Hallo, bin immer noch etwas geschockt und brauche mal objektiven Rat: Ein Arbeitskollege mit dem ich mich super verstehe, eigentlich schon ein Freund ist, hat heute geschrieben, dass er an ALS leidet und es seit ca. 1 Jahr weiß.
Er meint er konnte es nicht mehr für sich behalten, alleine schon weil in der nächsten Zeit die Symptone immer öfter und stärker auftreten werden. Er ist 33 und seine Lebenserwartung ist noch ca. 2-5 Jahre, wobei er das letzte Jahr schon schwer behindert sein wird. Im Moment sieht man ihm nichts an, er ist wie immer, irgendwie total schwer vorzustellen. Auf jeden Fall hat er sich bei allen bedankt, dass ihm die Arbeit sehr wichtig geworden ist, da er dort das Gefühl hat alles sei in Ordnung und er ist ein Bestandteil dieser Gesellschaft. Problem ist, dass er bis heute nur 1-2 Leuten erzählt hat, dass er die Krankheit hat (unter anderem unserem Chef, wegen Arbeitsbelastung). Daher sind natürlich alle mit ihm ganz normal ungegangen. Die einzige Auffälligkeit war, dass er sich in letzter Zeit öfter mal krank gemeldet hat.
Die Frage ist jetzt, wie ich am besten mit ihm umgehe. Ich kann ja auch nicht so tun als hätte er das nicht mitgeteilt. Sollte man versuchen mit ihm offen darüber zu reden oder meint ihr er nimmt das einem übel? Oder denkt ihr das es besser ist so zu tun als wäre nichts passiert. Ich will ihn auf jeden Fall bis zu seinem letzten Arbeitstag unterstützen und begleiten. Ich hoffe das wird noch lange der Fall sein und evtl. passiert ja auch ein Wunder, denn die Krankheit ist unheilbar und sehr sehr selten.
Danke