Heute gab es in einer gemütlichen 1/2 live CG Runde eine interessante Tischdynamik.
Ein sehr looser Spieler der einfach langeweile hat und dem seine Chips egal sind, sitzt mit einem Stack von 100bbs UTG und schiebt seine Chips blind All In. Er sagt vorher auch deutlich "blind all in".
Alle am Tisch sehen was passiert und weiter geht die action. Alle folden zum sb und der callt das all in mit K♠:T♠:
Der blinde am Tisch öffnet seine Hand und zeigt A♦:5♣:
Das Board kommt 5♠:J♥:9♥:7♠:3♦: und der blinde gewinnt den Pot. Großes gelächter am Tisch.
Im nächsten Orbit hat er dann noch ein paar mal blind seine 150bb-200bb reingestellt.
Nun hat er aber plötzlich schon 200bbs und da will ich ungerne mit einer Hand callen die nicht soo viel mehr Equity hat....
Ich möchte mal einige Meinungen von euch hören mit welcher Range bzw. mit welchen Händen man hier das All in callt. Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?
Gibt es da noch unterschiede je nach Position? Sollten wir hier in EP tighter callen als in LP aufgrund der Spieler behind?
Sicherlich ist ein call mit QT oder K7 schon +EV aber sollte man den blinden sehr weit callen oder doch auf etwas bessere Hände warten?
Ist da zb A2o ein easy snapcall? (je nach Position)
Immerhin schiebt er 100bbs rein.
Wie verhält sich die calling range wenn der blinde zb. 150bb oder 200bb blind reinstellt?
Callen wir dann tighter oder immer die selbe range?
Oft isses eine 60/40 oder 65/35 Situation.
Ich bin mir durchaus bewusst das es immer + EV ist wenn wir mit der besseren range callen.
Aber wollen wir hier anfangen zu gamblen um 100bb oder 200bb zu gewinnen wenn wir doch bessere Entscheidungen Postflop treffen können?
Also lasse ich den blinden seinen shove durchgehen und folde mein A2o, 22, 33, K9o, K3o oder verliere ich dadurch zu viel EV?