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Lähmung, Wartezustand vor Ereignissen, Konzentrationsschwierigkeiten

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Khrano
Beigetreten: 20.06.2009
PokerStrategist

Hallo zusammen,

es handelt sich bei diesem Beitrag um eine anonymisierte Nachricht im Rahmen unseres Angebots zur Erstellung von Anonymen Threads im Kummerkasten.
Dieser Beitrag, sowie eventuelle folgende Beiträge, stellen somit nicht meine persönliche Meinung oder die von PokerStrategy.com dar.

Viele Grüße
Khrano

************* (Originaltext) *************

Ich fühle mich vor Ereignissen, die für mich in irgendeiner Weise bedeutend sind, wie gelähmt. Ich kann nicht anständig für Prüfungen lernen, mich anständig auf Referate vorbereiten, obwohl ich ganz genau weiß was, wann die Prüfung, das Referat etc. ist, was ich dafür tun kann und ich die Zeit dafür habe. Ich versuche mich nicht einmal großartig abzulenken oder andere Dinge zu tun, sondern verfalle oft in so eine Art „Wartezustand“. Ich warte einfach, dass es zur Prüfung kommt und die dann danach ja auch vorbei ist. Die allermeisten Prüfungen schaffe ich, natürlich mehr schlecht als recht. Das Lernen in Gruppen fällt mir leichter, allerdings verliere ich dort auch sehr schnell die Konzentration und wittere, wenn andere auch nicht motiviert sind meine Chance, die Runde aufzulösen oder andere Dinge außerhalb des Lernstoffs anzusprechen. Warum ich das dann tue, weiß ich nicht, da diese Gruppe mir ja eigentlich hilft den Lernstoff abzuarbeiten.
Selbst wenn ich mich zum Lernen durchgerungen habe und endlich in der Bib oder vor meinem Schreibtisch sitze und anfange zu lernen/lesen, fällt es mir ungeheuer schwer mich zu konzentrieren. Ich brauche durch ständige Pausen, weil ich den Faden verliere, meine Gedanken irgendwohin verschwinden, ewig für Texte, die ich eigentlich in ihrem Sinn verstehe und auch interessant finde. Es fällt mir auch ungemein schwer, Gesprächen zu folgen und aufzunehmen, was mir gesagt wird. Das passiert im Alltag weniger, kann aber auch vorkommen, als in meinem Studium. Zu diesen Themen in zum Beispiel einer Diskussion im Seminar nach einem Vortrag habe ich eigentlich eine Meinung, diese Themen verstehe ich auch (also generell im Überlegen im Vor- oder Nachhinein), aber kann nicht adäquat reagieren, weil ich mich nicht auf das Gesagte konzentrieren kann.
Vielleicht muss man hier abgrenzen zwischen meinem „Wartezustand“ und meinen Schwierigkeiten, mich auf Sachen zu konzentrieren. Denn das ist ja auch da, wenn gerade kein „Ereignis“ ansteht, sondern ein generelles Problem.

Dieses „Warten“ oder gelähmt sein, passiert mir auch bei anderen Dingen. Zum Beispiel, wenn ich meine Freundin besuchen fahren möchte, worauf ich mich eigentlich tierisch freue, verfalle ich auch in eine Art „Wartezustand“. Ich kann meine Tasche nicht länger vorher packen, mir fällt es ungemein schwer Dinge auf diese Tage hinzuorganisieren, dass dort alles funktioniert. Das tue ich oft alles auf den letzten Drücker. Ich mache an diesen Tagen davor also fast nichts, obwohl ich die Zeit dafür habe. Meistens klappt doch irgendwie doch alles, ich vergesse dann mal was, hab was nicht dabei oder tue etwas nicht, was ich mir vorher so schön ausgedacht habe (bsp. Geschenk), aber bin dann da. Ich warte quasi darauf, dass es endlich passiert dieses Ereignis, dass ich es hinter mir habe, ohne dass ich mich darauf praktisch, mit Handlungen vorbereite. Im Kopf tue ich das schon länger. Dieses Warten oder die Gelähmtheit passiert also auch bei angenehmen Dingen.
Ich wurde schon 2, 3 Mal von Freunden gefragt, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache, womit ich meine Zeit verbringe. Die Fragen waren nicht negativ gemeint, sondern wurden lediglich aus Interesse gefragt, nicht weil sie etwas Negatives vermuteten (außer vielleicht, dass ich keine Filme kenne und nie Serien schaue). Ich konnte die Frage nie richtig beantworten. Ich habe immer sehr viel Zeit gehabt und ich denke, dass ich schon immer ziemlich wenig damit angefangen hab, weil ich dasitze und warte bis das nächste Ereignis passiert. Ich hatte denke ich eine Counterstrike-Suchtphase und bin danach in eine krasse Pokerphase abgedriftet. Aber auch in diesen Suchtphasen, soweit ich mich erinnern kann, war dieser „Wartezustand“ da, also habe dagesessen und eben nicht gespielt, sondern gewartet - beispielsweise vor den Abiturprüfungen.

Morgen habe ich eine mündliche Prüfung – es ist wahrscheinlich relativ einfach dort eine gute Note zu bekommen, die für mein Studium auch viel zählen würde. Aber ich sitze eigentlich nur da und warte, dass es morgen passiert. Darüber hinaus fahre ich morgen nach meiner Prüfung auch nach Berlin zu meiner Freundin und habe noch nicht gepackt oder Sonstiges dafür erledigt, das wird morgen kurz vor und nach der Prüfung im Schnell-Schnell erledigt. Außerdem muss ich noch für ein Festival planen, was danach ansteht und für mein Auslandsaufenthalt, welcher in einem Monat beginnen wird, zwischendurch muss ich noch eine Hausarbeit schreiben. Dieses Zusammentreffen der Ereignisse treibt mich wohl dazu mal niederzuschreiben und zu beschreiben, was bei mir grade so los ist.
Wie gesagt, ich habe eigentlich immer alles irgendwie geschafft, manche Sachen ganz gut, weil ich Glück hatte oder gute Tage, wo meine Probleme nicht so stark waren, manche eher schlecht. Diese schlechten Sachen sind dann eher langwierige Sachen (Bsp. Abitur, Klausuren). Deswegen falle ich auch nicht großartig auf. Also mir wird natürlich schon gesagt „mach mal mehr, du bist zu faul“ oder so, aber da es nie sehr große Konsequenzen hatte, mein sozialer Background 1a intakt ist, ist es nicht auffällig - noch nicht. Ich habe auch viele soziale Kontakte und nie Probleme gehabt, mit Menschen in Kontakt zu kommen oder Ähnliches, hatte eine sehr schöne, behütete Kindheit.

Vielleicht mal ein paar Meinungen dazu - versuche dann auch zu antworten, leider anonym, weil es hier Leute gibt, die mich privat kennen und ich mich mit meinen Problemen nicht mit ihnen auseinandersetzen will.


Antwort
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9 Antworten
Chela
Beigetreten: 08.02.2007
Legacy Member

Ok, ich habe erstmal ein paar Fragen:

Wie fühlt es sich für dich an wenn solche Ereignisse bevorstehen? Hast du dann Angst, ist das dann eine große Last für dich?
Und wenn eine gute Sache bevorsteht (so wie Freundin besuch) freust du dich dann drauf und kannst es kaum erwarten oder belastet dich der Gedanke dann auch etwas dafür tun zu müssen?
Wenn du mal was zeitig angehst (kA ob das schon mal vorkommt), fühlst du dich dann gut?
Wie lange kann denn bei dir so eine Einfachnurdasitzt-Phase andauern?
Wie ist dein Essverhalten, dein Schlafverhalten und wie schauts mit Sport aus?
Hast du sonst private Verpflichtungen denen du regelmäßig nachgehst?
Erfindest du Ausreden für deine Freunde um Situationen zu entkommen?

Hast du schon mal versucht die irgendwie kleine Ziele zu stecken, also z.B. mal aufschreiben was du an einem Tag erledigen möchtest und dich dann anschließend irgendwie belohnst?

Also ehrlich gesagt hört sich das für mich schon pathologisch, vielleicht solltest du mal über professionelle Hilfe nachdenken. Denn dich schränkt das ja schon ziemlich ein, was ich vor allem bedenklich finde ist dass du einfach nur dasitzt und wartest.


Antwort
Zitat
GrandeSmokio
Beigetreten: 24.11.2006
BlackMember

Mal als Einstieg bzgl. der Schwierigkeit sich zu Konzentrieren/Fokussieren:

Is Google Making Us Stupid?


Antwort
Zitat

Ich habe auch noch ein paar Fragen.

Bist du oft müde?
Fühlst du, dass du unter großem Druck stehst? (von Eltern, Freundin, der Gesellschaft, dir selbst etc.)
Ist dir mal etwas schlimmes widerfahren? (Unfall, Tod eines Elternteils etc.)

Ich würde dir empfehlen die Story zuerst mal deinem Hausarzt zu erzählen. Der kann dann eine körperliche Ursache wie z.B. Testosteronmangel oder Schilddrüsenprobleme ausschließen.


Antwort
Zitat
Chela
Beigetreten: 08.02.2007
Legacy Member

@Pr0digy1: Das ist eine sehr gute Idee erstmal körperliche Ursachen auszuschließen! Kann die Idee nur unterstützen, gerade die Schilddrüse kann das Verhalten/Empfinden von Menschen sehr beeinflussen. Und falls da nichts ist, kann der Hausarzt dich gleich weiter verweisen.


Antwort
Zitat
Khrano Themenstarter
Khrano
Beigetreten: 20.06.2009
PokerStrategist

Hallo zusammen,

es handelt sich bei diesem Beitrag um eine anonymisierte Nachricht im Rahmen unseres Angebots zur Erstellung von Anonymen Threads im Kummerkasten.
Dieser Beitrag, sowie eventuelle folgende Beiträge, stellen somit nicht meine persönliche Meinung oder die von PokerStrategy.com dar.

Viele Grüße
Khrano

************* (Originaltext) *************

Danke schonmal für die Rückmeldungen, ich werde einfach mal alle Fragen nacheinander beantworten:

Wie fühlt es sich für dich an wenn solche Ereignisse bevorstehen? Hast du dann Angst, ist das dann eine große Last für dich?

- Nein, Angst habe ich eigentlich nicht. Die Last besteht eher darin nicht verstehen oder ertragen zu können, warum ich mich nicht einfach hinsetze und lerne (als Beispiel). Es ist also nicht das Ereignis an sich, dass mir Angst bereitet, weil ich ja schon irgendwie weiß, dass ich da durchkomme, dass es dann vorbei ist.

Und wenn eine gute Sache bevorsteht (so wie Freundin besuch) freust du dich dann drauf und kannst es kaum erwarten oder belastet dich der Gedanke dann auch etwas dafür tun zu müssen?

- Also Tage vorher freue ich mich sehr darauf und würde es am liebsten sofort machen, aber so 1 Tag vorher und oder kurz vorher wird die Freude auf jeden Fall geringer, wobei das keine Belastung ist, sondern vielleicht eher eine Unsicherheit, ob alles so laufen wird, wie man sich das vorgestellt hat. Aber generell würde ich sagen, dass dieses Problem bei „guten Sachen“ mich nur sehr wenig belastet oder nicht weiter schlimm ist. Mir ist nur das ähnliche Handlungsmuster aufgefallen.

Wenn du mal was zeitig angehst (kA ob das schon mal vorkommt), fühlst du dich dann gut?

- Ja, dann fühle ich mich gut. Aber meistens bringe ich es nicht komplett zu Ende und lasse quasi das letzte Stück Arbeit dann noch offen.

Wie lange kann denn bei dir so eine Einfachnurdasitzt-Phase andauern?

- Das ist superunterschiedlich. Diese Einfachnurdasitz-Phasen sehen meistens so aus, dass ich im Internet surfe ohne wirklich drauf zu gucken auf was für Seiten ich bin, ich fliege beispielsweise über Spiegel online, suedeutsche.de etc. ohne irgendwas aufzunehmen, hänge im fb rum ohne zu schreiben oder mir neue sachen anzuschauen. Dann stehe ich oft auf laufe in die küche, schau in den kühlschrank, esse aber nichts, gehe zurück und setz mich auf die couch und schau aus dem fenster. Damit kann ich dann Stunden füllen ohne irgendwas anderes sinnvolles aufzunehmen. Danach fühle ich mich abends dann sehr mies, hab Probleme einzuschlafen, hab Gedanken rasen (z.B. Pläne was ich alles besser machen sollte)
Wie ist dein Essverhalten, dein Schlafverhalten und wie schauts mit Sport aus?

- Essverhalten ist sehr geregelt, hauptsächlich vegetarisch, einigermaßen gesund. Ich spiele Fußball in einer Hobbygruppe, meistens 1-2 die Woche, ist aber nicht verpflichtend oder zeitlich geregelt. Sonst jogge ich ab und zu nochmal obendrauf. Als Kind und Jugendlicher war ich mit Leichtathletik und Fußball extrem sportlich und hatte in Abi und Zivildienstzeiten eine ausgeprägte „Fitness-Muskelphase“. Ich werde denke ich ab jetzt wieder etwas mehr geregelter nach Plan Sport machen (joggen, Fitnessübungen).

Hast du sonst private Verpflichtungen denen du regelmäßig nachgehst?

- Außer Pflichtveranstaltungen in der Uni, nein. Ich treffe mich regelmäßig mit Freunden etc. aber jetzt nicht, dass das feste Termine sind. In Vereinen, Parteien oder sonstiges bin ich nicht und einen Nebenjob habe ich auch nicht.

Erfindest du Ausreden für deine Freunde um Situationen zu entkommen?

- Ja, also ich versuche mich zu erklären, warum ich zum Beispiel Klausuren schlecht geschrieben habe. Das ist aber in letzter Zeit besser geworden, weil ich denke, dass ich etwas ehrlicher zu mir selbst geworden bin. Aber die Konzentrationsprobleme oder das was ich hier erzähle, erwähne ich nicht.

Hast du schon mal versucht die irgendwie kleine Ziele zu stecken, also z.B. mal aufschreiben was du an einem Tag erledigen möchtest und dich dann anschließend irgendwie belohnst?

- Ja, habe ich schon öfter versucht, aber ich packs nicht länger als 1-2 Tage, obwohl ich mir diese to-do-listen auch wirklich nicht überlade. Dieses Haken-Setzen nach einer Aufgabe bringt mir irgendwie nicht so die Befriedigung

Bist du oft müde?

- Ja, bin sehr oft müde. Logischerweise nach zu wenig Schlaf, aber auch nach zu viel (>8h) oder nach einem Seminar/Vorlesung, oder manchmal reicht auch ein kleiner Stadtbummel für ein paar Erledigungen, der mich sehr müde macht, trotz gutem ausreichendem Schlaf.

Fühlst du, dass du unter großem Druck stehst? (von Eltern, Freundin, der Gesellschaft, dir selbst etc.)

- Aus Seiten meiner Eltern nicht, da kam noch nie großer Druck, eher Unterstützung. Möchte aber sie mit guten Leistungen „beeindrucken“

- Freundin ist ein schwieriges Thema. Ich möchte das Fass eigentlich hier nicht aufmachen, da es nicht super läuft. Allerdings hatte ich diese Probleme, die ich beschreibe, schon vor ihr und auch unabhängig mit wem ich davor zusammen war. Natürlich belastet mich eine schlechte Beziehungssituation und kann Symptome stärker ausprägen lassen, die dann wiederum die Beziehung stören, allerdings denke ich einfach nicht, dass meine Beziehung eine Ursache ist. Druck spüre ich von meiner Freundin nicht, aber auch ähnlich wie bei meinen Eltern, möchte ich gute Leistungen haben, um sie zu „beeindrucken“.

- Ich bin sehr gesellschaftskritisch, denke daher dass es auf jeden Fall großen Druck aus der Gesellschaft auf mich einprasselt, allerdings in welcher Form kann ich nicht wirklich fassen.

- Der größte Druck kommt wohl von mir selber. Ich stelle mir im Kopf immer sehr hohe Ziele, die ich schwerlich einhalten kann, aber ich denke oft dass ich gut in Sachen bin und das jetzt doch mal zeigen muss. Im Kopf bin ich oft sehr überzeugt von mir trotz immer wieder folgenden „Nicht-Leistungen“.

Ist dir mal etwas schlimmes widerfahren? (Unfall, Tod eines Elternteils etc.)

- Nein, nichts Schlimmes.
Noch was generelles: In meiner Schulzeit habe ich nie richtig gelernt oder was außerhalb des Unterrichts getan, in der Grundschule und 5.+6. war ich trotzdem immer mit der Beste, danach habe ich wohl irgendwie die Lust an der Schule verloren und mich nur irgendwie durchgeschleppt weiter ohne etwas zu tun, was dann kurz vor dem Abitur eine Ehrenrunde bedeutete. Danach hab ich 9 Monate Zivi gemacht, was mir sehr gefallen hat. Was mir noch auffällt, ist, dass ich sehr lärm- und geräuschempfindlich bin, mich Geräusche von Nachbarn und Mitbewohnern oft sehr nerven und ich mich dann sehr darauf fokussiere und nicht mehr nicht darauf achten kann. Deswegen bin ich selber auch sehr ruhig und versuche stets Sachen nicht laut zu machen, da ich denke, man könnte mich hören etc.

Die Idee zum Hausarzt zu gehen, sollte ich wohl wirklich umsetzen. Dass es in irgendeiner Weise eine Unverträglichkeit ist, kam mir auch in den Sinn, da ich auch sehr oft Verdauungsprobleme und „Bauchgrumeln“ hab.

Grüße!


Antwort
Zitat

Hast du dich mal mit ADS bzw ADHS auseinandergesetzt?!

Symptome:

-(Impulsivität)
-(Hyperaktivität)
-mangelnde Konzentration
-Verträumtheit
-langsames Arbeiten
-Vergesslichkeit
-Ungeduld

Musste wirklich dauergrinsen, als ich deinen Text gelesen habe. Sehe da große Parallelen zu meinem Verhalten. Du musst irgendwie Mittel und Wege finden dich zu strukturieren - bewirkt wunder. Treibst du Sport?

Wie sah´s mit deiner Disziplin beim pokern aus? Probleme beim quiten gehabt? Tilt? Zu Aggressives BRM?


Antwort
Zitat
Kellerlanplayer
Beigetreten: 02.12.2006
PokerStrategist

.

Und jetzt arbeitest du als Life-Coach?

Eigentlich der perfekte Beitrag.

Auch ich hänge ständig durch und genau das hilft mir auch, mich wieder auf meine Ziele zu fokussieren. Sport, (halbwegs) geregelter Tagesablauf, abends abschalten können, weil ich weiß, ich hab den ganzen Tag was (wichtiges) gemacht^^

So, zurück zur Arbeit :P


Antwort
Zitat
Deepmind
Beigetreten: 03.09.2005
PokerStrategist

Original von willibuschi
Hast du dich mal mit ADS bzw ADHS auseinandergesetzt?!

Symptome:

-(Impulsivität)
-(Hyperaktivität)
-mangelnde Konzentration
-Verträumtheit
-langsames Arbeiten
-Vergesslichkeit
-Ungeduld

Musste wirklich dauergrinsen, als ich deinen Text gelesen habe. Sehe da große Parallelen zu meinem Verhalten. Du musst irgendwie Mittel und Wege finden dich zu strukturieren - bewirkt wunder. Treibst du Sport?

Wie sah´s mit deiner Disziplin beim pokern aus? Probleme beim quiten gehabt? Tilt? Zu Aggressives BRM?

Wollt ich auch sofort schreiben, als ich das gelesen habe :-)

Erkenne auch deutliche Parallelen zu mir und ich habe ( mittlerweile diagnostiziert ) ADHS . Grob gesagt,hat das etwas mit einem zu niedrigen Dopaminspiegel zu tun, welcher dann zu Störungen der Konzentration , Störung von exekutiven Handlungen, Gedankenkarussel, Impulsivität, Vergesslichkeit ( auf Grund von "springenden" Gedanken ) führt. Unbehandelt und undiagnostiziert kann das zu zahlreichen charakterlichen Auswirkungen führen. Kompensation durch Sucht ( Kiffen,Medien,Sex,Zigaretten,Alkohol etc )

ADHS ist keine Krankheit,sondern eine Störung - allerdings nicht "heilbar", - mittlerweile bekomme ich Medikinet und schaff es endlich mal so halbwegs ein paar von meinen 100 Plänen zumindest regelmässig zu verfolgen, bin recht ruhig dadurch und das ständige Gedanken rasen ist weg und ich kann mich tatsächlich auch mal länger als 3 Minuten auf eine Sachen konzentrieren.

Deine Geräuschempfindlichkeit könnte von einer Reizfilterschwäche kommen - hab ich leider auch. Höre viel mehr als andere, bin sehr schnell gestresst von Geräuschen

Lies dich mal ein, vielleicht findest du hier Antworten - http://adhs.muellers-seiten.de/ADHS-02_Was-ist-ADHS.html

Bei Fragen gerne PN oder hier.

Achso..nochwas : Vorsicht bei Hausarzt / Psychologen und co. Nicht alle haben von ADHS im Erwachsenenalter Ahnung und stellen haufenweise falsche Diagnosen - Borderline / Depressionen / Persönlichkeitsstörungen etc. Lieber einen Spezialisten aufsuchen - http://www.zentrales-adhs-netz.de/


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

.

Jo also ich finde mich da auch wieder, aber deine Lösung is schon nen sicker Lebenswandel vorallem das um 5 Uhr aufstehen könnte ich niemals und dann noch Laufen

Aber Respekt das du das so hinbekommen hast!


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