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[Geschlossen] Tip the dealer, or not!

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Ich hatte weiter vorne schoneinmal geschrieben, dass ich als Croupier tätig bin und diese Zuschläge gibt es (Steuerpfl. und Steuerfr.). Nicht für umsonst arbeiten einige Kollegen lieber an Feier- oder Sonntagen, denn das wirkt sich erheblich aufs Gehalt aus.

@KevinhoStar. Der Tronc ist nicht steuerfrei, denn dieser wird mit der Troncsteuer belastet.

Hier noch ein interessanter Link, der mit vielen Vorurteilen aufräumt.

http://www.casinoland.de/branche/beruf_croupier/gehaltssystem


Original von LaGuNaSeCa
Ich kann aus erster Hand sagen das die Dealer im Casino in dem ich regelmäßig bin wirklich sehr gut verdienen. Ich würde sagen das der Durchschnitt wohl bei 8-10h dealen (wobei es ja sowieso immer 30min dealen, 15min Pause ist) bei ca. 200-500 euro pro Abend liegt. Wobei 200€ wirklich die seltene untergrenze ist. Eine Bekannte DealerIN verlässt das Casino NIE unter 400€!

Und jetzt das lustige...Wenn man sich so mit den Dealern unterhält, jammern diese noch da sie um 1Uhr nachts "erst" 150€ Trinkgeld haben und sich das arbeiten so "ja garnicht lohnen würde"....

Seit ich diese Summen kenne, tip ich selber nur noch selten und weniger. Am Abend vielleicht 15-20€ wenns hochkommt... Weil wieso sollte ich den dealer fürstlich entlohnen wenn er mir aufm river den 1-outer beschert? Er beeinflusst ja schließlich nix...Hätte ich ihn verloren, hätte ich ihn viell. das nächste mal im netz getroffen und auch nix getipt.

just my 2 cents

kann ich vollkommen verstehen, kenne auch Dealerinnen, welche für ihre Arbeit fürstlich bezahlt werden -> Tittenbonus...

Mein durchschnittlicher Stundenlohn als Dealer liegt bei 13 bis 14 Euro im Cash Game - wenn man jetzt noch die Turniere mit einrechnet, kommt man ungefähr auf 10€ pro Stunde.

In Österreich ist es so, dass man Tischgebühr bezahlen muss - bei mir sind es 7€ pro halbe Stunde, die ich abgeben muss. Alles was ich in dieser Zeit über 7€ an Trinkgeld bekomme, kann ich behalten.

- grundsätzlich, kann man generell sagen, dass man an einem 1/2er Tisch mehr Trinkgeld, als an einem 5/10 er Tisch bekommt


du hast bei deine 13-14€ stundenlohn die 7€ pro halbe stunde aber schon abgezogen - oder? ^^


Naja das ding is ja, das der dealer die kartena uch nicht adners verteilt hat, oder den pott anders zugeschoben hat als sonst. Er hat ja in dem Sinne nichts mit dem pott zu tun.

Man sieht es ja wie es bei den Amis ist. HSP zB. $5-20 für nen 50k pot sind da schon normal.

Ich selbst gebe eigentlich für fast jeden pott den ich gewinne ein stück(2€) wenn es nicht egrade ein 10€ pot war. Allerdings gebe ich auch für einen 1k pot max 10€. Es ist mMn falsch die höhe des Tips an der höhe des pots festzunageln. Wenn einer seinen Job als dealer gut macht und er mir syhmpathisch ist, gitbs halt mal 1-2 euro mehr.

und jetzt weiss ich auch warum der gute Horsy geschmack bei der auswahl seiner dealerinnen zeigt.
Horsy du wurdest erwischt!


duschprinz
Beigetreten: 04.03.2007
Oldschool Grinder

spielt doch gar keine Rolle, ob DEINER MEINUNG nach es falsch ist. Tatsache ist, dass das die REGEL ist, ein Gentlemen-Agreement. Punkt aus. Fast auf der ganzen Welt ist das Trinkgeld prozentual an den "Umsatz" gekoppelt. Natürlich auch an der Leistung, aber hauptsächlich am Umsatz. Ein Kellner, der an den einen Tisch ne Cola und an den anderen ne Champagnerflasche serviert. Bekommt vom einen Tisch deutlich weniger Trinkgeld als am anderen. Für nahezu den gleichen Service. So ist das halt. weltweit. Nur wir Deutschen scheißen uns dabei immer in die Hose.

Warum sich einige partout im Casino nicht an die Regeln halten wollen, verstehe ich nicht. Beim Onlinepoker nimmt man es doch auch hin, dass die Fee bei nem Micro-Turnier deutlich weniger ist als zb. bei nem Majorturnier. Obwohl die Software nahezu den gleichen Service erbringen muss.


wenn ich dazu einfaml mal LilaLustig zitieren darf

- grundsätzlich, kann man generell sagen, dass man an einem 1/2er Tisch mehr Trinkgeld, als an einem 5/10 er Tisch bekommt

er scheint selber dealer zu sein, und dies auch in keinster weise verwerflich zu finden.

Ich habe mich in Vegas mit vielen dealern im bellagio unterhalten, und die sagten mir auch, dass es wesentlich profitabler ist die 1/2 NL 4/8 FL Tische zu dealen als die NL1k+ und 15/30FL+ Tische. Bein den höhren limits gab es selbst bei pötten von 5k+ meist nur 1$ max 2$ und da kam kein floormanager und hat mit casino ausschuss oder ähnlichem gedroht, sonder es wurde sich nett bedankt.

Das liegt einfach daran, dass die Leute, die die höheren Limits spielen, durchaus auf ihre gewinne achte und versuche, so viel als möglich plus zu machen, wohingegen die low limit spieler einfach spaß haben möchte.

Deine argumentationskette mit dem Keller und cola/champager hinkt einfach und trifft beim poker auch nicht zu.


mal was anderes. wie zahlt man im casino eigentlich rake? behält der dealer was von jedem pott ein?


STYLE51
Beigetreten: 18.02.2007
Elite Grinder

Original von Tigga
du hast bei deine 13-14€ stundenlohn die 7€ pro halbe stunde aber schon abgezogen - oder? ^^

ja es wären sozusagen 21€ in der halbe Stunde brutto,
-> da wir uns alle halbe Stunde abwechseln ist es somit ein Stundenlohn.

Und ich finde es auch nicht verwerflich, wenn wenig getippt wird, es ist wichtig, dass getippt wird.


Original von duschprinz
spielt doch gar keine Rolle, ob DEINER MEINUNG nach es falsch ist. Tatsache ist, dass das die REGEL ist, ein Gentlemen-Agreement. Punkt aus. Fast auf der ganzen Welt ist das Trinkgeld prozentual an den "Umsatz" gekoppelt. Natürlich auch an der Leistung, aber hauptsächlich am Umsatz. Ein Kellner, der an den einen Tisch ne Cola und an den anderen ne Champagnerflasche serviert. Bekommt vom einen Tisch deutlich weniger Trinkgeld als am anderen. Für nahezu den gleichen Service. So ist das halt. weltweit. Nur wir Deutschen scheißen uns dabei immer in die Hose.

Warum sich einige partout im Casino nicht an die Regeln halten wollen, verstehe ich nicht. Beim Onlinepoker nimmt man es doch auch hin, dass die Fee bei nem Micro-Turnier deutlich weniger ist als zb. bei nem Majorturnier. Obwohl die Software nahezu den gleichen Service erbringen muss.

naja für MICH spielt es schon eine Rolle. Es ist mein geld und ich bin auch trotz eines "gentleman agreements" zu nichzts gezwungen.
Habe ja nie behauptet das man kein trinkgeld geben soll, aber ich gebe kein trinkgeld was 100% an der potgröße gekoppelt ist.

Und das wir deutschen uns ankacken ist totaler quatsch. Hier in Europa hat sich aus welchen grund auch immer die 5% tip-regel einngeführt. guck dich mal in Amerika um. da werden Limits und pötte gespielt die es in deutschland nie geben wird und wo pötte über 500k sind und es werden $20 trinkgeld gegeben. Und damit ist man zufrieden. Sollte man auch.
Und dein Vergleich ist ein bisschen wie Birnen und Äpfel vergleichen.

Jeder kann selbst für sich entscheiden ob und wieviel er trinkgeld gibt. Ich finde auch das man tipen sollte, wieviel ist dann selbst einzuschätzen.


MfGOne
Beigetreten: 17.08.2006
Oldschool Grinder

ich finds halt unter aller sau dass die casinos, grade in las vegas einen teil der lohnkosten noch zusätzlich zum rake auf die spieler auslagern, mmn nicht ok


Moderator
DaSmee
Beigetreten: 22.02.2008
Poker Player

Ich denke es wäre vielleicht eine Überlegung wert die Tiphöhe für den Dealer abhängig zu machen vom Glück, welches man in der Hand hatte.
In anderen Casinospielen läuft es genau nach dem Prinzip ab.
Verliere ich beim Roulette, gibts kein Trinkgeld,
setze ich auf Schwarz und gewinne, gibts vielleicht mal nen bisschen,
setze ich einen Chip auf die 5 und die kommt, wird der Croupier auf jeden Fall belohnt.

Beim Poker würde ich das ähnlich sehen. Wenn man den Pot gewinnt weil man mit nem Pair 88 trotz Overcards auf dem Board ne Riverbet dank guter Reads bezahlt braucht der Dealer kein Tip.
Gewinnt man den Pot aufgrund einer glücklichen Situation wie Set vs Set ist auch mal ein etwas höheres Trinkgeld angesagt.

Mit der Sichtweise entspricht es mMn am ehesten der Funktion des Trinkgeldes im Casino.


KevinhoStar
Beigetreten: 22.02.2006
Elite Grinder

diese idee finde ich total bescheuert :)


Find die Idee gut, so mach ich das auch immer. Wenn ich mit nem guten Call oder nem guten Bluff nen Pot gewinne, kriegt er (fast) nix... ;)
Das kann man dann auch mal so ironisch erwähnen hehe...
Aber wenn man mit AA gegen QQ oder so dicken Pot zieht oder der Draw schön ankommt, dann gibts schon ordentlich...
Ist halt dann wirklich ähnlich wie beim Roulette und anderen Casino-Spielen...


Esel1987
Beigetreten: 30.07.2006
Elite Grinder

Original von Yezzz
Find die Idee gut, so mach ich das auch immer. Wenn ich mit nem guten Call oder nem guten Bluff nen Pot gewinne, kriegt er (fast) nix... ;)

Macht dich aber lesbar


Naja nur bei nem guten Bluff... aber dann auch nur, wenn ich ihn zeige... is erst 1-2 mal vorgekommen... Für nen Guten Bluff gegen diese Calling-Stations muss auch schon alles passen, ist von daher eher selten... Aber manchmal einfach offensichtlich, dass sie gegen ne Bet folden werden... wenn Du überlegst behindzuchecken und aufzugeben und dann doch nochmal chips in die hand nimmst und sie schon die Karten wegschmeissen oder so oder wegschmeissen wollen... Dann kann man natürlich mal auch mit 8 high betten ;)
Wenn Du den Bet dann erst richtig glaubwürdig beginnst (aber noch nicht durchführst) dann schmeissen sie wirklich weg... muss man sich halt die richtigen Gegner aussuchen...


DropkickMurphys
Beigetreten: 13.05.2008
Oldschool Grinder

Also ob diese Psychospielchen funktionieren würden. :rolleyes:
Wenn er auf ne Bet folden will, dann tut er das sos oder so, egal wie schnell oder langsam, egal wie "glaubwürdig" du das repräsentierst....


deluxeodelic
Beigetreten: 09.11.2007
BlackMember

in österreich bekommen in den casinos austria die dealer nichts von den tips - kommt in die tipbox und wird erst unter den angestellten aufgeteilt wenn gewisse kriterien (umsatz bzw. gewinn der gesamten oder vielleicht auch einzelnen casinos) erfüllt werden

in den ccc bekommen die dealer den tip

in manch anderen semioffiziellen cardcasinos "mieten" die dealer die tische (zahlen also dafür an den betreiber) und der tip ist lohn


glaub mir... diese spielchen funktionieren.. natürlich nicht bei leuten, die pokern können.. aber im Casino trifft man auf solche auch eher selten! ;)

Ich meine ja, dass man sich die Bet dann schon fast sparen kann... Wenn einer dieser Fische während ich zu den Chips greife auch direkt zu den Chips danach greift, dann spar ich mir die Bet... Aber wenns nicht so ist, folden sie halt manchmal, obwohl ich noch nicht gebettet habe... und das ist natürlich schon angenehm ;)
Meine mit glaubwürdig nicht den Bet-Vorgang an sich, sondern das Vorbereiten... Und wenn dann halt oft keine Reaktion kommt dann spar ich mir den Bluff weil sies dann eh gecallt hätten mit bottom pair oder so...


Wenn der Dealer zu einem erheblichen Teil vom Trinkgeld lebt, dann es es schon mal kein
Trinkgeld, sondern ein Teillohn und wenn ich seine Dienstleistung in anspruch nehmen
möchte (oder muss), dann ist es doch wohl klar, dass ich ihn für diese Leistung entlohne.

Andernfalls wird es bald keine Dealer mehr geben, es sei denn, die Casinos erhöhen das
Rake um einen entsprechenden Betrag (was dann aber überproportional hoch ausfallen
würde, da auch auf diese Erhöhung wiederum verschiedene staatliche Abgaben anfallen).

Das Ergebnis wäre, dass diese Form der Dealer-Entlohnung zu überhöhten Kosten für die
Spieler führen würde, was sich in jedem Falle negativ auf die Winrate auswirken würde.

Insofern ist es im Interesse der Spieler, dass sie den Dealern "Trinkgeld" geben - stellt
sich nur die Frage wie hoch dieses Trinkgeld anmesssenerweise sein sollte.

Damit sich der Job für den Dealer lohnt (und er uns also weiterhin Karten ausgeben kann),
sollte er wohl mindestens 20,-- € pro Stunde verdienen (incl. eines evtl. Grundgehaltes).

Insofern braucht er mindestens 1,-- bis 2,-- Euro pro gedealter Hand, damit er auf
diesen Schnitt kommt (je nachdem, wie zügig an dem jeweiligen Tisch gespielt wird).

Wenn sich ein großer Pott aufbaut, dann beansprucht diese Hand normalerweise mehr
Zeit, als ein kleiner Pott (je nachdem wie viele Spieler in der Hand bleiben). Deshalb ist
es nur angemessen, dass man bei einem großen Pott etwas mehr Trinkgeld gibt, als
bei einem kleinen Pott.

Das bedeutet imo aber nicht, dass man bei einem 10.000 Pott gleich mal 200,-- € an
den Dealer gibt, da er für diese Hand weniger Zeit einsetzen musste, als wenn er die
Karten für 3 kleine Pötte gedealt hätte.

Insofern finde ich eine Staffelung je nach 100,-- Pott in jedem Falle sinnvoller und
angemessener, als eine prozentuale Beteiligung am gesamten Pott.

Daher bevorzuge ich folgende Staffelung:

bis 50,-- € Pott = 50 Cent Tip (auf den Micros).
bis 100,-- € Pott = 1,-- € Tip
ab ca. 110,-- € Pott = 2,-- € Tip
ab ca. 200,-- Pott = 3,-- € Tip
ab ca. 300,-- Pott = 4,-- € Tip
300 bis 1.000,-- Pott = 5,-- € Tip
ab ca. 1.000,-- Pott = 10,-- € Tip

Man darf wohl bei dieser ganzen Berechnung nicht vergessen, dass von diesem 1.000er Pott
ca. 300,-- € bis 400,-- € von meinem Stack stammt, also sind die 1.000,-.-. € kein echter
Reingewinn und daher würde ich auch nicht zu viel Trinkgeld geben.


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