hi...
mein onkel liegt seit gestern im krankenhaus mit einer lungenentzündung. die ärztin sagt, es könnte morgen vorbei sein.
er erlitt vor 3 jahren einen hirnschlag und war 4 wochen im koma. er wäre an dem tag des schlags schon fast gestorben. als er aufwachte, war er halbseitig gelähmt und auf einem auge blind. seit 3 jahren ist er also im heim (24 h pflege!). ich bin seit dem 2 mal in de woche bei ihm und trinke mit ihm kaffee. generell war ich auch vor dem anfall jeden zweiten tag meines lebens bei ihm. er hatte nie eine frau und auch keine kinder. mich und meine zwillingsschwester behandelte er wie seine. nicht, dass er keine leute kannte. er war 30 jahre lang der inhaber des ältesten taxi unternehmen meiner stadt und kannte folglich nahezu jeden und war bei allen hoch angesehen (speziell bei den fahrern, denen er ständig was zu essen kochte).
ich sehe dass er seit er dem vorfall vor3 jahren keinen spaß mehr am leben hat. er kann ja auch nichts mehr selber. der anfall geschah übrigens nur wenige tage nach dem verkauf seines taxi unternehmens und jedermann dachte, nun könne er sein leben genießen. es kam anders.
ich wurde von den ärzten gefragt, was (ob) man tun solle, wenn man ihn künstlich am leben erhalten sollte. ich sagte, abschalten bitte. ich weiß, dass er dieses leben hasst und wäre froh wenn er einfach erlöst wird.
bin grad zwischen erlösung und trauer...
was würdet ihr tun?
gruß
Allejo