hi,
dies ist ein anonym erstellter thread - siehe dazu sticky "Anonym Threads erstellen in der Sorgenhotline"
der text wird also von mir nur stellvertretend gepostet, ebenso wie mögliche antworten auf kommentare von euch
gruss, smokin
************* (originaltext) *************
Hallo,
mein Problem dreht sich wie so oft um meine Ex-Freundin. Wir sind
beide Mitte 20, Studenten und waren bis vor 6 Monaten ein halbes
Jahrzehnt ein Paar. Es gab während der Partnerschaft wenig Reibereien
bis auf eine 3-monatige Auszeit. Nun haben wir uns seit etwa einem
halben Jahr überhaupt nicht mehr gesehen und auch keinen Kontakt
gehabt, dass die Beziehung wahrscheinlich nicht mehr zu retten ist
wusste ich aber schon vor etwa einem Jahr.
In dieser Zeit (nach dem off. Ende) hatte ich mehrere Affairen und bin
auch momentan wieder in einer Beziehung.
Eigentlich dachte ich auch - nachdem es die ersten Wochen danach die
absolute Hölle auf Erden war - darüber hinwegzusein.
In letzter Zeit beschleichen mich allerdings Zweifel...
Obwohl meine momentane Freundin objektiv eigentlich viel besser zu mir
passt fühle ich mich auf irgendeine Art und Weise schuldig. Sie dient
keineswegs dazu um über meine Ex hinweguzkommen, das ist schon was
eigenes, aber es ist einfach ein krasser Gefühls-Unterschied im
Vergleich zur ersten Liebe. Zumal das keine Jugendliebe war, sondern
in dem Alter (zumindest von mir aus) auch durchaus hätte _wirklich_
Ernst werden können im Sinne von gemeinsamer Zukunft.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass die erste "richtige" Freundin immer
was besonderes im Leben bleibt und man auch immer mal wieder in
sentimentale Momente zurückfällt, aber ich denke nicht dass sich das
bei mir im normalen Rahmen abspielt.
Ich habe immer das Gefühl ich mache alles unbewusst nur wegen meiner
Ex, um für sie evtl. wieder interessanter zu werden. Zumal sie mir
wortwörtlich gesagt hat dass sie sich mit mir eine zukunft vorstellen
kann obwohl ich genau weiß dass das keinen Sinn hat wenn sie sich
nicht
verändert hat. Hier muss ich dazu sagen dass sie nach dem Ende
unserer Beziehung eine Therapie begonnen hat um ihre Probleme zu
lösen, welche auch der Grund für das Beziehungs-Aus waren.
Wenn ich mir vorstelle nie wieder ein Wort mit ihr zu reden, meine
Gefühle mit ihr zu teilen, mit ihr zu leiden und Spaß zu haben
zerreißt es mir leider immer noch das Herz. Ich habe viele gute
Freunde und meine Freundin mit denen ich das auch alles tue, aber es
ist trotzdem nicht das gleiche.
Wenn ich zurückblicke fallen mir objektiv auch sehr viele negative
Dinge an der Beziehung auf, aber auf der emotionalen Ebene bin ich
noch nicht drüber weg.
Ratschläge wie "fuck ten other women" haben nicht geholfen, die Zeit
hat auch nur bedingt die Wunden geheilt. Kontaktabbruch hilft, aber
eben nicht zu 100%.
Was bleibt dann noch? Mehr Zeit?