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[Geschlossen] Woran würde einer glauben , der noch nie von Religionen oder Evolution gehört hat ?

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Kneggelol
Beigetreten: 21.08.2009
Oldschool Grinder

Mal angenommen man findet einen Menschen , welcher 30 Jahre lang völlig isoliert von allen Menschen gelebt hat, er weiß absolut nichts über Religionen und die Evolution.. über Jahre bringt man ihm völlig neutral alle Theorien der Evolutionstheorie etc. bei und führt ihn so gut wie möglich in eine Religion ein, gutes Beispiel wäre wohl der Christentum), am Ende fragt man ihn was er für realistischer hält
Wofür glaubt ihr würde er sich entscheiden ?

Ich perönlich glaube ja , er würde die Evolutionstheorie vorziehen , habe allerdings noch keine wirkliche Begründung dazu.

Kann man seine Entscheidung überhaupt Begründen ? Würde er überhaupt wählen wollen ?


42 Antworten
pmatze
Beigetreten: 06.03.2010
PokerStrategist

Jetzt mal abgesehen von der Unmöglichkeit dieser Situation, gehe ich davon aus das der Mensch auch einigermaßen gebildet sein sollte und des logischen denkens fähig.

Ich denke er entscheidet sich für die Evolutionstheorie, ich denke jeder nicht geistig beschränkte Mensch sollte sich dafür entscheiden, das Ganze ist keine Wahl zwischen Apfel und Birne, die Evolutionstheorie ist ein Gemüße im Glaubenobstsalat. Oder anders gesagt Evolution: Wissenschaft, auf logik und beobachtung aufgebaut - Religion: Glaube, es gibt keinen grund daran zu glauben auser man tut es.

Wir sind hier nicht in den USA wo das vielleicht eine Frage ist, wir sind in Europa wo die Evolutionstheorie zurecht anerkannt ist und nicht geleugnet wird, in den USA ist es auch nur ein Problem von mangelnder Aufklärung und einer Hetze und Lügen an ihre Kinder von religiösen Fanatikern.

Da du die Frage so gestellt hast nehme ich im übrigen an das du bei Religion eine wörtliche auslegung der Bibel, kreationistische Stömungen meinst, denn die Evolutionstheorie steht eigentlich mit keiner speziellen Religion, wenn dann Unterströmungen, in Konflikt.


Kneggelol Themenstarter
Kneggelol
Beigetreten: 21.08.2009
Oldschool Grinder

Ja ich mein die wörtliche Auslegung der Bibel

Mir is halt die Frage mal bei ner Diskussion gekommen und alle, die an *Gott* glauben , meinten es ist 50:50, ich glaube allerdings, dass er sich viel viel öfter für die Evolutionstheore entscheiden würde. Habe allerdings Probleme es zu begründen .. ich finds halt einfach logischer.

Ich kenn auch einige, die wirklich klug sind, bestimmt viele dabei, die einen Freien Willen hatten und trotzdem fest von der Bibel überzeugt sind, argumentieren halt mit der Arche Noah am Berg Ararat , Spaltung des Meeres, Wiederauferstehung Jesus..gebete die eintreffen usw. , sachen die ja auch nicht unbedingt immer ganz wiederlegbar sind. Man sollte also imo nich sagen , dass es gar keinen Grund dafür gibt.


pmatze
Beigetreten: 06.03.2010
PokerStrategist

Original von Kneggelol
Ich kenn auch einige, die wirklich klug sind, bestimmt viele dabei, die einen Freien Willen hatten und trotzdem fest von der Bibel überzeugt sind, argumentieren halt mit der Arche Noah am Berg Ararat , Spaltung des Meeres, Wiederauferstehung Jesus..gebete die eintreffen usw. , sachen die ja auch nicht unbedingt immer ganz wiederlegbar sind. Man sollte also imo nich sagen , dass es gar keinen Grund dafür gibt.

Ja, aber wie gesagt, bevor irgendwelche Auferstehungen, Wunder oder sonstige Geschichten aus der Bibel den Glauben festigen, muss man erstmal daran glauben das sie auch so geschehen sind und dann muss man noch glauben das es irgendwas mit dem was die Bibel einem erzählt es soll zu tuen haben zu tuen hat.
Wohingegen die Evolution logischen Sinn ergibt und auch empirisch nachweisbar ist, vll nicht beweisbar, aber man kann bspw. experimente mit kurzlebigen Wesen wie Bakterien durchführen. Man kann die Evolution verstehen und sehen, wohingegen das beim Glauben nicht geht, ich denke das hat die größere Überzeugungskraft, wobei man auch argumentieren kann, das die Schöpfungsgeschichte einfacher ist und vll. deshalb bevorzugt wird, da ist jemand der hat alles gemacht, aber ich mein spätestens wenn man mit beweisen kommt die das Alter der Erde belegen, sollte man überzeugt sein das es nicht so wie in der Bibel beschrieben war, wonach die Erde meines Wissens gut 50.000 Jahre existiert.


BigBiber
Beigetreten: 17.09.2006
Oldschool Grinder

Das mit den angeblichen eintretenen Gebeten und so ein kram wiedelegt man am einfachsten mit der Frage: Warum sollte Gott ausgerechnet DIR helfen wenn Menschen in Afrika oder anderso Hunger leiden? ;)

Naja natürlich kann man solche Sachen nicht wiederlegen aber die Beweispflicht liegt bekanntlich auf der anderen Seite. Einfach vieles aus der Bibel lässt sich Problemlos entzauben. Die Sintflut stammt hierher: http://de.wikipedia.org/wiki/Gilgamesch-Epos Jesus Wundertaten sind das Werk von stiller Post und einfach frei erfunden was auch nicht mal seriöse Theologen anzweifeln. Geschweige denn das er der eizige seiner Art damals war. Von den Widersprüchen und einen grausamen Gottheit mal ganz abgesehen.


Die Frage ist meines Erachtens leicht zu beantworten: Er wird sich - wenn er die Wahl zwischen Evolutionstheorie und Glauben hat - für Evolution (=Wissenschaft) entscheiden.

Warum wird man denn religiös?
1. Weils die Eltern einem eintrichtern von Kindheitstagen an ("Es gibt nen Gott, glaub da ma fest dran.")
2. Weil man durch ein tragisches Ereignis bedingt Trost/Erklärung sucht.
3. Weil man ein Wunder/Eingebung erlebt (kann mich nicht entsinnen, dass sowas belegbar passiert ist bislang ^^)
4. Weil man von Bibel und sonen Kram gehört hat und sich da selber rein liest und einen das überzeugt (wieso auch immer).

Da die letzten beiden Punkte ziemlich unwahrscheinlich sind und du die ersten beiden Punkte quasi ausgeschlossen hast, wird er den logischen (wissenschaftlichen) Weg wählen.


testgfd
Beigetreten: 23.06.2008
Oldschool Grinder

schwache menschen brauchen etwas woran sie glauben können, ganz easy is er schwach braucht ern glauben, kann er selber auf sich aufpassen wird er die evo bevorzgen...


wenn er klug ist glaub er an die darwin und die evolutionstheorie.
wenn er dumm ist an die bibel.
damit sollte alles gesagt sein^^

PS : ich meine damit nicht, dass es keinen gott gibt, das beziht sich nur auf die evolution...


testgfd
Beigetreten: 23.06.2008
Oldschool Grinder

was auch nicht heisst das es einen gibt...


kommt auf den Menschen drauf an.


pmatze
Beigetreten: 06.03.2010
PokerStrategist

Original von Ampheeb
4. Weil man von Bibel und sonen Kram gehört hat und sich da selber rein liest und einen das überzeugt (wieso auch immer).

Da die letzten beiden Punkte ziemlich unwahrscheinlich sind und du die ersten beiden Punkte quasi ausgeschlossen hast, wird er den logischen (wissenschaftlichen) Weg wählen.

Der letzte Punkt ist doch genau Teil von dem Experiment von OP.

Ich bin im Moment auch am zweifeln ob die Evolution die eindeutige Antwort ist.

Ich mein wir gehen von diesem isolierten Menschen aus, der ja rein fiktiv ist, aber wir nehmen an er ist da. Dann kommt jemand her und sagt: Die Welt und alles was sich darauf bewegt wurde von jemandem geschaffen den wir Gott nennen bliblablubb. Dann kommt jemand anderes her und sagt, nein, der Mensch und alle Arten haben sich im laufe der Jahrtausende aus kleinsten Organismen entwickelt welche durch Zufall bei der Geburt anders waren als ihre Eltern und dadurch entweder höhere Chancen auf Überleben bzw. Fortpflanzung (wtf was ist das überhaupt, der Typ war nie mit Tod oder Sex konfrontiert) haben als Artgenossen oder nicht blablabla.

Ich mein wem soll er jetzt glauben, klingt auch beides logisch irgendwo, er wird sicherlich mal irgendetwas gebaut haben wieso soll nicht ein mächtigeres Wesen alles gebaut haben. Vielleicht ist Evolution logischer, aber man braucht viel mehr Grundlagen und Wissen um sie nachzuvollziehen oder glauben zu können, wohingegen die Schöpfungsgeschichte recht einfach zu verstehen und nachzuvollziehen ist.


Original von pmatze
Vielleicht ist Evolution logischer, aber man braucht viel mehr Grundlagen und Wissen um sie nachzuvollziehen oder glauben zu können, wohingegen die Schöpfungsgeschichte recht einfach zu verstehen und nachzuvollziehen ist.

Da hast du recht. Es kommt natürlich auf den Kunden an Ich bin jetzt mal von einem halbwegs vernünftigen Typ ausgegangen. Jemand, der trotz Erklärung nicht versteht warum es bei Gewitter blitzt, der wird da wohl immer irgendwas "Überirdisches" hinter vermuten (und somit lieber an Gott glauben, ist ja viel einfacher).

In dem Zusammenhang frage ich mich immer, wie heutzutage vernunftbegabte Menschen überhaupt noch an Gott glauben können. Einerseits fressen sie Medikamente, die die Wissenschaft durch Beobachtung und Nachforschung entwickelt hat und andererseits glauben sie an einen Typen mit weißen Bart, der alles regelt. Warum nehmen diese Menschen statt Pillen nicht einfach ein bisschen "immer-feste-glauben"? Müsste doch viel besser wirken..


pmatze
Beigetreten: 06.03.2010
PokerStrategist

Original von Ampheeb

Original von pmatze
Vielleicht ist Evolution logischer, aber man braucht viel mehr Grundlagen und Wissen um sie nachzuvollziehen oder glauben zu können, wohingegen die Schöpfungsgeschichte recht einfach zu verstehen und nachzuvollziehen ist.

Da hast du recht. Es kommt natürlich auf den Kunden an Ich bin jetzt mal von einem halbwegs vernünftigen Typ ausgegangen. Jemand, der trotz Erklärung nicht versteht warum es bei Gewitter blitzt, der wird da wohl immer irgendwas "Überirdisches" hinter vermuten (und somit lieber an Gott glauben, ist ja viel einfacher).

Das hat mit verstehen weniger zu tuen als mit glauben in besagtem Beispiel. Denn wieso sollte ich ihm glauben, das die Grundlagen die er als gegeben annimmt um das zu erklären stimmen. Ich meine einen großenteil der Wissenschaft glaube ich auch nur, zum einen weils funktioniert bzw. zu funktionieren scheint, zum anderen weil man es oft theoretisch überprüfen kann und ich mich auf die Gemeinschaft verlasse das sie es überprüft hat. Nur die wenigsten Sachen habe ich bisher im Experiment bewiesen oder gesehen und auch da hab ich dem Lehrer oder der Wissenschaft immer glauben müssen das es sich um Rundungsfehler handelt. Dann gibts natürlich auch noch die Sachen die alle glaubten zu wissen, die sich dann aber als nicht ganz korrekt erwiesen haben.
Dein Beispiel ist übrigens interessant gewählt, da afaik nach aktuellstem Stand der Wissenschaft nicht wirklich geklärt ist wie Blitze entstehen.


Dodadodadodada
Beigetreten: 25.02.2006
BlackMember

Er hat genug Erfahrungen gemacht, in denen er erfolgreich agierte, also glaubt er, dass ähnliche zukünftige Aktionen ebenfalls von ihm gelöst werden können, also glaubt er an seine Fähigkeiten.
Also allgemein logische Sachen.


Original von pmatze
Ich meine einen großenteil der Wissenschaft glaube ich auch nur, zum einen weils funktioniert bzw. zu funktionieren scheint, zum anderen weil man es oft theoretisch überprüfen kann und ich mich auf die Gemeinschaft verlasse das sie es überprüft hat. Nur die wenigsten Sachen habe ich bisher im Experiment bewiesen oder gesehen

Guter Punkt. Natürlich wissen die wenigsten Kranken, wieso/wie ihre Medikamente wirken. Aber sie haben die Erfahrung gemacht, dass es ihnen besser geht, wenn sie diese eingenommen haben - sprich: dass sie wirken. Tatsächlich "glaube" ich an die Medizin, die ich nehme. Der Unterschied zum "Glauben" (an Gott) ist, dass man die medizinischen Erforschungen in zig Büchern belegbar nachlesen könnte - wenn man es quasi bewiesen haben möchte.
Ein Buch, in dem belastbar die Existenz Gottes nachgewiesen wird, ist mir nicht bekannt. :f_grin:

Das Beispiel mit dem Blitz habe ich bewusst gewählt: Im Mittelalter glaubte man eben, Gott will einen mit dem Gewitter bestrafen/warnen/etc. Dieser (Irr-)Glauben ist einer naturwissenschaftlichen Erklärung gewichen (auch wenn in diesem Fall noch nicht bis ins letzte Detail).


RapHffm
Beigetreten: 10.09.2008
PokerStrategist

die religionen die ihr kennt haben leider nichts mit gott zu tun. ihr müsst verstehen dass ihr genau das glaubt was man euch eingetrichtert hat und diesen glauben nicht hinterfragt, weil man euch gesagt hat dass es logisch ist und menschen an einem glauben meistens festhalten.

es gibt nur einen gott und neben ihm gibt es keinen anderen, leute ;)


Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006
PokerStrategist

Ich denke er glaubt an Religion denn das unerklärliche lässt sich durch Religion viel einfacher erklären als durch wissenschaft, da er ja Isoliert war fehlt im natürlich jegliche Bildung und ich denke Wilde Tendieren eher dazu an Religion und das übernatürliche zu glauben...


knuddelhundi
Beigetreten: 26.09.2007
Elite Grinder

Ich perönlich glaube ja , er würde die Evolutionstheorie vorziehen , habe allerdings noch keine wirkliche Begründung dazu.

Richtig, weil Glaube meistens von Geburt an anerzogen ist.. Und wir tun uns schwer unsere Herkunft zu hinterfragen oder zu kritisieren.. Jemand der allerdings davon nicht beinträchtigt ist, kann eine rationale und unpersönliche Entscheidung fällen.. und wird die wissenschaftliche Herangehensweise vorziehen.. (natürlich nur wenn er geistig in der Lage ist sie zu verstehen)


KittenKaboodle
Beigetreten: 29.01.2006
Elite Grinder

Original von Fantomas741
Ich denke er glaubt an Religion denn das unerklärliche lässt sich durch Religion viel einfacher erklären als durch wissenschaft, da er ja Isoliert war fehlt im natürlich jegliche Bildung und ich denke Wilde Tendieren eher dazu an Religion und das übernatürliche zu glauben...

Ich würde eigentlich auch dahingehend tendieren, dass er nach 30 Jahren bereits eine eigene "Religion" (oder besser gesagt, eine eigene Sicht der Dinge) entwickelt hat. Man muss ihn also umerziehen. Bei der Mehrheit der Probanden wird dies vermutlich gelingen, aber sicher nicht bei allen.


Brainspotting
Beigetreten: 13.02.2011
PokerStrategist

Glaube kann man doch garnicht richtig begründen. Höchstens damit, dass einem aufgrund des Wissensstandes nichts als Glaube bleibt.
Ich würde nicht soweit gehen und sagen, dass alle die an Religion glauben dumm sind und wer an Darwins Theorie glaubt klug ist.
So um die 20 hab ich ähnlich gedacht. Ich glaube zwar immer noch nicht an Gott, aber in der Bibel stehen schon gute "Geschichten", da is für jeden was dabei.

Mir ist noch nicht ganz klar OP, was du überhaupt wissen willst.
Gehst du davon aus, dass in uns Menschen "Die Wahrheit" innewohnt und wir
sie nicht erkennen, weil wir mit "Theorien" vollgestopft sind?

Letzten Endes kannste glauben was DIR am besten gefällt.
Du kannst Religion und Gott doof finden. Kannst auch Darwin doof finden.
Irgendwann biste nicht mehr da und dann wird es egal sein, was du geglaubt hast.


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