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[Geschlossen] [Strategie] Full Ring Preflop Spiel für Einsteiger 1.1

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Full Ring Preflop Spiel für Einsteiger

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Erklärungen zum Starting Hands Chart
2.1 Die Starthände
2.2 Die Positionen

3. Anwendung des Starting Hands Chart
3.1 Ermitteln der Situation
3.2 Bedeutungen der Einträge
3.3 Umgang mit Raises vor euch
3.4 Die Grö�?e eurer Raises
3.5 Reagieren auf Raises hinter euch
3.6 Anpassen an die Grö�?e des gegnerischen Stacks

4. Beispielhände

5. Nachwort und Ausblick

1. Vorwort

Wie im Artikel Theoretische Grundlagen zum Preflop Spiel geschildert, legt man mit dem Spiel vor dem Flop, also der Auswahl der Starthände, und dem Spiel derselben, die Grundlage für ein erfolgreiches No Limit Holdem Spiel. Der grö�?te Teil des Geldes wird zwar nach dem Flop gewonnen, doch ohne dies Preflop vorzubereiten, ist es mit dem Geldverdienen nicht weit her.

Mit der hier vorgestellten Strategie lässt sich in kurzer Zeit ein gutes Preflop Spiel erlernen. Kernpunkt der Strategie ist das so genannte „Starting Hands Chart“. In dieser Tabelle, findet sich fast die gesamte hier vorgestellte Preflop Strategie wieder. Erfahrungen aus (sehr) vielen tausenden Hände, und das Wissen aus vielen No Limit Holdem Büchern.

Das Starting Hands Chart eignet sich am Besten zum Spiel an vollen Full Ring Tischen. Tische mit weniger Spielern erfordern durch die ihnen eigene Dynamik in der Regel ein wesentlich flexibleres Spiel, als es in einem „kurzen Einsteigerartikel“ zu vermitteln möglich wäre. Spielt deshalb zunächst nur an Full Ring Tischen mit 8 oder mehr Spielern. Das bietet den zusätzlichen Vorteil, das einem, bei dem generell niedrigeren Spieltempo auf diesen Tischen, mehr Zeit bleibt das eigene Spiel zu durchdenken und die Gegner zu beobachten.

Ihr werdet mit der hier vorgestellten Strategie nur relativ wenige, starke Starthände spielen. Sollte euch dabei langweilig werden, fangt nicht an, mehr Starthände zu spielen. Nutzt lieber die Zeit um intensiv die Gegner zu beobachten. Zu wissen, wie die Gegner „ticken“, ist ein wichtiger Faktor, an dem man das eigene Spiel später ausrichtet. Wird es auch so all zu langweilig, öffnet einfach einen zweiten Tisch.

Das Spiel mit dem Starting Hands Chart erfordert im Gegensatz zur Short Stack Strategie, das ihr euch mit dem vollen maximalen Buy-In am Tisch einkauft; also mit 100 Big Blinds. Sollte während des Spielens euer Stack schrumpfen, solltet ihr rechtzeitig Geld nachholen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man mit einer Monsterhand, nicht den maximal möglichen Gewinn macht, nur weil man vergessen hat, den eigenen Stack wieder aufzufüllen. Man kann immer nur maximal soviel vom Gegner gewinnen, wie der eigene Stack gro�? ist.

Kommt ihr in eine der seltenen Situationen, die hier nicht explizit berücksichtigt sind, oder seid euch sonst wie unsicher, wie in einer bestimmten Situation vorzugehen ist, beherzigt bitte folgendes: Ein Fold ist immer die bessere Lösung, als in einer Situation zu spielen, in der man nicht wei�?, was zu tun ist.. Sucht dann hier im Forum Hilfe, zu den Situationen, in denen euch etwas unklar ist.

Bei No Limit Holdem geht es im schlimmsten Fall immer um den gesamten eigenen Stack. Achtet darauf, dass ihr immer gut vorbereitet seid, dass ihr in guter geistiger Verfassung seid, und überschätzt nicht eure eigenen Fähigkeiten. Solche Fehler bezahlt man sonst oft sehr teuer.

2. Erklärungen zum Starting Hands Chart

Ihr könnt das Starting Hands Chart als PDF unter folgendem Link herunterladen: http://www.pokerstrategy.org.uk/download/NL_SHC.pdf

Das Starting Hands Chart richtet sich vor allem an No Limit Einsteiger. Man hat hiermit ein Werkzeug an der Hand, das einem schwierige Entscheidungen vor dem Flop zunächst abnimmt. So findet man die Zeit, zunächst ein gutes Postflop Spiel zu erlernen. Das Starting Hands Chart ist aber nicht der Weisheit letzter Schluss und kann der Dynamik an einem No Limit Holdem Tisch nicht vollends Rechnung tragen. Hat man ein solides Spiel nach dem Flop erlernt, sollte man sich auf jeden Fall der Verfeinerung des eigenen Preflop Spieles widmen.

2.1 Die Starthände

Alle möglicherweise spielbaren Starthände findet ihr in der linken Spalte der Tabelle aufgelistet. Folgende Abkürzungen gelten dabei:

A = Ace (Ass)
K = King (König)
Q = Queen (Dame)
J = Jack (Bube)
T = Ten (Zehn)
9 = Nine (Neun) usw.

Ein kleines "s" hinter den Karten bedeutet "suited", was so viel hei�?t wie "von der gleichen Sorte". Mit AKs sind also folgende Starthände gemeint: A♥K♥, A♦K♦, A♣K♣ und A♠K♠.

Ein kleines "o" hinter den Karten bedeutet "offsuit" und hei�?t dementsprechend "nicht von der gleichen Sorte". Somit zählt A♠K♠ nicht zu der Gruppe AKo, aber eine Hand wie A♠K♥ zählt dazu.

T9s – 54s: Hiermit werden sämtliche Suited Connectors in dem Bereich bezeichnet, also namentlich T9s, 98s, 87s, 76s, 65s und 54s.

T8s – 86s: Hiermit werden sämtliche Suited One Gappers in dem Bereich bezeichnet, also namentlich T8s, 97s, 86s.

2.2 Die Positionen

Die Positionen werden in der obersten Zeile aufgeführt. Die eigene Position bestimmt man wie folgt:

Die Position am Pokertisch während einer Hand wird immer relativ zum Dealerbutton betrachtet. Da der Dealerbutton nach einer Hand immer zum nächsten Spieler weitergegeben wird, ändert sich auch die eigene Position mit jeder Hand. Zur Positionsbestimmung fängt man mit dem Dealerbutton an und zählt entgegen dem Uhrzeigersinn. Folgendes gilt für einen vollen 10-Mann Tisch (Full Ring):

Als Late Position zählen der Dealer, auch „Button“ genannt, und der Spieler unmittelbar rechts vom Dealer, der „Cut Off“.

Als Middle Position gelten die nächsten drei Sitze. Sie werden abgekürzt bezeichnet mit MP1 bis MP3.

Mit Early Position bezeichnet man die nächsten drei Sitze. Abgekürzt werden sie bezeichnet mit UTG bis UTG+2, Dabei steht UTG für „Under The Gun“.

Die verbleibenden zwei Sitze sind dann der Big Blind und der Small Blind.

Wie aus dem Starting Hands Chart ersichtlich, gelten für alle Sitze in Early Position und Middle Position jeweils die gleichen Empfehlungen. Das Spiel innerhalb dieser Positionen ist zueinander einfach sehr ähnlich, so dass sich für eine „einfache“ Strategie eine genauere Betrachtung nicht lohnt. Die anderen vier Sitze, Cut Off, Button, Small Blind, und Big Blind, bedürfen aber einer differenzierteren Betrachtung, da man sich hier entweder in sehr guter oder sehr schlechter Position am Tisch befindet.

3. Anwendung des Starting Hands Chart

3.1 Ermitteln der Situation

Um korrekt mit dem Chart zu arbeiten, müsst ihr zunächst folgende Dinge ermitteln:

1. Ist eure Starthand im Chart aufgeführt? Nur die im Chart aufgeführten Hände sollen dann tatsächlich auch gespielt werden.

Sonderfall „Freeplay im Big Blind“: Im Big Blind werdet ihr auch Hände spielen, die nicht im Chart aufgeführt werden. Raist kein Gegner vor euch, könnt ihr mit jeder Hand umsonst den Flop sehen, indem ihr im Big Blind einfach checkt.

2. Eure Position am Tisch.

3. Ob, und wenn ja, wie oft vor euch geraist wurde.

4. Wie viele Spieler, au�?er den Blinds, bereits ins Spiel eingestiegen sind.

3.2 Bedeutungen der Einträge

Jeder Eintrag im Chart besteht aus zwei „Werten“. Dabei bezeichnet der erste die Aktion in Situationen, wo kein Gegner vor euch geraist hat. Der zweite Wert, nach dem "/", bezeichnet die Aktion, wenn es einen einzelnen Raise vor euch gab. Situationen, in denen es zwei oder mehr Raises vor euch gab, erfordern eine genauere Betrachtung (siehe unten), und sind nicht im Chart wiedergegeben.

Die „Werte“ an sich haben folgende Bedeutung:

Raise: Ihr Raist.

RAISE: Hände mit diesem Eintrag, namentlich AA und KK, raist ihr in jeder Situation, unabhängig von der Grö�?e und Anzahl der gegnerischen Raises, mit dem Ziel All-In zu gehen.

Raise X: Ihr raist, wenn maximal X Gegner vor euch ins Spiel eingestiegen sind, die Blinds nicht mitgezählt. Sonst callt ihr.

Raise X-: Ihr raist, wenn maximal X Gegner vor euch ins Spiel eingestiegen sind, die Blinds nicht mitgezählt. Sonst foldet ihr.

Call: Ihr callt.

Call X: Ohr callt, wenn mindestens X Spieler vor euch ins Spiel eingestiegen sind, sonst foldet ihr.

Call 15: Das findet ihr nur bei Pocketpairs. Hier callt ihr, falls sowohl euer Stack, als auch der Stack des Gegners, mindestens 15-mal so gro�? sind, wie der Raise den ihr callen müsst. Ansonsten foldet ihr.

Raise S: Ihr raist, aber nur im Blind vs. Blind Spiel. Also entweder, wenn alle vor euch gefoldet haben, First In im Small Blind, oder wenn alle au�?er dem Small Blind gefoldet haben, und dieser den Small Blind nur completed, also gecallt hat, im Big Blind. Ansonsten callt bzw. checkt ihr.

Call S: Ihr callt, aber nur im Blind vs. Blind Spiel bzw. in Steal Situationen. Also wenn ihr im Big Blind seid, und alle bis auf den Small Blind oder den Button gefoldet haben, und einer dieser beiden dann geraist hat. Ansonsten: Fold.

Call 15/S: Das findet ihr nur bei Pocketpairs. Hier callt ihr einen Raise, falls sowohl euer Stack, als auch der Stack des Gegners, mindestens 15-mal so gro�? sind, wie der Raise den ihr callen müsst. Ansonsten foldet ihr, oder aber falls alle bis auf den Small Blind gefoldet haben, und dieser dann geraist hat. Ansonsten: Fold.

3.3 Umgang mit Raises vor euch

Das Spiel nach dem Starting Hands Chart setzt einen einzelnen gegnerischen Raises normaler Grö�?e voraus. Da bei No Limit Holdem aber die Grö�?e der Wettansätze variabel ist, kann man nicht davon ausgehen, dass dies immer der Fall ist. Darum:

Spielt nur dann streng nach Chart, wenn der gegnerische Raise eine normale Grö�?e hat. Eine „normale“ Grö�?e läge in einer Hand, in der dieser Raise der erste ist, zwischen 3 und 6 Big Blinds. Gewöhnlich werden eure Gegner ihre Raises auch in dieser Grö�?enordnung wählen. Es gibt aber folgende Ausnahmen:

Der Minraise: Als Minraise bezeichnet man einen Raise um das minimal mögliche. Preflop First In also einen Raise auf 2 Big Blinds. Je nach Gegner kann so ein Raise Stärke oder Schwäche anzeigen. Da der Betrag des Raises aber sehr gering ist, und der Minraise auf den niedrigen Limits eher eine schwache Hand anzeigt, betrachtet den Minraiser beim Umgang mit dem Starting Hands Chart als einen Limper (Beim Berechnen der Grö�?e eines Raises von euch aber als Raiser). Das hei�?t ihr betrachtet immer den ersten Wert, wenn ihr eure Aktion ermittelt. Steht dort Beispielsweise Big Blind Check, bedeutet das gegen einen Minraise dann, den Minraise zu callen.

Ein übergro�?er Raise: Der Umgang hiermit ist für den Anfang recht einfach. Ihr spielt nur AA und KK mit denen man dann erneut raist. Mit QQ, AKs und AK callt ihr den Raise, falls dieser kleiner als 10 Big Blinds ist. Mit allen anderen Pocketpairs JJ-22 callt ihr den Raise, falls sowohl euer Stack, als auch der Stack des Gegners mindestens 15-mal so gro�? sind, wie der Raise selbst. Alle anderen Hände foldet ihr.

Zwei oder mehr Raises vor euch: Falls es vor euch zu mehr als einem Raise kommt, spielt ihr nur noch AA und KK mit dem Ziel möglichst All-In zu gehen, wie im Abschnitt „3.5 Reagieren auf Raises hinter euch“ beschrieben.

3.4 Die Grö�?e eurer Raises

Die Grö�?e der eigenen Raises ist wie jeder andere Wetteinsatz bei No Limit Holdem auch theoretisch beliebig wählbar. In der Praxis haben sich folgende Grö�?en aber bewährt, und diese solltet ihr auch wählen.

Kein Raise vor euch: In einem unraised Pot, wenn also noch niemand vor einem geraist hat, gibt es eine einfache Faustformel auf den niedrigen Limits. Die Grö�?e des Raises sollte 4 Big Blinds zuzüglich einem Big Blind pro Limper entsprechen. Als Limper bezeichnet man Spieler, die ins Spiel eingestiegen sind, aber nur den Big Blind gecallt und nicht erhöht haben.

Bsp.: Ein NL $25 Spiel (die Blinds sind also $0.10 und $0.25 gro�?). Ein voller Full Ring Tisch. Alle Gegner haben ca. $25 Stacks. UTG und MP1 limpen, alle anderen Folden. Man selbst sitzt auf dem Button mit AA und will korrekterweise raisen, Wie gro�? muss der Raise sein?

Der „Grundraise“ wäre 4 BB gro�?, also $1. Für jeden Limper kommt noch einmal 1 BB hinzu. Bei zwei Limpern also $0.50: Insgesamt sollte man also auf $1.5 (6 BB) raisen.

Ein oder mehrere Raises vor euch: In einem raised Pot, wenn also vor euch schon erhöht wurde, und eure Hand so stark ist, das ihr ein weiteres Mal raisen wollt, hängt die Grö�?e des Raises wesentlich von der Zielsetzung ab. Wollt ihr, dass im Idealfall alle folden, so wählt man einen Raise um die Grö�?e des aktuellen Pots. Ist die Hand so stark, das ihr zwar erhöhen wollt, aber am liebsten auch einen Gegner in der Hand behalten wollt, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Hier wählt man die Grö�?e des Raises etwas darunter. Ein Raise auf ungefähr das Dreifache des gegnerischen Einsatzes wäre angemessen. Da sich die Gegner auf den niedrigen Limits aber dadurch auszeichnen, sowieso viel zu viel mit schlechten Händen zu callen, ist es nicht verkehrt, sich für das erste auf Raises um Potsize zu beschränken.

Ein Raise um Potsize bedeutet: Zunächst den gegnerischen Einsatz zu callen und dazu noch einen Einsatz in Höhe des gesamten Pots (inklusive dem eigenen Call) zu machen. Für die Praxis bedeutet das, der Betrag um den man raist entspricht der Grö�?e des Pots vor dem eigenen Einsatz zuzüglich des doppelten Betrags, den man callen mü�?te, um nur mitzugehen. Ein Raise um Potsize gibt dem Gegner immer Pot Odds von 2:1, um diesen Raise zu callen.

Beispiel 1: Ein NL $25 Spiel (die Blinds sind also $0.10 und $0.25 gro�?). Ein voller Full Ring Tisch. Alle Gegner haben ca. $25 Stacks. UTG und MP1 limpen, MP3 raist auf $2, alle anderen folden. Man selbst sitzt auf dem Button mit AA und will korrekterweise raisen, Wie gro�? mu�? der Raise sein?

Der Pot ist an dieser Stelle bereits $2.85 gro�?. $2 durch den Raise von MP3, $0.5 durch die beiden Limper in UTG und MP1 und $0.35 durch die Blinds. Um nur mitzugehen mü�?te man $2 callen.

Ein Raise um Potsize wäre also ein Raise um: $2.85 + 2 * $2 = $6.85

Beispiel 2: Ein NL $25 Spiel (die Blinds sind also $0.10 und $0.25 gro�?). Ein voller Full Ring Tisch. Alle Gegner haben ca. $25 Stacks. Man raist aus UTG mit AA auf $1. MP1 callt den Raise. Der Big Blind reraist auf $4. Alle anderen folden. Man will korrekterweise erneut raisen. Wie gro�? mu�? der Raise sein?

Der Pot an dieser Stelle ist bereits $6.10 gro�?. $1 durch unseren Raise, $1 durch den Call von MP1, $4 durch den Raise von BB und $0.10 vom Small Blind. Um nur mitzugehen, mü�?te man also $3 callen.

Ein Raise um Potsize wäre also ein Raise um: $6.10 + 2 * $3 = $12.10

Achtung: Man unterscheidet Raises um einen bestimmten Betrag und Raises auf einen bestimmten Betrag. Die Party Poker Software geht immer von Raises auf einen bestimmten Betrag aus, wenn man einen Betrag eingibt.

Betrachten wir noch einmal das zweite Beispiel. Dort hie�? es, die korrekte Grö�?e des Raises wäre ein Raise um $12.10. Da man aber bereits einen Einsatz in der aktuellen Wettrunde von $1 gemacht hat, entspräche dies einem Raise auf $13.10. Diesen Wert mü�?te man bei der Party Poker Software dann auch angeben.

3.5 Reagieren auf Raises hinter euch

Wie man auf einen Raise hinter sich, also nach der eigenen Aktion reagiert, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: Der eigenen Hand, und der Grö�?e des Reraises. Prinzipiell muss man sich natürlich Sorgen machen, nicht die stärkste Hand zu haben, au�?er man hat ein Monster wie AA oder KK auf der Hand. Unterscheiden muss man die Situationen auch je nachdem, ob man selber gelimpt ist, also nur den Big Blind gecallt, ob man selber einen Raise gecallt hat, oder ob man selber geraist hat.

Man ist gelimpt: Hier ist die Entscheidung, was zu tun ist, denkbar einfach. Ihr könnt eure Aktion einfach im Starting Hands Chart an Hand des zweiten Wertes bestimmen.

Man hat einen Raise gecallt: War die Hand das erste Mal schon nicht stark genug, um erneut zu raisen, ist sie jetzt erst recht nicht stark genug gegen einen weiteren Raise zu spielen. Ihr foldet also.

Eine Ausnahme sind hier die seltenen Fälle, in denen ihr ein Pocketpair spielt (Call 15 in der Tabelle) und mit eurem Call die Wettrunde abschlie�?t. Sind hier sowohl euer Stack als auch der Stack eures Gegners noch mindestens 15-mal so gro�? wie der Betrag des Reraises, so callt ihr, in der Hoffnung ein Set zu treffen, und mit dieser starken Hand höchstwahrscheinlich den Pot zu gewinnen.

Man hat selber geraist: Hat man selber geraist und wird dann von einem Gegner gereraist deutet das auf eine sehr starke Hand des Gegners hin. Dementsprechend wollt auch ihr nur mit sehr starken Händen weiterspielen.

Mit AA und KK wollt ihr in dieser Situation möglichst All-In gehen. Ihr habt eine sehr starke Hand, die der Hand eures Gegners wahrscheinlich überlegen ist. Jetzt ist etwas taktieren angesagt. Ihr wollt mit diesen Händen erneut raisen, genug, um guten Gewinn zu machen, aber nicht zu viel, so dass der Gegner schwächere Hände foldet.

In dieser Situation solltet ihr vom Plan, nur Potsize Raises zu machen abweichen, und lediglich auf einen Betrag raisen, der dreimal der Grö�?e des gegnerischen Raises entspricht. Ist der Reststack des Gegners aber nur noch weniger als 1.5-mal so gro�? wie der geplante Raise, könnt ihr den Gegner gleich All-In setzen.

Mit QQ, AKs und AK callt ihr einen gegnerischen Reraise normaler Grö�?e einfach, und schaut dann am Flop, wie es weitergeht. Mit einem Reraise normaler Grö�?e, meine ich einen Reraise, der maximal dem fünffachen des eigenen Raises entspricht. Liegt der Reraise deutlich darüber, solltet ihr diese Hände lieber folden, da ihr sonst zu viel Chips mit einer vielleicht unterlegenen Hand investiert. Mit anderen Pocketpairs (JJ-22) callt ihr den Reraise, falls sowohl euer Stack, als auch der Stack des Gegners mindestens 15-mal so gro�? sind, wie der Betrag des Reraises, wiederum in der Hoffnung am Flop ein Set zu treffen.

Alle anderen Hände, mit denen ihr geraist habt, und dann gereraist wurdet, foldet ihr. .Die Wahrscheinlichkeit, dominiert zu werden, ist einfach zu gro�?, als das es sich lohnt noch viel in den Pot zu investieren.

Man hat selber gereraist: Hat man selber bereits gereraist, und der Gegner raist erneut, möglicherweise All-In, sind nur noch AA und KK spielbar. Diese push ihr dann All-In. Alle anderen Hände foldet ihr.

Sonderfall „Minraise“: Werdet ihr von einem Gegner nur um den minimal möglichen Betrag geraist, also auf das doppelte eures Raises / Calls, müsst ihr diesen Raise in jedem Fall mit allen Händen callen. Ihr bekommt vom Gegner so Pot Odds von 3:1 oder besser für den Call. Kaum eine Handrange des Gegners ist so gut, als das ihr dann in dieser Situation nicht profitabel callen könntet.

Sonderfall „Zwei oder mehr Raises“: Sollte es hinter euch, in welcher Situation auch immer, zu zwei Raises kommen, so spielt ihr in jedem Fall nur noch AA und KK, wie oben beschrieben.

3.6 Anpassen an die Grö�?e des gegnerischen Stacks

Ihr werdet in Situationen kommen, in denen der Gegner, nachdem die Preflop Wettrunde eigentlich abgeschlossen wäre, nur noch einen Stack hat, der deutlich kleiner ist, als die Grö�?e des Pots. Seid ihr selber der Aggressor Preflop, solltet ihr die Grö�?e eures Raises so wählen, dass der Gegner dann gleich All-In gesetzt wird. Ihr seid ansonsten, in den Wettrunden nach dem Flop, sowieso Pot committed gegen diesen Gegner, und müsstet in aller Regel, eine Bet in Höhe des Reststacks des Gegners ohnehin callen.

�?hnliches gilt, analog zu der Regel für Minraises, falls der Gegner gegen einen Raise eurerseits All-In geht, sein Stack aber nur noch so klein ist, das ihr Pot Odds von 3:1 oder besser für den Call bekommt. Hier müsst ihr den All-In ebenfalls mit jeder Hand callen, bei so günstigen Pot Odds.

4. Beispielhände:

Die folgenden Beispielhände stammen alle (teils modifiziert) aus Sessions an NL $25 Full Ring Tischen. Ich hoffe hiermit eventuelle Unklarheiten und Verständnisschwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Wenn nötig, gebe ich zusätzlich die Grö�?e der Stacks der beteiligten Spieler an.

Hand 1: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Preflop: Hero is BB with 4♠, 9♥.
UTG calls $0.25, 2 folds, MP2 calls $0.25, 4 folds, Hero …

Eine Trashhand, die nicht im Chart aufgeführt ist. Man nimmt hier das Freeplay im Big Blind und checked.

Hand 2: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Preflop: Hero is SB with 6♥, 6♠.
UTG calls $0.25, 4 folds, CO calls $0.25, Button calls $0.25, Hero …

66 im SB gegen 3 Limper. Nach Chart: Call.

Hand 3: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Preflop: Hero is UTG+1 with K♦, J♦.
1 folds, Hero …

Auf den ersten Blick eine verlockende Hand, nach Chart in der schlechten Position aber ein klarer Fold.

Hand 4: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Preflop: Hero is CO with Q♥, K♣.
UTG calls $0.25, 4 folds, Hero …

KQo im Cut Off gegen einen einzelnen Limper. Nach Chart ein Raise. Gemä�? der Formel „Grö�?e des Raises = 4BB + 1BB je Limper“ also ein Raise auf 5BB, hier also $1.25.

Hand 5: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Hero ($27.40)
UTG ($18.65)

Preflop: Hero is SB with K♣, K♦.
UTG raises to $0.5, 5 folds, Hero …

KK im Small Blind. Der UTG Spieler macht einen Minraise. Nach Chart ein Raise, mit der Absicht im Hinterkopf, möglichst All-In zu gehen. Also Raise auf $1.75.

Der Raise berechnet sich wie folgt: Im Pot sind bereits $0.5 von UTG sowie $0.25 vom Big Blind. Callen müsste man an dieser Stelle $0.5 um nur mitzugehen. Also: $0.5 (von UTG) + $0.25 (Big Blind Zwangseinsatz) + 2 x $0.5 (der Betrag, den man callen müsste) = $1.75

Auf unseren Raise hin passiert folgendes:

Preflop: Hero is SB with K♣, K♦.
UTG raises to $0.5, 5 folds, Hero raises to $1.75, 5 folds, UTG raises to $5, Hero …

Gem� den obigen Empfehlungen, will man gegen einen Gegner, der bereit ist sich gegen die eigene Premiumhand zur Wehr zu setzen, maximalen Gewinn herausholen. Man peilt also einen erneuten Raise auf das dreifache des gegnerischen Raises an, also auf $15.

Das würde dem Gegner aber nur noch einen Reststack von $3.65 lassen, deutlich weniger als die Grö�?e des Pots. Dementsprechend setzt man den Gegner dann gleich All-In. Sprich: Man raised auf einen Betrag, der grö�?er oder gleich dem Stack des Gegners ist, also $18.65 oder mehr.

Hand 6: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Hero ($27.40)
UTG ($18.65)

Preflop: Hero is SB with 5♣, 5♦.
UTG raises to $0.5, 5 folds, Hero …

Bis auf die Starthand, die gleiche Situation wie in Hand 5. Den Minraiser betrachten wir, wie oben beschrieben als Limper, und callen dementsprechend mit unserem kleinen Pocketpair.

Hand 7: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Hero ($25)
BB ($15.80)

Preflop: Hero is Button with Q♥, Q♠.
6 folds, Hero …

Pocketqueens sind hier nach Chart First In auf dem Button ein klarer Raise auf 4BB, also $1.

Jetzt aber passiert etwas Unerwartetes:

Preflop: Hero is Button with Q♥, Q♠.
6 folds, Hero raises to $1, 1 folds, BB raises to $4, Hero …

Man ist mit einem Reraise vom Big Blind konfrontiert. Der Reraise hat „normale“ Grö�?e, nämlich das vierfache unseres Raises. Man called also.

Hätte man hier anstelle von QQ nur TT, müsste man die Hand an dieser Stelle aufgeben, da weder man selber, noch der Big Blind einen Stack hat, der grö�?er als 15-mal der Raise ist. Es fehlen also die Implied Odds, um auf ein Set zu hoffen, und so die vermutlich starke Hand des Big Blind zu schlagen. Mit AA und KK dagegen hätte man dann an dieser Stelle ähnlich Hand 5 All-In gepushed.

Hand 8: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Preflop: Hero is Button with T♣, 9♣.
UTG calls $0.25, 4 folds, MP3 calls $0.25, CO calls $0.25, Hero …

Einfache Geschichte nach Chart, T9s auf dem Button gegen 3 Limper: Call. Gegen einen einzelnen Limper hätte man hier folden müssen.

Doch dann geschieht etwas Unerfreuliches:

Preflop: Hero is Button with T♣, 9♣.
UTG calls $0.25, 4 folds, MP3 calls $0.25, CO calls $0.25, Hero calls $0.25, SB calls $0.25, BB raises to $3, 3 folds, Hero …

Hier mu�? man mach Chart dann leider folden.

Hand 9: No-Limit Hold'em, $.25 BB

UTG ($1.50)
MP3 ($27.80)
Hero ($25)

Preflop: Hero is CO with A♠, Q♠.
UTG calls $0.25, 4 folds, MP3 raises to $0.75, Hero …

Nach Chart, AQs im Cut Off, ein Call gegen einen einzelnen Raise.

Jetzt passiert aber folgendes:

Preflop: Hero is CO with A♠, Q♠.
UTG calls $0.25, 4 folds, MP3 raises to $0.75, Hero calls $0.75, 3 folds, UTG raises to $1.50 (All In), MP3 raises to $5, Hero…

Hier ist man dann gezwungen zu folden nach den Empfehlungen für das Spiel raised Pots und dem Chart zu folden. AQs ist einfach nicht stark genug, um hier noch weiterzuspielen.

Hätte MP3 nicht noch einmal geraist, sonder den Raise von UTG nur gecallt, hätte man diesen Minraise mit Pot Odds von ca. 1:6 auf jeden Fall callen müssen.

Hand 10: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Preflop: Hero is Button with A♠, T♥.
7 folds, Hero…

Nach Chart ein Raise, wie gewohnt, in Höhe von 4BB, also $1.

Wäre die Situation aber wie folgt …

Preflop: Hero is Button with A♠, T♥.
3 folds, MP1 calls $0.25, MP2 calls $0.25, 2 folds, Hero…

… müsste man die Hand nach Chart folden.

Hand 11: No-Limit Hold'em, $.25 BB

Preflop: Hero is BB with K♠, J♠.
8 folds, MP1 calls $0.15, Hero…

Nach Chart raist man hier auf 4 BB + 1BB pro Limper, da nur der Small Blind ins Spiel eingestiegen ist. Also raist man auf $1.25.

Hätte der Small Blind dagegen einen normal gro�?en Raise gemacht, würde man hier den Raise callen.

5. Nachwort und Ausblick

Nach dem Studium dieses Artikels seid ihr in der Lage, eine wenn auch noch recht einfache und unflexible, aber dennoch gewinnbringende Preflop Strategie „auf den Tisch zu bringen“. Auf Grund der Einfachheit und somit leichten Erlernbarkeit, kann aber nicht allen möglichen Situationen Rechnung getragen werden. Auch sind manche „Regeln“, gerade für das Spiel gegen Raises, am Anfang nicht ganz so leicht umsetzbar und nachvollziehbar.

Kommt ihr in eine der seltenen Situationen, die hier nicht explizit berücksichtigt sind, oder seid euch sonst wie unsicher, wie in einer bestimmten Situation vorzugehen ist, beherzigt bitte folgendes: Ein Fold ist immer die bessere Lösung, als in einer Situation zu spielen, in der man nicht wei�?, was zu tun ist.. Sucht dann hier im Forum Hilfe, zu den Situationen, in denen euch etwas unklar ist.

Bei No Limit Holdem geht es im schlimmsten Fall immer um den gesamten eigenen Stack. Achtet darauf, dass ihr immer gut vorbereitet seid, dass ihr in guter geistiger Verfassung seid, und überschätzt nicht eure eigenen Fähigkeiten. Solche Fehler bezahlt man sonst oft sehr teuer.

Für das weitere Studium adäquater Preflop Strategie sind Artikel für den Fortgeschrittenen Bereich in Planung und werden in Kürze fertig gestellt werden.


56 Antworten

Nice besonders das call 15 Prinzip für kleine pockets find ich gut da diese ja unabhängig von position meistens sehr einfach zu spielen sind postflop.
Grade an den NL beginner tables von pp lässt sich momentan übrigens super ne BR aufbauen da dort viel mehr none ps.de`ler als auf den limit tables verkehren, mal schauen wie lange das anhält ;)


Die Gegner werden sehr schnell herausfinden, ob Hero Pockets hält... ;)


Original von SortThisAce
Die Gegner werden sehr schnell herausfinden, ob Hero Pockets hält... ;)

Glaube mir, sie tun es nicht.
Der Artikel steht nicht umsonst im Anfänger Forum ;)


Gar nicht dran gedacht, dass das nen Einsteigerartikel sein soll. Sorry ;) Ich für meinen Teil raise Pockets immernoch 4 BB first in, aber für Anfänger wird es wohl besser sein, sie preflop zu callen.


Original von SortThisAce
Gar nicht dran gedacht, dass das nen Einsteigerartikel sein soll. Sorry ;) Ich für meinen Teil raise Pockets immernoch 4 BB first in, aber für Anfänger wird es wohl besser sein, sie preflop zu callen.

Es geht ja ums callen von raises nicht ums first in >_< Und selbst wenn die gegner wissen das Hero kleine pockets called sind sie für ihn ja leicht zu spielen da es zu 95% klare hit or shit flops sind.


TheDna:

Es geht auch ums einfache callen, nicht nur das callen von raises. Lassen wir die Diskussion. Ich hoffe, es kommt bald im Fortgeschrittenen Forum ein anderer Chart heraus, der weniger konserativ ist.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Das ist das einzige und letzte Starting Hands Chart, was es von mir für NL geben wird. ;)

Für Einsteiger halte ich es für ein gutes Werkzeug. Für Fortgeschrittene wird aber sicher kein Chart der Komplexität von No Limit Holdem gerecht.


Stargoose sagt es ja schon. Das Chart ist für Anfänger gedacht, damit diese einen gewissen �?berlick bekommen, was man grob wo und wann spielt. Es ist sicherlich nicht die optimale Spielweise, aber ich behaupte mal für niedrige Limits schon sehr nah dran. Die Gegner prüfen und merken sich nicht, wie du spielst, sie spielen einfach weiter wie sie immer spielen, ohne auf dich einzugehen. Würdest du NUR AA spielen, selbst dann würdest du Caller finden ;)

Für Fortgeschrittene ist es praktisch unmöglich, eine Chart zu erstellen.


Chart ist für Anfänger ok.


Ein NL starting hand chart. haha. VNH! xD Jetzt sag nochmal einer Pokerstrategy macht nicht das Unmögliche möglich!!! C=8

Ich denk zwar nich, das es wirklich nötig ist, es wird einem sehr frühen Einsteiger aber einiges an Sicherheit geben und das ist schonmal gut, denk ich. Es gibt zwar immer Leute, die sich so in eine Regel verlieben, dass sie diese auch in total quatschigen Situationen einhalten (weshalb ein Chart eher schädlich als hilfreich für sie ist), ich denk aber mal, solche Leute sind sowieso nicht für NL geeignet. Deshalb sag ich mal gw ^^


Sleyde
Beigetreten: 15.01.2005
BlackMember

Also ich spiele eigentlich mit vielen Pockets openraise, limpen tue ich sie eigentlich immer, wenn nicht Raise, au�?er wenn nach mir oft geraist wird. Auch mit 22 aus MP3 z.B. und mit 99 aus MP1 auf jeden Fall. Ist das suboptimal?

Sonst ist das Chart für Anfänger ok, aber natürlich spiele viel looser bei Blindsteal etc, wei�? aber auch nicht ganz genau, ob das zu loose ist ... KJs an einem SH Tisch first position raise ich eigentlich immer ... 18/13 und 26 attempt sind meine Werte atm ...

und au�?erdem limpe ich eigentlich fast nie, mit einem limper vor mir. Dann raise oder fold. Habe das von fixed übernommen, ist auch das suboptimal für NL? Limpen nach einem Limper tue ich nur mit small pockets und kleinen suited connectors, mit QJs isoliere ich aber schon möglicherweise. Gilt das Prinzip der Isolation bei NL überhaupt?


uTz84
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Isolation Raises sind bei NL wesentlich schlechter als bei Limit bzw. werden nicht häufig angewandt.

Quelle hierzu ist No Limit Holden von Sklansky & Miller:

"There are two reasons:

1. The blind money often represents a much smaller percentage of your expectation for the hand.
2. The punishment for accidentally isolating someone who has a better hand is far greater."

PPs zu openraisen finde ich nicht suboptimal, solange man es mit Vernunft macht, wie von dir beschrieben.

MfG


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Naja ... das Chart ist dazu da, eine solide Preflop Grundlage zu schaffen, solange man das Postflop Spiel noch lernt. Besser am Anfang Preflop tighter spielen, und so vorteilhaftere Postflop Situationen genrieren.

Isolation spielt schon auch bei NL eine Rolle, aber ist die Playability der jeweiligen Hand bei NL imo deutlich wichtiger als bei FL, dementsprechend fallen auch die Handranges zum isolieren etwas enger aus. Das, was das Isolieren Preflop auch mit marginalen Händen bei FL profitabel macht, ist die Möglichkeit eines Call Downs für wenig Geld. Die Möglichkeit hat man bei NL einfach nicht ...


hazz
Beigetreten: 13.02.2006
BlackMember

kleiner formatierungstipp:

den chart doppelt und dreifach fett unterstreichen. zumindest etwas auffaelliger platzieren :)


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von hazz
kleiner formatierungstipp:

den chart doppelt und dreifach fett unterstreichen. zumindest etwas auffaelliger platzieren :)

Erledigt ...


Was haltet ihr von limpraise aus UTG und UTG+1 mit pocket a-q, ich habe die Erfahrung gemacht grade auf den micros das raises von dort endweder komplett ignoriert werden, man bekommt also manchmal 5-6 coldcaller wenn direkt hinter einem wer called nach dem motto ach die paar cent mehr machens nun auch nicht wenn die andern schon callen is nen dicker pot, oder viel zu ernst genommen werden, garkeinen caller.
Natürlich geht es nicht an allen Tischen, aber oft ist die Stimmung so an den micro tischen das 1-2 Leute die grade nen pot verloren haben relativ tilt sind und gerne first in oder mit 1-2 limpern totale unsummen raisen für limpraise also ideale Bedingungen.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von TheDna
Was haltet ihr von limpraise aus UTG und UTG+1 mit pocket a-q, ich habe die Erfahrung gemacht grade auf den micros das raises von dort endweder komplett ignoriert werden, man bekommt also manchmal 5-6 coldcaller wenn direkt hinter einem wer called nach dem motto ach die paar cent mehr machens nun auch nicht wenn die andern schon callen is nen dicker pot, oder viel zu ernst genommen werden, garkeinen caller.
Natürlich geht es nicht an allen Tischen, aber oft ist die Stimmung so an den micro tischen das 1-2 Leute die grade nen pot verloren haben relativ tilt sind und gerne first in oder mit 1-2 limpern totale unsummen raisen für limpraise also ideale Bedingungen.

Auf den Microlimits immer schön straightforward. Wer da einmal Geld im Pot hat, called auch nen Raise nur zu gern. Das Ziel mit nem Limp Reraise ist es ja, nur das Geld der Limper einzusammeln, und keinen gro�?en Pot OOP zu spielen. Das wird auf den kleinen Limits fast nie klappen.

Sowas wird im Fortgeschrittenen Bereich ab NL $200 interessant ... ;)


PacificDreams
Beigetreten: 26.02.2005
Oldschool Grinder

Noch ein Formatierungstipp:

Der Chart scheint mir etwas unübersichtlich. Vielleicht könnte man -ähnlich zu dem Chart für FL- den Eintrag "/ Fold" weglassen, also bei Händen, die man nur ohne vorherigen Raise spielt, einfach auch nur einen Eintrag setzen.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Original von PacificDreams
Noch ein Formatierungstipp:

Der Chart scheint mir etwas unübersichtlich. Vielleicht könnte man -ähnlich zu dem Chart für FL- den Eintrag "/ Fold" weglassen, also bei Händen, die man nur ohne vorherigen Raise spielt, einfach auch nur einen Eintrag setzen.

Hmmm ... ich mag das so eigentlich und finds auch nicht unübersichtlich. Aber wenns noch mehr User stört, werd ichs ändern ...


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