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[Geschlossen] Woran würde einer glauben , der noch nie von Religionen oder Evolution gehört hat ?

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Original von ForellenBogen
mal ne andere frage? wieso sollt die evolutionstheorie einen gott ausschließen?

der urknall und die evolutionstheorie schließen weder einen gott aus noch machen sie gott wahrscheinlich. Wenn man sagen will vor dem urknall war gott - was war dann vor Gott? Gott ist in diesem Fall nur ein Lückenfüller der eben als Platzhalter steht bis wir wissen warum etwas so ist wie es ist.

Vor Jahren war ungeklärt woher der Regen,Donner und Feuer kommen deswegen wurde eben mit Gott argumentiert, Gott hat das getan und Gott tut es um...

Heute denken die "Gläubigen" sie wäre klüger wenn sie abstruse Kreationismustheorien und "intelligent design" anführen oder behaupten Gott wäre das fehlende Glied vor dem Urknall.

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Aber on Topic, bei Kindern bildet sich in den ersten Lebensabschnitten eine Art Bewusstsein, dass alles irgendwo herkommt. Wenn sie also die Flasche bekommen, kommt diese von der Mutter und die Milch von der Kuh und die Kuh kommt von (????) - und dann wird Gott als Lückenfüller eingesetzt weil dieses Grundverständniss, dass alles einen Anfang hat bei Menschen relativ stark ausgeprägt ist.
Und weil sich dieses Bewusstsein bei jedem Kind neu bildet gibt es heute noch so viele Menschen die an Gott glauben.

Wenn man also einem Kind Gott ohne Konkurrenz beibringt (evolutionstheorie,urknall ist alles keine Konkurrenz sondern vielmehr Philosophie und Märchenbücher und Geschichten usw.) ist es wohl wahrscheinlich, dass es annimmt das Gott exisitert.

Gab einen sehr gutes Video von einem Verhaltensforscher zu diesem Thema aber hab es auf die schnelle nicht gefunden, er hat sich viel eloquenter ausgedrückt als ich ;).


Amarone2003
Beigetreten: 06.04.2009
PokerStrategist

Ich denke jedes vernunftbegabte Wesen wird die Gründe hinter den Dingen hinterfragen, die geschehen. In den 30 Jahren, welche der "Probant" alleine verbracht hat, wird er sich genau diese Fragen gestellt haben und mangels Vorkenntnissen wahrscheinlich eine Art Naturreligion für sich entdeckt haben. (Der gute Sonnengott hält uns warm, Der Gott des Donners ist heute zornig auf uns etc.)

Für die Theorie gehen wir aber mal davon aus, dass er sich bis zum Zeitpunkt der Fragestellung wirklich noch nie damit befasst hat.

Die meisten Antworten gehen auf eine wörtliche Auslegung der Genesis ein, dass dies eine Geschichte voller Sinnbilder und naiven Einschränkungen ist, ist mittlerweile ja ziemlich breiter Konsens (und wird auch der vernunftbegabte Probant innerhalb gegebener Zeit feststellen). Viel interessanter finde ich die Frage unter gröberer Betrachtung.

Was ist wahrscheinlicher?
a) Eine riesige Anzahl an zufälligen Ereignissen, die über den Ausschluß dessen, was nicht funktioniert zu solch komplexen Lebewesen geführt hat, wie sie die heutige Erde bevölkern.
b) Eine lenkende uns in allen denkbaren Ausprägungen so überlegene Kraft, dass wir uns kein Bild von ihr machen können, die aus irgendeinem Grund (was zwischen Jux und Dollerei und wissenschaftlichem Interesse - siehe gerne auch das bereits ganannte
Miller-Urey-Experiment) einen Planeten mit wundervollen zur Weiterentwicklung befähigten Lebewesen bevölkert hat.

Ich bin nicht wirklich ein Verfechter religiöser Doktrine ;) aber 50/50 klingt für mich nicht unrealistisch, wenn man meinen ersten Absatz noch einbezieht, vielleicht sogar noch mit Tendenz zu b) und... ja ich glaube an die Evolutionstheorie, aber vieles von dem, was wir ("gebildete" Allgemeinheit) mit unserem Halbwissen für belegt halten, ist eben genaugenommen wissenschaftliche Theorie mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, aber keinesfalls schon Wahrheit. Jeder in diesem Forum weiß aber, ja wir gut man langfristig mit positiven Wahrscheinlichkeiten arbeiten kann


der glaube war wichtig für unsere evolutinäre entwicklung und ist immernoch in uns verankert.

http://www.zeit.de/2005/20/Glauben_


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