Original von nobody147
Als schlechtere Hände die callen können gebe ich ihm eigentlich nur Ax hände. Einen Jack auf gar keinen Fall und eine Q halte ich schon für optimistisch bei der Entwicklung der Hand und des Boards. Bei besseren Händen gibt es gegen einen solchen Gegner auch noch genug Kombinationen, deswegen halte ich die Valuebett grundsätzlich schonmal für knapp.
ok. Also von mir aus gehen wir davon aus dass er hier keinen blank Jack callt, sonderen nur Ax, rivered 2pair und str8.
Schaun wir und die Range an:
ATs-A2s, KTs, QJs, ATo-A2o, KTo, QJo
Unsere Equity dagegen:
Board: 7sjd2h as qd
Dead:
Equity Gewonnen UnentschiedenVerloren Hand
Spieler 1: 58,621% 55,172% 6,897% 37,931% AcTs
Spieler 2: 41,379% 37,931% 6,897% 55,172% ATs-A2s, KTs, QJs, ATo-A2o, KTo, QJo
Gegen diese Range sind wir klarer Favorite, von knapper Valeubet kann hier nicht die rede sein. Wie kommst du zu der Annahme das die Valuebet knapp ist?
Original von nobody147
Bei besseren Händen gibt es gegen einen solchen Gegner auch noch genug Kombinationen,...
Ich vermute, dass du die Handkombinationen nicht selbst ausgerechnet hast, sonder das Ganze aus dem Bauch heraus geraten hast.
Teilen wir die Rivercalling- bzw Riverweiterspielrange des Gegners mal in 2 Teilranges:
1) Ax Hände gegen die wir vorne(vs AT split) sind, und daher noch eine Valuebet haben:
ATs-A8s, A6s-A3s, ATo-A8o, A6o-A3o
Das sind aber laut Equlator 112 Handkombos.
2) Two Pair, str8
A7s, A2s, KTs, QJs, A7o, A2o, KTo, QJo
Das sind aber laut Equlator 64 Handkombos.
Also selbst wenn man annimmt, das der Gegner gute two pair wie A2,A7 am turn nur callt, und sie auf den River delayed (Was natürlich nicht zu 100% der fall ist) - Selbst dann, haben wir noch 112 Kombos beat und werden nur von 64 Kombos geschlagen.
Original von nobody147
Dazu kommt wenn du den kleinen raise auf dem river nicht callest, bei dem du weniger als 18,5% brauchst. Dann brauchst du in meinen Augen auch nciht Valuebetten.
Das ist kein Argument.
Die Theorie des Valuebetten besagt: Wenn man mind. 50% Equity gegen die Rivercallingrange des Gegners hat, so hat man eine profitable Valuebet am river.
Die Riverbet ist hier gegen seine Range +ev, da wir Favorite sind.
Ob ich seinen kleinen/mittleren/großen Riverraise profitabel callen hängt nur von seiner Riverbluffingfrequency ab. Sonst von garnichts.
Hier muss er also zu 18,5% Bluffen, oder eine schlechtere Made hand in nen bluff turnen.
18,5% ist mehr als man denkt, wenn man sich seine Riverrange anschaut.
Ich sehe am River kaum hände die er in nen bluff turnen kann.
Habe eine Aufgabe für dich:
Bestimme seine Turn calling range (also die Range die er am Turn callt und folglich damit den River sieht), werte die Anzahl der Kombos mit dem Equilator aus.
Dann kannst du diese Range in 3 Teile auf teilen:
1) Ax-Hände die wir beaten
2)2pair,str8 was uns beatet
3)Hände die er bluffraisen könnte, zb busted BDFD
Dann werte jeweils die handkombos von jeder Teilange aus und mit etwas Prozentrechung müsstest du dann die Blufffrequency haben.
Jedoch bezweifle ich dass du auf 18,5% kommst.