Nicht man sollte, sondern man kann. Wenn ich den Read habe, dass mein Gegner immer zu 100% cbettet, dann ist es offensichtlich besser viele C/Raises zu machen, weil der Gegner ja ohne Probleme freiwillig eine Bet investiert und wir unglaublich oft mit dem C/Raise oder spätestens der Doublebarrel am Turn dann doch gewinnen.
Nur ich würde nicht pauschal davon ausgehe, dass dein Gegner hier zu 100% cbettet und daher donkbette ich solche Boards öfter.
Wie du auf einen Raise reagierst -> ich würde in der Situation dazu tendieren zu shoven. Donk/Call deckt deine Handstärke auf in vielen Fällen und der Turn und der River sind dann extrem schwierig zu spielen (du müssest am Turn oft C/F spielen oder geeignete Karte nochmal donken und das ist wirklich sehr schwierig richtig zu beurteilen, ob das gut ist)
JJ donkbette ich in der Situation auch oft, aber würde es nicht shoven unbedingt (okay bei den Stacks wahrscheinlich schon). Du musst dir überlegen wieviele Bets du mit JJ hier reinbekommen willst und die Antwort lautet zwischen 2 und 3.
Das Ding ist, dass du mit JJ bei einem All In hier am Flop oft marginal unterwegs bist - entweder gehts gegen einen Draw oder gegen eine starke Made Hand. Das Ding ist jetzt aber, mit Donk/Call machst du es deinem Gegner extrem schwer richtig gegen dich zu spielen - seine Flopraisingrange kann alles mögliche bedeuten, aber meistens sind es schon Hände wie Draws oder Made Hands.
Dein Call wird aber oft so wahrgenommen als eine Mischung aus Made Hands und Draws und hier spielen die Turnkarten für dich. Eine Straightkarte oder Flushkarte kommt an und der Gegner hat eine Hand wie AT, KT, QT, JT und hat dich am Flop infogeraist? Wahrscheinlich bekommst du so oft den River zu sehen und kannst gegen seine Handrange nahezu optimal spielen, da du erkennen kannst welche Karten seine Range aus marginalen Pairs und potcontrollten Draws stärkt.
Das Ziel OOP sollte es sein, die gegnerische Range zu einem Fehler zu zwingen und mit einem C/R mit JJ wird es unter normalen Umständen schon sehr schwierig den Gegner zu einem großen Fehler zu zwingen. Bei C/C hast du oft das Problem, dass du zwar einen Bluffcatcher spielst, aber mehr oder weniger blind fliegst und deine Gegner auf den Micros zu selten bluffen.
Edit: Pouncen bedeutet mehr oder weniger draufhauen. Wenn dein Gegner hier am Flop nur called auf dieser Boardstruktur, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass seine Range schwach ist, obwohl dort viele Draws möglich sind. Schwache Ranges sind sehr einfach bluffbar und du weisst hier ja auch welche Karten für dich ganz gut betbar sind, dein Gegner weiss aber nicht z.b. mit T9 ob er auf einem J am Turn jetzt noch vorne oder hinten ist oder ein Heart gut oder schlecht für ihn ist.