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[Geschlossen] Umgang mit bevorstehendem Tod?

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DarkZonk
Beigetreten: 21.12.2008
Oldschool Grinder

Moin,

in der uni ist ja im moment wieder einfpührungszeit und eine aus meinem jahrgang macht da auch wieder tutorin.

ich hab an sich nicht viel mit ihr zu tun, habe aber heute erfahren,dass sie krebs hat, der auch schon metastasiert hat udn sie in den nächsten 6 monaten höchstwahrscheinloch sterben wird.

Ich saß dann da und war extremst geschockt, weil ich es einfahc nicht verstehen kann, wie man dann soetwas unwichtiges noch tun kann.

Die erstsemestler stellen dir fragen zur zukunft,w as die eigenen planungen machen etc... dir wird permanent vor augen gehalten, was dir bevorsteht udn du lügst permanent.

Wie kann man das aushalten?

ich würde entwedermit den menschen die ich liebe noch so viel zeit wie geht verbringen, mir meien größten träume erfüllen.

Oder ich würde mich direkt vor den zug schmeißen, wenn ich weiß, dass es keine hoffnung mehr gibt, weil ich nicht damit leben kann den abschiedschmerz fpür meine geliebten menschen so in die länge zu ziehen...

aber ersties betreuen?

ich komme darüber nicht hinweg, weil ich es nicht verstehen kann


5 Antworten

Naja erstmal ist das ihre Wahl, sie kann ja frei wählen wie sie sich ihre Zeit einteilt bis zum Ende. Da kann man nicht pauschal sagen das ist gut oder schlecht wenn für sie das so das "beste" ist, scheint es doch angemessen zu sein.

Vielleicht hilft dir der Link hier sie zu verstehen, wenn du die Zeit hast einfach mal komplett anschauen.


buyer
Beigetreten: 26.02.2009
Oldschool Grinder

Es lebt sich besser, wenn man sinnvoll lebt. Sie hilft den Studenten und ist damit dem Ganzen zuträglich.


Hallo DarkZonk,

ich hatte ausführlich Gelegenheit, mich mit Krebserkrankungen und ihren möglichen Folgen auseinanderzusetzen. Vielleicht kann ich Dir ein paar Denkanstöße geben:

Gerade im Umgang mit unangenehmen oder bedrohlichen Dingen hilft es, zunächst einmal die Tatsachen zu akzeptieren. Fragen wie: "könnte es nicht anders sein?" oder "warum die? warum ich?" sind verständlich. Sie führen aber nirgendwohin.

Der Tod ist am Ende für uns alle eine unumstößliche Tatsache. Für einen jungen Menschen scheint er weiter weg zu sein. Vielleicht bist Du auch deshalb so erschrocken, denn jetzt trifft es jemanden, den Du kennst. Sie ist nach Deinem Gefühl "noch nicht dran". Aber wann und wie Du und ich "dran" sind, wissen wir nicht. Und das ist wohl auch gut so.

Ich bin in einem Alter, wo man langsam etwas öfter an Beerdigungen teilnimmt als früher. Aus meiner Beobachtung ganz unterschiedlicher Menschen ziehe ich den Schluss: es kommt gar nicht so sehr auf die Quantität des Lebens an sondern auf die Qualität. Manche leben ziemlich lustlos und nutzlos vor sich hin. Andere versuchen, etwas aus ihrem Leben zu machen.

Und das bringt mich jetzt auf Deine Bekannte. Sie weiß, dass ihre verbleibende Lebenszeit sehr begrenzt ist. Ich kann mir denken, dass sie sich entschlossen hat, aus dieser Zeit das bestmögliche für sich und andere zu machen.

Vielleicht ist ihr das, was Dir als unwichtig erscheint, wichtig? Du kannst mir glauben, dass sich im Falle eines Falles die eigenen Maßstäbe etwas verschieben. Aber Menschen sind verschieden, das ist auch im Umgang mit Krankheit und Tod so.

Der Überlieferung nach soll Martin Luther gefragt worden sein, was er täte, wenn morgen die Welt unterginge. Seine Antwort: ich würde ein Apfelbäumchen pflanzen.

Gruß

wespetrev


bibersuperstar
Beigetreten: 14.01.2007
Oldschool Grinder

Ich glaub nicht, dass sie es machen würde, wenns ihr keinen spaß machen würde. Kann mir auch vorstellen, dass sie weiterhin eine struktur in ihrem leben haben will und eben nicht die ganze zeit für sich sein und 6 monate abschied vom leben nehmen will.
Ist ja eine frage, wie sie mit ihrem schicksal umgeht. Manche stecken dann den kopf in den sand, andere gehen eher offensiv damit um.


Coach
Samy89
Beigetreten: 18.06.2007
Oldschool Grinder

Original von wespetrev
Hallo DarkZonk,

ich hatte ausführlich Gelegenheit, mich mit Krebserkrankungen und ihren möglichen Folgen auseinanderzusetzen. Vielleicht kann ich Dir ein paar Denkanstöße geben:

Gerade im Umgang mit unangenehmen oder bedrohlichen Dingen hilft es, zunächst einmal die Tatsachen zu akzeptieren. Fragen wie: "könnte es nicht anders sein?" oder "warum die? warum ich?" sind verständlich. Sie führen aber nirgendwohin.

Der Tod ist am Ende für uns alle eine unumstößliche Tatsache. Für einen jungen Menschen scheint er weiter weg zu sein. Vielleicht bist Du auch deshalb so erschrocken, denn jetzt trifft es jemanden, den Du kennst. Sie ist nach Deinem Gefühl "noch nicht dran". Aber wann und wie Du und ich "dran" sind, wissen wir nicht. Und das ist wohl auch gut so.

Ich bin in einem Alter, wo man langsam etwas öfter an Beerdigungen teilnimmt alf früher. Aus meiner Beobachtung ganz unterschiedlicher Menschen ziehe ich den Schluss: es kommt gar nicht so sehr auf die Quantität des Lebens an sondern auf die Qualität. Manche leben ziemlich lustlos und nutzlos vor sich hin. Andere versuchen, etwas aus ihrem Leben zu machen.

Und das bringt mich jetzt auf Deine Bekannte. Sie weiß, dass ihre verbleibende Lebenszeit sehr begrenzt ist. Ich kann mir denken, dass sie sich entschlossen hat, aus dieser Zeit das bestmögliche für sich und andere zu machen.

Vielleicht ist ihr das, was Dir als unwichtig erscheint, wichtig? Du kannst mir glauben, dass sich im Falle eines Falles die eigenen Maßstäbe etwas verschieben. Aber Menschen sind verschieden, das ist auch im Umgang mit Krankheit und Tod so.

Der Überlieferung nach soll Martin Luther gefragt worden sein, was er täte, wenn morgen die Welt unterginge. Seine Antwort: ich würde ein Apfelbäumchen pflanzen.

Gruß

wespetrev

schöner Post

Finde die Sache selber auch ziemlich schockierend.Man erkennt an solchen Situation,dass das Leben schneller vergänglich sein kann als man denkt.


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