreiben die Arbeit einfach runter und kommen sich dabei noch sehr genial vor. Die besonders klugen Menschen zensieren sich selbst, stehen sich mit viel zu hohen Selbsterwartungen im Weg und wollen immer noch viel mehr mit der Arbeit.


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SilverSurfer129
Joined: 06.11.2010

Hatte vor einem Monat exakt das selbe Problem wie du es beschreibst.
Regelmässige Wutanfälle und totale Ratlosigkeit.
Grund dafür waren ebenfalls viel zu hoher Anspruch und saß teilweise ewig an einem Satz weil ich wollte das der auch meinem Anspruch gerecht wird.

Irgendwann da ich einfach nur noch angepisst war habe ich den Titel des Dokuments auf dem PC umbenannt in
"Funbachelorarbeit - einfach so geschrieben werde ich nicht abgeben".
Danach habe ich dann einfach ohne viel nachzudenken runtergetippt.
Das ging dann super fix und jetzt bin ich gerade dabei das zu überarbeiten und werde diese Woche fertig :f_thumbsup:.
Klingt zwar dämlich, hat mir psychologisch einfach super geholfen da ich dachte ok das hier gebe ich eh nicht ab ich schau mal nur
wie man das theoretisch runterschreiben kann. Dann habe ich mir keine Mühe gegeben und der Kopf war frei,
im Endeffekt bin ich mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden. :f_grin:

Ist vielleicht nen Versuch wert, ansonsten wünsch ich dir noch viel Glück, am Ende wirst du es hinbekommen und
denken ach so schlimm wars echt nicht. Ich kenne dieses Gefühl und weiss wie mies das sein kann und wie man
total verzweifelt sein kann, aber das vergeht, du wirst sehen!

Edit: Noch eine Frage, um welches Studienfach handelt es sich?


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busfahrer09
Joined: 12.07.2006

Klingt imo nach totalem Burnout und der ungewissen Angst was nach dem Studium passiert... Dein Gehirn will quasi nicht den Gedanken an das bequeme easy Life der 3-4 Tage Uni / 1 Tag Arbeit pro Woche loslassen..?


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SilverSurfer129
Joined: 06.11.2010

@Busfahrer:
Das war es bei mir definitiv nicht, da nach dem Studium erst 3 Monate Reisen und dann Master, heisst fertig -> max gut für mich.

Habe damals auch an Burnout gedacht aber glaube im Nachinein
das es wirklich einfach mein Perfektionsdenken war mit dem ich nicht klargekommen bin. (Gedankengänge
wie "Du warst immer nen guter
Student, das ist absolut oberpeinliche Megagrütze wenn du das nicht gut lösen kannst"...) Das macht es unfassbar
schwierig und gibt beim schreiben immer ein richtiges Kackgefühl.
Wie gesagt dem konnt ich nur entfliehen in dem ich mir selber eingeredet habe, das ich die Arbeit erstmal nur für mich schnell
zu Ende schreibe, ohne das Endergebnis abzugeben.


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ptLoCkE93
Joined: 26.05.2008

Du bist es halt gewohnt, dass du sehr gute Leistungen erzielst und wenn dann irgendwie irgendwo ein Punkt kommt wo Dinge gefordert werden, die den meisten leicht und dir besonders schwer fallen, dann bringt dich das zum Verzweifeln und dein Selbstbewusstsein steht so unter Druck, dass du gar nicht anders kannst als zu versagen.

Was ist so schlimm daran in manchen Dingen einfach nicht so gut zu sein wie in anderen Dingen?
Es fällt dir schwer - na und? Bist du ein Regenbogen furzendes Einhorn oder ein Mensch mit Stärken und Schwächen.
Ich habe ne Ausbildung zum HoFa gemacht damals (gut ist mit nem Studium nicht zu vergleichen, aber) und war in allen Punkten was den Bar und Restaurantbereich betrifft mit Abstand besser als alle anderen - ohne Mühe, ohne Fleiß ohne Lernen. Konnte mir als Azubi eigl alles erlauben, da ich viel zu wertvoll war für das Haus, als dass man mir mit Abmahnungen hätte drohen können oder sonst was.

Aber HoFa ist nicht nur Restaurant und Bar - HoFa ist auch Housekeeping und vor allem Rezeption.
Und da ging es los - nichts auf die Reihe bekommen. Ich habe es gehasst da im Sakko hinter dem Empfang zu stehen, unzählige Briefe hin und her zu sortieren, unverständliche Telefonate zu führen und und und...die Hölle und ich habe mich dort so unwohl gefühlt, dass ich auch zum Chef meinte, entweder ich kann wieder in der Bar arbeiten, oder ich bin so lange Krank, bis die geplante Zeit an der Rezeption vorüber ist.
Das war Pimmelarbeit - jeder Vollpfosten der ein Telefon richtig herum halten kann hätte sich da gut reingefunden und wäre mit klar gekommen - ich nicht und das obwohl ich von allen Azubis immer "der Beste" war. Das ist wie aus einem Höhenflug herausgerissen zu werden und selbst zu erkennen, dass man selbst mit manchen Dingen ein Problem hat mit klar zu kommen, obwohl man woanders andere genau für diese Nachteile als schlechter als man selbst degradiert hat, im eigenen Denken. Ein komischen, runterziehendes Gefühl der Hilflosigkeit.

Du solltest dich eher fragen für wen du studierst - für dein Ansehen und Ego, oder um das zu lernen, was du dir vorgenommen hast zu lernen.
Scheiß auf diese Arbeit, wenn du selbst genau weißt, dass sie überhaupt nicht aussagekräftig über dein "Können" wäre, eben weil dir das nicht liegt.

Du sagst selbst es würde deinen Schnitt nicht runterziehen, also ist am Ende doch alles Wayne.

Sprich mit deinem Prof. Sag ihm die Wahrheit, dass dir das kurioser Weise extrem schwer fällt (er wird solche Fälle kennen) und bereite ihn damit indirekt darauf vor, dass das kein Bestseller wird den du da abliefern wirst.
Das wird dir den Druck nehmen und vielleicht noch einige Tipps bringen.

Ich hätte auch auf meine Abschlussprüfung verzichten können, hat mir nichts gebracht und ich bin auch nicht zur Unterhaltung von alten Kaffeetanten da, die meinen IHK-prüfer spielen zu müssen. Hat mich alles voll angekotzt und meinte auch danach zu recht, dass es unnötig war. Habs hinter mich gebracht und dann war gut.

Und wie so oft ist immer alles Kacke was mit Druck, lernen, Arbeit ect. zu tun hat - alle Dinge zu denen wir "gezwungen" werden sind Kacke.
Aber Kacke bringt einen nicht um, außer dein Darm platzt.

Alles gute und viel Glück!


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Schorscheee
Joined: 09.06.2007

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k4pl4n
Joined: 14.04.2008

Meiner Erfahrung nach schätzen viele auch ihre Arbeit zu schlecht ein bzw. haben höhere Ansprüche als die Profs und Betreuer, die die Noten machen. Vielleicht hilft dir das etwas.


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philwen
Joined: 13.05.2007

Kenne das Problem auch von mir selber und vielen Kommilitonen - vorallem in den MINT-Fächern ist mir das besonders aufgefallen.

Hab mich auch von Tag zu Tag gekämpft und nichts mehr auf die Reihe bekommen, ist bei mir dann aber auch nicht besser geworden, und hab am Ende eine 2,7 bekommen. Für ne Abschlussarbeit ist das halt schon sehr schlecht, aber ich hoffe ich hab daraus gelernt (Masterarbeit kommt noch^^)

Wenn ich mir aber überleg was ich ernsthaft an langen Texten geschrieben hab, fällt mir genau eine Seminarbeit über 8 Seiten ein. Woher soll man das dann also zwingend können? Entweder man hat das Talent dafür oder nicht...
In Anderen Fachbereichen schreibt man pro Semester 2 Hausarbeiten - die Leute schreiben dann auch ne Thesis in 2 Wochen runter


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pmatze
Joined: 06.03.2010

Hmm, ich hatte bei meiner Bachelorarbeit auch mit meinem Perfektionismus und Schreibunfähigkeit zu kämpfen, hier was mir geholfen hat:

- Ansprüche des Profs klären, oft ist die Schwierigkeit des Themas bekannt und es wird dann weniger erwartet. Bei mir wurde erst nach der 3ten Besprechung klar, dass mein Betreuer dachte ich mache eine Diplom-/Masterarbeit, dass hat den Umfang und die Erwartungen auch nochmal gesenkt. Außerdem hatte ich große Bedenken wie ich alles unterkriegen kann was eigentlich reingehört, Prof meinte dann ich kann bei manchen Themen einfach ankratzen, nicht "best practice" machen und muss nicht ins Detail gehen.
- Uninspirierte Schreibarbeit rausfinden und diese in Phasen niedriger/keiner Motivation schreiben. Also so Sachen wie Beschreibungen von Daten, Graphen, Modellen etc. oder wenn du schon ein paar Gleichungen/Beweise weist die du im Grunde nur abtippen musst. Das Ganze ist imo recht mechanisch und dazu kann man sich gut zwingen, ist imo auch geeignet um ins Schreiben reinzukommen.
-Grob Strukturieren was du an Inhalten schreiben willst und das dann häppchenweise (bspw. Satz-/Absatzweise) abarbeiten, unzusammenhängend, hin-und herspringend, wie du halt lustig bist. Überleitungen, schöne Sprache usw. kannst du später machen, gehört teilweise auch zum Punkt bevor, also Füllsätze die einfach nur Absätze verbinden/einleiten, aber keinen wirklichen Inhalt transportieren würde ich auch als uninspiriert bezeichnen.
- Dann noch etwas was vll weniger als Tip geeignet ist, was ich aber trotzdem praktiziere (kann aber auch gut nach hinten losgehen ). Ich habe oft Perfektionismus Ansprüche, die wie du beschreibst meist eher lähmend sind. Meine Lösung: ich schieb Dinge auf bis in Deadline-Nähe (lüg mir irgendwas vor/lenk mich ab, um in dieser "Aufschiebezeit" kein Stress zu haben) und dann wirds halt eng und ich muss gezwungenermaßen Abstriche machen und überdenke nicht mehr jeden Satz bis ins kleinste Detail, sondern bin froh wenn ich alles irgendwie gesagt bekomm von dem ich denke, dass es gesagt werden sollte. Die Hälfte meiner BA hab ich in den letzten 4 Tagen geschrieben. Allerdings habe ich benötigte Rechenzeit unterschätzt und einen Fehler in einem Algorithmus erst spät bemerkt und musste daher meinen Rechner 4 Tage durchrechnen lassen und wäre fast nicht fertig geworden bzw konnte manche (eher) unwichtige Berechnungen nicht mehr durchführen. Kann also auch nach Hinten losgehen das Ganze und die letzten Tage sind psychisch auch eher Horror, also vll weniger Lösung als Komprimierung des Problems


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GrandeSmokio
Joined: 24.11.2006

und immer dran denken: den profs/dozenten ist zumeist auch nichts menschliches fremd. heißt: sie wissen, dass auch ein guter student mal durchhängt oder ne blockade hat. vieles kann auch ganz offen angesprochen werden. gerade wenn du eh nen guten draht zu ihm hast. dann ist die gefahr, dass er deine arbeit "verkennt" oder dir faulheit/unfähigkeit etc. unterstellt eh viel geringer als bei den ganzen studenten von denen er nur die matrikelnr kennt ^^


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DarkZonk
Joined: 21.12.2008

mal nen anderer aspekt: Es ist nur eine bachelorarbeit. Da wird von dieser keine tiefgehende arbeit erwartet. Du hattest 6 Wochen Zeit etwas zu "erforschen". Man will im Endeffekt nur sehen, ob du dich wissenschaftlich ausdrücken kannst und es schaffst dein Thema in einer runden Story mit gutem roten faden erwartet. Die 1,x wird da doch eh verschenkt


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kallvestor
Joined: 25.06.2005

Original von k4pl4n
Meiner Erfahrung nach schätzen viele auch ihre Arbeit zu schlecht ein bzw. haben höhere Ansprüche als die Profs und Betreuer, die die Noten machen. Vielleicht hilft dir das etwas.

Auf jeden Fall.

Da kann es helfen, jemanden anderen die Arbeit oder auch nur den Torso lesen und ggf.strukturieren zu lassen.

Was ebenfalls bereits gesagt wurde: Es ist keine Doktorarbeit; im Grunde ist es scheissegal, was du da ablieferst. Also nicht komplett, aber fast:f_biggrin:

Der letzte Tip von pmatze ist an sich nicht empfehlenswert bzw. die Hardcore-Variante, aber ich habs oft genauso gemacht...

Du wirst sehen, selbst wenn du irgendeinen Dreck (nach deinen Maßstäben) abgibst, wird es immer noch besser sein als von dir eingeschätzt.

Hauptsache halbwegs strukturiert und halbwegs fertig. Also heul nicht, sondern werd fertig. Und nimms nicht so todernst, aber such auch keine "Ausreden" ala ich hab halt ne Blockade und das Ergebnis wäre daher eh alles unter meinem Niveau, deswegen lass ichs lieber...

Der Eingangspost liest sich jedenfalls einigermaßen vernünftig, insofern bekommst du das schon hin.


Antwort
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FiftyBlume
Joined: 06.06.2010

Original von kallvestor

Original von k4pl4n
Meiner Erfahrung nach schätzen viele auch ihre Arbeit zu schlecht ein bzw. haben höhere Ansprüche als die Profs und Betreuer, die die Noten machen. Vielleicht hilft dir das etwas.

Auf jeden Fall.

Du wirst sehen, selbst wenn du irgendeinen Dreck (nach deinen Maßstäben) abgibst, wird es immer noch besser sein als von dir eingeschätzt.

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Als Bachelorarbeit kann wirklich den letzten Rotz abgeben und es ist immernoch ziemlich gut - hatte selber auch einen "Durchhänger" (zwar aus etwas anderen
Gründen) und hab erst den Bearbeitungszeitraum verlängert und quasi kurz vor Schluss den Hauptteil gemacht und ernsthaft befürchtet, dass ich nicht bestehe,
weil die Arbeit fernab von allem war, was normalerweise mein Anspruch ist....am Ende war es dann trotzdem überraschend gut :)

Was konkret bei der Arbeit helfen könnte, wenn man selber eher wenig begabt beim Verfassen von Texten ist:
- Such dir einen Stil, den du eigentlich eher weniger magst und versuch deinen Text in dem Stil zu verfassen
- anschließend versuchst du das geschriebene "nachzuerzählen" und zwar in dem Stil, den du willst

Allgemein:
- Sport
- Entspannen
- woanders hingehen und dort schreiben ("Tapetenwechsel")


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Kann mich den anderen hier anschließen. Bin selber PhD Student und betreue Studenten die bei mir ihre Projektarbeiten/MSc Thesis machen. Die Ansprüche sind bei einer solchen Arbeit nicht so hoch. Ich weiß jetzt nicht in welchem Fachbereich du bist, aber ich denke das grundsätzlich bei einer solchen Arbeit nicht unbedingt das Ergebnis im Vordergrund steht. Den Spaß hast du erst wenn du nen Doktor machst. Solange du zeigen kannst, dass du dein Thema verstanden und sauber bearbeitet hast, steht ner guten Note nichts im Wege.
Einen Tipp möchte ich dir noch geben, der mir auch beim schreiben hilft: http://pomodorotechnique.com/ Für mich der Knaller, vor allem da man notiert wie viel Zeit man aufgewendet hat. So stellt man am Ende des Tages fest, dass es eben doch nicht "nix" war, was man gemacht hat.

Ohren steif halten und durch, so ganz umsonst bekommt man die Titel auch nicht :rage:


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888inside
Joined: 22.09.2012

Original von ptLoCkE93

Sprich mit deinem Prof. Sag ihm die Wahrheit, dass dir das kurioser Weise extrem schwer fällt (er wird solche Fälle kennen) und bereite ihn damit indirekt darauf vor, dass das kein Bestseller wird den du da abliefern wirst.
Das wird dir den Druck nehmen und vielleicht noch einige Tipps bringen.

this, würde es genau so machen in deiner Situation


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Brockie
Joined: 16.01.2005

Bin in ähnlicher Situation, Masterarbeit muss geschrieben werden. Abgabetermin ist erst Mitte Februar, aber ab Januar habe ich einen Job und will bis dahin auf jeden Fall fertig sein. Weihnachten war das Ziel, das habe ich auch den beiden Betreuern gesagt. Jetzt wird das ganze schon recht knapp, aber werde die nächsten Tage einfach AUGENZUUNDDURCH und schreiben schreiben schreiben. Habe es vorher durchgerechnet, Note ändert nicht mehr allzu viel und den Job ab Januar habe ich sicher, egal wie erbärmlich diese Masterarbeit wird.

Das traurige ist eigentlich: Habe im B.A. 7 Hausarbeiten geschrieben + Abschlussarbeit, im M.A. nun 5 Hausarbeiten. Trotzdem ist jeder Satz eine Qual und irgendwie macht es mich völlig fertig :f_cry:


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hidigartmann
Joined: 12.10.2007

Hey Schorschee,

auch ich schreibe derzeit meine BA und komme gleichfalls immer wieder in ähnliche Situationen. Ich habe mich im Übereifer etwas mit meinem Thema übernommen und stehe vor unheimlich viel Arbeit, weiß was zu tun ist, aber bekomme kaum einen Satz auf den Monitor.
Ich kenne dich von früher und du hattest ja schon immer etwas Mindest-Probleme. Du befindest dich einfach in einer Ausnahmesituation, die du schon irgendwie meistern wirst.

Mir hilft ein strukturierter Tagesplan sehr viel. Bereits am Abend entscheide ich was ich am nächsten Tag glaube erledigen zu können und schreibe es mir auf. Dabei achte ich immer direkt auf etwas Ausgewogenheit zwischen spaßigeren und richtig nervigen Teilen, schreibe aber auch unabhängige Sachen, wie vor allem Haushaltsaufgaben auf. Sobald ich richtig unproduktiv werde, putze ich dann beispielsweise kurz das Klo. So doof es klingt: Das ist dann ein kleines Erfolgserlebnis und das motiviert direkt für die eigentlich Arbeit.

Nehm das Projekt einfach als eine Aufgabe, die dich fordert und die du mit Interesse angehst. Du bist Wissenschaftler, was heißt, dass du in einem Bereich arbeitest wo Misserfolg immer ein Teil der Arbeit ist. Das ist einfach ein Teil des Ganzen und jeder hat damit auf verschiedenste Art zu kämpfen.

Mir persönlich hilft diesbezüglich derzeit ein nettes Freeware-Tool, um meine Projektschritte abzuarbeiten:

XMIND

Du kannst dir deine Zweige und Unterzweige mit Arbeitsständen markieren und siehst vor allem in der Phase der Recherche und Datenverarbeitung deinen Fortschritt.


Antwort
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Original von FiftyBlume

Original von kallvestor

Original von k4pl4n
Meiner Erfahrung nach schätzen viele auch ihre Arbeit zu schlecht ein bzw. haben höhere Ansprüche als die Profs und Betreuer, die die Noten machen. Vielleicht hilft dir das etwas.

Auf jeden Fall.

Du wirst sehen, selbst wenn du irgendeinen Dreck (nach deinen Maßstäben) abgibst, wird es immer noch besser sein als von dir eingeschätzt.

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Hab mir vorher auch sonst welche Gedanken um die BA gemacht und nachher ist es nur eine größere Projektarbeit. Hatte auch das Gefühl, dass ich da viel Mist (vor allem oberflächlich) geschrieben habe und hab nachher ne 1,3 bekommen.

MA Ist da imo schon noch was anderes. Bin gerade dran und natürlich ist es keine Doktorarbeit, aber schon noch ne andere Liga. Wünsche dir schonmal viel Spaß bei der MA, wenn du schon verzweifelt bei der BA bist :f_p:


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