Ich habe eine neues Kapitel eingefügt:
Tischgrö�?e und Tischanzahl
Die nachfolgende Fahrplan orientiert sich am Standard. Wie sieht dieser aus?
Tischgrö�?e
Für Anfänger ist es angebracht an full ring games (7 - 10 Spieler) teilzunehmen. Weniger als 7 Spieler bezeichnet man als shorthanded. SH ist schwieriger und sollte weit fortgeschrittenen Spielern überlassen werden. Da SH grö�?ere Swings verursacht, bräuchte man dazu auch ein grö�?eres Polster als die von uns angegebenen 300 Big Bets.
Tischanzahl
Am Anfang sollte man mit einem einzigen Tisch beginnen. Nach einiger Zeit (individuell verschieden) sollte man mal mit einem zweiten Tisch experimentieren. Wenn das funktioniert, spielt man an zwei Tischen, der Standardtischanzahl für späte Anfänger/frühe Fortgeschrittene. Mit dieser Konstellation kann man sehr lange arbeiten. Wer sich an zwei Tischen unterfordert fühlt, der kann versuchen, einen dritten hinzuzunehmen.
Einige Fortgeschrittene und Profis bei uns im Forum spielen sogar an vier oder noch mehr Tischen. Da stellt sich die Frage: "Wie viel Tische sind sinnvoll?" Natürlich kann es eine pauschale Antwort darauf nicht geben, denn zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen eines jeden einzelnen Mitglieds bezüglich Alter, Auffassungsfagbe, Augen-Hand-Koordination, Kondition etc..
Profit oder Lerneffekt?
Unter dem Gesichtspunkt "Profitmaximierung" ist folgendes anzumerken:
Die beste Leistung pro Tisch erzielt man, wenn man an nur einem Tisch spielt. Für den Profit zählt aber nicht die Leistung pro Tisch, sondern die Leistung pro Zeit. Nehmen wir an, ich erziele an einem Tisch 2 Big Bets/Stunde und an zwei Tischen jeweils 1,5 Big Bets/Stunde. In letzterem Fall ist meine Stundenleistung höher, nämlich 3 Big Bets/Stunde. Unter Profitgesichtspunkten solte man also die Tischzahl auswählen, die einem den grö�?ten Verdienst pro Stunde beschert. Profit zu machen ist wichtig, um die nötige Bankroll für das nächst höhere Limit zu erreichen. Je höher man spielt, desto grö�?er ist der Hebel, den man ansetzen kann, desto grö�?er die Belohnung für die eigenen Pokerleistungen.
Um nun aber den Lerneffekt zu maximiren, ist es wichtig, sich während des Spielens Gedanken zu machen. Man sollte gespielte Hände Revue passieren lassen und sich überlegen, wo man vielleicht Fehler gemacht hat. Dies gilt übrigens auch für gewonnene Hände! Desweiteren sollte man versuchen, sein Hand Reading (den Gegner auf eine range of hands setzen) zu praktizieren und zu perfektionieren. Dies benötigt Zeit. Multitabler sind zum schnellen Handeln gezwungen. Sie müssen Standard Moves ausführen und können daher nicht in die Tiefe gehen.
Ich empfehle jedem, der in seinen Leistungen stagniert, eventuell die Tischanzahl zurückzufahren und sich viele Dinge wieder bewu�?ter durch den Kopf gehen zu lassen.
Tische und Bankroll
Unser Bankroll Management-Fahrplan ist für 2 - 3 full ring-Tische ausgelegt. Wer an 4 oder noch mehr Tischen spielt bzw. shorthanded, der setzt sich damit grö�?eren Swings aus und benötigt eine grö�?ere Bankroll. Wer an nur einem Tisch full ring spielt, der könnte auch mit 200 BB auskommen. Es schadet aber auch in diesem Fall nicht, sich an die 300 BB-Regel zu halten.