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Zeugnis gefälscht - Was kann passieren?

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IFuckDipps
Beigetreten: 10.02.2014
PokerStrategist

Hallo liebe Pokergemeinde,
Wie dem Thema zu entnehmen ist, handelt es sich hier um ein etwas ernsters Problem.
Ich versuche mal möglichst kurz und prägnant zu schildern was passiert ist.

- nach erfolglosem Physikstudium habe ich vor knapp 2 Jahren eine Ausbildung als Chemisch-Technischer Assistent angefangen.
- die Ausbildung hat mich von Anfang an sehr unterfordert und auch das Umfeld (gehirnamputierte Mitschüler und völlig unfähige Lehrer) war nicht gerade aufbauend.
- ohne jegliche Motivation und trotz hoher Fehlzeiten hab ich dennoch meine Leistung gebracht und recht gute Noten geschrieben ( Schnitt ca. 1,5).
- Auch im Betriebspraktikum (Betrieb befindet sich 600 km von der Ausbildungsstätte entfernt, nahe meiner Heimatstadt) überdurchschnittlich gut gearbeitet und ein Jobangebot bekommen.
- Aufgrund der hohen (teils unentschuldigten) Fehlzeiten und weil mir eine Woche im zweiten Pflichtpraktikum fehlte, wurde ich kurz vor Ende der Ausbildung von der Schule geschmissen.

Umstände des Rauswurfes: Direktor der Schule hat gewechselt. Guter Direktor ging, ein steinharter, kompromissloser Alt-Nazi kam.
Es gab keine Klassen- und Lehrerkonferenz der Rauswurf war eindeutig nicht rechtens und ich HÄTTE dagegen gerichtlich vorgehen KÖNNEN.

- Ich bin halt nicht dagegen vorgegangen, was verschiedene "Gründe" hatte aber dennoch ziemlich dumm von mir war.
- da ich für den Job eindeutig geeignet, eher überqualifiziert bin, und bereits ein Jobangebot habe, hab ich folgendes gemacht:
- perfekte Fälschung des Zeugnisses angefertigt (hatte zum Glück kein Wasserzeichen), es ist von einem Orginal nicht zu unterscheiden.
- Kopien dieses Zeugnisses sind bereits beglaubigt.

Über die moralische Verwerlichkeit meiner Tat möchte ich hier nicht diskutieren, was ich gerne wissen möchte:

Was kann mir jetzt noch passieren, wenn ich mich für einen Job bewerbe? Also wie könnte es eventuell rauskommen?
Über die daraus resultierenden Folgen bin ich mir durchaus bewusst (Job weg, Anzeige Urkundenfälschung, etc.)

Ich hoffe auf hilfreiche Antworten, vielen Dank schonmal!


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130 Antworten
PrinzDepunkt
Beigetreten: 10.07.2010
Poker Player
dragon9999
Beigetreten: 04.02.2006
BlackMember

Zu überqualifiziert für den Job, hab gehört der Bund sucht nen neuen Verteidigungsminister.


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Placebo88
Beigetreten: 15.04.2010
PokerStrategist

Die rufen einfach bei der Schule an und fragen, ob du einen Abschluss gemacht hast. Haben sicherlich Akten über dich usw.

Warum kannst du jetzt nicht mehr klagen?

Und hau die Fälschung in die Tonne. Lieber nochmal 2 Jahre Ausbildung als 2 Jahre+ Knast. ;)


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longdistancerunner
Beigetreten: 15.07.2006
Elite Grinder

Fehlzeiten und trotzdem nen Abschluss kriegen? Klingt als wäre nen Bachelor Studium das Richtige für dich :P


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BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008
Oldschool Grinder

Knast dürfte das mit ziemlicher Sicherheit nicht geben, bin aber obv kein Jurist.

Ich bin zwar nicht in einer vergleichbaren Situation, aber solche Gedanken hatte ich auch schon. Ich treffe immer wieder auf Leute welche aufgrund Schicksalsschläge, Pech, Dummheit etc ihr Abi nicht gepackt haben oder nicht so wie sie wollten. Teilweise herrschen (zB für Medizin) auch sinnfreie Aufnahmekriterien, da Abizeugnis nunmal nicht viel aussagt über späteren Werdegang.

Und da hab ich mich schon des öfteren gefragt weshalb niemand auf die Idee kommt es mal zu versuchen...

Imo dürfte nicht viel Riskio dabei bestehen, ein Abizeugnis ist keine Eidesstattliche Erklärung.


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IFuckDipps Themenstarter
IFuckDipps
Beigetreten: 10.02.2014
PokerStrategist

Naja, 2 Jahre Knast wird es hier niemals geben.
Für Klagen sind alle Fristen usw. abgelaufen.
Die Schule darf nicht einfach so solche Infos preisgeben (habe ich zumindest mal gehört).
Da diese Info aber recht unsicher ist, werde ich das mal testen...
Außerdem: warum sollte der Arbeitgeber das tun, zumal keinerlei Verdacht besteht?
Momentan sehe ich das eher so: Arbeiten gehen mit max. 5% Chancen das es aufliegt > 2 weitere Jahre in den Sand setzen.


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Zitat
stylus20
Beigetreten: 13.10.2007
BlackMember

Original von IFuckDipps
Naja, 2 Jahre Knast wird es hier niemals geben.

denkst du auf grund welcher juristischen erfahrung? bist auf jedenfall vorbestraft und kannst dir zukünftige jobs abschminken ...


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IFuckDipps Themenstarter
IFuckDipps
Beigetreten: 10.02.2014
PokerStrategist

...meine "Juristischen Erfahrungen" basieren auf Durchforstung des Internets nach vergleichbaren Fällen, ist also für'n Arsch.
Allerdings war ich noch nie irgendwie juristisch auffällig und Knast gibts hierbei nur für bandenmässige, gewerbliche, und bei besonders schweren Fällen.
Vorbestraft usw. ist mir aber schon klar.


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Anzac
Beigetreten: 07.01.2007
Elite Grinder

Leute aus dem Personalbereich, also die, die Leute einstellen oder nicht, kennen häufig auch Verantwortliche von Prüfungskomissionen der versch. Kammern, Lehrer/Direktoren der Berufsschulen (bes. wenn der Betrieb selbst ausbildet). Wenn Du Pech hast wird dein Name durch den Rauswurf beim Direktor oder bei einem Lehrer noch bekannt sein. Wenn der entsprechende dann einen Anruf von seiner Bekannten aus der HR-Abt. - die häufig Infos über Bewerber einholt - bekommt, bist Du auf einen Schlag alle möglichen Stellen im Umkreis von x km los. Da wäre die Anzeige noch das kleinste Problem.

So wie ich Dich verstanden habe, liegen zwischen Schule und zukünftigem Arbeitsplatz diese 600 km, da wäre das alles schon ein großer Zufall. Trotzdem, Restrisiko bleibt. Außerdem wirst Du wohl dein ganzes Leben eher nicht bei diesem einen AG bleiben, d. h. Du müsstest immer wieder ein Risiko eingehen.

Es gibt doch sicherlich Möglichkeiten dass Du die Ausbildung verkürzt noch einmal machst. Mit den guten Zeugnissen und Noten die Du bekommen hast sollte das doch machbar sein.


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BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008
Oldschool Grinder

Es gab in den Medien die letzten Jahre mehrere "Hochstapler", welche ihr Medizin-Examen gefölscht hatten und nach etlichen Jahren aufgelogen sind. Das könnte eventuell eine Referenz sein, obwohl die Schwere des Vergehens natürlich weit höher liegt als bei deinem Fall.


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Telekomm
Beigetreten: 23.09.2008
PokerStrategist

puh, kann dein dilemma zwar nachempfinden, allerdings würd ichs trotzdem nicht machen. wie anzac auch schon geschrieben hat: du musst bei jedem jobwechsel immer wieder das risiko fahren. so eine ungewissheit im hinterkopf kann arg an der psyche nagen, wenn man nie weis, ob man vielleicht doch bald noch erwischt wird.
die nachteile überwiegen hier massiv.


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Plastichamer
Beigetreten: 04.11.2009
PokerStrategist

Was willst du machen, wenn du jetzt einige Jahre arbeitest und dann mit 45-50 auffliegst? Dann stehst du ohne Ausbildung und ohne Job da und bist richtig am Arsch. Am ende sitzt du dann den rest deines Lebens an irgendeinem Förderband oder kassierst Sozialhilfe. Ich würde die 2Jahre opfern, besonders, da du ja anscheinend eh schon alles kannst und nurnoch das minimum an zeit absitzen musst.


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Original von IFuckDipps
Naja, 2 Jahre Knast wird es hier niemals geben.
Für Klagen sind alle Fristen usw. abgelaufen.
Die Schule darf nicht einfach so solche Infos preisgeben (habe ich zumindest mal gehört).
Da diese Info aber recht unsicher ist, werde ich das mal testen...
Außerdem: warum sollte der Arbeitgeber das tun, zumal keinerlei Verdacht besteht?
Momentan sehe ich das eher so: Arbeiten gehen mit max. 5% Chancen das es aufliegt > 2 weitere Jahre in den Sand setzen.

Solltest du irgendwann eine Fortbildung machen sollen, und diese bedürfte u.a. die Vorlage deines Zeugnisses, dann besteht ein größeres Risiko aufzufliegen. Ansonsten wohl eher nicht.

PS. Ich bin mir nicht wirklich sicher, aber ich glaube, du hättest die Rest-Praktikums-/-schulzeit auch einfach woanders nachholen können.
Zumal ich das auch so kenne, dass der Ausbildungsbetrieb informiert wird, wenn jemand vor Ausbildungsabschluss von der Schule fliegt/fliegen würde.
Folglich kann ich die Gesamtheit der Ereignisse nicht nachvollziehen.

Jemanden einfach so rauszuschmeißen, ohne Anhörung ist meines Erachtens nicht rechtens.

PS. Wie alt bist du? Wie lang ist der Rausschmiss her ?


Antwort
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domano
Beigetreten: 04.08.2006
Oldschool Grinder

kannst du dir die bisher erbrachten ausbildungsleistungen nicht irgendwie anrechnen lassen? im zweifel mal bei einem anwalt oder irgendwo informieren.

zeugnis fälschen ist auf jedenfall kacke. 1. ist es asozial und 2. wollte ich damit nicht leben. gerade heute in zeiten sozialen netzwerken usw. ist das risiko imo nicht zu unterschätzen. und selbst wenn du nie erwischt wirst, musst du immer mit der angst leben..


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Athanay
Beigetreten: 15.02.2011
PokerStrategist

Hallo,
bin damals auch aus meiner Lehre geflogen aufgrund von hohen Fehlzeiten (3Monate vor Ausbildungsende). Noten stimmten soweit. Gründe waren ähnlich wie bei dir, allerdings war es eine Lehre zum Groß und Außenhandelskaufmann.
Die IHK sperrte mich für jegliche Schulen in meinem Bundesland (SHS), ich konnte allerdings die Ausbildung dann in NRW innerhalb eines halben Jahres abschließen.
Sollte ansich auch bei dir gehen!?
Mach dich schlau.

Ansonsten würde ich mir einfach genau überlegen ob du abgewichst genug bist, und mit dieser Bürde der Fälschung leben kannst. Wenn dem so ist, dann zieh halt durch.
Wenn nicht dann such nach Alternativen.
Gruß L.


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LosPolacos
Beigetreten: 01.06.2012
Poker Player

Wenn du ja so überqualifiziert bist wie du hier behauptest, nimmt dich der AG auch ohne den Abschluss, wenn nicht, bringt er dich mal etwas auf den Boden der Tatsachen zurück.


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doubleJay
Beigetreten: 09.10.2006
BlackMember

du musst wahrscheinlich damit auf die schnauze fliegen, damit sich an deiner arroganten einstellung was ändert


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TBone98
Beigetreten: 25.07.2006
Oldschool Grinder

Original von doubblejaay
du musst wahrscheinlich damit auf die schnauze fliegen, damit sich an deiner arroganten einstellung was ändert

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dak113
Beigetreten: 25.04.2009
PokerStrategist

Ich glaub nicht, dass das Risiko so groß ist wenn du erstmal 600km weit weg anfängst. Beim Arbeitgeberwechsel wird da denk ich auch nicht mehr so genau nachgeforscht, für den neuen AG ist ja wichtig wie du dich beim alten AG gemacht hast und eher weniger wie du vor 5 Jahren deine schulische Ausbildung absolviert hast. Einziges Problem könnte imo sein, dass du in dem Unternehmen schon dein Praktikum gemacht hast, also eine Verbinung zur Schule auf jeden Fall da ist und die sich vielleicht irgendwie nochmal zufällig zusammen kommen, z.B. weil ein anderer Schüler dorthin vermittelt werden soll.
Ob sich das Risiko lohnt musst du selbst wissen aber ich kann auf jeden Fall verstehen, dass man sich Gedanken drüber macht und hätte moralisch keinerlei Bedenken.


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