1. Begriffserklärungen:
Die Starthand: Die ersten beiden Karten, die jeder Spieler für sich bekommt.
Der Stack: alles Geld / alle Chips die du an einem Tisch hast.
Die Hand: Die hochwertigste 5-Karten-Kombination, die einem im Moment zur Verfügung steht. Wie sich diese ergibt, wird in diesem Artikel und in der Wertung der Pokerhände näher erläutert. Allerdings würde ich dir empfehlen, zuerst diesen Artikel hier zu lesen, und dann die Wertung. Ich denke, so ist es einfacher zu verstehen.
Diesen Begriff nicht mit der Hand im Sinne eines Spielabschnittes verwechseln. Beide Begriffe werden so allgemein gehandhabt, weshalb ich dafür keine anderen Begriffe verwenden möchte. Mir ist aber auch kein Umstand bekannt, wo man aus dem Kontext nicht sofort erkennt, welche Begriffszuordnung gemeint ist.
Community Cards: Die offenen Karten, die in den einzelnen Phasen einer Hand offen auf den Tisch gelegt werden. Weiteres dazu im Ablauf.
All-In: Wenn ein Spieler All-In ist, hat er seinen kompletten Stack gesetzt. Er darf dann keine Aktionen mehr machen, sieht dafür aber ohne weitere Kosten garantiert den Showdown, kann dafür aber auch nicht mehr dazu gewinnen, wenn sich seine Hand noch stark verbessert. Das Folgende ist eine genaue Erklärung, was mit dem Pot passiert, wenn Spieler All-In gehen. Dieses ist erst einmal nicht so wichtig, da es recht selten so kompliziert wird und das ganze eh von Pokerstars und Partypoker automatisch gemacht wird. Versuch also erst einmal den Rest der Regeln zu verstehen. Also los:
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Wenn ein Spieler All-In geht und ein Spieler geht mit, ist es ganz einfach. Es werden alle Karten aufgedeckt, beide Spieler zeigen ihre Hand und die bessere Hand gewinnt den Pot.
Sollten aber noch mehrere Spieler nach dem All-In Raise nicht folden, wird es komplizierter. Nach Beendigung der Setzrunde wird alles Geld, was vor der Setzrunde im Pot war, alles Geld was Spieler in dieser Setzrunde gesetzt haben, die gefoldet haben und von allen Spielern die nach der Setzrunde noch dabei sind genau soviel Geld genommen, dass es einem Call des All-In Raises entspricht, genommen und in einem so genannten Mainpot so gesichert, dass klar zu erkennen ist, dass dieses Geld nicht mehr angefasst wird. Alles, was die Spieler, die jetzt noch dabei sind, zusätzlich geraist und gecallt haben, wandert in den so genannten Sidepot. Sollte der All-In Spieler am Showdown die beste Hand haben, hat er trotzdem keine Chance, den Sidepot zu gewinnen. Dieser wird nur zwischen den Spielern entschieden, die nach dem All-In noch dabei geblieben sind. Sollte von diesen Spielern ein weiterer Spieler All-In gehen, wird das gleiche Verfahren mit dem Sidepot gemacht und ein zweiter Sidepot wird gebildet, in dem das Geld gesammelt wird, was nach dem zweiten All-In noch zusätzlich in den Pot kam.
Am Shodown kann der Spieler, der während einer Hand als erstes All-In gegangen ist, maximal den Mainpot gewinnen. Wenn danach noch ein zweiter Spieler All-In gegangen ist, kann dieser maximal den Main Pot und den ersten Sidepot gewinnen, ist dann noch ein Spieler All-In gegangen kann er maximal den Main Pot, den ersten und den zweiten Sidepot gewinnen usw.
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Das Spiel / Die Session: Das, was man in anderen Spielen wie Schach oder Monopoly als Spiel bezeichnet, ist eine Folge von Aktionen anhand von Spielregeln, an deren Ende der Sieger ermittelt wird. Da ein Spiel in diesem Sinne bei Holdem meist nur ein paar Sekunden und so gut wie nie über 1 Minute (diese Angaben beziehen sich hauptsächlich auf Online-Holdem) hinausgeht, bezeichnet man dieses meist als Hand. Ein Spiel oder eine Session ist eine Folge von Händen, die in direkter Folge gespielt werden.
Die Hand: Die Folge von Aktionen, welche aus den Startkarten den Sieger ermittelt, der dann als Ende der Hand den Pot gewinnt.
Diesen Begriff nicht mit der Hand im Sinne einer 5-Karten-Kombination verwechseln. Beide Begriffe werden so allgemein gehandhabt, weshalb ich dafür keine anderen Begriffe verwenden möchte. Mir ist aber auch kein Umstand bekannt, wo man aus dem Kontext nicht sofort erkennt, welche Begriffszuordnung gemeint ist.
Die Phase: Eine von 4 Abschnitten einer Hand, welche sich sehr stark durch ihre Herangehensweise der Spieler unterscheiden. Gekennzeichnet wird eine Phase durch die Zahl der auf dem Board liegenden Community Cards.
Das Segment: Einer von 2 Abschnitten einer Phase.
Aktionen, welche die Spieler durchführen können:
Fold: Man gibt seine Hand zurück, da man nicht annimmt, die beste Hand haben oder kriegen zu können. Sobald man gefoldet hat, ist man dieses Spiel zu keinem Einsatz mehr verpflichtet, man verliert aber auch die Möglichkeit, in dieser Runde den Pot zu erhalten (was natürlich nicht tragisch ist, wenn man sowieso kaum Chancen hat).
Bet: Sollte noch nichts gesetzt worden sein (was preflop nicht der Fall ist, da sowohl Small Blind als auch Big Blind schon ihre Pflichteinsätze gemacht haben), darf man eine Bet machen. Diese Bet muss mindestens so gro�? sein, wie der Big Blind ist und kann auch deinen kompletten Stack enthalten.
Call: Das setzen des Betrages, welches der letzte Spieler, der nicht gefoldet hat, setzte.
Raise: Ein Raise bedeutet, dass man nicht nur setzt, was vor einem gesetzt wurde, sondern dass man noch was drauf packt. Grundregel ist dabei, dass man mindestens um genau soviel erhöht, wie der relative Betrag des letzten Raises.
Check: Wenn man selbst in dieser Runde genauso viel gesetzt hat, wie derjenige, der am meisten gesetzt hat, dann kann man diese Option wählen, um nichts weiter zu setzen und trotzdem weiter mitzuspielen. In den meisten Fällen bedeutet dies, dass man keinen Einsatz macht, wenn auch niemand anderes vor einem gebettet hat.
2. Ablauf des Spiels:
Der grobe Ablauf:
Das Spiel besteht aus vier Phasen:
1. Phase – Preflop
2. Phase – Flop
3. Phase – Turn
4. Phase – River
Jede Phase besteht aus 2 Segmenten:
1. Kartensegment: hier gibt der Dealer entweder den Spielern Karten oder legt sie offen hin (die offenen Karten werden Community Cards genannt), je nach Phase.
2. Setzsegment: Hier dürfen die Spieler, je nach Strategie und Einschätzung ihrer Situation, darauf setzen, dass sie die beste Hand haben (werden). Wer in einer vorhergehenden Aktion gefoldet (wird folgend erklärt) hat, darf nicht mehr mit setzen. Sofort darf der folgende Spieler agieren. Ein Setzsegment ist beendet, wenn alle Spieler gefoldet oder gleich viel gesetzt haben und jeder Spieler mindestens einmal eine Aktion ausführen durfte.
In der ersten und der letzten Phase gibt es noch ein Zusatzsegment, welches an geeigneter Stelle erklärt wird.
...und im Detail:
1. Phase: Preflop:

(Zusatzsegment) Vor dem Spiel: Der Small Blind und der Big Blind sind jeweils zu einem vom Limit des Spieltisches abhängigen Einsatz verpflichtet (welcher den jeweils gleichen Namen trägt), wenn sie ihre Karten sehen wollen. Entrichten sie diesen nicht, bekommen sie keine Karten und die darauf folgende Person wird vor dieselbe Wahl gestellt.
Kartensegment: Der Dealer gibt im Uhrzeigersinn, beginnend beim Small Blind, jedem Spieler erst eine und danach eine 2. Karte.
Setzsegment: Normalerweise würden Small Blind und Big Blind mit setzen beginnen, da Small Blind und Big Blind aber quasi schon etwas gesetzt haben, ist nun UTG dran einen Einsatz zu machen. Nach ihm folgen im Uhrzeigersinn alle übrigen Spieler. Nach dem Button haben auch Small und Big Blind noch einmal die Möglichkeit zu handeln.
2. Phase- Flop:

Kartensegment: Der Dealer legt 3 Karten offen in die Mitte des Tisches (die ersten 3 Community Cards). Mithilfe dieser 3 Community Cards, die genau wie die Phase Flop genannt werden, und deiner Starthand ermittelst du nun das erste Mal eine Hand (im Sinne einer 5-Karten-Kombination) die im Verlaufe der weiteren Hand (im Sinne des Bestandteils einer Session) sich noch verändern kann, zum Guten, wie auch zum Schlechten.
Setzsegment: Jetzt beginnt der Small Blind wieder mit einer Aktion, gefolgt vom Big Blind (wir erinnern uns: die beiden Blinds hatten im Preflop-Segment schon vor der Starthand begonnen einen Pflichteinsatz zu machen, der den selben Namen trug wie ihre Position) usw.
3. Phase – Turn:

Kartensegment: Jetzt fügt der Dealer den 3 offenen Karten eine weitere hinzu. Diese kann genau wie die anderen benutzt werden, um Hände zu bilden und wird wieder nach der Phase als Turn-Card bezeichnet.
Setzsegment: Und noch einmal beginnt der Small Blind mit einer Aktion, gefolgt von allen anderen Spielern im Uhrzeigersinn.
4. Phase – River:

Kartensegment: Nun fügt der Dealer das letzte Mal eine Karte den offenen Karten hinzu (die River-Card). Wie immer darf diese, genau wie jede andere verwendet werden, um Hände zu bilden.
Setzsegment: Ein letztes Mal wird beginnend mit dem Small Blind im Uhrzeigersinn agiert.
(Zusatzsegment) Showdown: Nun werden die Hände der Spieler verglichen, die bis hierhin noch nicht gefoldet haben, und dem besten wird der Pot zugeteilt.
Dabei gibt es 2 Besonderheiten:
- Zum einen kann es vorkommen, dass 2 Spieler gleichgute Hände halten. Dann wird der Pot durch 2 geteilt und jeder bekommt die Hälfte.
- Die andere Besonderheit ist der so genannte rake. Dass ist der Betrag, mit dem das Casino Geld macht. Ab bestimmten Potgrö�?en beansprucht ein Casino einen gewissen Prozentsatz für sich. Dieser wird von dem Pot abgezogen, welcher darauf ganz normal an den Sieger geht.
Weitere Erklärungen:
Auf die Setzphase wollte ich hier noch einmal zu sprechen kommen. Wie schon erwähnt, hat man eigentlich immer die Möglichkeiten: Fold, Call, Bet, Raise oder Check. Allerdings fallen aus logischen Gründen einige davon weg. Wenn zum Beispiel schon jemand etwas gesetzt hat, bettet man nicht mehr, ab dort hei�?t es dann Raise. Hat noch keiner gesetzt, ist nichts da, was man erhöhen kann, deshalb kann man dann maximal betten. Wenn man in diesem Setzsegment noch nicht soviel gesetzt hat, wie diejenigen, die am meisten gesetzt haben, hat man nicht die Möglichkeit, zu checken usw. Alles Geld, was man vor einem Fold bereits gesetzt hat, verbleibt im Pot und ist für einen entgültig verloren (aus diesem Grund zählt man jeden Cent, den man called, bettet oder raised als nicht mehr in seinem Besitz. Damit gehört es dem Pot und kann nur in den eigenen Besitz zurückkehren, wenn man den Pot gewinnt).
Aus diesem Grund werden Check und Call häufig gleichgesetzt, so wie auch Raise und Bet, weshalb man meist davon spricht, dass man die Wahl zwischen 3 Aktionen hat (die einzige Ausnahme davon ist, wenn alle Gegner, die nicht gefoldet haben All-In sind. Dann kannst du logischerweise nur noch callen oder folden).