Die Table Bankroll
Beim Poker gilt die Table Stakes-Regelung: Man kann in jeder Hand nur das einsetzen, was vor einem auf dem Tisch liegt. Es ist also stets Sorge dafür zu tragen, dass man über genügend Mittel verfügt, maximalen Wert aus seinen starken Händen zu ziehen. Es wäre doch ein Jammer, ein Full House zu floppen und bereits auf dem Turn all-in zu sein und dann nur noch den Main Pot zu gewinnen. Theoretisch sollte man in der Lage sein, in jeder Betting Round das Maximun einzuzahlen. Insgesamt sind das 12 Big Bets (2 x 4 Small Bets + 2 x 4 Big Bets).
1. Der Buy-in
Auf dem Level 2 Cent/4 Cent beträgt der von Pokerstars vorgeschlagene Buy-in (default) 40 Cent. Wenn wir jedoch mit einer Killerhand alle vier Betting Rounds cappen wollen benötigen wir insgesamt 12 Big Bets, das macht 52 Cent. Wir sind also von Haus aus unterfinanziert. Nun kommt noch hinzu, dass man von seinem anfänglichen Buy-in Geld verliert, wenn die Karten anfänglich schlecht laufen. Dies verschärft den anfänglichen Mi�?stand weiter.
Als vernünftig halten wir einen Buy-in von 25 Big Bets. Das wäre also 25 x 4 Cents = 1 Dollar. Das gleiche gilt natürlich auch für jedes andere Limit. Steigt immer mit mindestens 25 Big Bets ein!
Da hab' ich wohl einiges nicht verstanden!
1) Ist es nicht so, dass erst auf dem River der doppelte Wetteinsatz (Big Bet) gefordert wird?
2) Weshalb empfehlt Ihr eine 1/2-Blind Struktur, wenn von der renomierten Pokerspielerin Jennifer Harman (in Brunson's Super System 2) für tight aggressive players eine 2/3-Blind Struktur empfohlen wird? Was einem erlaubt mehr Hände zu spielen ...
3) Müsste man das Poker-Startkapital ($5) nicht wie eine Spekulation an der Börse betrachten? D.h., investiere nur soviel Kapital, das Du selbst im Krisenfalle nicht antasten musst! Somit schreibt man dieses Geld bereits ab! Das bedeutet aber wiederum nicht, dass man leichtfertig damit umgeht! Wenn's sich auszahlt - toll; wenn nicht - ist kein Beinbruch!