Hallo Leute. Kostet mich ziemlich Überwindung das hier zu schreiben. Aber ich habe wohl ein Problem. Unter anderem hat auch schwek sein blog mich damals zum nachdenken gebracht. Ich will nicht, dass es so ernst wird wie bei ihm. Schlimme Sache.
Ich habe definitiv kein normales Trinkverhalten, dass weiß ich schon länger. Seit den letzten Monaten/Jahren? habe ich privat sehr zu kämpfen und bin leider auch recht allein und richtig dicke Freunde habe ich nicht (mein alten Kreis komplett aufgegeben, Drogenclique).
Irgendwie macht mir die Einsamkeit und die Angst vor der Zukunft ziemlich zu schaffen. Unter anderem deswegen hole ich mir vermehrt Bier und betrinke mich zu Hause allein vorm Rechner. Das hat sich so hochgependelt bis auf aktuell 1-2 mal die Woche 7-10 Bier den Abend. Ich habe bei mir den typischen Kontrollverlust bemerkt. Fange ich an zu trinken, wird solange gebechert bis nichts mehr geht und ich irgendwann einpenne. Ein oder 2 Bier gibt es nicht, habe ich oft probiert und dann teilweise mitten in der Nacht zur Tanke und eben soviel Nachschub geholt, dass ich auch richtig voll werden kann. Teilweise auch auf öffentlichen Veranstaltungen bis zum geht nicht mehr getrunken und absolut peinliches Verhalten an den Tag gelegt.
Ich wollte schon mehrfach damit Schluss machen, habe dann trotzdem wieder Bier gekauft. Vor einer Woche ebenfalls wieder der Entschluss aufzuhören. Ich habe mich in einem Alkoholikerforum angemeldet und meine Geschichte geschildert. Habe seitdem abrupt aufgehört, ist jetzt der 7.Tag. Die sagen dort ich muss unbedingt einen Arzt aufsuchen, denn ich mache gerade ein unter Umständen extrem gefährlichen "Kalten Entzug".
Ich bilde mir ein, dass die Leute übertreiben. Ist es wirklich schon so schlimm bei mir? bis jetzt spüre ich keine bemerkenswerten Entzugserscheinungen. Sollte ich zum Arzt gehen? Ich habe großen Scham muss ich zugeben. Aber ich will auch damit aufhören, dachte das kann ich schaffen, indem ich mich in dem Forum anmelde dort und eine Art Blog führe über mein Vorhaben.
Die meinen sogar ich muss komplett Abstinent werden, bis hin zu keinen Kuchen/Medikamente mehr mit Alkohol, etc. Ist es wirklich so ernst? Ich kann (will?) das so nicht glauben. Ich wollte jetzt schon erstmal einige Monate komplett Abstinent bleiben, einfach um die Gewohnheit abzuschaffen, aber später mal wieder ein Bier beim grillen etc. würde ich nicht ausschließen. Ich möchte nur daheim nie wieder allein trinken. Das macht keinen Sinn und ist unnormal in meinen Ausmaßen. Halte ich mir da nur Hintertürchen auf? Schreibt da gerade mein Suchtgedächtnis mit?
Danke für jede Meinung!