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Regelfrage Live Cash Game

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Dirkules24
Beigetreten: 23.05.2007
Oldschool Grinder

Abend,

habe ne knifflige Situation vom vorgestrigen Casino-Besuch:

Also es ist raist pot, Action am Turn: Spieler A im BB checkt - Spieler B im CO bettet - Spieler A raist und Spieler B geht all in.

Nun wirft Spieler A seine Karten über die weiße Orientierungslinie. Nach ca. 2 Sekunden zeigt Spieler B eine Karte offen und wirft die 2. in den Muck. Nun fordert Spieler A den Pot für sich, da die Hand des Gegners tot sei. Der Floorman bestätigte diese Hausregel (West-Spiel).

Nun frage ich mich: Spieler A hat ja eine offensichtliche Foldbewegung vollzogen und der Dealer die Karten nicht sofort eingezogen. Wird das nicht berücksichtigt?

Vielleicht hattet ihr ja mal ähnliche Fälle und könnt schildern, wie es da ausgelegt wurde.


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Zitat
15 Antworten
Coach
mnl1337
Beigetreten: 14.01.2008
Elite Grinder

naja ist halt ermessensache des dealers ob es eine intention des foldes ist oder ob der spieler einfach mit seinen karten spielt und sie vor sich (zufällig nach vorne) hin wirft. so wie beschrieben siehts eher nach fold aus und spieler B sollte gewinnen


Antwort
Zitat
jotha
Beigetreten: 20.04.2006
Elite Grinder

Original von mnl1337
naja ist halt ermessensache des dealers ob es eine intention des foldes ist oder ob der spieler einfach mit seinen karten spielt und sie vor sich (zufällig nach vorne) hin wirft. so wie beschrieben siehts eher nach fold aus und spieler B sollte gewinnen

Das sehe ich anders. Man kann nur Gewinnen, wenn man noch eine Hand hat. Da eine Karte im Muck gelandet ist, bevor der Dealer den Pot zugeschoben hat, kann er jetzt nicht mehr gewinnen. Dagegen sind die anderen Karten noch auf dem Tisch und einwandfrei identifizierbar und zuordenbar.


Antwort
Zitat
cdset
Beigetreten: 27.05.2006
Oldschool Grinder

Original von jotha

Original von mnl1337
naja ist halt ermessensache des dealers ob es eine intention des foldes ist oder ob der spieler einfach mit seinen karten spielt und sie vor sich (zufällig nach vorne) hin wirft. so wie beschrieben siehts eher nach fold aus und spieler B sollte gewinnen

Das sehe ich anders. Man kann nur Gewinnen, wenn man noch eine Hand hat. Da eine Karte im Muck gelandet ist, bevor der Dealer den Pot zugeschoben hat, kann er jetzt nicht mehr gewinnen. Dagegen sind die anderen Karten noch auf dem Tisch und einwandfrei identifizierbar und zuordenbar.

das ist nicht war diese linie ist die abgränzung zwischen spieler und pot und alles was sich im pot befindet gehört nicht mehr dem spieler.


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Zitat
Wody
Beigetreten: 23.01.2007
BlackMember

B geht All In und A openfoldet? Ist doch obv dass B der Pot zusteht. Falls jetzt der Dealer ein "Call" von A gehört haben will sieht die Sache anders aus.


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Zitat
chrkal
Beigetreten: 05.12.2010
PokerStrategist

Westspiel hat da komische Regeln. Ich war diese Woche erst im Casino am Alex und calle in einem Turnier eine Bet, woraufhin villain mucked. Der Dealer sagt mir, er könne mir den Pot aber nur dann zuteilen, wenn ich zeige.


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Horsy
Beigetreten: 08.03.2007
PokerStrategist

Erinnert Ihr Euch an die Hand von Tobias Reinkemeier und Roland de Wolfe bei der EPT 2009 in Barcelona, war eine ähnliche Situation. Tobi callt und de Wolfe annonciert King high, schiebt die Karten in die Mitte und diese berühren die Burncards und sind somit gemuckt. Tobi gewinnt den Pot mit Q high. De Wolfe wollte auch seine Karten zurück und zeigte K8. Der Pot ging an Tobi. Gibt es ein feines Youtube Video und auch entsprechende Berichte zu.

Ich kann nur jedem Poker Spieler empfehlen, seine Karten solange festzuhalten, bis der Pot entsprechend zugeteilt ist. Ist so eine Art Quittung.

@chrkal,

bis zur letzten EPT Season musste jeder Spieler in der Showdown Situation seine Karten zeigen, um den Pot zugeteilt zu bekommen. Wurde jetzt zur aktuellen Season geändert =)

Was aus dem Bericht von Dirkules jetzt nicht hervorgeht ist, hat A überhaupt gecallt.


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Zitat
ayatolla
Beigetreten: 29.03.2008
Oldschool Grinder

Wobei die Betline ja nicht bindend, sondern nur zur Orientierung ist.

Also würde ich so eine Situation, wie in der 1. Antwort, von Situation zu Situation bewerten. Nimmt er die Karten und wirft sie nach vorne ist es ein fold, schiebt er sie bisschen nach vorne, um vielleicht noch mal drunter zu gucken oder seine Chips zu zählen, ist es kein Fold, auch wenn die Karten über der Betline sind.

Der Fehler liegt hier so oder so jedoch beim Dealer und bei Spieler A. Der Dealer muss die Karten, bei einer Foldbewegung sofort einsammeln und Spieler A sollte so lange mit dem Aufdecken warten, bis der Dealer dies getan hat.

e: oh, hatte überlegen, dass er die Karten in den Muck geworfen hat. Tja, sau dumm, aber damit ist der Pott futsch.


Antwort
Zitat
WSpieler
Beigetreten: 09.01.2009
Oldschool Grinder

Die Regeln sind hier völlig klar und nicht nur für Westspiel so. Um den Pot zu erhalten braucht Spieler B eine Hand (zwei Karten); er hat aber keine gültige Hand mehr! Also geht der Pot an Spieler A, die betting line hat keine Bedeutung. Der initiale Fehler wurde vom Dealer gemacht, indem er die Karten von A nicht eingezogen hat. Der nächste Fehler kam von B, indem er eine Karte gemuckt hat (wie blöd ist das denn!).

Also für Neulinge die einfache Merkregel: Pot gegen Karten und selbst auf die Karten aufpassen!

Hab mal sowas ähnliches beim Omaha auf Hohensyburg beobachtet, Spieler A spielt Pot mit einer gemachten straight (hat er später behauptet) und Spieler B wirft seine 4 Karten in die 4 von A. Danach beide Hände tot!!!!! und Spieler C bekommt ca EUR 1200,--! A hätte seine Karten nicht offen liegen lassen sollen, sondern sie beschützen müssen.


Antwort
Zitat

Original von chrkal
Westspiel hat da komische Regeln. Ich war diese Woche erst im Casino am Alex und calle in einem Turnier eine Bet, woraufhin villain mucked. Der Dealer sagt mir, er könne mir den Pot aber nur dann zuteilen, wenn ich zeige.

Exakt das werd ich auch nie verstehn bei Westspiel.

Ich calle und er muckt seine Hand ... oder wir checken beide am River und Gegner muckt seine Hand.
Wieso muss ich dann nen Showdown machen, wenn ich der einzige in der Hand bin der noch eine gültige Hand hat?

Ich bezahle oder checke behind und bin nicht der der als erster zeigen muss und muss dann zeigen wenn er ungesehn muckt?
Was ist der Sinn dahinter?
Ich werde gezwungen Informationen preiszugeben, und er darf einfach mucken und muss nicht zeigen.

Wenn mans es dann exakt auslegt kann man ja auch gleich immer SD machen, auch wenn ich flop bette und er foldet müsste ich dann zeigen um den pot zu gewinnen.

Wer bekommt eigentlich den Pot wenn ich auch mucke nach ihm und karten nicht mehr idendifizierbar sind?

Fänds mal interessant eine schlüssige Antwort zu bekommen.

Im Turnier verstände ich es noch wegen Chipdumping ala Scotty "Drunkenbold" Nguyen (Aber halt auch nur am River und nicht schon am Turn).

ABER halt NICHT im CG


Antwort
Zitat
ayatolla
Beigetreten: 29.03.2008
Oldschool Grinder

Du kannst in dem Fall aber fordern, dass seine Hand geöffnet wird, diese lebt dann aber.

Finde die Regel auch komisch, aber das ist eine Hausregel die ich hinnehmen kann.
Hier in Köln gibt es z.B. einen Turnierveranstalter, bei dem gilt nur der River für die 'last Action'. Wenn Du also im SB sitzt, Villain den Turn bettet und beide den River checken musst Du zuerst Zeiten... einfach nur saudumm!!!!!!

Oder in Bremen gibt es einen Laden indem ein Act out of Turn den Spieler die Chance auf eine Action nimmt. Wenn Du also out of turn bettest darfst Du die Street nur passiv (check/call) spielen. Dass das ganze halt enorm exploitable ist, ist dort noch niemandem aufgefallen.


Antwort
Zitat

Original von ayatolla
Hier in Köln gibt es z.B. einen Turnierveranstalter, bei dem gilt nur der River für die 'last Action'. Wenn Du also im SB sitzt, Villain den Turn bettet und beide den River checken musst Du zuerst Zeiten... einfach nur saudumm!!!!!!

Das ist aber eigentlich immer so... Kenne ich zumindest nicht anders.

Oder in Bremen gibt es einen Laden indem ein Act out of Turn den Spieler die Chance auf eine Action nimmt. Wenn Du also out of turn bettest darfst Du die Street nur passiv (check/call) spielen. Dass das ganze halt enorm exploitable ist, ist dort noch niemandem aufgefallen.

Das finde ich in der Tat auch dumm. Action out of turn sollte einfach ebstehen bleiben es sei denn es kommt zu einer anderen Situation, dann darf der Spieler normal weiterspielen, so stehts ja auch bei der TDA, die für die meisten Spieler wohl die Standards sind...


Antwort
Zitat
ayatolla
Beigetreten: 29.03.2008
Oldschool Grinder

Original von PHPNick

Original von ayatolla
Hier in Köln gibt es z.B. einen Turnierveranstalter, bei dem gilt nur der River für die 'last Action'. Wenn Du also im SB sitzt, Villain den Turn bettet und beide den River checken musst Du zuerst Zeiten... einfach nur saudumm!!!!!!

Das ist aber eigentlich immer so... Kenne ich zumindest nicht anders.

Was macht denn das für einen Sinn? Die letzte Action sollte hier entscheiden, egal ob Pre-, Flop, Turn oder sonstwann.

Hier mal die EPT Regeln:

50. Showdown - Am Ende der Action muss der Spieler, der den letzten Einsatz gemacht hat, als Erster seine Karten zeigen - die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn. Dies gilt auf dem River, dem Turn, dem Flop und vor dem Flop. ... Erfolgte kein Einsatz, muss der Spieler am Platz links des Button (Flop Games) oder des Third Street Bring-in (Stud Games) seine Karten zuerst zeigen - die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn.

Alles andere ist auch fernab jeglichen Verstands. Als OOP Spieler ist man dann quasi immer gefickt.


Antwort
Zitat
cdset
Beigetreten: 27.05.2006
Oldschool Grinder

Original von ayatolla

Original von PHPNick

Original von ayatolla
Hier in Köln gibt es z.B. einen Turnierveranstalter, bei dem gilt nur der River für die 'last Action'. Wenn Du also im SB sitzt, Villain den Turn bettet und beide den River checken musst Du zuerst Zeiten... einfach nur saudumm!!!!!!

Das ist aber eigentlich immer so... Kenne ich zumindest nicht anders.

Was macht denn das für einen Sinn? Die letzte Action sollte hier entscheiden, egal ob Pre-, Flop, Turn oder sonstwann.

Hier mal die EPT Regeln:

50. Showdown - Am Ende der Action muss der Spieler, der den letzten Einsatz gemacht hat, als Erster seine Karten zeigen - die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn. Dies gilt auf dem River, dem Turn, dem Flop und vor dem Flop. ... Erfolgte kein Einsatz, muss der Spieler am Platz links des Button (Flop Games) oder des Third Street Bring-in (Stud Games) seine Karten zuerst zeigen - die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn.

Alles andere ist auch fernab jeglichen Verstands. Als OOP Spieler ist man dann quasi immer gefickt.

last action gilt auch auf dem turn folp und pre aber nur wenn ein spieler allin ist und so keine actionen mehr ausüben kann.

z.b bei 3 spielern wo einer auf dem flop all in ist muss auch als erstes die karten auf machen danch geht es weiter mit last action weiter.

man muss auch sagen das wie mache immer behaubten es gibt keine passive aktionen es gibt immer nur verschiedene aktionen

1. check/call
2. bet
3. raise
4. reraise
5. all in


Antwort
Zitat
cdset
Beigetreten: 27.05.2006
Oldschool Grinder

Original von ayatolla
Wobei die Betline ja nicht bindend, sondern nur zur Orientierung ist.

Also würde ich so eine Situation, wie in der 1. Antwort, von Situation zu Situation bewerten. Nimmt er die Karten und wirft sie nach vorne ist es ein fold, schiebt er sie bisschen nach vorne, um vielleicht noch mal drunter zu gucken oder seine Chips zu zählen, ist es kein Fold, auch wenn die Karten über der Betline sind.

Der Fehler liegt hier so oder so jedoch beim Dealer und bei Spieler A. Der Dealer muss die Karten, bei einer Foldbewegung sofort einsammeln und Spieler A sollte so lange mit dem Aufdecken warten, bis der Dealer dies getan hat.

e: oh, hatte überlegen, dass er die Karten in den Muck geworfen hat. Tja, sau dumm, aber damit ist der Pott futsch.

aber genau dafür gibt es eine linie nicht nur für die optik (die gab es früher nicht)
sie hat eine zweck. auserdem ist es nur nicht erlaubt einen andern spieler durch zb zeigen der karten einen nachteil zu generieren.


Antwort
Zitat
ayatolla
Beigetreten: 29.03.2008
Oldschool Grinder

Original von cdset

last action gilt auch auf dem turn folp und pre aber nur wenn ein spieler allin ist und so keine actionen mehr ausüben kann.

Sorry, aber das ist definitv falsch!
Ist doch in den Regeln der EPT, welche ja schon sowas wie einen Grundsatz beschreiben, ganz klar beschrieben.

Wenn BU open raised und BB callt, danach beide durchchecken, zeigt BU zuerst. Da gibt es nichts zu rütteln.


Antwort
Zitat
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